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Seit dem Bekanntwerden der schrecklichen Taten der sogenannten „Zwickauer Terrorzelle“ sind nun gut zwei Monate vergangen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse fanden in den vergangenen Wochen Gedenkveranstaltungen für die Opfer der „Terrorzelle“, Podiumsdiskussionen und Netzwerktreffen zum Thema statt. Bestehende Maßnahmen und Strategien wurden reflektiert und hinterfragt.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region ist zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde. Wir wollen demokratische Grundprinzipien stärken und Mut machen. Deshalb sehen wir es als unsere vordringliche Aufgabe, uns umfassend mit dem Problem des politischen Extremismus auseinanderzusetzen.
Aus diesem Grund lud das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region gemeinsam mit dem Verein Alter Gasometer zum Ersten Zwickauer Demokratiedialog „Gemeinsam für Demokratie und Toleranz“.
Programm:
- Musikalische Eröffnung:
Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Eröffnung: Rainer Eichhorn Oberbürgermeister a. D./Beiratsmitglied
des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region
- Rede der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Dr. Pia Findeiß
- Musik: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Rede des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich
- Ehrung eines verdienten Ehrenamtlers mit dem Sächsischen
Verdienstorden durch den Sächsischen Ministerpräsidenten
Stanislaw Tillich
- Musik: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Redebeitrag: „Demokratisch für die Demokratie streiten.
Notwendigkeiten aus Sicht der politischen Bildung.“ Frank Richter,
Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
- Ehrung: Kameraden der Feuerwehren für ihren Einsatz in der Frühlingsstraße
- Musikalischer Abschluss: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Ende des offiziellen Programms, Buffet und Raum für Gespräche
Eingeladen waren Vertreter aus allen gesellschaftlichen Schichten. „Es war uns wichtig, dass die Breite der Gesellschaft abgebildet ist. Deswegen haben wir neben Politik und Verwaltung u.a. auch Schulen mit Schülern, Streetworker und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden eingeladen“, so die Veranstalter.
Mit dem Saal des Gasometers wurde ein Ort gewählt, der auch inhaltlichen Bezug zur Veranstaltung hat. Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz hat hier seit nunmehr drei Jahren seinen Sitz.
Die SPD-Landtagsfraktion vergab zum achten Mal einen Demokratiepreis. Unter der Überschrift „Freiwillig. Etwas bewegen!“ stehe diesmal der freiwillige Einsatz für andere Menschen im Fokus, teilte die Fraktion in Dresden mit.
Das Thema lehne sich an das von der EU ausgerufene Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 an. Das Augenmerk werde vor allem auf generationsübergreifende Projekten gelegt.
Ein mit 150 Euro verbundener Sonderpreis ging an das Bündnis für Demokratie und Toleranz Zwickau. Die Auszeichnung solle vor dem Hintergrund der rechtsextremen Terrorserie gerade jene unterstützen, die seit mehr als zehn Jahren in Zwickau mutige Aktionen gegen Rassismus und Gewalt organisieren, hieß es. Die beste Strategie gegen Rechtsextremismus sei die nachhaltige Stärkung zivilgesellschaftlicher Projekte.
Am 9. November 2011 wurde zum fünften Mal der Sächsische Förderpreis für Demokratie - der Oskar unter den Zivilgesellschaftlichen Preisen, so Frau Dr. Petra Lidschreiber vom rbb in ihrer Begrüßung - verliehen. 67 Initiativen haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben, aus denen zehn für eine Prämierung nominiert wurden. Einen Anerkennungspreis erhielt das Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region. Die Auszeichnung nahmen am gestrigen Abend in Dresden Erwin Killat, Ehrenbürger und Mitglied im Beirat des Bündnisses, Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß sowie Gert Sczepansky und Mario Zenner vom Alter Gasometer e.V. entgegen.
Für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie konnten sich Projekte und Initiativen bewerben, die eine demokratische und tolerante Alltagskultur stärken. Die Maßnahmen sollten sich offensiv mit Themen wie Menschenrechte, Minderheitenschutz und Ursachen und Folgen von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus beschäftigen. Ein weiterer Aspekt war die Förderung der Zusammenarbeit mit Schulen, Kommunen, Polizei, lokalen unternehmen und Kirchgemeinden durch die bewerbende initiative. Wie Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld betonte, setzen die zehn nominierten Initiativen „ vorbildlich auf eine positive Einstellung zur Vielfalt der Meinungen und Kulturen, die vor abwertenden Vorurteilen schützt und eine positive Haltung zu demokratischer Beteiligung ermöglicht."
Der Hauptpreis wurde an den Augen auf e.V. Oberlausitz und das Bunte Bürgerforum für Demokratie Limbach-Oberfrohna verliehen. Anerkennungspreise erhielten die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen, chronik.LE, die AG Kirche gegen Rechtsextremismus, die AG Asylsuchende Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der InitiatorInnenkreis des Riesaer Appells, Firma Klausels sowie die Initiative "Bunter Schall als Widerhall".
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region ging aus dem Bündnis gegen Rechts hervor, welches 1995 gegründet wurde. Seitdem vereint das Bündnis ein breites Spektrum an demokratischen Parteien, gesellschaftlichen Organisationen, gemeinnützigen Vereinen und Vertretern der Kommunalverwaltungen. Nach außen wird das Bündnis über den Beirat und die Koordinatorin vertreten. Das Koordinierungsbüro selbst, welches im Februar 2009 seine Arbeit vollständig aufgenommen hat, übernimmt dabei die Alltagsarbeit resultierend aus den Empfehlungen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte liegen im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde in der Zwickauer Region. Die Arbeit richtet sich an zwei wesentliche Zielgruppen. Zum einen vernetzt es die die Bündnismitglieder untereinander und koordiniert das Bündnis. Zum anderen ist es zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung und offeriert somit seine Angebote an jeden Menschen, so unter anderem an Jugendliche, Schüler/innen und Lehrer/innen. In der Beschreibung heben die Veranstalter des Förderpreises unter anderem hervor: „Das Bündnis bringt Menschen aus verschiedenen politischen und weltanschaulichen Richtungen und Positionen zusammen. Die Stadt und die Bürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sind mit dabei, wenn es gilt, sich Neonazis entgegenzustellen."
Quelle: Stadt Zwickau
In
Vorbereitung auf die Demokratie-Tage 2012, die unter dem Motto: „Respekt“
stehen, fanden im Oktober drei Projekttage mit dem Thema „Respekt. Kein Platz für
Rassismus“ statt.
Im Mittelpunkt der dreitägigen Projekteinheit standen Fragen wie: "Was bedeutet der Begriff Respekt?" "Welche Formen von Rassismus gibt es und wie kann damit umgegangen werden?".
Neben einem theoretischen Einführungsblock und einem Film mit anschließender Diskussion zum Thema waren die 20 Jugendlichen am 3. Projekttag in verschiedenen Institutionen im Landkreis mit der Kamera unterwegs und führten Kurzinterviews zum Thema durch.
Folgende Stationen/Institutionen wurden u.a. besucht:
- Asylheim (Werdau)
- Martin-Luther-King Zentrum
- Fanprojekt Zwickau
- Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Frau Dr. Findeiß
- Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Zwickau
- SOS-Mütterzentrum Zwickau
- Käthe-Kollwitz-Gymnasium Zwickau
- Pastorin der Herrnhuter Brüdergemeinde in Zwickau (EKD)
- Stadtmission Zwickau/Mobile Behindertenhilfe
Die Kurzinterviews werden zeitnah zu einem Film zusammengeschnitten, der zur Eröffnungsveranstaltung der Demokratie-Tage am 16. April 2012 Premiere haben wird.
Referenz vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium
In diesem Jahr stand weit oben
auf der Liste der historisch wichtigen Gedenktage der 50. Jahrestag des
Mauerbaus in Berlin. Zentrales Element sollte das vom letzten
Verteidigungsminister der DDR, Rainer Eppelmann, dem Friedenszentrum Zwickau
überlassene Mauersegment werden. Das Denkmal soll dauerhaft an die Überwindung
der 28jährigen schmerzhaften Trennung Deutschlands und an den Aufbruch zu
Freiheit und Einheit erinnern. Die Bildhauerin Erika Harbort erhielt nach einer
beschränkten Wettbewerbsausschreibung den Auftrag zur Schaffung einer
Erinnerungsstätte, die diesen Gedanken gestalterisch umsetzt und an die selbst
errungene Freiheit und Einheit erinnert.
Mit dem Freiheits- und
Einheitsdenkmal wird Zwickau zu den 13 Orten in Deutschland und den ca. 50
Plätzen in aller Welt gehören, die ein Segment der Berliner Mauer als Mahnmal
für Freiheit und Demokratie in ihrer Stadt bewahren.
Im direkten Anschluss an die Einweihung des Freiheits- und Einheitsdenkmals lud der Verein „Alter Gasometer/Koordinierungsbüro BfDT“ die rund 250 erschienenen Gäste zu einem Sektempfang mit anschließendem Auktionsauftakt ein. Zur Versteigerung standen Grafiken von regionalen Künstlern, die dem ehemaligen Friedenszentrum 1989 zum Zweck einer Weiterveräußerung gespendet wurden.
Die am Tag der Einweihung begonnene Auktion stellt den Auftakt für eine online-Auktion dar. Der Erlös kommt dem Freiheits- und Einheitsdenkmal zu Gute.
Nach dem Ende der Interkulturellen Woche lässt sich ein
Besucherzuwachs feststellen. Das Interesse an dem Thema ist sichtlich
gewachsen. Zur Eröffnung kamen ca. 120 Leute, im Vorjahr 100. Der interessante
Nachmittag über Afghanistan mit den selbst zubereiteten Speisen und die Angebote
zum "Leben feiern" im KIB Zwickau, wurden ebenfalls gut besucht. Auch
zur Informationsveranstaltung über die Situation der minderjährigen
unbegleiteten Flüchtlinge in Sachsen kamen mehr Interessierte als erwartet. "Das
bestärkt mich in meiner Auffassung, dass Gutes Weile bzw. einen langen Atem
braucht. Mit der Brechstange können wir die vorhandenen Ängste gegenüber
Fremden nicht vertreiben. Die Menschen müssen selbst Erfahrungen mit Migranten
sammeln, um Vorurteile abzubauen.", so die Ausländerbeauftragte des Landkreises
Zwickau, die die Interkulturelle Woche maßgeblich initiiert und vorbereitet. Auch
das Koordinierungsbüro unterstützt die Interkulturelle Woche im Landkreis und
ist Mitglied in der Vorbereitungsgruppe zur Interkulturellen Woche.
Die
Veranstaltungsreihe KulturSPIELplatz ist am 8. Juli mit unserem
Sommerfest unter dem Motto "Havanna meets Zwickau" erfolgreich zu Ende
gegangen. Wir schauen auf eine abwechslungsreiche Woche zurück, in der
vor allem die interkulturelle Kommunikation im Vordergrund stand.
Das Projekt KulturSPIELplatz vereinte in diesem Jahr vier verschiedene Projektbausteine, denen allen ein zentrales verbindendes Element zugrunde liegt: In allen vier Projekten wurde gezeigt, dass Kommunikation nicht auf verbaler Sprache basieren muss. Kommunikation findet auch über Körpersprache und über musikalische Ausdrucksmöglichkeiten statt. Gerade interkulturelle Kommunikation bedarf oft Ausdrucksmöglichkeiten, die über die verbale Sprache hinausgehen und so sprachliche und kulturelle Grenzen überwinden kann.
Das Projekt begann am Dienstag mit der Kinovorführung "Metropolis", die durch Live-Musik begleitet wurde. Am Mittwoch konnten wir den italienischen Anarcho Clown Paolo Nani in Zwickau begrüßen, der Pantomime auf höchsten Niveau zeigte. Im Anschluss daran zeigte am Mittwoch Tilo Nöbel (Mondstaubtheater) wie Theater/Pantomime für Kinder begreifbar gemacht werden kann. An dem Workshop nahmen Kinder aus verschiedenen Ländern teil. Als Abschluss gelang es uns Künstler aus Kuba einzuladen, die ihre Werke am Freitag ausstellten und musikalisch den Abend bereicherten.
Auch im kommenden Jahr wird es die Veranstaltungsreihe "KulturSPIELplatz" geben, die unser Sommerhighlight für Sie sein soll.
Medienberichte zum Projekt KulturSPIELplatz finden Sie hier.
Referenzen zur Veranstaltung "Interkultureller Pantomime & Clownerie-Workshop" finden Sie hier:
An zwei Projekttagen, an denen 42 junge Menschen im Rahmen ihres Freiwilligen Jahres teilnahmen, wurden 3 thematisch bezogene Module zu folgenden Themen durchgeführt:
- Modul I: Zivilcourage
- Modul II: Bürgerschaftliches Engagement
„Fairer Handel“, „Vision for Africa“, Ehrenamtliches Engagement in der Zwickauer Region
- Modul III: Reflexion der eigenen Tätigkeit im Rahmen des FSJ
Im Rahmen des Abschlussseminars für Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr nutzten wir das Angebot des Koordinierungsbüros "Bündnis für Demokratie und Toleranz" mit 2 Seminargruppen an einem Tagesworkshop am 21.06. und 22.06.11 teilzunehmen. Ziel war es, die Jugendlichen für ehrenamtliches Engagement zu sensibilisieren, eine Nachhaltigkeit des eigenen Ehrenamtes als FSJ zu schaffen bzw. Übergänge aufzuzeigen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Die erlebten Themen waren breit gefächert von Zivilcourage bis Ehrenamt in Auslandsprojekten sowie Reflexion der eigenen Erlebnisse im Freiwilligendienst.
„Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“ (Hermann Gmeiner)
Unter diesem Motto standen die diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, die im Zeitraum vom 11.-20. April 2011 stattfanden. In Anlehnung an das von der Europäischen Union ausgerufene Jahr der Freiwilligentätigkeit standen auch die diesjährigen „Demokratie-Tage“ - und speziell die Eröffnungsveranstaltung - unter dem Motto „Bürgerschaftliches Engagement“.
In diesem Jahr gelang es, ein vielfältiges Veranstaltungsangebot zu realisieren. Darunter befanden sich Höhepunkte wie eine Lesung mit dem Bürgerrechtler Dr. Joachim Gauck und eine Podiumsdiskussion mit dem bekannten Journalisten Günter Wallraff.
Insgesamt besuchten ca. 2400 interessierte BürgerInnen die Veranstaltungen der Demokratie-Tage im Landkreis. Unter den Besuchern befanden sich auch mehrere Schulklassen und Jugendgruppen, so dass ca. 850 junge Menschen die Veranstaltungen wahrnahmen und so beispielsweise die Möglichkeit hatten, Dr. Gauck und Günter Wallraff persönlich in ihrer Schule zu empfangen und kennenzulernen.
Die Demokratie-Tage sollen Impulsgeber für das Thema "Bürgerschaftliches Engagement" in der Region sein. Ziel ist, eine Diskussion zum Thema nachhaltig anzuregen und Weiterbildungsperspektiven zum Thema Bürgerschaftliches Engagement aufzuzeigen. Im Rahmen von Gesprächsrunden, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen wurde das Thema mit jungen und älteren Menschen (kontrovers) diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Bürgerschaftliches Engagement - besonders in der Region - gestärkt werden kann.
Eine Auswahl an Medienberichten finden Sie in unserer Rubrik Pressespiegel.
Ausgewählte Fotos der Demokratietage: (Foto Günther Wallrall von Ralph Köhler)
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.
Der Gedenktag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
Auch in Zwickau wird jedes Jahr den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Laut Beschluss des Bündnisses stellt der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar einen von drei Gedenktagen dar, die vom Bündnis ausgestaltet werden. Organisiert und vorbereitet wird der Gedenktag jährlich vom Koordinierungsbüro. Am 27. Januar 2011 lud das Koordinierungsbüro zu einer Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen im Haus Muldenblick und zu einem anschließenden Schweigeweg zum Georgenplatz Zwickau, wo ebenfalls kurze Redebeiträge erfolgten.
An beiden Gedenkveranstaltungen nahmen ca. 60 Personen teil, darunter auch zahlreiche Stadträte der Stadt Zwickau.
TV Z Beitrag zur Gedenkveranstaltung am 27.01.2011
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hat sich in diesem Jahr entschieden, besonderes Augenmerk auf den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember zu legen. So unterstützten das Bündnis und das Koordinierungsbüro die Aktionen der Amnesty International Hochschulgruppe, die selbst auch im Bündnis vertreten ist.
Anlässlich des Tages der internationalen Menschenrechte plante die Amnesty Hochschulgruppe eine Aktion ganz in der Nähe des alljährigen Weihnachtsmarktes. Im Eingangsbereich der Fachhochschule am Kornmarkt 1 versorgte ein Informationsstand alle Neugierigen mit Informationen rund um das Thema Menschenrechte und Amnesty International. Ein besonderes Augenmerk waren die auffällig gelben Amnesty-Luftballons sein. Einige dieser Ballons wurden an Passanten verteilt, die durch das gemeinsame Steigenlassen um 19.00 Uhr symbolisch ihr „Ja“ zu Amnesty und ihre Unterstützung zum Tag der Menschenrechte Ausdruck verleihen können.
Im Rahmen des diesjährigen Briefmarathons von Amnesty International rund um den Tag der Menschenrechte wurden so viele Unterschriften wie möglich gesammelt, um aktuelle Aktionen zu unterstützen.
AMNESTY INTERNATIONAL ist eine von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Menschenrechtsorganisation. Amnesty kämpft seit 1961 mit Aktionen, Appellbriefen und Dokumentationen für die Opfer von Menschenrechts-verletzungen auf der ganzen Welt. Die Organisation hat weltweit 2,8 Millionen Unterstützer. 1977 erhielt Amnesty den Friedensnobelpreis.
Im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema „Umgang mit Rechtsextremisten bei Veranstaltungen“ wurden folgende Themenfelder bearbeitet:
- Rechtliche Grundlagen
- Codes/Musik/Symbole/Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene
- Möglichkeiten des Umganges mit Rechtsextremen auf Veranstaltungen
- Argumentationstraining
An der Weiterbildung nahmen neben Mitgliedern des Bündnisses auch Vertreter von Kirchen und Jugendeinrichtungen teil.
In Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz und dem Jugendbereich des Alten Gasometer wurden mit der Humboldtschule Zwickau verschiedene Projekte durchgeführt.
Die vollständige Referenz können Sie hier einsehen:
In der Zeit vom 27.09.2010 bis 29.09.2010 wurde mit der KinderKulturKarawane in Zwickau ein interkulturelles Projekt gestartet. In der Regie des Koordinierungsbüros und des Vereines „Alter Gasometer“ ist es gelungen, eine Gruppe junger Heranwachsender aus Hebron (Palästina) nach Zwickau zu holen, die in Zusammenarbeit mit Jugendlichen ein interaktives Theaterstück erarbeitet haben.
Allen Kindern und Heranwachsenden, die im Rahmen der KinderKulturKarawane als Künstler und Agierende in Deutschland waren, ist eines gemeinsam: sie haben eine schlimme Vergangenheit hinter sich und kommen zum Teil aus schwierigen Verhältnissen. Unsere eingeladenen Gäste kamen aus Palästina – einem gespaltenen Land, welches nach wie vor viele Konflikte zu lösen hat.
Die Jugendlichen aus Hebron haben sich in ihrer Arbeit mit den Zwickauer Jugendlichen damit beschäftigt, das Leben in Flüchtlingslagern nachzuempfinden und nachzuspielen und somit die Ängste, die Bedrohungen und die Beschneidung der Freiheit aufzuzeigen.
Am 28.09.2010 zeigte das Yes-Theatre aus Hebron eine Aufführung eines Stückes, welches eigens für die KinderKulturkarawane konzipiert wurde und für Kinder ab 12 Jahren geeignet ist – aber auch interaktive Momente der tagsüber stattfindenden Workshop-Arbeit enthielt.
Zitat einer Lehrerin aus Glauchau:
„Liebe Frau Hietzke, danke für die tolle Projektidee, meine Schüler haben mir heute noch einmal bestätigt, dass es für sie sehr interessant, emotional und lehrreich war. Besten Dank für die Zusammenarbeit und Ihren Einsatz. Ich glaube, so ein Tag hinterlässt intensivere Spuren als unzählige Theoriestunden. Liebe Grüße R. Schmid“

Die soziokulturelle Einrichtung Alter Gasometer – die in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen feiert – ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte, die im Herbst 1989 ihren wesentlichen Ausgangspunkt fand. Vor nunmehr über 21 Jahren entwarfen Aktivistinnen und Aktivisten, die überwiegend in den Gruppen des Konziliaren Prozesses verwurzelt waren, erste Ideen für ein Friedenszentrum in Zwickau.

20 Jahre nach dem ersten großen Aktionstag des Friedenszentrums in Zwickau stand neben der Rückschau insbesondere die Gegenwart und Zukunft im Mittelpunkt der Diskussion.
Aktive der ersten Stunden und Nachfahren setzten sich während der Veranstaltung mit aktuellen Fragen und Anforderungen an das Engagement für Frieden und Gerechtigkeit auseinander.
• Wie haben sich die Formen zur Initiierung
stetiger gesellschaftlicher Erneuerung verändert?
• Wie sollten Ansprüche an Mitgestaltung und Partizipation
heute formuliert werden?
• Welche Methoden der Aktivität stehen zur Verfügung
und wie erfolgversprechend ist ihr Einsatz?
Folgende Gäste konnten für die Gesprächsrunde gewonnen werden:
- Birgit Riedel (ehemalige Aktivistin des Friedenszentrums)
- Erwin Killat (ehemaliger Aktivist des Friedenszentrums)
- VertreterInnen der Amnesty International Hochschulgruppe, Zwickau
- Heinz Kitsche Inkota Netzwerk e.V., Dresden
- Moderation: Reinhard Riedel
(ehemaliger Aktivist des Friedenszentrums und ehemaliger Geschäftsführer des Vereines „Alter Gasometer“)
Auch im Jahr 2010 fand wieder erfolgreich das „Gewalt? - Ohne mich!!!“ Festival statt, womit erneut ein Zeichen für eine demokratische und lebendige Jugendkultur in Sachsen und besonders für die Region Zwickau gesetzt wurde. Ab 17.00 Uhr erwartete die Gäste ein umfangreiches und buntes Rahmenprogramm: Workshops und Kurzfilme zum Thema Demokratie und Toleranz, Freizeitangebote, Funsport, eine alternative vegane Küche und vieles mehr. Am Abend konnten dann – wie gewohnt – die Nachwuchsbands der Region zeigen, was Vielfalt musikalisch bedeuten kann.

Als Headliner konnten die „Crushing Caspars“ (Hardcore/Punk) gewonnen werden, die sich mit ihrem Auftritt auch deutlich hinter die Message: Gewalt? – Ohne mich!!! stellten.
Zudem gabs was auf die Ohren von „One Minute Happiness“ (Rock), „Fr3mdkörper” (Indie) und „First I Killed The Memories” (Hardcore).
Nähere Informationen zum GOM 2010 finden Sie hier.

Gefördert durch das Förderprogramm
"Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz"
In den letzten Wochen haben sich Schulen und Jugendeinrichtungen auf den bundesweit durchgeführten Wettbewerb der „Ecopolicyade“ vorbereitet und die besten Teams haben sich nun für den sächsischen Landesentscheid qualifiziert. („Ecopolicy“ ist eine PC- Simulation, in der Jugendlichen lernen, wie
komplexe Zusammenhänge zwischen Politik, Umwelt und Wirtschaft
hergestellt werden können und wie Fehlentscheidungen gravierende Folgen
haben können.)
Neben Teams aus Leipzig und Dresden haben sich auch zwei Teams aus einer Jugendeinrichtung in Zwickau qualifiziert. Eröffnet wurde der Wettbewerb von der Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß. Auch konnten Dr. Luther (MdB)[und einzelne Stadträte gewonnen werden, das Spiel auszuprobieren und den Jugendlichen über die Schulter zu schauen. Das Gewinnerteam aus Radebeul, welches im Entscheid am 24.06.2010 ermittelt wurde, wird am 3. Juli nach Berlin fahren um dort im Bundestag gegen die anderen Gewinner-Teams der übrigen Bundesländer zu spielen. Unterstützt wird der Wettbewerb von der Bundeszentrale für politische Bildung und vom Deutschen Bundestag. Im letzten Jahr haben bundesweit 90.000 SchülerInnen an der Ecopolicyade beteiligt.
Partner des Projektes für Sachsen war das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region.
Demokratie Bündnis und DGB mobilisieren über den Tag rund 2.000 Menschen
Unter dem Motto "Wir gehen vor: Kein Platz für
Nazis - auch nicht in Zwickau" organisierte erstmals ein breites
Bündnis von Gewerkschaften, demokratischen Parteien, Jugend- und Sozialeinrich- tungen, Kirchverbänden, Aktionsgruppen und Wirtschaftsunternehmen
einen Aktions- und Protesttag gegen einen Nazi Aufmarsch am 1.05. in Zwickau.
Rund 2000 Personen konnten den gesamten Tag über mobilisiert werden. Auch wenn die Demonstration der NPD und deren seelenverwandten Kameradschaften nicht verhindert werden konnte, so zeigten die Zwickauer an diesem Tag deutlich „Unsere Stadt hat Nazis satt!“.
Aufgrund der anstehenden drastischen Kürzungen im
Bereich der Jugendhilfe, Sozialarbeit und Kulturarbeit im Jahr 2010/2011 wurde
kurzfristig zu einer Podiumsdiskussion geladen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen dabei Fragen zu den Auswirkungen der Kürzungen – insbesondere für die Kommunen, Gemeinden und Einrichtungen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag speziell auf den Bereich der Jugendarbeit und den damit verbundenen Kürzungen.
Folgende Gäste konnten für die Podiumsdiskussion gewonnen werden:
Vertreter der sächsischen Landesregierung / Alexander Krauß, CDU Fraktion, Sozialpolitischer Sprecher, Familienpolitischer Sprecher, Arbeitsmarktpolitischer Sprecher, Vorstand der CDU-Landtagsfraktion, Vorsitzender Landesjugendhilfe-Ausschuss
Sächsische Landtag / B90 Die Grünen / Elke Herrmann
Landkreis Zwickau / Dezernent für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Wolfgang Reiß
Stadt Zwickau / Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß
Jugendring Westsachsen e.V. / Volker Bilz, Vorstandsvorsitzender
Moderation:
Björn Redmann / „Sächsische Landjugend e.V.", Landesbildungsreferent
Auch nach mehrmaligem Nachfragen gelang es nicht, VertreterInnen aus dem Sächsischen Sozialministerium für die Podiumsdiskussion zu gewinnen.
Zum bereits 8. Male und unter der Schirmherrschaft
von Landrat Dr. Scheurer und Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß fanden im
Jahre 2010 die Demokratie-Tage statt.
Mit ca. 30 Veranstaltungen wurde im Landkreis Zwickau gezeigt, wie Demokratie, Courage und zivilgesellschaftliches Engagement gelebt werden kann. Auch in diesem Jahr waren die Veranstaltungen sehr vielschichtig angelegt. Das Themenspektrum reichte von der Aufarbeitung der DDR Vergangenheit über das Thema Rechtsextremismus und Rassismus bis hin zu sozialen Themen wie die Integration von Menschen mit Handicap – letztes war auch Thema der Eröffnungsveranstaltung.
Auch die Veranstaltungsformen waren vielseitig. So fand in diesem Jahr mit ca. 300 Jugendlichen ein Street-Soccer-Turnier statt, es gab eine Uraufführung einer Tanzperformance, aber auch Vorträge und Seminare wurden angeboten.
Im Foto zu sehen: Auftritt der Band "Löwenzahn" zur Eröffnungsveranstaltung der Tage der Demokratie und Toleranz im Alten Gasometer am 15. April 2010
Nähere Informationen und Fotos finden Sie hier:
In Zusammenarbeit mit dem Frauennetzwerk der Zwickauer Region fand unter dem Motto "Frauen im Wandel der Zeit – sich wandeln, sich neu entdecken im Zeichen der Chancengleichheit" anlässlich des Internationalen Frauentags eine ganztägige Veranstaltung zum Thema statt. Thema der Veranstaltung war die Emanzipation und die Gleichstellung der Frau - anhand der Mode der vergangenen Jahre / Jahrhunderte. Folgendes Programm konnte kostenfrei den BesucherInnen angeboten werden.

- 14.00 Uhr Eröffnung durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau,
Frau Dr.
Pia Findeiß
- 14.20
Uhr Kurzreferat zu Verena Kast - Janine Seifert (KIB)
- ab 14.40 Uhr: Einladung zum Brunch und zur Besichtigung der Ausstellung
- 15.30
Uhr Geschichte zum Sammeln und Besinnen
- 15.40
Uhr Modenschau „Mary Lou“ von und mit „Aktiv ab 50“e.V.
- 16.30 Uhr Filmvorführung “Coco
Chanel”
Im Foto : Modenschau "Frauen im Wandel der Zeit"
Auf Anfrage der Humboldtschule wurde in Zusammenarbeit mit dem Jugendbereich des Vereines „Alter Gasometer“ und dem KIB (Kontakt und Informationsbüro Zwickau) an zwei Projekttagen Workshops zum Thema Demokratie und Toleranz angeboten. Diese fanden in den Räumlichkeiten des Alten Gasometers statt und wurden von 2 Schulklassen der Humboldtschule besucht.
Folgende Workshops wurden durchgeführt:
- Workshop 1: Demokratie- und Toleranzförderung; angeboten von Raik Zillmann (KIB Zwickau) und
Sabine Hietzke (Koordinatorin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region)
- Workshop 2: Video-Workshop – Ansätze und Lösungsmöglichkeiten zum Umgang mit Gewalt
- Workshop 3: Ausländerfeindliche Parolen: Was steckt dahinter?
Aufgrund der positiven Rückmeldung auf dem GOM – Festival 2009 (Gewalt? – Ohne mich Festival) gelang es, in Kooperation mit dem Organisationsbüro der Ecopolicyade den Sachsen-Entscheid nach Zwickau zu holen.
„Vernetztes Denken im Wettbewerb“ – unter diesem
Motto stand im Juni 2009 der erste Bundesentscheid der „Ecopolicyade“ in Berlin
an. 14 Schülerteams aus fast allen Bundesländern Deutschlands traten
gegeneinander an, um sich in der PC-Simulation im Regieren fiktiver Staaten
miteinander zu messen. Die Jugendlichen lernen durch das Spiel, wie komplexe
Zusammenhänge zwischen Politik, Umwelt und Wirtschaft hergestellt werden können
und wie Fehlentscheidungen gravierende Folgen haben können. Ein Szenario das
angesichts von Klimawandel, explodierenden Sprit-, Heiz- und Stromkosten sowie
Sturm und Hochwasserkatastrophen erkennbar nah an der Realität ist. Im
Landkreis Zwickau begannen die Vorbereitungen des Wettbewerbes mit der
Lehrerfortbildung am 27. Januar im Alten Gasometer.
Folgende Veranstaltungen und Aktionen fanden im Jahr 2009 statt. Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, welches im Verein "Alter Gasometer" angesiedelt ist, hat im Februar 2009 vollständig seine Arbeit aufgenommen.
Aufgrund des 20-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution fanden das ganze Jahr über Veranstaltungen und Aktionen statt. So erhielt das Koordinierungsbüro eine Anfrage, Referenten bzw. damalige Aktive aus dem Zwickauer Landkreis für ein Schulprojekt zu empfehlen bzw. zu vermitteln. So unterstützte das Koordinierungsbüro in Zusammenarbeit mit dem Bündnis den genannten Projekttag.
Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird von den Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten und Integrationsbeauftragten, Migrantenorganistaionen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. Die Aktionsformen sind sehr vielfältig. Sie reichen von Lesungen, Musik-, Film-, Theater- und Tanzveranstaltungen, Diskussionen, Workshops, Seminare, Sportveranstaltungen, Festen sowie Tagen der Offenen Türe bei Religionsgemeinschaften, Institutionen, Unterkünften und Schulen bis hin zu Gottesdiensten und Friedensgebeten sowie Andachten.
Im Landkreis Zwickau bereitet der Interkulturelle Arbeitskreis die Interkulturellen Wochen vor. Im Jahr 2009 stand die IKW unter dem Motto: „Misch mit!“ und sollte deutschlandweit wieder vielfältige Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen, die Situation von Flüchtlingen ansprechen und zum Flüchtlingsschutz beitragen. Das Koordinierungsbüro war Mitglied in der Vorbereitungsgruppe der Interkulturellen Woche und hat sich zusätzlich mit dem Schulprojekt „Yes I am!“ an der IKW beteiligt. Im Rahmen des Projektes wurde der Film „Yes I am“ den Schulen kostenfrei zur Verfügung gestellt, und konnte so in die Projektarbeit zum Thema Rassismus eingebaut werden. An dem Projekt beteiligten sich 2 Schulen. Es entstanden Essays, Poster und Zeichnungen.
Das Programm der Interkulturellen Woche 2009 können Sie hier einsehen:
http://www.interkultureller-arbeitskreis.de/ablauf/ablauf.html
Erstmalig unter der Regie des Koordinierungsbüros fand im Jahr 2009 das GOM-Festival statt. Neben gewohnten sportlichen Angeboten und Live-Musik am Abend wurde die Veranstaltungsreihe um Workshop-Angebote ergänzt. Diese wurden vormittags für Schulen angeboten und am Nachmittag für Jugendliche und allgemein Interessierte. Themen der Workshops waren unter anderem: 20 Jahre Friedliche Revolution und Demokratie; Jugendkulturen; Stärkung des Selbstwertgefühles besonders von jungen Mädchen oder auch der Umgang mit Gewalt. Um das Interesse der Jugendlichen zu wecken, wurde darauf geachtet, dass die Inhalte methodisch jugendgerecht vermittelt wurden (z.B. Graffiti Workshop, Foto-Workshop). Die Workshops wurden von rund 100 SchülerInnen besucht. Als Reaktion und Resonanz auf den Workshop „Ecopolicy“ entstand die Idee, die Lehrerfortbildung und den sächsischen Landesentscheid in Zwickau zu veranstalten. Zudem fand im Rahmen des GOM die U-18 Wahl statt.
In Zwickau haben ca. 100 Besucher den Ausstellungsbus der Sächsischen Staatsregierung und des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen über die Ereignisse des Herbstes `89 besucht. Dies ist die erfolgreiche Billianz der Ausstellung mit dem Titel „1989 [Unser Aufbruch] 2009“, die in einem umgebauten Linienbus durch Sachsen tourte. Die Ausstellung reiste in Form eines 18 Meter langen umgebauten Busses von Mai bis November 2009 durch mehr als dreißig Orte in ganz Sachsen. Im Ausstellungsbus kommen zahlreiche Zeitzeugen zu Wort, die 1989 aus ganz unterschiedlichen Beweggründen gegen die SED-Herrschaft opponierten. Fünf Multimedia-Stationen gaben Interviews von Zeitzeugen und historische Mitschnitte wieder. Darüber hinaus können sich die Besucher über eine digitale Sachsenkarte interaktiv über die damaligen Ereignisse in ihrer Region informierten. Die Vorbereitungen und Betreuungen der Referenten während des 5 Tage Aufenthaltes in Zwickau wurden vom Koordinierungsbüro übernommen.
Zum bereits 7. Male und unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Scheurer und Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß fanden im Jahre 2009 die Demokratie-Tage statt. Erstmalig wurden diese unterstützt vom neu angesiedelten Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region. Mit ca. 30 Veranstaltungen wurde im Landkreis Zwickau gezeigt, wie Demokratie, Courage und zivilgesellschaftliches Engagement gelebt werden kann. Auch in diesem Jahr waren die Veranstaltungen sehr vielschichtig angelegt. Das Themenspektrum reichte von der Aufarbeitung der DDR Vergangenheit über das Thema Rechtsextremismus und Rassismus bis hin zu sozialen Themen.
Im Foto: Theaterstück zur Eröffnungsveranstaltung - "Engel mit nur einem Flügel"
In Kooperation mit dem Jugendbereich des Vereins „Alter Gasometer – soziokulturelles Zentrum“ wurden innerhalb des Projekttages mit der Humboldtschule Zwickau verschiedene Module angeboten, die auf unterschiedliche Weise Aufklärungsarbeit leisten.
Der zeitliche Rahmen des Projektes beläuft sich pro Modul auf ca. 90 Minuten (Arbeit in den einzelnen Gruppen) plus 45 Minuten für die anschließende Vorbereitung der Ergebnisse im Plenum.
Im Foto zu sehen: Projekt Toleranztag
Folgende Module wurden angeboten:
- Des Nazis neue Kleider
- Vorurteile und Reflexion
- Alltagsrassismus
- „Last Exit – Letzte Möglichkeit Flucht!
(geleitet von Sabine Hietzke; Koordinatorin des Bündnisses für
Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region)