Veranstaltungen und Aktionen

16.11. Länderabend Spanien

Inzwischen hat der Länderabend gemeinsam mit dem International Office schon eine gewisse Tradition. Tradition hat auch die gewohnt gut gefüllt Barterre im Alten Gasometer. Etwa 65 Gäste interessierten sich für Spanien, Essen, Land und Leute. Vorgestellt wurde dies von 4 Austauschstudenten aus eben jenem Land, die aktuell für ein Semester in Zwickau leben und die Sonne und das Meer gegen Mulde und, naja sagen wir mal herbstliches Wetter getauscht haben.  Denn in Granada und auf Lanzarote, wo die Jungs und Mädels eigentlich studieren, geht’s nachweislich etwas wärmer und temperamentvoller zu. Seit langem wurde der Sommerhit 1996 „Macarena“ mal wieder getanzt. Traditioneller wurde es beim Flamenco. Der geht übrigens ganz einfach: Apfel pflücken, hineinbeißen, und wegschmeißen. Ganz einfach zum selbst ausprobieren. Danke an alle Gäste, die Studierenden und das International Office! 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage in Kooperation mit der Westsächsichen Hochschule.

 

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15.11. Späti in Zwickau gedenkt NSU Opfern

Das Zwickauer Jugendbuffet, dem aktuell rund 30 Jugendliche im Alter ab 17 Jahre angehören, hat seinen sechsten Späti im Jahre 2017 in einen Gedenkspäti umgewandelt.

Ging es bei den vorherigen fünf Spätis meist um gemütliches beisammensein, sprechen über aktuell politische oder auch private Themen, wurden am gestrigen Mittwoch, die Opfer des NSU Terrortrios, in den Mittelpunkt der Veranstaltung gerückt. Eine kleine schwarze Wand mit 10 selbst gestalteten Bildern und jeweils einem Foto dieser 10 Mordopfer, davor Kerzen stand an der Kreuzung Magazinstrasse Ecke innere Plauensche Straße.

Wie immer haben die Veranstalter Kleinigkeiten zu naschen und Getränke bereit gehalten. Dieses Mal ohne Bier und Alkohol. Außer einem Glühwein, gab es gestern Tee, Wasser, alkoholfrei Getränke, was einfach zum Teil auch den Temperaturen geschuldet war. “Heute hat dieser Späti keinen Partycharakter.”, sagte Chris Schlüter vom Verein Alter Gasometer.

Die Menschen, welche vorbei liefen, hatten nicht so die Zeit zu später Stunde sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Sie liefen mit Nennung kurzes Ausreden schnell vorbei. “Es liegt halt daran, dass alle immer denken, jemand der auf der Strasse steht will mir was verkaufen.” so Schlüter weiter. Doch weit gefehlt. Die Späti Gemeinschaft will erinnern, gegen das Vergessen, denn schließlich mordete das Trio von Zwickau aus, und Zwickauer Themen sind Späti Themen.

 

Text & Fotodank geht an Ralph Köhler.

 

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14.11. VW Projekttage

Im Oktober und November fanden an vier Tagen wieder die Projettage zur gesellschaftspolitischen Bildung mit Auszubildenden von Volkswagen Sachsen aus Mosel statt. So konnten wir insgesamt 40 Azubis diesmal hier im Gasometer begrüßen. Die Themen Krieg, Vertreibung, Flucht, Mediennutzung und Zivilcourage wurde dabei mit unterschiedlichsten Methoden behandelt. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit und das Interesse.  

 

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11.11. Benefizkonzert mit „Strom & Wasser“ und Bodo Wartke

Im Rahmen der Novembertage ist es uns gelungen, prominente Gäste nach Zwickau zu holen und auch musisch auf die Probleme dieser Welt aufmerksam zu machen. Randfiguren-Ska-Punk-Polka-Anarcho-Liedermacherei, mit kabarettistischer Schlagseite, so die Genre-Selbstbezeichnung von Heinz Ratz und seiner Truppe „Strom und Wasser“. Songs im rauchigen Rock und im betörendem Singer/Songwriter-Faible.

Lieder mit Haltung und gesellschaftlichem Verantwortungsgefühl  kommen zu Gehör und sind passend zum Thema des Abends mit Sendungsbewusstsein ausgestattet.

Im zweiten Teil: Bodo Wartke als Stargast, mit alten und neuen Stücken am Klavier. Eigentlich hat sich der Kabarettist Bodo Wartke auf lustige Musik spezialisiert, die er auch zum Vortrag bringt. Aber er kann auch ganz ernst werden. Zum Beispiel Gewalt im Namen einer Religion. Wenn er Gott wäre, so Wartke, in einem Stück hätte er nur eine Botschaft an die „Gläubigen“: Ihr handelt nicht in meinem Namen.  Dieser Song zählt zu einem der vielen Höhepunkte des Abends, in dem er sich gegen radikale und menschenverachtende Auslegungen jedweder Religion wendet.

Heinz Ratz hat mit Konstantin Wecker das “BOK” gegründet das als eine Art schnelle musikalische Eingreiftruppe agieren soll.

Angestrebt wird ein pazifistisches, antifaschistisches Netzwerk aus Künstlern, Veranstaltern und lokalen Vereinen, das ein sofortiges Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen, rechte Bedrohung oder Umweltdelikte möglich machen soll. Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage.

 

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11.11. Bündnisklausur

Zur Erarbeitung eines Leitbildes und Evaluierung des zurückliegenden Jahres trafen sich 17 Bündnismitglieder und Kooperationspartner. Zur Fortschreibung des Leitbildes wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, da an diesem Samstag keine fertigen Ausformulierungen mehr möglich waren. Dennoch wurde die ein oder andere Änderung zu Beispiel im Ablauf der Bündnissitzung erarbeitet, die schon ab Dezember Früchte tragen sollen. Wir danken allen Mitwirkenden und den Moderatoren! 

 

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09.11. Reichsbürger – „Verwaltung am Limit?“

Neben den vielen bedeutenden Ereignissen im vergangenen Jahr hat insbesondere ein Thema die bundesweite Medienöffentlichkeit bestimmt: „Reichsbürger“. Vor allem kommunale Verwaltungsangestellte sehen sich zunehmend mit Anhängern dieser heterogenen Gruppierung auseinandergesetzt, die überregional in Erscheinung treten. Wie heterogen, das stellte Referent Sebastian Trept (Politikwissenschaftler von der TU Dresden) anschaulich dar. Zudem erhielten die 70 Gäste eine klaren Überblick über die Reichsbürgerbewegung, ihren Ursprung, ihre Ideologie sowie ihre Instrumente, mit denen sie versucht, die Verwaltungsbehörden zu blockieren. Eva-Maria Ast (Direktorin Amtsgericht Zwickau) berichtete anschließend aus der Praxis. Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage.

 

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09.11. Gedenken in Zwickau

Auch in diesem Jahr erinnerte Zwickau an die Pogromnacht vom November 1938. Um 15 Uhr erfolgte im Beisein der Oberbürgermeisterin in Zusammenarbeit mit Gesellschaft für Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit zunächst die Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof in Eckersbach. Um 16 Uhr folgte die Gedenkveranstaltung auf dem Georgenplatz, an dem sich einst das Polizeipräsidium befand. Wie in vielen anderen Städten erlebte in Zwickau die Verfolgung der jüdischen Mitbürger in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 einen traurigen Höhepunkt. Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet, der Betsaal der jüdischen Gemeinde und die Trauerhalle in Brand gesteckt. Alle männlichen Juden, außer Kinder, wurden verhaftet und ins Polizeipräsidium gebracht. Später erfolgte die Verschleppung ins Konzentrationslager Buchenwald. 

08.11. Broschürenvorstellung „Unter den Teppich gekehrt!“

Die Broschüre wurde vorgestellt von Michael Nattke, Fachrefent und Hannah Zimmermann, freie Mitarbeiterin vom Kulturbüro Sachsen e. V. Dieses hat in einer aufwendigen Recherchearbeit die Dokumente der Untersuchungsausschüsse, des Gerichtsprozesses in München und zahlreicher Publikationen zum Thema intensiv ausgewertet. Tausende Seiten von Akten wurden auf 50 hochinformativen Seiten zusammengefast. Das Ziel war es, die maßgeblichen UnterstützerInnen des NSU in Sachsen zu identifizieren und ihre Unterstützungsleistungen für die RechtsterroristInnen offenzulegen. Gemeinsam mit den Zwickauer Experten und Journalisten Jens Eumann und Christian Gsellmann wurde zudem über noch aktive Zwickauer Strukturen, das mögliche Ende des Prozesses, Staatsversagen und Vertrauen in selbigen diskutiert. Dabei wurden kein Blatt vor den Mund genommen. Die Broschüre war letztlich bei den über 50 Gästen im Nu vergriffen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage.

 

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08.11. Kunstaktion „Unter den Teppich gekehrt!“

Mit Besen bewaffnet wurden am Nachmittag des 08.11. allerhand Informationen rund um den NSU, dessen Struktur und Taten symbolisch in der Zwickauer Innenstadt unter den Teppich gekehrt. Beobachtet wurde dies von den Gedenkbänken für die Opfer des NSU, welche von der Künstlergruppe Sternendekorateure im letzten Jahr hergestellt wurden. In Anlehnung an den zu Ende gehenden Prozess wurden zudem vom Jugendbuffet eingelesene Auszüge aus Protokollen von Aussagen aus dem Prozess und Untersuchungsausschüssen via Lautsprecheranlage eingespielt. Eine Aktion, die irritierte und konfrontierte. Mit ihr wurde den Opfern des NSU gedacht und Kritik an der Aufarbeitung der Taten und der dazugehörigen Struktur geübt. Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage in Kooperation mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e. V.

 

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07.11. Demokratiekonferenz

Über 40 Gäste waren der Einladung zur Zwickauer Demokratiekonferenz 2017 in die Manufaktur gefolgt. OB des Themas „Ansätze zur politischen Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich“ kamen die Gäste vor allem aus dem Bereich Schule, Jugendarbeit und Ausbildung. Nach einem spannenden Vortrag vom ehemaligen Leiter des Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, wurde über Probleme, Möglichkeiten und Grenzen der politischen Bildung in Schule und Jugendarbeit diskutiert. Als Ergebnis wurde ein weiteres Treffen für März 2018 vereinbart, bei dem vor allem die Kooperation zwischen Schule und Jugendeinrichtungen vorangetrieben und sich über Methoden und Formate politischer Bildung ausgetauscht werden soll. Wir danken allen Gästen und der Sächsischen Bildungsagentur für die Kooperation! Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage.

Folgend die spannendsten Thesen von Frank Richter:

-        „Sind „Demokratiesimulanten“ in Sachsen in der Mehrheit?“

-        „Autoritäre Denk- und Verhaltensmuster sind in Sachsen stark ausgeprägt.“

-        „Beschränkung nur auf die Funktionsweise von Demokratie. Aber wie wird ein Mensch Demokrat?“

-        „Demokratie als einzige Herrschaftsform die man lernen muss!“

-        „Empathie und Perspektivwechsel sind Grundlagen, die defizitär sind!“

-        „Gute Ergebnisse bei Pisa heißen nicht gleich gute Bildung!“

-        „Die kulturelle, musische, moralische und ästhetische Bildung ist nicht ausgeprägt.“

-        „Ein guter Kompromiss zeichnet sich dadurch aus, dass alle unzufrieden sind! Zunächst sind alle unzufrieden; nachdem man eine Nacht drüber geschlafen hat, ist man dann doch zufrieden, weil er das friedliche Zusammenleben sichert.“

-        Die Ordnung des demokratischen Systems ist in Ordnung, aber die Innere Akzeptanz fehlt.“

-        Die Gesellschaft in Sachsen ist äußerlich demokratisiert, aber innerlich nicht.“

-        Das Redeverhältnis im Unterricht zwischen Lehrern und Schülern liegt bei 90:10. Das ist der komplett falsche Ansatz. Es muss andersherum sein.“

-        „Der Lehrer muss sich im Unterricht langweilen, dann macht er alles richtig!“

 

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26.10. Kneipenquiz „Novembertage“

Was wurde wieder geraten und gequizzt? 15 Teams, 85 Leute und ein Sieger. Das Kneipenquiz am 26.10.2017 im Gasometer stand unter dem Motto: „Geschichte“ im Rahmen der Novembertage. Themen wie die Reichspogrome, die Friedliche Revolution und der NSU wurden durch gewohnt rücksichtsvolle Moderatoren und den ein oder anderen Besserwisser abgearbeitet. Bei aller Ernsthaftigkeit der Thematik durfte aber auch gelacht werden.

Worüber wir uns jedoch am meisten freuen ist, dass der allseits beliebte und begehrte Wanderpokal bei uns im Haus geblieben ist! Gewonnen hat das Team „JubuJu“. Was übersetzt „Jugendcafè Buze und Jugendbuffet“ heißt. Schiebung sagen die einen, Wissen sagen die anderen! 

 

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28.09. Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte

Knapp 40 Ehrenamtliche und Hauptamtliche kamen zum dritten Netzwerktreffen in diesem Jahr im Rahmen der Interkulturellen Woche. Thema war die Vorstellung des Projektes der „Arbeitsmarktmentoren“ bzw. „Zukunftslotsen“ der Euroschulen Zwickau und Hohenstein-Ernstthal - Aufgaben und Ziele. Katrin Herold stellt das Projekt vor und beantwortet die Fragen der Teilnehmenden. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat durchgeführt. Das Einzugsgebiet schließt den ganzen Landkreis ein, besonders aber die Städte Zwickau, Hohenstein Ernstthal und Limbach-Oberfrohna, in denen die Beratungsbüros eingerichtet sind. Die Vernetzung mit den Integrationsbüros und gegenseitige Unterstützung sollte noch verstärkt werden. Ein weiteres Thema war die Vorstellung der Kommunalen Integrationsbüros aus den verschiedenen Städten des Landkreises.

24.09. Wahlabend

Etwa 50 Gäste verbachten den Ausklang des Wahltages und das Begutachten der ersten Hochrechnungen im Saal des Alten Gasometer, nach dem tagsüber erstmals ein Wahllokal im Hause eingerichtet war. 

15.09. U18-Wahl und Schulprojekttage

Umfrage verrät: Zwickaus Jugend will wählen!

Insgesamt 831 Stimmen wurden abgegeben, womit wir als Organisator absolut zufrieden sind, handelt es sich bei der U18-Wahl ja um keine offizielle Wahl mit Wahlbenachrichtigung. Diesen ersten Kontakt schon vor der ersten offiziellen Wahl ab 18 Jahren erachten wir als enorm wichtig, besagen doch verschiedene Studien, dass Menschen, die ihre erste offizielle Wahl ab 18 wahrnehmen, auch in der Folge mit hoher Wahrscheinlichkeit wählen gehen.

Eine Sensibilisierung im Vorfeld soll dieses Verhalten nochmals bestärken. Zudem zeigt eine eigens für Zwickau initiierte Umfrage unter Jugendlichen, dass die überwältigende Mehrheit der befragten Jugendlichen Zwickaus schon am Sonntag wählen gehen dürfte, wenn sie dürften. Über 92% Prozent der 522 befragten Jugendlichen sprachen sich dafür aus. Das Stadtparlament allerdings hätte sicher seine Schwierigkeiten, eine Regierung zu bilden. Positiv hervorzuheben ist der Fakt, dass Zwickau einer von nur zwei Wahlkreisen von insgesamt 16 in Sachsen war, bei dem die NPD weniger als 1% der gültigen Zweitstimmen erreichte.

Weitere Fakten zur U18 Wahl:

-        Insgesamt waren 16 Wahlkreise in Sachsen gemeldet

-        Die Wahlkreise Zwickau und Leipzig I sind die einzigen, in denen die NPD weniger als 1% der Stimmen holen konnte

-        Nur die Jugendlichen in Chemnitz und Leipzig haben weniger AfD als in Zwickau gewählt, 12 Wahlkreise weisen hier einen höheren Wert von bis zu 27% auf.

-        Stichprobenartige Abfrage zum Thema „Wahlalter senken“ bei 522 Jugendlichen: Über 92% der befragten Jugendlichen gaben an, sie würden wählen gehen, wenn sie dürften!

-        5 Zwickauer Schulen haben sich an der Wahl beteiligt, bei denen die Wahlbeteiligung zwischen 75% und 20% lag.

-        Jede Schule hat dabei andere interne Alterszulassungen gehabt (Beispiel 8.-11. Klasse., 9.-12. Klasse, 8.-10. Klasse)

-        Laut Meldeamt leben in Zwickau 11.506 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 17 Jahren, bei 831 abgegebenen Stimmen wäre das eine Wahlbeteiligung von 7,22%

-        Reduziert man die Zielgruppe auf das Alter, was faktisch auch in den Schulen und am Späti angesprochen wurde (13-17), dann kommen wir auf etwa 2.300 Wahlberechtigte und eine Wahlbeteiligung von 36%

-        laut Angaben der Schulen wurden 1200 Schülerinnen und Schüler als wahlberechtigt gemeldet. 652 gaben eine Stimme ab, was eine Wahlbeteiligung von 50,1% an den Schulen macht.

-        Am Späti gaben weitere 179 Personen ihre Stimmen ab, die teilweise auch von benannten Schulen stammten, dort aber noch nicht abgestimmt hatten. Diese wurde der Kategorie „Späti“ zugeordnet, sodass die Wahlbeteiligung an den Schulen etwas höher liegen dürfte

-        Neben den „etablierten“ Parteien schaffen es auch die Tierschutzpartei und „DIE PARTEI“ ins Zwickauer Parlament

-        Eine Regierungsbildung in Zwickau wäre ganz schön knifflig

-        Das Direktmandat geht an die CDU/Carsten Körber

-        Wichtig: Ein ungültiger Wahlzettel zählt wie eine NICHTWAHL und hat KEINEN Einfluss auf das Ergebnis. Eine ungültige Stimme taucht lediglich in der Statistik zur Wahlbeteiligung auf!

-        Wessen Stimmen gewertet werden soll, der muss sie gültig abgeben! Wer denkt, mit ungültig machen des Stimmzettels Protest zu wählen und das prozentuale Endergebnis beeinflussen zu können, der liegt falsch und kann zuhause auf dem Sofa bleiben!

 

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14.09. Politik-Slam

Wir hatten es angekündigt. Wir haben es umgesetzt! Unser Programm zur Wahl ist informativ und macht Spaß! Nach dem gelungenen Wahlforum zog der erste Zwickauer Politik-Slam über 150 Besucherinnen und Besucher in den Gasometer, die sich auf ganz andere Weise ein Bild über das Programm der Parteien machen konnten.

 Sechs Slam-Künstlerinnen und Künstler warben für „ihre“ Partei, ohne dass die Zuschauer wussten, für welche Partei die Slamer stehen. Denn das musste das Publikum selbst in Runde zwei herausfinden. Und es hatte ein gutes Gespür und vor allem einiges zu Lachen! Wir danken allen Künstlerinnen und Künstlern für den gelungenen Abend.

Das Projekt „Politik-Slam“ wurde vom Alten Gasometer e.V. eigens für die Bundestagswahl 2017 entwickelt und in Zusammenarbeit mit „Brandsätze-Poetry Slam Zwickau“ durchgeführt. Es wird zudem auch in anderen Städten wie Jena und Chemnitz durchgeführt. Es wurde gefördert von der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“. Diese Maßnahme wurde zudem mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 

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07.09. Wahlforum Alter Gasometer

Ein ganz anderes Wahlforum als bisher gewohnt erlebten die 130 bunt gemischten Gäste am Abend des 07.09. im Alten Gasometer. Den Worten vieler Gäste nach hätte das Format und dieser Abend noch viel mehr Gäste verdient. Sei es drum, die anwesenden sechs Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 165 wie auch die Gäste geben ihr Bestes. Denn letztere waren mittendrin und konnten mit eigens organisierten TED-Geräten ihre Meinung zu politischen Standpunkten und den Aussagen der Kandidaten live kundtun. So gab es u.a. klare Meinungen zur Aufarbeitung des NSU, der Senkung der Rüstungsausgaben und der Wiedereinführung einer eigenen Währung für Deutschland. Nachdem es verschiedene „Rundensieger“ zu den u.a. zu den Themen Soziale Gerechtigkeit, Menschenrecht, Infrastruktur und Bürgerbeteiligung gab, hatten die Gäste am Ende nochmals 45 Minuten Zeit, ihre Fragen direkt an die Kandidaten zu stellen. Am Ende entfielen fast 2/3 der Stimmen des Publikums auf Sabine Zimmermann (Die Linke), gefolgt von Wolfgang Wetzel (Grüne) und Dr. Jürgen Martens (FDP). Sicherlich ist dies nur eine Spielerei und kein repräsentatives Ergebnis für die Wahl am 24.09. Dennoch machte genau diese Spielerei diesen Abend zu einem erfolgreichen, modernen und interaktiven Informationsangebot für die Bevölkerung. Wir danken allen anwesenden für einen fairen und sachlichen Austausch und vor allem für das Einlassen auf dieses doch etwas andere Format, was zudem etwas mehr Zeit als gewöhnlich in Anspruch genommen hat. Gehen Sie am 24.09. wählen!

 

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07.09.2017 Wahl-O-Mat Hauptmarkt Zwickau

Am Nachmittag vor dem Wahlforum am Abend im Gasometer feierte der Wahl-O-mat zum Kleben seine Premiere in Zwickau. Bürgerinnen und Bürger der Stadt hatten die Möglichkeit, ihre Übereinstimmung mit den Parteien zu testen. Auf großen Plakaten befanden sich 38 Thesen aus verschiedenen Politikfeldern. Die Bürgerinnen und Bürger konnten durch das Kleben der farbigen Punkte ihre Zustimmung und Ablehnung zum Ausdruck bringen und miteinander in die Diskussion kommen. Ein Automat scannte dann den Klebebogen der Gäste und präsentierte ihnen einen Überblick, mit welchem Partei-Programm die persönliche Haltung die größte Schnittmenge hat. Fast 200 ausgedruckte Ergebnisse in drei Stunden zeugen von großem Zuspruch aus allen Altersschichten. Ein Dank geht an die Volkshochschule Zwickau und die Landeszentrale für politische Bildung für die gemeinsame Organisation.

 

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28. Juli: Cooler Menschen SPÄTI

Welch schönes Plätzchen wir uns da am Neumarkt ausgesucht haben. Unser cooler Menschen Späti am vergangenen Freitag hat wieder zahlreiche Leute angelockt.

Bei guten Wetter haben wir auf der Wiese zwischen Bahnschienen und Wohnhäusern gegrillt, gechillt und den Abend mit einem Getränk ausklingen lassen.

Das Zwickauer Jugendbuffet hat eine Diashowmit an die Hauswand projiziert und nebenbei hat man sich über faszinierende Menschen ausgetauscht.

 

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26.07.2017 Kneipenquiz – Wahl Spezial

Um 22.37 Uhr war es soweit. Nach 3,5 Stunden harter Quizerei wechselte der Wanderpokal erneute seinen Besitzer. „Fin Moritz Nein“ ist damit das erste Team, dass den Pokal ein zweites Mal gewinnen konnte.  Besonders in der Runde „Wahlprogramme“ entpuppte sich das Team als echte Steuerfüchse und konnten mächtig absahnen. Die anstehende Bundestagswahl war also thematisch omnipräsent, egal ob durch zuordnen von Wahlprogrammzitaten zu Parteien oder durch das zuordnen von Wahlplakaten und Sprüchen zu den Zitaten. Aber auch anderen Grundsatzfragen waren zu klären: Wer war Fred Perry? Aus welcher Sportart stammt der Begriff der „Arschkarte“. Am Ende konnte beim Themenblock Musik nochmal kräftig abgesahnt und mit ein bisschen Mut kräftig gepunktet werden. „1,2 oder 3? Letzte Chance vorbei!“ durfte dabei auch nicht fehlen! Wir sagen Danke alle Gäste für den spaßigen Abend. Ganz nebenbei war das übrigens ein neuer Rekord an Teams: 14 Teams mit insgesamt 76 Leuten. Hut ab!

 

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14. Juni 2017: Länderabend Tschechien

Das längste tschechische Wort hat 47 Buchstaben. Aussprechen konnte es außer den tschechischen Studenten an der FH Zwickau aber leider niemand! Da halfen auch die tschechichen Köstlichkeiten an diesem Abend nicht weiter. Den 80 Besuchern und Besucherinnen aber war das ziemlich egal. Sie verlebten einen entspannten Abend mit witzigen Programm über das Land, was gern oft auf Klobasa, Pivo, Knödeli und Gulasch reduziert wird. Das Tschechien noch viel mehr zu bieten hat, u.a. eine Menge sinnvoller Erfindungen wie die Entzugsklinik, das lernten die Gäste im Quiz. Ausklingen ließen die Besucher den Abend im Garten des Gasometers. Organisiert wurde der Abend von den Studenten des trinationalen Studiengangs „Europäische Projektentwicklung“, in dem Studenten aus Frankreich, Deutschland und Tschechien jeweils ein Semester an den Universitäten und Hochschulen in Lorient, Budweis und Zwickau verbringen. Hat Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal!

 

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Fazit der Demokratietage: Moderne Formate erreichen viele verschiedene Menschen

Die 15. Tage der Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region sind Geschichte. Im kleinen Jubiläumsjahr wurde dabei wiederholt das „Z“ in den Vordergrund gerückt. Auf Z16 folgte „Z17-Komm mit!“. Und die Besucher kamen mit. Die insgesamt 9600 Gäste und 42 Veranstaltungen bedeuten Rekord. Dass dabei keine der geplanten Veranstaltungen ausfiel steht für die Ernsthaftigkeit und Seriösität, für die dieses Format und ihrer Veranstalter im 15. Jahr stehen.

 

Allein die beiden Großveranstaltungen auf dem Hauptmarkt lockten tausende Gäste in das Zentrum der Stadt. Der „1. Mai“ wie auch die Ehrenamtsmesse „Aktivoli“ gehören damit zu den Zuschauermagneten im Jahr 2017 und heben den Besucherschnitt der Demokratietage im Vergleich zum Vorjahr um einiges an.

 

Dabei sind vor allem die Breite der Veranstaltungsorte und auch der Themen und Formate in diesem Jahr wieder besonders hervorzuheben. Ein fester Bestandteil sind inzwischen Konzerte, Kinofilme und Theaterstücke. Zum ersten Mal dabei war in diesem Jahr der beliebte „Späti“ und damit auch jugend- und subkulturelle Elemente. Graffiti war neben der Session in der Kunstplantage auch im öffentlichen Raum präsent.

 

Dies soll auch weiterhin ein Ansatz der Zwickauer Demokratiearbeit sein. Denn die Demokratietage und alle Mitveranstalter müssen sich keineswegs verstecken! Zeitgemäße und junge Formate mischen sich mit klassischen Formaten. Zu letzterem gehört das nach wenigen Tagen ausverkaufte Kneipenquiz in der fahrenden Straßenbahn sicher nicht! Somit wurden verschiedenste Zielgruppen angesprochen und zur Beteiligung animiert. Dies trifft auch vermehrt auf Bildungseinrichtungen zu, die sich zunehmend an den Angeboten beteiligen. Ziel erreicht! 

 

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08.05.2017 Kneipenquiz – Z17

Premiere in Zwickau. Premiere in Deutschland? Das Kneipenquiz in der fahrenden Straßenbahn kreuz und quer durch Zwickau bildete den Abschluss der diesjährigen Demokratietage. Und der hatte es wirklich in sich. Ausverkauft! 13 Teams und insgesamt 60 rätselwütige Menschen stellten sich den knapp 60 Fragen der drei Moderatoren. Das „A Team Plus“ zeigte sich am besten mit der Stadt Zwickau vertraut, löste den Titelverteidiger ab und schnappte sich den begehrten Wanderpokal.  Wir sagen: Coole Fahrt. Dank an die SVZ, Mauritius und alle lustigen Mitfahrer!

 

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06.05.2017 Aktivoli Freiwilligenmesse

Heute stand das Ehrenamt im Mittelpunkt. Der Alte Gasometer war mit dem historischen Dorf und dem Jugendbuffet vor Ort und gab einen Einblick in das Vereinsleben und Mitmachmöglichkeiten wie das Freiwillige Soziale Jahr.  Auch das Zwickauer Jugendbuffet baut auf Freiwilligkeit und sprach u.a. mit dem Späti gezielt junge Menschen an. Ziel war es heraus zu finden, wo der Zwickauer Jugend der Schuh drückt.

 

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04.05.2017 Zweites Netzwerktreffen des Jahres – Z17

Zum zweiten Netzwerktreffen des Jahres fanden sich 30 Personen aus dem Landkreis ein. Schwerpunktthemen waren diesmal die Studienmöglichkeiten für Geflüchtete an der WHZ (zu Gast war Frau Schumann vom International Office), das Starterpaket für Ehrenamtler im Deutschunterricht (vorgestellt durch die dahinterstehende Projektgruppe) und Beratungsmöglichkeiten für sexuell verfolgte Flüchtlingen (Lesben-Schwulenverband aus Chemnitz). Alle drei Vorträge waren informativ und besonders der Hauptteil über das Starterpaket beeindruckte die Gäste. Danke an alle Referenten!

03.05.2017 Vortrag: Rechte Strukturen in Zwickau früher und heute - Z17

Ellen Esen, Politikwissenschaftlerin aus Karlsruhe, beschäftigte sich schon in den 90er Jahren intensiv mit rechtsextremen Strukturen in der hiesigen Region. Da sie dies auch heute noch tut, ist sie eine kompetente Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, rechtsextreme Ausprägungs- und Erscheinungsformen zu erkennen und zu benennen. Das hat Ellen Esen auch an diesem Abend gemeinsam mit Freie Presse-Redakteur Jens Eumann getan und dabei, wie es der Titel der Veranstaltung schon verrät, auch einen Blick in die Vergangenheit der 90er Jahre geworfen. Vor allem vor dem Hintergrund des NSU eine spannende und aufklärerische Zeitreise, der über 40 Interessierte in der Bibliothek der Westsächsischen Hochschule bewohnten. Vielen Dank dafür an die WHZ!

 

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03.05.2017 Rechte Strukturen in Zwickau früher und heute – Seminar - Z17

Die Politikwissenschaftlerin Ellen Esen war zu Gast im Gasometer und hielt für die Mitarbeiter des Vereins, Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Verwaltung ein Seminar zu rechten Strukturen in Zwickau. Initiiert wurde dieses Seminar vom Demokratiebereich, da man sich für dieses Jahr eine Fortbildung in diesem Bereich vorgenommen hatte. Das Angebot wurde wie erwähnt an die Verwaltung weitergeben und dankend angenommen!

02./03.05. VW Projekttage mit 18 Auszubildenden

Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden erarbeiteten sich die 18 Azubis der Volkswagen Sachsen GmbH den Zugang zu einzelnen Themenkomplexen. So standen wie auch bei den letzten Thementagen die  Inhalte: Flucht/Asyl, Weltkonflikte und Mediennutzung im Fokus. Auch dank des Theater-Plauen-Zwickau und dessen Theaterstücks „Krieg stell dir vor er wäre hier“ gelang es uns, diese schweren Themen mit den Azubis zu bearbeiten.

Späti & Graffiti

Dank 10 Streetartkünstlern, dem Alten Gasometer e.V., der Stadtverwaltung Zwickau, dem Zwickauer Jugendbuffet und der Unterstützung der Zwickauer Bevölkerung erstrahlt die Fußgängerunterführung an der Zentralhaltestelle im neuen Glanz.

 

An den Nachmittagen des 27. und 28.04 trafen sich über 200 schaulustige junge und alte Menschen im und am Tunnel und staunten über die Fähigkeiten der Subkultur „Graffiti“ oder gingen sogar gleich mit zur Hand. Eine breite Palette an Schriftzügen und Bildern soll die Fußgänger zum Nachdenken und die legalen Flächen an den Eingangsschrägen zum legalen besprühen und gestalten einladen.

 

Am Abend des 28.04.2017 eröffnete dann das Zwickauer Jugendbuffet mit dem ersten Späti der Saison die Unterführung. Auch hier begegneten sich etwa 200 junge und alte Menschen, begutachteten das Geschaffene und tauschten sich in entspannter Atmosphäre aus. Einzig das Thermometer könnte beim nächsten Mal noch ein paar Grad mehr anzeigen. Fazit: Einfach mal gemacht!

 

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“

 

Fotos gibt es hier auf dem Gasometer Blog.

 

26.04.2017 Projekttag Planspiel mit der Internationalen Schule Reinsdorf - Z17

Wie geht Demokratie und wie geht das im Schulalltag? Gemeinsam mit 35 Schülern der Klassenstufen 10 und 11 aus der Internationalen Schule Reinsdorf gehen wir dieser Frag nach. Hierzu wurde in Abstimmung mit zwei engagierten Lehrerrinnen ein Planspiel entwickelt, bei dem sich die Schüler für ihre Interessen im Schulalltag einsetzen. Ein eigenes Schülercafè zur Finanzierung des Abiballs? Mehr Parkplätze für Mopeds oder ein eigener Rückzugsraum nur für die Oberstufe? Alles das könnten Themen sein, die in Zukunft in Reinsdorf realisiert werden könnten. Entscheidungsmöglichkeiten der Schüler im Schulalltag werden ausgelotet und selbige für die Argumentation und Werbung für ihre Ideen fit gemacht. Hat Spaß gemacht und wir hoffen, dass sich in was tut!

 

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25.04.2017 Vortrag „100 Tage Trump“ am Peter-Breuer-Gymnasium Zwickau - Z17

Auch am zweiten Tag der Demokratietage war das PBG wieder gut besucht. Klaus Pömpers, ehemaliger Leiter der ZDF-Studios in Wien und New York sprach zum Thema „100 Tage Trump“. Prömpers beleuchtete, welche Auswirkungen das Ergebnis der letzten US-Wahl nicht nur auf die transatlantischen Beziehungen, sondern auch auf das Grundverständnis von Demokratie hat und noch haben kann. Ein großes Thema war ein möglicher „Wirtschaftskrieg“ zwischen Europa und den USA, der auch Deutschland schwächen könnte. Als Trumps größten Erfolg benannte Prömpers die Ernennung von Neil Gorsuch zum Verfassungsrichter. Als Niederlagen wiederum die Negierung vieler seiner Dekrete durch Bundesrichter. Randnotiz: Trump ist bei 164 Banken weltweit verschuldet, aber trotzdem einer der reichsten Männer der USA.  Gefördert wurde diese Veranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ über die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie und den Alten Gasometer. 

25.04.2017 Länderabend Jordanien – Z17

Auch im Jahr 2017 setzen wir unsere Kooperation mit der Westsächsischen Hochschule und dem International Office fort. Diesmal tauchten die 80 Gäste in die Kultur Jordaniens ein. Dies geschah vor allem mittels Tanz und ganz schön leckerem Essen. Besonders schön zu sehen: Viele Bürgerinnen und Bürger wollten dabei sein. Wir sagen: Vielen Dank an die Studenten und alle Gäste! Im Juni geht’s dann in die Tschechei.

 

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25.04.2017 Schulprojekttag mit Mo Asumang an der Pestalozzischule in Zwickau – Z17

Diesmal waren wir an der Oberschule im Zwickauer Norden, wo wir auch schon 2016 mit dem Auschwitz-Überlebenden Justin Sonder im Rahmen der Demokratietage zu Gast waren. Aus den Kassenstufen 9 und 10 waren 120 Schülerinnen und Schüler anwesend, die im ersten Teil 45 Minuten der Dokumentation „Die Arier“ sahen und im zweiten Teil Gelegenheit hatten, Fragen an Mo Asumang zu stellen. Dies wurde auch hier wieder rege genutzt, sodass ein offener und kritischer Austausch stattfand. Bis zum nächsten Mal! Gefördert wurde diese Veranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ über die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie und den Alten Gasometer.

24.04.2017 Schulprojekttag mit Mo Asumang am Peter-Breuer-Gymnasium in Zwickau – Z17

Die inoffizielle Eröffnung der Demokratietage 2017 fand bereits am Vormittag im Peter-Breuer-Gymnasium statt, wo 75 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 und 11 die Dokumentation „Die Arier“ und das dazugehörige Buch „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten“ diskutierten. Bei großem Interesse entwickelte sich eine spannende Lesung mit vielen Fragen. Danke vor allem ans PBG! Gefördert wurde diese Veranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ über die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie und den Alten Gasometer.

 

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24.04.2017 Eröffnungsveranstaltung der Demokratietage 2017 im Theater – Z17

100 Gäste kamen zur offiziellen Eröffnung der Demokratietage 2017. Unter dem Motto „Z17 - Komm mit!“ waren eindrückliche Filmsequenzen aus der Dokumentation „Die Arier“ zu sehen. Gemeinsam mit Vetreterinnen des Jugendbuffets laß Mo Asumang zudem aus ihrem Buch „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten“. Immer wieder schwankten die Gäste ob des vorgetragenen zwischen Ungläubigkeit, Kopfschütteln und Schmunzeln. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für das Gelingen der Eröffnungsveranstaltung. Das Ambiente im Malsaal war super, das Essen der Zwickauer Volxküche spitze! Ein Dank geht auch an die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau und Schirmherrin der Demokratietage Frau Dr. Findeiß und an die Erste Beigeordnete im Landkreis Frau Hölzel für ihre eindrücklichen Grußworte.

 

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Jugendbuffet trifft Stadtrat und Verwaltung

Am 19.04.2017 gab es ein zweitens Treffen zwischen Jugendlichen und Vertretern aus dem Stadtrat und der Verwaltung. Gesprochen wurde über die beiden ausgearbeiteten Konzepte für einen künftigen Jugendbeirat. Aber lassen wir die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. Lesen Sie das Featback der Jugendlichen.

 

Jo Leute, es geht voran!

Gestern traf sich das Jugendbuffet mit einigen Stadträten und anderen Vertretern der Stadt um das Konzept Jugendbeirat weiter auszuarbeiten... Und das sogar mit neuem Zuwachs im Jugendbuffet!


Zwischen Kaffee und Limo wurde nicht nur sinnlos rumgequasselt, sondern viele wichtige Dinge konstruktiv diskutiert. Fragen wie z.B. "Wer darf wählen?" oder "Wer darf überhaupt gewählt werden?", (die gar nicht so leicht zu beantworten sind), wurden besprochen, neue Ansätze gefunden, dafür alte wieder verworfen und manches blieb auch noch offen für weitere Diskussionen.


Wir nehmen aus diesem Treffen viele neue Denkansätze und Ideen mit und haben nur noch mehr Bock auf den Jugendbeirat in Zwickau.

 

Doch dafür brauchen wir euch!
Bis 30.05.2017 habt ihr noch die Chance euch bei uns zu bewerben...und das geht ganz einfach: Nehmt euch 'nen Zettel, schreibt 'nen Namen (am besten euren!) und eure Mailadresse auf und gebt ihn bei uns ab.

 

Traut euch, und Einfach mal machen!

12.04.17 Achat Schule St. Egidien

Am Mittwoch dem 12.04.2017 erfuhren 40 Schüler der Achat Schule mehr über das Thema Flucht und Asyl. Durch ein locker aufbereitetes Quiz, welche auf das Thema Flucht und Asyl aufgebaut ist lernten die Schüler Fakten über Asylrecht undFluchtursachen. Auch das Land Syrien, dessen Geschichte und Ursache des komplexen Konfliktes wurden kurz angeschnitten. Danke für die Einladung und das große Interesse!

10.04 -11.04 Projekttage VW Projekttag

20 Auszubildende der VW Sachsen GmbH bearbeiteten die drei Themenkomplexe Flucht/Asyl, Weltkonflikte und Mediennutzung. Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden erarbeiteten sich die Jugendlichen den Zugang zu den einzelnen Themenkomplexen. Ein Baustein dabei ist der Besuch des mobilen Theaterstücks „Krieg stell dir vor er wäre hier“ des Theater Plauen-Zwickau. Dabei schlüpfen die Schüler niedrigschwellig selbst in die Rolle eines Flüchtlings und vollziehen so einen Perspektivwechsel, der zum Nachdenken anregt.

27.02. – 1. Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte 2017

Weit über 40 BesucherInnen waren zum gestrigen ersten Treffen der Helferkreise und Wohnprojekte im Landkreis Zwickau im Jahr 2017 anwesend. Hauptthemen waren das neue Integrations- und Koordinationskonzept des Landkreises Zwickau, vorgestellt von Matthias Resche (Landratsamt Zwickau/Sozialamt) und das neue sächsische Integrationsgesetz, vorgestellt von Patrick Irmer (Sächsischer Flüchtlingsrat). Der Termin fürs kommende Treffen im Rahmen der Demokratietage „Z17-Komm mit“ steht schon fest. Wir treffen uns am 04.05.! Anmeldungen sind ab sofort möglich. Konkrete Einladungen folgen zudem über die bekannten Verteiler! Wir danken den Referenten und den BesucherInnen für den qualitativ hochwertigen und informativen Austausch!

Projekttage VW

30.01-31.01.2017 Projekttage VW

sowie

06.02-07.02.2017 Projekttage VW

Bildungsangebot für die Auszubildenden des VW Werks. Im Durchschnitt mit 20 Azubis zu den Themen Flucht- Asyl, Weltkonflikte und Mediennutzung. 

Würdevolles Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Automobilbauregion Chemnitz/Zwickau und ihre dunkle Vergangenheit im zweiten Weltkrieg und auch die ungenügende Aufarbeitung nach Ende des Krieges standen zum diesjährigen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Mittelpunkt.

Die 100 Gäste erfuhren im Vortrag von Prof. Boch genauere Opferzahlen von Zwangsarbeitern im Automobilbau im Raum Zwickau und welche Rolle dieser Wirtschaftszweig im Krieg generell spielten. Auch ein persönliches Einzelschicksal eines inzwischen 96-jährigen Franzosen, der in den 40er Jahren hier arbeitete und kürzlich erst für einen Besuch zurückkehrte, berührte die Gäste. Weitere Infos fast der Artikel der Freien Presse vom 30.01. gut zusammen. Wir danken für das Gelingen des Gedenkens dem @August Horch Museum, dem Referenten Herr Prof. Boch, unserer Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß, den Musikerinnen des Robert-Schumann-Konservatoriums, den Gebärdensprachdolmetscherinnen und allen Gästen, die an diesem Tag ein würdevolles Zeichen setzten!

 

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Freie Presse

 

Spätidisko

Wir haben in einem Dancebereich gedanct. Wir haben auf den Treppen vor dem Rathaus gechillt. Wir haben uns mit Freunden getroffen und an verschiedenen Orten gequatscht. Wozu der ganze Spaß? Na ganz einfach! Wir haben Danke gesagt! Wem? In erster Linie uns, dann dem Team vom Gaso und natürlich euch. Voll geil, dass ihr dieses Jahr am Start wart. Wir freuen uns auf das, was da noch kommt.

 

Wer uns mal Danke sagen möchte kann das gern tun! Einfach vorbeikommen und machen und für alle, die es aus "zeitlichen Gründen" nicht schaffen, gibt es einen Link. Wir wurden zum Westsachsen des Jahres nominiert - einfach mal lesen und uns so seinen Dank ausdrücken. 

 

http://www.freiepresse.de/MITMACHEN/UMFRAGEN/show.php….

 

 Wir wünschen euch allen ein neuen Rutsch ins gute Jahr und einen super Start ins Jahr 2017! 

 

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3. Kneipenquiz ohne Titelverteidigung

45 Teilnehmer_innen, 8 Teams, ein richtig nerviger Klugscheißer in Topform und ein Schätzfragenexperte, der sein Glück kaum fassen konnte. Mit viel Interaktivität besonders in den Bereichen Musik und Film wurde wieder neuer Input in die Fragerunden gebracht.

Das Siegerteam „FinMoritzNein“ indes interessierte sich wenig für so manche Meckerei und konnte sich letztlich denkbar knapp im Stechen gegen die „Streithammel“ durchsetzen. Wer mal keine Ahnung hatte, der konnte sich in Kreativität üben. Die entscheidende Schätzfrage „Wie viele KFZ-Zulassungen gab es 2014 in Zwickau?“ wurde dabei von den „Streithammeln“ mit „300.000“ doch etwas zu optimistisch angesetzt. Der 60cm große Wanderpokal geht damit an „FinMoritzNein“.  

 

Fotos.

 

Jugend voran! Erstmaliges Treffen zwischen Jugendlichen, Stadtrat und der Verwaltung für ein Jugendgremium in Zwickau

Am Dienstag fanden sich Vertreter des Jugendbuffets, Vertreter von vier Stadtratsfraktionen, dem Amt für Schule, Soziales und Sport sowie dem Rechtsamt zusammen, um über die zukünftige Ausgestaltung eines Jugendgremiums in Zwickau zu reden. Was sind gegenseitige Erwartungen? Wie kann das ganze rechtlich eingebettet werden und wie geht es die kommenden Monate konkret weiter?

 

In fruchtbarer Runde wurde man sich einig, dass die Faktionen feste Ansprechpartner für das aktuelle Jugendbuffet und ein zukünftiges Jugendgremium stellen sollten, dass es einen festen Ansprechpartner in der Verwaltung als Schnittstelle gibt und das im kommenden Frühjahr eine weitere Jugendkonferenz zur nochmaligen Öffnung des Prozesses für alle Jugendlichen stattfinden soll. Ein Folgeworkshop in ähnlicher Rund wie am Mittwoch soll dann im Anschluss folgen. 

 

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"Brennpunkt Syrien" - Ursachenforschung gut besucht!

Über 40 Interessierte waren am gestrigen Abend in der Barterre im Alten Gasometer zu Gast und lauschten knapp 3 Stunden den Ausführungen von Referent Andreas Heinrich. Der studierte Politik- und Kommunikationswissenschaftler war Leiter des THW in Bautzen und im Rahmen der Flüchtlingskrisen im Nahen Osten Projektkoordinator 2012 in Jordanien und von 2013-2016 im Irak (Kurdistan).

 

In seinem Vortrag ging er auf die Ursachen des Konflikts und die geopolitischen Interessen der Groß- und Regionalmächte im Nahen Osten ein. Wer ist der „Islamische Staat“ und warum entstand er? Welche Rolle haben Europa und Deutschland dabei? Das ganze zusammenzufassen, scheint bei der zutage getretenen Komplexität des Konflikts schier unmöglich. Dennoch löste sich so manches Fragezeichen. Auch weil Fakten und Wissen auf Erlebnisberichte von vor Ort trafen. Wir sagen Danke, auch an die Volkshochschule Zwickau und die Landeszentrale für Politische Bildung, für die gelungene Kooperation.

 

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Rückblick Novembertage

Der Monat November ist vorbei und mit ihm auch auch die „Novembertage“, die das erste Mal seit 2013 wieder stattfanden und viel Diskussionsstoff mit sich brachten. Das werten wir als gutes Zeichen, ist es doch wichtig für uns, eine Plattform für Diskussionen anzubieten und die Menschen zum Nachdenken anzuregen.

 

Denn ein Anliegen war und ist es, Formate zu finden, die verschiedenste und vor allem auch junge Menschen ansprechen. Mit Ausstellungen und Vorträgen in der Westsächsischen Hochschule Zwickau, dem Georgischen Länderabend und dem Schultheaterstück „Rosa-Rot ist eine Mischfarbe“ an der Pestalozzischule konnten wir Studenten und Schüler erreichen. Ebenso ist das Ge(h-)Denken mit Veranstaltungen in der Moccabar, dem Alten Gasometer, dem Theater und dem Konzert- und dem Thementag „If the kids are united against racism“ in der kulturellen Szene angekommen. Konzerte, Film, Lesung, Theater, Ausstellung. Damit gehen wir den eingeschlagenen Weg der Demokratietage weiter, decken ein breites Spektrum an Formaten ab und agieren zielgruppenorientiert und zeitgemäß.

 

Die Novembertage bliebt leider auch nicht vor negativen Begleiterscheinungen verschont, was die Beschmutzung und der Diebstahl von Gedenk-Bänken unterlegen. Doch auch diese Aktion zeigt, dass es in den Menschen brodelt, sodass die Novembertage wohl leider auch Plattform für negative Beispiele sein müssen. Eine Antwort fand die Zivilgesellschaft wenige Tage später im spontanen Programmpunkt des Gedenk-Spätis, der überregional für positive Schlagzeilen sorgte und einer von zwei Programmpunkten war, der während der Novembertage noch spontan das Programm erweiterte.

 

An letztlich 26 Veranstaltungen nahmen so knapp 2700 Menschen teil. Doch allein die Interaktion im November 2016 lässt uns im Vergleich zu den Vorjahren eine ganz andere Qualität in der Auseinandersetzung mit Deutscher Geschichte bilanzieren. Dafür danken wir allen Beteiligten, auch der Stadt Zwickau, die sich mit der finanziellen Unterstützung am Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ dieser Debatte gestellt hat und Rahmenbedingungen schuf. Das angesprochene Schülertreffen „Rosa-Rot ist eine Mischfarbe“ wirkt zudem über die Novembertage, und selbige damit auch über die Grenzen des Landkreises Zwickau hinaus. Denn eine Aufführung samt Besuch der Zwickauer und Chemnitzer Schüler auch in Hamburg folgt zu Beginn des kommenden Jahres!

 

Einige Impressionen.

 

Die Novembertage sind in vollem Gange - Berichte und Fotos

Länderabend Georgien gemeinsam mit dem Akademischens Auslandsamt der WHZ, Projekttag in der Pestalozzischule, Gedenken auf dem Jüdischen Friedhof, dem Georgenplatz samt anschließenden Putzen der Stolpersteine. Alle Fotos und Berichte findet ihr hier.

 

Länderabend Georgien

 

Projekttag in der Pestalozzischule

 

Gedenken auf dem Jüdischen Friedhof, dem Georgenplatz samt anschließenden Putzen der Stolpersteine

 

"Gedenkspäti" - Spontan und wichtig!

Wir sagen „Nein“ zur Schändung von Denkmälern für die Opfer von Gewalt und Fremdenhass. Aus gegebenem Anlass laden wir daher jeden, der das genauso sieht am Donnerstag, den 10.11.2016 von 17-20 Uhr auf den Schumannplatz ein, um der Opfer des NSU zu gedenken und die Schändung des Denkmals zu verurteilen. 

Packt Euch also warm ein und bringt Kerzenmaterial, am besten Teelichter mit. Was wir tun? Wir stellen Kerzen auf, schauen uns die Denkmäler der „Sternendekorateure“ an und kommen über all das Passierte ins Gespräch und zeigen vor allem, dass man ermordeten Menschen nicht nochmal mit Hass und Gewalt gegenübertritt. 

Keine Angst, es wird auch die ein oder andere warme Versorgung am Späti geben.

Einfach mal gut machen!

Pilotprojekt Medien, Flucht und Politik

Mit 11 Auszubildenden von Volkwagen Sachsen, Werk Zwickau erlebten wir nach mehrwöchiger Entwicklungsphase zwei spannende Projekttage. Dabei unterstützte uns die Referentin der Landeszentrale für politische Bildung Sieglinde Eichert und der syrische Flüchtling Dyaa Kassoma. Einen spannenden Part steuerte  das Theater Plauen-Zwickau mit dem Stück „Krieg - Stell dir vor, er wäre hier“ bei. In diesem wird unser Blickwinkel gedreht und die Teilnehmer empfanden nach wie es wäre, wenn in Europa Krieg herrscht und wir fliehen müssen. Feedback der Auszubildenden „Für den trockenen Stoff, war es viel abwechslungsreicher als erwartet. Wir freuen uns auf weitere Projekttage mit Azubis.

Schüler aus Zwickau, Chemnitz und Hamburg im Kampf gegen das Vergessen

Unter dem Titel „Rosarot ist eine Mischfarbe“ präsentierten Schüler aus Hamburg, Chemnitz und Zwickau die Ergebnisse eines theaterpädagogischen Projektes. 60 Zuschauer in der Aula der Pestalozzischule erlebten die szenische Bearbeitung der NSU-Prozessprotokolle durch die Mitwirkenden des Projektes.

 

Eindrucksvoll griffen sie während des Stückes nicht nur die Dialoge des Prozesses auf, sondern reflektierten und hinterfragten sowohl den Ablauf des Prozesses als auch die Taten des NSU. Dabei flossen auch die Erfahrungen und Haltungen der Schüler ein. Am nächsten Tag wurde das Stück in Chemnitz aufgeführt, bevor es im Januar 2017 für die Schüler aus Sachsen in den Norden nach zu einer weiteren Aufführung nach Hamburg geht, auch um dort das Leben- und Lernumfeld der Hamburger Schüler kennen zu lernen. Das Projekt ist auch Bestandteil des Theaterprojektes Unentdeckte Nachbarn by Grass Lifter und der Novembertage 2016 in Zwickau. Unterstützt wird es unter anderem von den jeweiligen Städten. Ein Dank geht an alle Beteiligten. Besonders natürlich an die Schüler und den Verein Grass Lifter.

 

Zu den Bildern.

Jugendbuffet erstmals im Stadtrat zur Einwohnerfragestunde

Yeah boys and girls! Wir waren da, sahen und sagten! 

Ohne großes Tamtam und unnötiges Gelatsche, lassen wir die Bilder und Töne der TeleVision Zwickau GmbH für sich sprechen! 

Wer Bock hat, den Stadtrat aufzumischen oder, dass seine Stimme gehört wird, war eingeladen zum nächsten Kaffeekränzchen am 07.11.2016 um 15:00 Uhr im Buze zu erscheinen und seine Stimme zu erheben.

 

Wir feiern jeden der kommt! Und wer weiß, vieleicht sitzen wir auch schon wieder an der nächten geilen Idee, in die Ihr Euch einklinken könnt?!

 

Zum Video!

 

Einfach mal machen.

 

28. Oktober 2016: Das Tagebuch der Anne Frank - Auftakt der Novembertage 2016

Zum Auftakt der Novembertage 2016 begrüßten wir am 27. Oktober den Regisseur Hans Steinbichler im Filmpalast Astoria. Über 500 Besucher erlebten 2 Vorführungen der Neuverfilmung von „das Tagebuch der Anne Frank“. Zur Mittagvorstellung hatten zahlreiche Schulen aus Zwickau und Umgebung die Gelegenheit zum Ausflug mit ihren Schülern genutzt, so dass kaum ein Platz frei blieb. Wir freuen uns, dass davon sowohl Gymnasien wie Oberschulen Gebrauch machten. Überrascht waren wir vom jungen Alter mancher Besucher. Aber auch diese folgten gespannt dem Geschehen und hatte etliche Fragen an den Regisseur. Am Abend fiel die Zahl der Besucher und Fragen etwas niedriger aus. Aber auch hier entstanden spannende Gespräche und Hans Steinbichler erhielt viel positive Resonanz für die Umsetzung des Stoffes. Begeistert waren viele von der Authentizität und der Leistung der zum Drehbeginn gerade mal 15jährigen Hauptdarstellerin Lea van Acken. Hans Steinbichler zeigte sich angetan von Zwickau und versprach wieder zu kommen. Wir sind gespannt mit welchem Film er das Kinopublikum dann in den Bann zieht. Spannende Gespräche und Momente zum Gedenken bieten in den kommenden Wochen die Veranstaltungen der Novembertage 2016. Ein kleiner Ausblick auf die nächsten Tage: Morgen 16 Uhr wird in der Hochschulbibliothek die Ausstellung „Versagen mit System“ eröffnet, welche die Arbeit des Verfassungsschutzes beleuchtet. Am Dienstag startet 19:30 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“, am nächsten Tag 11 Uhr ist in der Pestalozzischule unter dem Titel „Rosa-Rot ist eine Mischfarbe“ das Ergebnis des gemeinsamen Theaterprojektes von Chemnitzer, Hamburger und Zwickauer Schüler zu erleben. Die weiteren Programmpunkte sind..

25. Oktober 2016: Bürgerhaushalt für das Jahr 2017

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wird seit Juli 2015 erfolgreich durch die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie umgesetzt. In dieser Zeit haben wir viele Menschen kennengelernt, die ihrer Stadt Zwickau Gutes tun. Nicht immer stehen dafür aber die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung, weshalb es manchmal auch nur beim „wollen“ bleibt. Wir als Partnerschaft stellen jährlich einen Fonds zur Verfügung, der aus diesem „wollen“ auch ein „können“ macht. Nicht alle Projekte aber lassen sich unmittelbar den Zielen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zuordnen und damit im Rahmen dieser umsetzen.   Umso wichtiger ist es, als Stadt Zwickau seinen engagierten Bürgern zu zeigen: Wir brauchen euch und wir schätzen euer Engagement! Darum werben wir dafür, den Bürgerhaushalt für das Jahr 2017 in den städtischen Haushalt wiederaufzunehmen. Dieser Bürgerhaushalt dient gewissermaßen auch als Multiplikator, wie es der daraus hervorgegangene Ideenwettbewerb und die wiederum daraus teilweise schon umgesetzten Ideen wunderbar veranschaulichen. Mit einer vergleichsweise geringen Summe wird ehrenamtliches Engagement für die eigene Stadt ermöglicht und belohnt und niedrigschwellig vermittelt: Wer sich selbst bewegt, der bewegt auch etwas! Dies stärkt nicht nur die Identifikation der Bewohner zu ihrer Stadt, sondern auch der Bürger zu unserer Demokratie und ihren Elementen, speziell der Partizipation. Darum unser Appell an den Stadtrat, schaffen Sie auch weiterhin die Rahmenbedingungen dafür. Denn Demokratie meint nicht nur Parteien und Wahlen. Demokratie meint auch aktive Mitgestaltung der eigenen Stadt. Und diese brauch Nachhaltigkeit durch einen verlässlichen Bürgerhaushalt.

19. Oktober 2016: Programm der Novembertage vorgestellt

Das Programm der Novembertage wurde heute offiziell vorgestellt und befindet sich nun auch online unter "Veranstaltungen" und auf Facebook. Erinnern und Gedenken in Zwickau. Insgesamt 21 Veranstaltungen beschäftigen sich mit geschichtsträchtigen Ereignissen Deutscher und Zwickauer Historie. Die Friedliche Revolution, der Nationalsozialistische Untergrund und die Novemberpogrome stellen dabei vom 27.10. bis zum 26.11. die zentralen Inhalte der Veranstaltungsreihe dar. Oder anders ausgedrückt: Wie lief ein Leben in Zwickau als unangepasster Jugendlicher im Konflikt mit der Stasi ab? Wie erging es DDR-Fußballer bei ihren Fluchtversuchen bei Spielen im Ausland? Braucht Zwickau ein ständiges Mahnen und Gedenken für die Opfer des NSU außerhalb solcher Veranstaltungsreihen? Wie gestaltete sich das Leben von Anne Frank im Untergrund während der NS-Zeit? Das klassische Gedenken an die Opfer der Pogrome vom 09.11.1938 am Georgenplatz samt anschließender Putzaktion der Stolpersteine in Zwickau darf auch nicht fehlen. Wer kennt diese Orte überhaupt noch? Moderne Formen des Gedenkens vermischen sich mit klassischen. So wollen wir ähnlich der Demokratietage eine breite Zielgruppe ansprechen. Kino, Theater, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Ausstellungen, Gedenken. Das alles in verschiedensten Einrichtungen. Mit Veranstaltungen u.a. in der Moccabar, im Fanprojekt, im Filmpalast Astoria, im Theater, im Alten Gasometer und in der Hochschulbibliothek werden kulturelle Fixpunkte der Stadt eingebunden und Menschen verschiedenster Geschmäcker bedient. Schwerpunkt wird fünf Jahre nach dem Auffliegen des NSU der Umgang mit selbigem sein. Dabei soll vor allem die Debatte um die Art des Umgangs mit den Taten des NSU angeschoben und gerne auch kontrovers diskutiert werden, wie in Zwickau in Zukunft daran gedacht werden soll. Das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ als ein Bestandteil der Novembertage greift diese Fragen auf und beschäftigt sich darüber hinaus auch mit der oft vernachlässigten Opferperspektive.

22. September 2016: Übergriff auf einen Jugendlichen im Zuschauerbereich des Parlamentsraum des Zwickauer Rathauses

Mit Erschrecken erreichte uns heute am späten Nachmittag die Nachricht von einem Übergriff auf einen Jugendlichen im Zuschauerbereich des Parlamentsraum des Zwickauer Rathauses. „Wiedermal eine neue Masche, die zusehends entlarvt, was hinter den Aufklärungsversuchen von Torsten Graßlaub und Freunden steckt. Konflikte, Paranoia und Ängste schüren, statt diese abzubauen. Hut ab, das ist jemand auf dem besten Wege, seine wahres Gesicht zu zeigen.“ Mit diesen Worten bewerteten wir zuletzt die Störungen während das Stadtspaziergang in Planitz und Cainsdorf. Konflikte und Ängste schüren und sein wahres Gesicht zeigen! Das haben Störer heute erneut eindrücklich getan! Dieses Mal mit der Anwendung von unmittelbarer körperlicher Gewalt in einem geschützten Parlamentsraum. Während der Stadtratssitzung in Zwickau wurde ein interessierter Jugendlicher aus einem Projektteam der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie bzw. des Vereins Alter Gasometer Opfer der einschüchternden Methoden. Ein erwachsener Mann schlägt einen Jugendlichen! Dabei sollte es doch nach eigenem Verständnis der Störer auch in ihrem Interesse sein, dass sich Jugendliche für die kommunale Politik interessieren, diese kritisch hinterfragen und sich selbst einbringen, um Dinge besser oder zumindest anders zu machen. Oder passt das nicht ins Konzept der Störer? Ist ihnen das zu demokratisch? Grenzen werden von Mal zu Mal immer weiter überschritten. Ausgehend von einer Gruppe, die regelmäßig überall dort stört, wo Bürgerbeteiligung stattfindet. Wir reden davon, dass wir Jugendliche aktiv in den Prozess kommunaler Politik einbringen, dass Jugendliche sich für städtische Politik interessieren, legitimiert sogar durch einen Stadtratsbeschluss für ein Jugendgremium. Was erleben sie? Einen tätlichen Angriff, Gewalt. Wo bleibt der Ruf der Empörung? Als bedenklich erachten wir es zudem, dass die AfD-Fraktion demonstrativ das Plenum verlässt, als der Täter abgeführt wird.

4. Oktober 2016: Zwickau feiert Interkulturelles Fest

Vielfalt. Das beste gegen Einfalt. Am Samstag den 1.Oktober fand ein Interkulturelles Fest auf dem Zwickauer Hauptmarkt statt. Bei der Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche gab es Stände mit Angeboten aus aller Welt und aus unserer Stadt Zwickau. Sie luden ein zu probieren, mitzumachen, zu kosten oder einfach nur ins Gespräch zu kommen. Eine Vielzahl von Partnern aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region organisierte dieses Fest und weit mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger feierten gemeinsam. Neben den Ständen gab es auch ein buntes Programm auf der Radio Zwickau Bühne. So präsentierten unter anderem Folkloretänzer aus Polen, Kirgisien und Russland ihr können. Es wurde Mode aus dem letzten Jahrhundert gezeigt und etliche Vereine gestalteten musikalische Beiträge. Bevor Saitenspiel, Still Trees und Toni mit seiner Band den Tag musikalisch  beendeten, regte die Poetry Slamerin Anny mit einem Ihrer Texte zum Nachdenken über Probleme und Ihre Lösungen an. Dies passte gut zum Fest, welches mit seinen Begegnungen dazu beitragen sollte, dass die Zwickauer nicht einfältig werden und die Möglichkeiten der kulturellen Vielfalt genießen.

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30. September 2016: Noch bis zum 30.10. Restgelder bei der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie beantragen!

Bis zum 30.10. haben Vereine die Möglichkeit, die letzten Fördergelder für das Jahr 2016 bei der Koordinierungsstelle der Partnerschaft im Alten Gasometer zu beantragen. Zur Verfügung stehen noch etwa 6.000€. Die Projekte sollen sich der Verbesserung der demokratischen Kultur in Zwickau widmen und noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

 

Bei der Antragsstellung hilft ihnen der zuständige Koordinator Matthias Bley. Kontakt: Matthias.bley@alter-gasometer.de

 

Auch Privatpersonen haben die Möglichkeit auf Förderung im Kleinstprojektefonds. Diese Projekte bekommen bis zu 500€ Zuschuss. Hierfür stehen noch 5.000€ über den 30.10. hinaus zur Verfügung.

 

Auf geht’s! Zwickau mitgestalten!

~ 30. September 2016: Das zweite Kneipenquiz findet verdienten Sieger!

11 Teams à 2 bis 6 Personen. 56 Teilnehmer. Neun Themen. Neun Runden. Zwei Moderatoren mit 58 Fragen u.a. in den Kategorien Sport, Geschichte und Politik, Zwickau und Interkulturelles Wissen. Ein Siegerteam. Team „Tresen“ holte einen knappen aber irgendwie auch souveränen Start-Ziel-Sieg. In entspannter aber zwischenzeitlich auch hitziger Atmosphäre war besagtes Team einfach zu konstant.

 

Wer kein fundiertes Wissen hatte, der konnte wiederum im Part der Schätzfragen ordentlich absahnen, was dem Team „Schleier-Eulen“ besonders gut gelang. Enttäuschend jedoch, dass nach dem kürzlich stattfindenden Open-Air Kino mit dem Film „Werner Beinhart“ niemand den Vornamen von Meister Röhrich auf dem Schirm hatte. Doch nicht nur bei dieser Frage gab es wieder viel Neues zu lernen! Das höchste Gebäude Deutschlands? Was war die „Goldene Bulle“? Duzen oder Siezen in Norwegen?

 

Diese Fragen galt es nach kurzer Beratschlagung im Team richtig zu beantworten. Um die Sache zu vereinfachen, wurde beim Gros der Fragen vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Die richtige, oder auch falsche Antwort wurde auf Kreidetafeln hochgehalten. Nach jeweils drei der insgesamt neun Fragerunden gab es eine Runde Freibier für das Siegerteam. Interessant: Das Gesamtsiegerteam „Tresen“ gewann keine der drei Einzelwertungen, war am Ende aber dennoch ganz vorn und nahm den Wanderpokal in Empfang!

 

Das nächste Quiz folgt noch in diesem Jahr im Dezember, bevor es kommendes Jahr die erste Ausgabe in einem fahrbaren Untersatz gibt! Seid gespannt! 

 

Wir hoffen, ihr schaut noch bei der ein oder anderen weiteren Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche vorbei. Die weiteren Veranstaltungen findet ihr unter „Veranstaltungen“ auf unsere Facebook-Seite und auf unserer Homepage. 

 

 

Zu den Fotos.

~ 28. September 2016: „Der Schwarze Nazi“ – über 130 Gäste bei Filmvorführung samt Diskussion mit dem Regisseur

Über 130 Gäste verfolgten die Vorführung der Film-Groteske „Der Schwarze Nazi“ im Rahmen der interkulturellen Woche im Gasometer. Ein Film, indem ein Kongolese die NPO (Nationalistische Partei Ost) rechts überholt. Aus taktischen Gründen der NPO wird er deren Integrationsbeauftragter.

 

Doch Sikumoya will mehr, bestimmt was deutsch und undeutsch ist und wird mit grotesken Aktionen und Argumenten zum heimlichen Führer der Nazi-Partei. Etwa die Hälfte der Besucher blieb zur anschließenden Diskussion mit dem Regisseur Tillmann König und diskutierte eine weitere Stunde über die Film-Story, Vorkommnisse bei den Dreharbeiten und die Auswahl der Schauspieler. Vielen Dank an alle Besucher und besonders an Tillmann König! Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ und das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“. Vielen Dank!

 

Fotos: https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/photos/?tab=album&album_id=1191301927608169

~27. September 2016: Projekttag Flucht und Asyl an der Pestalozzioberschule in Limbach Oberfrohna

Nach den Sommerferien starteten wir heute mit einem Projekttag in einer der für uns am weitesten entfernten Schulen unseres Landkreises. Die 23 Schüler der 9. Klasse der Pestalozzioberschule in Limbach Oberfrohna meisterten mit uns alle drei Parts unseres „Projekttages Flucht und Asyl“. Neben dem Faktenwissen zu Flucht und Asyl in unserem Quiz behandelten wir auch verschiedene Zeitungsarten und schauten uns an, wie verschieden ein Thema in einem Artikel behandelt werden kann. Dabei stellten wir fest, dass das Leseverhalten sich geändert hat. So las kein Schüler bisher die gedruckte Ausgabe einer Zeitung. Vielmehr kommen sie über die sozialen Netzwerke an die Informationen. Daher ist es für sie umso wichtiger, die Quellen und die Glaubwürdigkeit dieser zu hinterfragen. „Times are changing“ sagte auch Dyaa Kassoma, der uns heute zum ersten Mal begleitete. Zu Beginn seines Vortrages zeigten wir ein Video, welches sehr eindrucksvoll Syrien vor und die Veränderung durch den Krieg darstellte. Die Schüler lauschten seinen Ausführungen über seine Flucht sehr aufmerksam.  Zum Schluss präsentierte er sein erstes in Deutschland aufgenommenes Musikvideo mit dem Titel „Hoffnung“. Die wollen auch wir nicht aufgeben.

Zum Fotoalbum

~ 27. September 2016: Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt. Eröffnung der Interkulturellen Woche

Redebeiträge, syrische Gitarrenklänge des Musikers Yousef, kreative Performances der Poetry Slammerinnen Alisia Groischer und Tina Jentzsch, sowie ein Konzert der bretonischen Band "Astrakan Projekt" sorgten für ein abwechslungsreiches und zum Nachdenken anregendes Eröffnungsprogramm.

120 Besucher genossen am vergangenen Samstag neben den vielen neuen Eindrücken auch das leckere Kaffee- und Kuchenbuffet. Damit war ein harmonischer Auftakt für die Interkulturelle Woche 2016 gelungen.

Zum Fotoalbum.

~ 26 September 2016: Wir mischen mit! Dieseo Woche: Kino, Kneipenquiz, Ausstellung, Späti

Was hier wieder los ist diese Woche: Kino mit Regisseur, Rätselspaß mit Bier und Ausstellung samt Späti! Am Samstag folgt das Interkulturelle Fest auf dem Hauptmarkt in Zwikau. Ein Higlight jagt das nächste!

 

Dienstag: "Der Schwarze Nazi", Kino samt Regisseur, 20 Uhr im Gaso

 

Mittwoch: Kneipenquiz ab 19 Uhr im Gaso

 

Freitag: 18 Uhr "Alles nur Fassade?" samt Späti in der Max-Pechstein-Straße

 

Samstag: Interkulturelles Fest auf dem Hauptmarkt ab 14 Uhr

 

Alles im Überblick: 

https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/events…

http://www.zwickauer-demokratie-buendnis.de/veranstaltungskalender.3.html

 

Wir mischen mit - ihr hoffentlich auch!

~ 22. September 2016: Übergriff auf einen Jugendlichen im Zuschauerbereich des Parlamentsraum des Zwickauer Rathauses

Mit Erschrecken erreichte uns heute am späten Nachmittag die Nachricht von einem Übergriff auf einen Jugendlichen im Zuschauerbereich des Parlamentsraum des Zwickauer Rathauses.

 

„Wiedermal eine neue Masche, die zusehends entlarvt, was hinter den Aufklärungsversuchen von Torsten Graßlaub und Freunden steckt. Konflikte, Paranoia und Ängste schüren, statt diese abzubauen. Hut ab, das ist jemand auf dem besten Wege, seine wahres Gesicht zu zeigen.“

 

Mit diesen Worten bewerteten wir zuletzt die Störungen während das Stadtspaziergang in Planitz und Cainsdorf. Konflikte und Ängste schüren und sein wahres Gesicht zeigen! Das haben Störer heute erneut eindrücklich getan!

 

Dieses Mal mit der Anwendung von unmittelbarer körperlicher Gewalt in einem geschützten Parlamentsraum. Während der Stadtratssitzung in Zwickau wurde ein interessierter Jugendlicher aus einem Projektteam der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie bzw. des Vereins Alter Gasometer Opfer der einschüchternden Methoden. Ein erwachsener Mann schlägt einen Jugendlichen!

 

Dabei sollte es doch nach eigenem Verständnis der Störer auch in ihrem Interesse sein, dass sich Jugendliche für die kommunale Politik interessieren, diese kritisch hinterfragen und sich selbst einbringen, um Dinge besser oder zumindest anders zu machen. Oder passt das nicht ins Konzept der Störer? Ist ihnen das zu demokratisch? Grenzen werden von Mal zu Mal immer weiter überschritten. Ausgehend von einer Gruppe, die regelmäßig überall dort stört, wo Bürgerbeteiligung stattfindet.

 

Wir reden davon, dass wir Jugendliche aktiv in den Prozess kommunaler Politik einbringen, dass Jugendliche sich für städtische Politik interessieren, legitimiert sogar durch einen Stadtratsbeschluss für ein Jugendgremium. Was erleben sie? Einen tätlichen Angriff, Gewalt. Wo bleibt der Ruf der Empörung? Als bedenklich erachten wir es zudem, dass die AfD-Fraktion demonstrativ das Plenum verlässt, als der Täter abgeführt wird.

~ 26. August 2016: Stellungnahme zu den Vorfällen des Stadtspaziergangs in Oberplanitz

Wieder einmal steht Zwickau in den Schlagzeilen: „Nazi-Eklat beim Bürgermeister Rundgang“. Dabei ist es grundsätzlich erst einmal egal, aus welchen Strömungen solche Aktionen kommen. Einschüchterungsversuche durch physische und psychische Gewalt bei Stadtspaziergängen mit interessierten Bürgern des Stadtteils in einer Zeit, in der viele Menschen nach mehr Bürgerbeteiligung verlangen sind nicht das, was wir uns unter Dialog vorstellen. Dieses Handeln verurteilen wir auf das Schärfste. In diesem Fall reden wir sogar von vorsätzlich störend handelnden Menschen, die mit den Stadtteilen Oberplanitz und Cainsdorf eher wenig zu tun haben.

 

Wiedermal eine neue Masche, die zusehends entlarvt, was hinter den Aufklärungsversuchen von Torsten Graßlaub und Freunden steckt. Konflikte, Paranoia und Ängste schüren, statt diese abzubauen. Hut ab, das ist jemand auf dem besten Wege, seine wahres Gesicht zu zeigen. Die Behörden sind gefragt und gefordert, solche Szenarien in Zukunft zu verhindern und konsequent zu verfolgen. 

~ 13. August 2016: Zwickauer Jugendbuffet: "Einfach mal machen" - Unsere neue Kampagne läuft an!

Einfach mal machen!

Unter diesem Motto rufen wir vor allem die Jugend Zwickaus auf, sich für ihre Stadt zu engagieren.

Eigene Projekte, Demokratieförderung und jugendliche Mitbestimmung stehen dabei im Vordergrund. Der Späti hat gezeigt, wie es gehen kann! Wer ähnliches oder auch ganz anderes vor hat, der schickt uns einfach ein paar Infos zu seiner Projektidee:

- Kurze Vorhabensskizze mit Zielen des Projektes
- Was soll der Spaß in etwa Kosten?

Oder kommt bei uns im Büro im Alten Gasometer vorbei und wir bringen eure Idee zu Papier.

Das Ganze soll dann noch dieses Jahr umgesetzt werden, also bedenkt das bitte bei euren Planungen. Wem das Ganze zu kurzfristig ist, der kann seine Ideen dennoch einreichen. Diese können wir dann gemeinsam mit euch im nächsten Jahr umsetzen. 
Einsendeschluss ist der 31.10. Also Butter bei die Fische und statt rumgemotzt wird rangeklotzt! Umso eher ihr eure Projektideen einreicht, umso eher lassen sich diese umsetzen.

Was für eine affengeile Kampagne! (Danke an Marcus Gruber)

Hintergrund: Über das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ stehen der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie bis 2019 jährlich 6.000€ für Jugendbeteiligung und den Aufbau eines Jugendgremiums zur Verfügung. Für dieses Jahr sind noch ein paar Mark übrig. Holt sie euch!

~ 3. August 2016: Der SPÄTI bereichert die Stadt - Jugendliche organisieren erstes PARADIES-CAFE

Für den vierten SPÄTI hat sich das Team vom ZWICKAUER JUGENDBUFFET etwas Besonderes einfallen lassen. Wünschen sich viele Zwickauer, seit der Eröffnung des Zwickauer MuldeParadies, ein gastronomisches Angebot so hat die SPÄTI CREW gestern gezeigt wie so etwas aussehen kann.

 

Los ging es diesmal bereits kurz nach 16 Uhr. Dem Aufruf Selbstgebackenes mitzubringen folgten viele Zwickauer, egal ob Jung und Alt. Vor allem Familien nutzen die Nachmittagsstunden um auf der Paradiesbrücke vorbeizuschauen. In den Abendstunden schauten dann eher Jugendliche und (junge) Erwachsene vorbei, nutzten die Sport- und Spielangebote, lauschten in chilliger Atmosphäre den Klängen der Straßenmusik, kamen miteinander ins Gespräch.

 

Über die Nachmittags- und Abendstunden verteilt nutzen rund 450 Gäste das Angebot, welches von Zwickauer Jugendlichen organisiert wird. Unterstützt werden sie vom Team des Alten Gasometer.

Für den August und September bereitet das Zwickauer Jugendbuffet zwei weitere Angebote an öffentlichen Plätzen vor. Die nächste Jugendkonferenz ist für den Oktober in Planung.

Wir bedanken uns bei allen Helfern, dem Team des SPÄTI und des GASO, der VOLXKÜCHE, allen Kuchenbäckern, den Musikern, dem Ordnungsamt und natürlich bei allen Gästen.


Bilder findet ihr hier

~ 23. Juli 2016: Kneipenquiz im Garten des Gasometer feiert gelungene Premiere

Uuuuund die Klügsten im Land sind:?! Team die Picknick Dicke! Diese werden also Ende September ihren Titel verteidigen.


Für alle anderen Teams gilt nun: Lernen, Lesen, Weiterbilden und das gestrige erworbene Wissen nicht vergessen.

Knapp 60 Teilnehmer auf über 10 Teams aufgeteilt stellten sich den 90 Fragen und konnten so einiges dazu lernen. Den ein oder anderen Besserwisser gab es natürlich auch. 

Das nächste Kneipenquiz findet am 28.09. statt. Dafür haben wir die ein oder andere Überraschung parat und dann auch aus den kleinen Fehlern beim ersten Mal gelernt. Seid gespannt!

Wir Danken für diesen amüsanten Abend!

Bilder findet ihr hier 

~ 08. Juli 2016: Neue Förderperiode in der Partnerschaft - vereinfachtes Verfahren!

Bis zum 23.08. haben Vereine und Initiativen mit dem Wirkungskreis in Zwickau die Gelegenheit, sich mit einem Interessenbekundungsverfahren bei der Partnerschaft für Demokratie mit einer Projektidee zu bewerben. Mit einer kurzen Vorhabensskizze und einem Finanzplan können diese Ideen, die sich an den Zielen der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie orientieren, ab sofort digital und postalisch im Koordinierungsbüro im Alten Gasometer eingereicht werden.

 

Es gilt die Förderrichtlinien zu beachten. Weitere Infos hier: http://www.zwickauer-demokratie-buendnis.de/zpfd.html

 

Zudem stehen weitere 2500€ im Kleinstprojektefonds zur Verfügung: http://www.zwickauer-demokratie-buendnis.de/antragsformular-aktionsfond.html

23. Juni 2016: Zweites Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte gut besucht

34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Helferkreisen und Wohnprojekten aus dem gesamten Landkreis kamen zum zweiten Netzwerktreffen in diesem Jahr zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und Erste-Hand-Infos von Nadine Friedemann (Jobcenter Zwickau), Susann Sühnkel (Sozialamt Landkreis Zwickau) und Anne Potzel (WHZ) zu holen. 



Was gilt es rechtlich beim Ämtergang mit Flüchtlingen zu beachten? Welche Leistungen erhalten unsere neuen Mitbürger unter welchen Bedingungen? Welche Möglichkeiten haben unsere neunen Mitmenschen, hier in Zwickau zu studieren? So wurde beispielsweise der neue Brückenkurs der WHZ, der studierfähige Flüchtlinge ins Studium bringt, vorgestellt. 



An einzelnen Thementischen konnte sich dann je nach Wunsch vertiefend zu den entsprechenden Themen ausgetauscht werden. Wir Danken den ModeratorInnen des Abends vom Netzwerk für Demokratie und Courage, unseren Referentinnen und allen anwesenden Interessierten. Der nächste Stammtisch findet am 21.07. statt.

 

Fotos: https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/photos/pcb.1089776967760666/1089774907760872/?type=3&theater

21. Juni 2016: Engagement braucht Strategie

In der gut gefüllten Manufaktur diskutierten 40 Teilnehmer der ersten Demokratiekonferenz 2016 und des Runden Tisches „Engagement für Zwickau!“ am Nachmittag des 15.6.2016, wie sich bürgerschaftliches Engagement in Zukunft noch besser unterstützen lässt. 

Wie kommen Engagierte zum Engagement und wie das Engagement zu den Engagierten?  Welche Anerkennung und Mitsprache wünschen sich Engagierte heute? Als konkrete Vorhaben wurden vorerst eine gemeinsame Freiwilligenmesse nach dem Hamburger Vorbild „Aktivoli“ im April 2017 vereinbart sowie eine Umfrage bei allen Vereinen, Initiativen und Kirchgemeinden, um belastbare Zahlen zu   Engagement und dessen Stärken und Schwachstellen in Zwickau zu erhalten.

Als konkrete Projektidee bleibt die „essbare Stadt“ hängen. Ein Modell, bei dem Parkanlagen, Grünflächen und Blumenkübel vermehrt mit Nutzpflanzen wie Kräutern und Obst von den Bürgern der Stadt selbst bepflanzt werden sollen. Nutzbar ist dies für Schulen, für Touristen als möglicher „Naschpfad“ und für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Verantwortung für die Fortführung des begonnenen Prozesses übernehmen die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie zusammen mit den Initiatoren der „Engagierten Stadt“ und Uwe Ziesler von der Stabsstelle Stadtentwicklung.

17. Juni 2016: Filmvorführung und Gespräch "Das Tagebuch der Anne Frank" wird verschoben

Wir haben leider eine schlechte Nachricht. Lea van Acken und Hans Steinbichler können am 23.06. leider nicht nach Zwickau kommen. Schule und Dreharbeiten verhindern dies. Daher entfallen die für den Termin geplanten Vorführungen und Gespräche. Wir kümmern uns um einen neuen Termin im neuen Schuljahr. Wir halten euch auf dem Laufenden.

14. Juni 2016: Letzter Projekttag vor den Sommerferien in dreifacher Ausführung

Heute waren wir bereits zum siebten Mal mit unserem Projekttag „Flucht und Asyl“ im Einsatz. Neben vielen anderen Projekten auch waren wir den ganzen Tag zum Projekttag am Käthe-Kollwitz-Gymnasium zu Gast. Mit drei Gruppen (insgesamt 57 Schülerinnen und Schüler) mit Schülern von der 5. bis zur 10. Klasse rätselten wir und Yousef, der vor fast zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland kam, bei unserem Quiz. 

 

Anschließend berichtete Yousef aus seinem Leben, die Flucht und wie es dazu kam. Die Schüler lauschten gespannt seinen Ausführungen, die er schon gut verständlich in deutscher Sprache formulierte. Zum Abschluss der Fragerunde sang er dann mit Gitarre auf Kurdisch. Hier zeigte sich wieder: Musik bewegt über Sprache und Kultur hinweg und überwindet Grenzen. Wir freuen uns auf die nächsten Projettage nach den Sommerferien.

 

zu den Fotos: https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/posts/1083666178371745

9. Juni 2016: Ne Menge los in den kommenden Wochen - Kneipenquiz, Demokratiekonferenz, Das Tagebuch der Anne Frank

Liebe Leute. Checkt mal wieder unsere Veranstaltungen, denn wir haben KEINE Sommerpause. Im Juni/Juli ist einiges geboten. So konnten wir Hauptdarstellerin und Regisseur des Films "Das Tagebuch der Anne Frank" nach Zwickau holen, wo der Streifen am 23.06. samt Diskussion im Filmpalast Astoria läuft.

 

Im Juli gibt`s zudem ein neues Format um die Ohren, Kneipen-Quiz im Garten des Gasometers.

 

Kommende Woche steht aber zunächst die Zwickauer Demokratiekonferenz an.

 

Alles weitere hier:

https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/events?ref=page_internal

http://www.zwickauer-demokratie-buendnis.de/veranstaltungskalender.3.html

7. Juni 2016: Aufruf zur Beteiligung an der Interkulturellen Woche 2016

Auch in diesem Jahr steht die Interkulturelle Woche wieder unter dem Motto: Vielfalt. Das Beste
gegen Einfalt.


Denn vielfältig sind Ursachen und Gründe, aus denen Menschen zu uns kommen. Einfältig sind
jene, die nicht sehen, dass sich unsere eigene Kultur und unser Leben dadurch um ein Vielfaches
bereichert. Daher ist es umso wichtiger, eine bunte und breite Willkommenskultur zu gestalten.
Die Interkulturelle Woche zielt in diesem Jahr auf ein Fest der Begegnung und des friedlichen Miteinanders.
Dabei liegt der Fokus auf der Anerkennung und Wertschätzung kultureller Vielfalt als
gesellschaftliche Normalität.


Bitte beteiligen Sie sich mit einem Beitrag am Programm. Die Möglichkeiten dabei sind zahlreich:
Ob Tage der offenen Tür, Kulinarische Feste oder interkulturelle Brunchs, Themenabende mit Zuwanderern
in Ihrer Gemeinde, Diskussionen, Theateraufführungen, Kunstprojekte, Fotoausstellungen,
Sportveranstaltungen und andere kleine und große Aktionen. Ihrer Kreativität sind dabei keine
Grenzen gesetzt.

 

Die Interkulturelle Woche findet bundesweit vom 25. September 2016 bis zum 1. Oktober 2016
statt. Gerne können Sie auch außerhalb dieses zeitlichen Rahmens Veranstaltungen planen.
Ich würde mich sehr freuen wenn Sie uns helfen, die Brücken des Verstehens zwischen unterschiedlichen
Kulturen und Glaubensrichtungen zu betreten.



Meldungen von Veranstaltungen bis zum 16. Juni 2016 an Stephanie Junghans, Büro Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Landkreis Zwickau
stephanie.junghans@landkreis-zwickau.de oder Fax: 0375 4402 21009

6. Juni 2016: Infos für alle Helferinnen und Helfer

Der für den 16.06. geplante Helfer-Stammtisch entfällt, da bereits am 20.06. das Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte stattfindet. Meldet Euch hierfür an und bringt Eure Themen und Anregungen mit.

 

Der nächste Helfer-Stammtisch findet am 21.07. statt. Hierzu haben wir eine Vertretung aus der Sparkasse Zwickau, die zum Thema "Konto für alle" informiert. Danach geht´s bei bestem Sommerwetter in den Garten des Gasometers, wo der Grill schon auf Eure mitgebrachten Leckereien wartet. Stammtisch goes Open-Air!

23: Mai 2016: Erklärung zum Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft Koperniksusstraße

Vor sieben Monaten mahnten wir nach dem versuchten Brandanschlag in Crimmitschau. Die mutmaßlichen Täter stehen zwischenzeitlich vor Gericht. Umso betroffener und erschütterter nehmen wir den feigen Brandanschlag am letzten Wochenende auf die Asylunterkunft in der Kopernikusstraße in Zwickau zur Kenntnis. Unsere Solidarität gehört den Bewohnern des Heimes und wir sind erleichtert, dass es keine schwereren Verletzungen gab.

 

Egal welche Haltung man zu Flüchtlingen und der aktuellen Asylpolitik hat, hier wurden Grenzen klar überschritten  für deren Einhaltung wir alle Verantwortung tragen. Wir hoffen die Täter können schnell ermittelt und für ihr sträfliches Verhalten bestraft werden. Für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben, müssen wir aufs schärfste gegen solche Taten vorgehen.

~ 20. Mai 2016: Friedenscafé im Werdauer Rathaus

Heute zwischen 16 und 18 Uhr luden die Stadt Werdau und verschiedene Initiativen zum Friedenscafé ins Werdauer Rathaus ein. Wir waren auch vor Ort um über unsere Arbeit zu informieren und freuten uns auch mit neuen Werdauern ins Gespräch zu kommen.

 

Dabei waren unter anderem der Helferkreis Werdau, European Homecare, das Streetworkprojekt und die Wohnungslosenhilfe der Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz und das Martin-Luther-King-Zentrum.

~ 11. Mai 2016: Projekttag in Eckersbacher Schule

Am 11. Mai veranstaltete das Koordinierungsbüro wieder einmal einen Projekttag zum Thema „Flucht und Asyl“. Angefragt hatte das DPFA Berufsschulzentrum in Eckersbach. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Thematik begann das Team mit einem Quiz.

 

Dabei wurden sowohl asylrechtliche Fragen und Statistiken als auch die Lage in Zwickau in Zahlen geklärt. Im Anschluss berichtete Mohammad Zatareyh von seiner beschwerlichen Flucht von der Türkei, über die Balkanroute bis hin nach Deutschland. Dazu wurde eine BBC-Dokumentation von Journalisten gezeigt, die Mohammad bei seiner Flucht begleiteten. Neu im Programm wurde erstmals eine Analyse von Zeitungsartikeln vorgenommen, bei welcher die 40 Schüler selbst erkennen sollten: Ist der Artikel qualitativ ansprechend und objektiv oder subjektiv geschrieben.

~ 11: Mai 2016: Z16 wurde angenommen - Knapp 4000 Besucher erleben Tage der Demokratie und Toleranz 2016

Dialog- und Begegnungsangebote werden angenommen

 

Knapp 4.000 Besucherinnen und Besucher können wir nach dem Ende der 14. Tage für Demokratie und Toleranz im Landkreis Zwickau verkünden. Dann sind so viele wie noch nie zuvor.

 

Die 14. Tage für Demokratie und Toleranz sind vorüber und können als Erfolg gefeiert werden. Das Motto „Z16“ hielt, was es versprach. Vielfalt, Begegnung und Mitsprache!

 

Als Erfolgsindikatoren sehen wir dabei vor allem drei Fakten: Die Veranstaltungen fanden in vielen Gemeinden und Kommunen im gesamten Landkreis statt; die Formate der Veranstaltungen waren mit Sportfesten, Konzerten, Ausstellungen, Kundgebungen, Theaterstücken, Lesungen und Diskussionsrunden unterschiedlichster Natur und sprachen viele verschiedene Zielgruppen an; letztlich beschäftigten wir uns aber nicht nur in der Eröffnungsveranstaltung mit aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, sodass auch ein klarer inhaltlicher Schwerpunkt in den beiden Wochen vorhanden war, der auch auf die Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger einging. So dienten viele Veranstaltungen als Dialogforum, um über kontroverse Themen, wie z.B. den Islam oder Pegida, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Mitspracherecht, gehört zu werden, sachliche Kritik zu äußern; genau das, was Bürger immer wieder fordern, boten wir in vielen Veranstaltungen an. Wenn Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg zu Wort kamen, die rechte Szene oder der Islam beleuchtet oder im Seminar Argumentation gegen rechte Propaganda geübt wurde, dann wurden aber auch Grenzen des „Menschseins“ und damit der Toleranz thematisiert und wie damit umzugehen ist.

 

Aber die 14. Tage der Demokratie und Toleranz standen auch im Zeichen der Begegnung. Begegnung unterschiedlicher Religionen aber auch unterschiedlicher Kulturen wie beim Kirgisischen Länderabend, der Babyparty im Mütterzentrum oder dem interkulturellen Sportfest im Westsachsenstadion. Es waren auch solche niedrigschwelligen Angebote, wo das Miteinander und die Begegnung in den Vordergrund rückten, die Menschen in Kontakt treten ließen.

 

All dies erklärt, warum bei 39 Veranstaltungen in 9 verschiedenen Gemeinden im Landkreis letztlich 3926 Besucherinnen und Besucher gezählt werden konnten. Das sind im Schnitt etwas mehr als 100 Teilnehmende pro Veranstaltung. Damit wurde die bisherige Rekordzahl aus dem Jahr 2014 (3107) übertroffen und die Reihe lockte gar viermal so viel Besucherinnen und Besucher wie im vergangenen Jahr an. 

~ 3. Mai 2016: Das Bündnis für Demokratie und Toleranz bezieht Stellung zu den Vorkommnissen am 1. Mai in Zwickau

Mit etwas Abstand fällt es uns immer noch schwer, die richtigen Worte über die Vorkommnisse am vergangen Sonntag auf dem Zwickauer Hauptmarkt zu finden. Dennoch möchten wir diese und auch die Auseinandersetzung mit den Vorkommnissen kurz aufgreifen.

 

Wer am Sonntag vor Ort war und in die Gesichter vieler Störer geschaut hat, der kann keinen friedlichen Protest, keine „friedliche und demokratische Meinungsäußerung“ gesehen haben. Der kann auch nicht von „Demokratie“ reden. Wer die Information von einem geflüchteten Minister auf seinem Bundesparteitag mit Jubel und Applaus auffasst, dies in den sozialen Netzwerken abfeiert, aber vielleicht gleichzeitig eine Kultur des Zuhörens und der Meinungsfreiheit fordert, der schlägt sich selbst mit seinen eigenen Argumenten.

 

 

Traditionell ist der 1. Mai ein Tag zum Anprangern sozialer Missstände, zum Austauschen über Probleme der Arbeitnehmerschaft und zum Aufzeigen anderer und besserer Wege, als sie vielleicht bisher gegangen werden. Auch dafür waren der Bundesjustizminister, die Oberbürgermeisterin und die DGB-Kreisvorsitzende an diesem Tag vor Ort. Der Tag der Solidarität aber wurde missbraucht von Menschen, die unter dem Deckmantel von der Forderung nach mehr Beteiligung und Meinungsfreiheit u.a. wiederum das Thema der Asylpolitik auf die Agenda setzten und ihre eigenen Forderungen mit gegenteiligem Verhalten alles andere als friedfertig zum Ausdruck brachten.

 

 

Unter anderem dafür gab es 39 Veranstaltungen im Rahmen der Tage für Demokratie und Toleranz. Für sachlichen Austausch, für Dialoge, für Begegnungen. All das fand am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr auf dem Zwickauer Hauptmarkt nicht statt. Und das Schlimmste daran: Es war nicht etwa auf Grund schlechter Reden, sondern weil sich in einer geplanten Aktion Menschen rechter Gesinnung zusammenfanden, um Meinungsfreiheit einzuschränken. Wer hier noch meint, diese Personen nicht alle über einen Kamm scheren zu dürfen oder von „Demokratie“ spricht, der verkennt die Lage.Genau wie es die Ordnungsbehörden an diesem Tag getan haben. Wahre Demokratie darf das nicht aushalten, sondern muss sich an dieser Stelle wehren. Bleibt zu hoffen, dass die richtigen Lehren aus diesem Tag gezogen werden. 

~ 3. Mai 2016: 2. Zwickauer Jugendkonferenz bringt Ergebnisse

39 Jugendliche und Interessierte kamen am Samstag zur 2. Jugendkonferenz im Rahmen der Tage für Demokratie und Toleranz zusammen und sahen gleich zu Beginn eine etwas andere Vorstellung des Jugendbuffets, deren Protagonisten ein 5-minütiges Theaterstück als Vorstellungform wählten.

Damit waren die Schlagworte des Nachmittages vorgegeben: Kreativität und Schwung!

Nach einer weiteren offenen Fragerunde ging es an die drei vorbereiteten Thementische, wo im World-Cafè-Format in zwei Runden zu je 45 Minuten über drei Fragen diskutiert wurde:



1. Wie erreichen wir noch mehr Jugendliche?
2. Wie strukturieren wir ein Jugendgremium und wie docken wir mit unseren Interessen in der Stadt an?
3. Was gilt es alles fürs Open-Air Kino im Sommer zu beachten?



Gegen 17 Uhr wurden die Ergebnisse und Antworten präsentiert und weitere Rahmendaten bekannt gegeben. So wird der nächste Späti aller Voraussicht nach am 27.05. stattfinden. 



Die nächste Jugendkonferenz gibt’s im Spätsommer, am 10.09. 2016. Weitere Infos auch zu den Antworten auf die gestellten Fragen folgen!

 

Fotos:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1054800457924984.1073741867.366448296760207&type=3

~ 25. April 2016: Positives Zwischenfazit der Tage für Demokratie und Toleranz

Nach einer Woche und 19 Veranstaltungen ziehen wir zur Halbzeit ein positives Fazit! Wir sind mehr als zufrieden mit den bisher 1926 Gästen (Stand 24.04.2016). Das sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehr als in den gesamten Tagen der Demokratie im letzten Jahr und macht pro Veranstaltung etwa 100 Besucher.

 

Am besten besucht war dabei die Kundgebung „Zwickau zeigt Herz“ am vergangen Samstag mit 400 Teilnehmern. Das zeigt, dass das Bündnis mit den Veranstaltungsformaten und Inhalten den Geschmack der Menschen der Region trifft. Bisher musste zudem nur eine Veranstaltung krankheitsbedingt ausfallen.

 

Da in der zweiten Woche weniger Großveranstaltungen als in der ersten stattfinden werden, wird der Schnitt noch etwas nach unten gehen. Dennoch sind wir zuversichtlich, den Schnitt aus dem letzten Jahr (42 Besucher) zu überbieten und den Interessierten weiterhin qualitativ hochwertige Veranstaltungen und Dialogforen bieten zu können.

 

Als Highlights gelten dabei das Figurentheater „Paradies Europa“ (Mittwoch, 27.04., 20 Uhr, Alter Gasometer), das Theaterstück „Robinson und Crueso“ (28.04., 18 Uhr, TiM) und die 2. Zwickauer Jugendkonferenz am 30.04. um 14 Uhr im Alten Gasometer. Erneut sind wir dabei mit den Orten Kirchberg, Reinsdorf, Glauchau und Zwickau im gesamten Landkreis vertreten.

 

Zu den Veranstaltungen:
http://www.zwickauer-demokratie-buendnis.de/veranstaltungskalender.3.html

~ 21. April 2016: Änderung im Programm

Aus gesundheitlichen Gründen entfällt am 22. April 19:30 Uhr leider das Theaterstück über den NSU "Weißes Mäuschen Warme Pistole". Statt dessen wird sich mit Flucht und Asyl einem anderen aktuell gesellschaftlichen brisanten Thema gewidmet. Das Ensemble des Theater Plauen Zwickau spielt das interaktive Theaterstück "Krieg, Stell dir vor, er wäre hier". Die Besucher können aktiv mitwirken oder einfach zuschauen.
Im Anschluß besteht bei einer Diskussionsrunde die Möglichkeit sich über die Eirndrücke zum Stück oder zum Thema allgemein auszutauschen.

zum Stück:

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Die demokratische Politik ist gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. Aber wohin nun? Nur der Nahe Osten bietet Schutz und das Versprechen auf Frieden. Aus diesem Grund packt eine deutsche Familie ihre Koffer und flieht nach Ägypten. Plötzlich sind sie dazu gezwungen, in einer neuen Kultur zu leben, deren Sprache sie nicht sprechen. Und von einer Sekunde auf die andere sind sie Asylsuchende unter Tausenden.
Die Idee ist im gleichen Maße einfach wie genial: Durch einen Perspektivenwechsel werden wir selbst zum Kriegsflüchtling. Der utopische Text von Janne Teller ist eine eindringliche Aufforderung zu Respekt und Mitmenschlichkeit.

Besetzung


Regie Benjamin Petschke
Kostüme Mia Soßna
Dramaturgie Nadine Kelber

Es spielt
Leonard Lange

Spieldauer ca. 45 min ohne Pause

Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg

~ 15. April 2016: Helfer-Stammtisch wieder gut besucht!

Knapp 30 Helferinnen und Helfer sowie Interessierte waren diese Woche zum monatlichen Helfer-Stammtisch erschienen, um den aufschlussreichen Ausführungen von Simone Wagner von der Agentur für Arbeit zum Thema "Integration in den Arbeitsmarkt" zu lauschen und sich bei einem Gläschen Wein über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Der nächste Stammtisch wird am Dienstag, den 10.05. um 19.00 Uhr stattfinden. 

https://www.facebook.com/events/219339255105091/

 

Wir informieren Euch rechtzeitig über Inhalte und Gäste. Wer noch Fragen zum Thema "Integration in den Arbeitsmarkt" hat, der kann sich gerne bei uns oder direkt bei Frau Wagner melden! Besten Dank nochmal an Simone Wagner!

~ 15. April 2016: Projekttage gehen weiter

Unser Projekttag "Flucht und Asyl" erfreut sich zunehmnder Beliebtheit und wir waren wieder unterwegs. Diesmal in der Klassenstufe 10 an der Kompakt-Schule in Zwickau. War Helene Fischer Flüchtling?

 

Ihr gebürtiger Name Jelena Petrowna Fischer verrät es vielleicht. Was ist mit Albert Einstein und Barack Obama? Was erhält ein Asylbewerber eigentlich an Leistungen im Monat, wieviel Wohnraum steht ihm per Gesetz zu? Diese und noch viele andere Fragen werden beantwortet und zudem die Fluchtgeschichte von Mohammad aus Syrien erzählt. Spannende 90 Minuten! Vielen Dank für die Einladung und die engagierte Mitarbeit!

 

Impressionen:
https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/posts/1042420609162969

 

~ 05. April.2016: Programm der Tage der Demokratie und Toleranz 2016 vorgestellt

Letzte Woche stellten wir auf einer Pressekonferenz das Programm der 14. Tage der Demokratie und Toleranz vor.
Diese stehen dieses Jahr unter dem Motto Z16. Dabei liegt es in der Hand aller Mitwirkenden das Z mit passenden Begriffen wie Zivilcourage, Zusammenhalt, Ziele oder Zwickau zu besetzen. Den Veranstaltern ist es dabei gelungen mit fast 40, so viele Veranstaltungen wie noch nie auf die Beine zu stellen. Mit Crimmitschau, Glauchau, Hirschfeld, Kirchberg, Lichtenstein, Limbach-Oberfrohna, Reinsdorf, Werdau und Zwickau finden diese auch an den meisten Veranstaltungsorten in der 14jährigen Geschichte statt.

Nun gilt es diese mit Leben zu füllen. Hier die ersten Ankündigungen der Medien:

 

Freie Presse

 

Radio Zwickau

~ 30. März 2016: Sozialpädagogin / Sozialpädagoge ab 1.Juni 2016 gesucht

Der Verein ALTER GASOMETER SOZIOKULTURELLES ZENTRUM e.V. in Zwickau / Sachsen sucht im Arbeitsbereich "Demokratiearbeit: Fach- & Koordinierungsstelle der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie“ ab dem 1. Juni 2016 eine/einen Sozialpädagogin / Sozialpädagoge.

~ 17. März 2016: Projekttag an Schulen geht in die nächste Runde - Wir waren in Crimmitschau

Nach knapp einem Monat Pause waren wieder eingeladen. Eingeladen, um mit unserem Projekt „Flucht und Asyl“ 90 Minuten Unterricht an der Sahnschule in Crimmitschau (Oberschule) zu halten. Diesmal gleich mit zwei Besonderheiten:

 

Wir übernahmen gleich zwei Klassen gleichzeitig und das in jeweils drei Klassenstufen. Arbeiteten wir mittwochs mit insgesamt 90 Schüler_innen der Klassenstufen 8 und 10, so ging es tags darauf in die 9. Klassen.

 

 

Besonderheit zwei: Das Projekt machte ganz schön die Runde, sodass eine Unterrichtseinheit sogar vom ZDF begleitet wurde. Den Beitrag dazu gibt’s demnächst im TV in der Sendung „Heute in Deutschland“ - wir sagen Bescheid! Danke zudem für die tolle Begleitung durch die Sahnschule und die super Mitarbeit der Schüler und Schülerinnen!

 

Fotos: https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/posts/1019470174791346

~ 16. März 2016: Die Qual der Methodenwahl - erfolgreiches Moderationsseminar

13 Teilnehmer_innen aus der Zwickauer Region lernten vergangen Samstag von 11-18 Uhr neue Methoden der Moderation kennen bzw. vertieften diese in entspannter Atmosphäre. Zu welcher Runde passt welche Methode? 

 

Was sind Stärken und Schwächen, Vor- und Nachteile?  Organisiert wurde das Seminar vom Netzwerk Demokratie und Courage, gemeinsam mit dem Koordinierungsbüro des Bündnisses und der Westsächsischen Hochschule. 

 

Zu den Fotos:

https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis/photos/pcb.1018686358203061/1018685914869772/?type=3&theater

~ 10. März 2016: 2. Netzwerktreffen und Ausblick zum Helfer-Stammtisch am 16.03.

Am 7. März führten wir das zweite Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte durch. Nach einem Vortrag des Netzwerk Kindeswohl setzten sich die knapp 30 Teilnehmer in Arbeitsgruppen mit den Themen Sprache, Schule und Integration in den Arbeitsmarkt auseinander. Daraus wurden weitere Arbeitsaufträge abgeleitet.

 

Mit dem Thema Bildung beschäftigen wir uns auch zum nächsten Helferstammtisch am 16.03.2016 19 Uhr im Gasometer. Wir haben diesmal Frau Marisa Fischer von der Bildungsagentur zu Gast um, Fragen rund um die Unterbringung der Kinder und Jugendlichen in den Schulen zu beantworten. Wie gewohnt ist Barbetrieb und es gibt Abendessen.

 

https://www.facebook.com/events/202802570081536/

~ 24. Februar 2016: Neuauflage „Flüchtlinge unterstützen – Diskriminierung entgegentreten. Asyl im Landkreis Zwickau“

Fast genau ein Jahr nach Erscheinen des Heftes „Flüchtlinge unterstützen – Diskriminierung entgegentreten. Asyl im Landkreis Zwickau“ erscheint nun die 2. und aktualisierte Auflage.

 

Nachdem die erste Auflage mit 15.000 Exemplaren bereits im September vergriffen war, haben wir uns entschieden, die Hefte nochmals zu Drucken. Aufgrund der sich seither ständig ändernden Zahlen und teils auch Gesetzesgrundlagen haben wir uns zudem für eine Aktualisierung des Inhaltes entschieden. So finden sich im neuen Heft die Zahlen für Sachsen und den Landkreis bis zum Stichtag 31.12. 2015 und bieten damit ein Überblick über die Entwicklungen im letzten Jahr. Außerdem finden sich Argumentationshilfen für einige Stammtischparolen auf den insgesamt 48 Seiten (2015: 40 Seiten), sowie Angaben über die Leistungen und Ansprüche für Asylbewerber wieder. 

 

Das Heft ist ab Donnerstag, den 25.02.2016 unter anderem im Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz erhältlich. 

 

Außerdem sind die Hefte auch in den Bürgerservicestellen des Landratsamtes und bei der Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragten erhältlich. Die Städte und Gemeinden bekommen einige Exemplare in den nächsten Wochen zugeschickt.

~ 5. Februar 2016: Projekttag an Schulen

Für das neue Jahr hat sich das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ehrgeizige Ziele gesteckt. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen im Rahmen von Projekttagen und Unterrichtsstunden besucht werden, um über das Thema „Flucht und Asyl“ aufzuklären. Aktuellen Zahlen, wichtige Begriffe und Hintergrundinfos sollen so vermittelt werden.

Den Anfang machte das Koordinierungsbüro am letzten Schultag vor den Winterferien vergangenen Freitag in einer 9. Klasse in der Humboldtschule. in verschiedene Teams eingeteilt rätselten die Schüler und Schülerinnen bei einem Quiz über Zahlen und Begriffe. Die Inhalte wurden so nicht einfach nur vorgetragen, sondern bleiben durch angeregtes Diskutieren zur richtigen Lösungsfindung und einem damit verbundenen AHA-Effekt hoffentlich viel eher hängen.

In einem zweiten Programmpunkt berichtete ein syrischer Asylbewerber von seiner Flucht, den Fluchtursachen und dem Leben hier in Zwickau. Videomaterial und bewegende Erinnerungen von den Geschehnissen auf der Reise bis nach Deutschland sorgten für demütige Stille im Klassenzimmer. Anschließend hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit Fragen zu stellen.

Rundum gelungene 90 Minuten! Dieses Projektformat steht offen für alle Schulen im Landkreis und ist kostenlos.

 

Bei Interesse schreibt an kontakt@demokratiebuendnis.de

~ 27. Januar 2016: Rückblick: Gedenken an die Opfer des NS

„Wir geben der Geschichte ein Gesicht. Das Gesicht des mutigen Heimleiters Herman Gocht und das Gesicht des Kindereuthanasieopfers Elke Jacob“. Mit diesen Worten wurde der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet und im Anschluss über das Schicksal der zweijährigen Elke Jacob und ihren von Berlin aus beschlossenen Abtransport und Tod in Stadtroda berichtet. 

 

Trotz der vielen bekannten Zahlen um die Toten, die die Nationalsozialisten zu verantworten haben, saß der Schock bei den Anwesenden über das perfide System des Mordens des NS tief. Fünf Heiminsassen des heutigen Gocht-Hauses blieb ein ähnliches Schicksal erspart, als ihnen Heimleiter Hermann Gocht nach dem Abtransport hinterherreiste und in Dresden durch energischen Widerstand eine Rückkehr erwirkte. So konnten einige heute noch im Hause lebende Menschen der gemeinsamen Zeit mir ihren Freunden im Gocht-Haus, die teilweise bis spät in die 1980er Jahre ging, gedenken.

Wir danken dem Träger des Hauses, der Stadtmission Zwickau, dem Heimleiter Achim Barth, der wunderbaren musikalischen Begleitung durch Max Müller vom Robert Schumann-Konservatorium, dem Arbeitskreis Bibelausstellung für die inhaltliche Mitgestaltung des Programms, sowie dem Hauptreferenten und Bruder von Elke Jacob, Dr. Roland Jacob.

 

Im kommenden Jahr werden wir wiederum einen Ort in Zwickau aufsuchen, der für viele für etwas ganz Anderes steht, als für Verbrechen und eine dunkle Vergangenheit: Das August Horch-Museum. So wollen wir weiterhin auf Schicksale und Orte im Raum Zwickau aufmerksam machen, um neben dem Gedenken und Erinnern auch das Lernen über diese vermeintlich unbekannteren Geschichten zu integrieren.

~ 14. Januar 2016: Helfer-Stammtisch gut besucht - Neue Termine für den nächsten Stammtisch und das Netzwerktreffen

Zum zweiten Stammtisch der Helfer aus dem Landkreis Zwickau fanden sich über 40 Helfer und Helferinnen aus dem gesamten Landkreis ein, die in gemütlicher Atmosphäre bei Musik, Essen und Getränken den Gedanken, Problemen und kreativen Ideen der Mitstreiter lauschten. In einer kurzen offenen Runden fand zudem im Plenum ein offener Austausch statt. Mit Brigit Riedel, der Ausländerbeauftragten des Landkreises, Jörg Strupeit, Sachgebietsleiter des Landratsamt  im Bereich unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche, sowie den Mitarbeitern des Koordinierungsbüros standen zudem Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Der nächste Stammtisch findet am 16.03. ab 19 Uhr statt. In der Woche zuvor, am 07.03. findet 18.00 Uhr das zweite Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte statt, zudem es wieder eine Moderation und eine feste Tagesordnung geben wird. Um Anmeldung wird gebeten. Genauer Infos hierzu folgen. 

~ 15. Januar 2016: Kommentar des Koordinierungsbüros zum Steinwurf auf das Haus der Oberbürgermeisterin Zwickaus

Vor einigen Wochen haben wir an selbiger Stelle unsere Sorge über die zunehmenden Attacken gegen Flüchtlingsunterkünfte geäußert. Nun müssen wir mit Erschrecken feststellen, dass sich die Situation nicht nur nicht geändert hat, sondern sich die Spirale vielmehr immer weiter dreht. Einer Bombenattrappe am Bahr-Baumarkt folgte nun auch ein Angriff auf das Privathaus der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau mit klar erkennbarem politischem Hintergrund. Wir verurteilen dies aufs Schärfste und drücken hiermit unsere Solidarität mit Frau Dr. Findeiß aus.

 

Gewalt ist die schlimmste aller Antworten auf die aktuelle Situation. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir in diesem Zusammenhang von Flüchtlingsunterkünften, Silvesternächten oder Politkern reden. Es geht hier immer noch um Menschen - Menschen mit einer Würde! Kann Hass so groß sein, dass man dies vergisst oder solche Taten gar gut heißt? Wie gespalten und radikalisiert muss eine solche Gesellschaft sein?

 

Die Stadt Zwickau bietet genügend Möglichkeiten an, seiner Meinung sachlich Ausdruck zu verleihen. Wer aber Gewalt als Sprachrohr wählt, der tut dies bewusst und hat jegliches Recht auf Meinungsäußerung verwirkt. Hier hat Toleranz ein Ende! 

- 12. Dezember 2015: Zwickau zeigt Herz

Zwickau zeigt Herz. Hunderte ZwickauerInnen setzten am 12. Dezember im Zwickauer Domhof ein deutliches Signal für Toleranz und Nächstenliebe.

- 28. November 2015: Seminar "Flüchtlingspolitik in Europa, Deutschland und im Landkreis Zwickau"

Erfolgreiches Tagesseminar

Wieder ein Projekt erfolgreich abgeschlossen. Da freuen wir uns. Danke an die über 40 interessierten Besucher unseres Seminars "Flüchtlingspolitik in Europa, Deutschland und im Landkreis Zwickau" im Alten Gasometer. Organisiert in Zusammenarbeit des Koordinierungsbüros des Büdnisses und dem Bildungswerk der Geutschen Gesellschaft e.V. entwickelte sich ein informativer Tag mit vielen Infos über gesetzliche Grundlagen im Asylverfahren, den Entwicklungen der Zahlen im Landkreis Zwickau und den Helferkreisstrukturen vor Ort.

Wir hoffen, der Input bringt Euch bei Eurem Engagement weiter. Ein großer Dank gilt den Referenten Patrick Irmer (Sächsischer Flüchtlingsrat) und Frank Schubert (Landratsamt Zwickau) für die informativen Vorträge und natürlich an die Zwickauer Volxküche für das leckere Essen.

- 25. November 2015: Bündnissitzung "Dank an Erwin Killat - Neuer Beirat gewählt - Arbeitsordnung verabschiedet"

Die letzte Bündnissitzung im Jahr 2015 hatte es nochmal in sich. Nach zwei Jahren wurde wieder ein neuer Beirat gewählt. Verabschieden mussten wir uns leider vom Gründungsmitglied des Bündnisses, Erwin Killat. Von Beginn an in der ersten Reihe agierend gestaltete Erwin die Arbeit des Bündnisses aktiv mit und lenkte die Geschicke als Sprecher und Beiratsmitglied. Dafür waren ihm Saal des Rathauses stehende Ovationen sicher. Auch an dieser Stelle möchte sich das Koordinierungsbüro nochmals in aller Form bedanken. Du wirst uns fehlen!
Ebenfalls nicht mehr zu Wahl stand Franziska Wolf (IG Metall). Auch ihr gilt unser Dank für ihre Arbeit in den letzten beiden Jahren.

Der neue Beirat besteht aus den wiedergewählten Rainer Eichhorn (Deutsch-Polnischer Verein), Ulrike Lehmann (Ausländerbeauftragte Zwickau) und Iris Raether-Lordieck (SPD Kreisverband), sowie den neuen Mitgliedern Tina Krüger (Junge Union), Matthias Eulitz (DGB) und Simone Hock (Kreisverband Die Linke). Mit ihnen blickt das Bündnis in ein positive Zukunft.

Als letzter großer Punkt konnte die Überarbeitung der Arbeitsordnung mit mehr als 2/3 aller Mitglieder angenommen werden. Diese findet ihr nun auch auf unserer Homepage.

- 24. November 2015: Workshop "Interkulturelle Kompetenz in der offenen Kinder- und Jugendarbeit"

Der Workshop gab den Fachkräften und Projektleiter*innen das Handwerkszeug mit, um jungen Flüchtlingen interkulturell kompetent in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu begegnen.

Schlagworte der Veranstaltung sind: kulturelle Besonderheiten, Empathie, Perspektivenwechsel und kulturelle Verwurzelung.

 

In der deutschen Öffentlichkeit haben die Themen Flucht und Asyl eine große Präsenz. Neben dem medialen Interesse ist es unabdingbar, dass sich unsere Gesellschaft mit den Themen theoretisch und praktisch beschäftigt. Der Workshop setzt sich deshalb mit folgenden Fragen auseinander:

Wie kann ich Kinder und Jugendliche an die Themen Flucht und Asyl heranführen und sensibilisieren?

Was sollten sie über kulturelle Besonderheiten der Herkunftsländer wissen?

Wie kann ich sie bei der Begegnung mit Flüchtlingen begleiten?

Wie schaffe ich bei den Kindern und Jugendlichen Empathie und wirke an einem Perspektivenwechsel mit? Inwieweit beeinflusst die eigene kulturelle Verwurzelung diesen Prozess?

Welche Herangehensweisen eignen sich um bspw. Besucher/-innen des Jugendtreffs auf die neuen Gäste vorzubereiten?

 

 

Im Workshop wurden Projekte und Ideen aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit präsentiert.

Der Workshop richtete sich an Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Kurs- und Projektleiter/-innen im Kinder- und Jugendbereich. Schlagworte der Veranstaltung waren: Kulturschock, Eigen- und Fremdwahrnehmung.

Die Workshopteilnehmer/-innen wurden dazu angeleitet, interkulturelle Kompetenz im Kontext ihrer Arbeit auszubauen.

Referentin war Linda Massino (Jugendbildungsreferentin des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.) 

- 4. bis 19. November 2015: Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen"

Die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" wurde in den Jahren 2012 und 2013 von Birgit Mair im Auftrag des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. erstellt.

Am 4. November dieses Jahres, genau vier Jahre nach dem Auffliegen des NSU, holten wir diese Ausstellung nach Zwickau. Die Eröffnung fand im Beisein von Petra Zais (MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Birgit Mair und dem Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region um 17 Uhr in der Hochschulbibliothek statt. Birgit Mair referierte vor knapp 50 interessierten Besuchern. Inzwischen war die Ausstellung schon in 80 Orten zu sehen. Das Interesse ist also noch immer vorhanden und es liegt in unserer Verantwortung, es in mahnender Erinnerung zu behalten.

Anschließend war die Ausstellung bis zum 19. November im Grünen Bürgerbüro in der Inneren Schneeberger Straße 16 zu begutachten.

- 20. Oktober 2015: 1. Netzwerktreffen aller Wohnprojekte und Helferkreise für Flüchtlinge im Landkreis Zwickau

Am Dienstag, dem 20. Oktober veranstalteten die Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Landkreises Zwickau, Birgit Riedel, und das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz das erste Netzwerktreffen aller Wohnprojekte und Helferkreise für Flüchtlinge im Landkreis Zwickau. Knapp 40 Teilnehmer freuten sich, Akteure aus den verschiedenen Projekten kennenzulernen und mit Ihnen Erfahrungen und Wissen auszutauschen.

Um sich künftig einfacher kontaktieren und austauschen zu können sowie interessierte Helfer einfacher an die passenden Einsatzstellen weiter zu vermitteln, wurden Methoden und Kommunikationswege vereinbart. Informationen zu Ansprechpartnern sollen auf den Internetseiten des Bündnisses und des Landkreises aktuell gehalten werden, außerdem stehen die Mitarbeiter des Koordinierungsbüros und die Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Landkreises als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus läuft beim Landkreis das Besetzungsverfahren für eine Stelle einer Koordinierungskraft für soziale Partizipation und Integration, die unter anderem die Helferkreise und Träger von Arbeitsgelegenheiten unterstützen soll.

Für einen kontinuierlichen Austausch, soll es künftig drei Mal im Jahr ein Netzwerktreffen für den Landkreis geben. Darüber hinaus wurde von den Beteiligten der Bedarf an Weiterbildungsangeboten verdeutlicht, um Fehlerquellen und Unsicherheiten abzubauen.

Das erste Treffen im Alten Gasometer Zwickau wurde vom Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen unterstützt.

- 17. Oktober 2015: Kundgebung am Georgenplatz "Zwigge für Respekt und Toleranz"

Am Samstag zeigten wir Zwickauer, dass uns das Leid fremder Menschen nicht egal ist und wir bereit sind, ihnen zu helfen. Wir haben gezeigt, dass Respekt und Toleranz Zwickauer Werte sind und wir diese Werte mit allen Menschen teilen. Neid und Missgunst gibt es schon genug auf dieser Welt.

Die Teilnehmer lauschten den Redebeiträgen und der Musik und zeigten klare Kante gegen Intoleranz. Denn wir sind kein Heidenau oder Freital, wir sind Zwigge.

- 10. Oktober 2015: Sportfest im Westsachsenstadion

Familiensportfest

- 28. September 2015: Integration von Flüchtlingen

Im Rathaus trafen sich auf Einladung der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Pia Findeiß Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Vereine und Initiativen zum Thema "Integration von Flüchtlingen" in Zwickau. Die Oberbürgermeisterin informierte ausführlich über den aktuellen Stand zum Thema Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünfte.

Der Koordinator des "Bündnis für Demokratie und Toleranz" bzw. der "Zwickauer Partnerschaft für Demokratie" informierte über regionale Fördermöglichkeiten und ein geplantes Netzwerktreffen der "Zwickauer Helferkreise" im Oktober im Alten Gasometer. 

Zu Gast war auch die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping. Sie machte auch hier auf die Möglichkeit der Förderung über die Richtlinie "Integrative Maßnahmen" aufmerksam.

- 29. August 2015: 1. Zwickauer Jugendkonferenz

„Probleme in Zwickau und Umgebung – Was läuft gut? Was läuft schlecht? Wo wollen wir hin?“

Die kreisangehörige Stadt Zwickau mit derzeit 92.500 Einwohnern plant in absehbarer Zukunft die hiesige Jugend besser an politischen Entstehungs- und Willensbildungsprozesse teilhaben zu lasen. Wie kann das aussehen? Ob Jugendbeirat, Jugendforum oder Jugendparlament, ein Gremium hierfür ist in seiner Form bisher nicht definiert, soll aber ins Leben gerufen werden. Im Rahmen des Fördermittelprogrammes „Demokratie Leben“ stehen euch zur Umsetzung eurer Ideen und zur Bildung eines Gremiums 5.000€ zur Verfügung.

Im Vorfeld dieser Gründung wollen wir Erfahrungen von Jugendgremien aus dem Landkreis Zwickau (Glauchau, Lichtenstein, Werdau, Wildenfels) in den Entstehungsprozess einfließen lassen. Dies sollte im Rahmen einer ersten Jugendkonferenz in Zwickau geschehen.

 

Das Ziel dieser ersten Veranstaltung?

Interessierte Jugendliche, bisherige Beiräte und die politisch Verantwortlichen in den einzelnen Städten sollen in Bezug auf die hiesigen Partizipations-Strukturen für Jugendliche ihre Erfahrungen, Kritiken, Anregungen und Wünsche für die Zukunft kundtun. Wir sehen dies als Grundlage für ein mögliches Jugendgremium. Zudem erachten wir es als inspirierend und befruchtend, wenn politisch interessierte junge Menschen sich über die Grenzen der eigenen Stadt hinaus austauschen können. Wir sind der Auffassung, dass eure Ideen, Erfahrungen und euer Wissen einfach besser vernetzt werden können und müssen.

Dieser Erfahrungsaustausch fand an diesem Tage in Workshops und offenen Gesprächsrunden statt und widmete sich der Leitfrage „Was sind die Themen der jungen Menschen und wo gibt es Bedürfnisse und gar Probleme in Zwickau und auch darüber hinaus?“.

- 25. Juni 2015 Kleine Klausur

Am 25.06.2015 trafen sich rund dreißig Vertreterinnen und Vertreter der Mitglieder und Kooperationspartner des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zum intensiven Austausch. Die Fotos sind leider von schlechter Qualität  - vermitteln aber einen Eindruck von der Arbeitsatmosphäre. 

 

Peggy Gruna (Geschäftsführerin des Jugendringes Westsachsen) moderierte in der BarTerre zwei Gruppen, die sich mit der Arbeitsweise und dem Selbstverständnis des Bündnisses auseinandersetzten.

Im Saal blieb Sebastian Wowra (Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall in Zwickau) mit den Gruppen, die zu Veranstaltungen und den Tagen der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region diskutierten.

Danach gab es einen kurzen Block mit Hinweisen und aktuellen Informationen der Koordinatorin und daran schloss sich die Präsentation der Gruppenarbeiten und die Ergebnissicherung an.

Die angestrebten Charakteristika für die künftige Bündnis-Arbeit wurden in so großer Zahl zusammengetragen, dass deren Diskussion und Priorisierung im Rahmen der Klausur aus Zeitgründen nicht möglich war. Sie werden Gegenstand einer geplanten Tageskonferenz/Zukunftswerkstatt sein.

Fazit der Teilnehmenden: Für eine intensive Auseinandersetzung war die Veranstaltung zur kurz. Aber es konnten viele Punkte ausgemacht und benannt werden, an denen Gesprächsbedarf und Gestaltungswille ganz stark vorhanden sind. Eine große Vielfalt der Positionen zu allen aufgegriffenen Fragen zeigte das Interesse der Teilnehmenden – aber auch die Herausforderung, den gemeinsamen Weg gestalten zu können.

- 21. Mai und 4. Juni 2015 Wählerforen

Am 21.05.2015 folgten ca. 170 Zwickauer der Einladung des Alten Gasometer e. V. zum Wählerforum. Die fünf Kandidaten für das Amt der Oberbürgermeisterin bzw. des Oberbürgermeisters stellten sich den Fragen des Moderators Sven Frommhold. Er ist Regionalleiter der Freien Presse Zwickau, die als Mitveranstalter am Wählerforum beteiligt war. Nach einer ersten ausführlichen Fragerunde zu den Themen Stadtmarketing und Kaufhausbrachen, Belebung der Innenstadt und Lebensqualität ging es in die Schnellfragerunde, in der die Kandidaten nur mit Ja oder Nein antworten durften, indem sie eine grüne oder rote Karte zeigten. So konnten sich die Besucher einen Überblick verschaffen über Fragen zum Radwegenetz, zur Straßenbahn am Hauptbahnhof, zu einem Alternativen Jugendzentrum oder dem Gedenken an die Opfer des NSU. Den größeren zweiten Teil nahmen die vielen Fragen aus dem Publikum und die ausführlichen Antworten der Politiker ein. Den Kandidaten waren Ausführlichkeit und Tiefgang wichtig und so kam es zu einer intensiven Debatte. Die Besucher zeigten mit ihrer Ausdauer: unsere Kommunalpolitik ist uns wichtig. Der Abend endete mit dem freundlichen Aufruf am 07.06.2015 wählen zu gehen und so dem neuen Stadtoberhaupt eine starke Legitimation mit auf den Weg zu geben.

 

Am 4.6., also drei Tage vor der Wahl, folgte dann das Forum mit den drei Kandidaten zur Wahl des Landrates für den Landkreis Zwickau. Mit 37 Besuchern fiel der Abend deutlich überschaubarer aus. Aber inhaltlich sorgten die Kandidaten für fairen Austausch in der Sache und klare Positionen. Bei nächster Gelegenheit wird auf größeren Abstand zur Wahl geachtet, damit in der Presse noch vernünftig über das Wählerforum berichtet werden kann.

- 13.-24. April 2015 Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region "FreiheitLebenHier"

Unter dem Motto "Freiheit.Leben.Hier" fanden vom 13. bis 24. April 2015 in fünf Städten im Landkreis Zwickau insgesamt 24 Veranstaltungen statt. In den Tagen der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region gab es Lesungen, Kindernachmittage, Podiumsdiskussionen, Ausstellungseröffnungen und vieles andere mehr. Insgesamt 1030 Besucherinnen und Besucher wurden gezählt. Die Veranstalter waren auch im dreizehnten Jahr wieder Vereine, Parteien, Kirchgemeinden und Stadtverwaltungen. Der Mix war bunt - wie es das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region auch ist.

 

 

Berichte zu den einzelnen Veranstaltungen:

 

 

13.04.2015, 17:00 Uhr Eröffnungsveranstaltung in der Ev.-method. Friedenskirche

Bei der Eröffnungsveranstaltung sprachen der Ehrenbürger und Beirat Erwin Killat, Verona Lasch als Vertreterin der gastgebenden Gemeinde, sowie die Schirmherren Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und Landrat Dr. Christoph Scheurer. Die musikalische Ausgestaltung übernahmen Chor und Ensembles der gastgebenden Gemeinde. Beim anschließenden veganen Imbiss von der Volxküche des Roten Baum e. V. kamen viele der 90 Teilnehmenden noch miteinander ins Gespräch.

Die Eröffnung fand in guter Atmosphäre statt, auch wenn der Beirat die Hauptrednerin Vera Lengsfeld am vorhergehenden Freitag ausgeladen hatte und mit dem aus Dänemark angereisten Zwickauer Alt-Oberbürgermeister Dietmar Vettermann ein anderer Referent gefunden worden war. Diese erst am Freitag vor der Veranstaltung veröffentlichte Änderung sorgte für großes Medieninteresse und über 600 E-Mails im Koordinierungsbüro.

Veranstalter: Alter Gasometer e. V., Koordinierungsbüro für das BfDT

 

13.04.2015, 19:30 Uhr „Europa aus dänischer Sicht“ Vortrag im Peter-Breuer-Gymnasium

Dietmar Vettermann wohnt seit 2008 in Dänemark. In seinem Vortrag illustrierte er die dänische Sichtweise auf historische und aktuelle Entwicklungen in Europa und insbesondere in der EU. Dabei berichtete er aus eigener Erfahrung, welchen Stellenwert die über eintausendjährige Monarchie, die Staatskirche und die parlamentarische Demokratie haben.

Veranstalter: Peter-Breuer-Gymnasium

 

14.04.2015, 17:00 Uhr Lesung in der Hochschulbibliothek „Zwickauer Impressionen“

In der Hochschulbibliothek an der Klosterstraße lasen Mitglieder des Förderstudios Literatur e. V. Gedichte und kleine Prosatexte über ihre Heimatstadt Zwickau. Mit ihrem Verein gestalten sie seit 20 Jahren das kulturelle Leben in der Stadt mit.

Veranstalter: Bibliothek der Westsächsischen Hochschule und Förderstudio Literatur e. V.

 

14.04.2015, 17:30 Uhr „Ein Baum für gemeinsames Wachstum“ – Baumpflanzung am Muldeparadies

Der Jugendmigrationsdienst der AWO hat im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region einen jungen Feld-Ahorn (den Baum des Jahres 2015) am Zwickauer Muldeparadies gepflanzt. Damit setzten die jungen Leute gemeinsam ein Zeichen, dass sie in der Stadt zu Hause sein und das Zusammenleben mitgestalten wollen und dass Verständigung und Gemeinsamkeiten wachsen mögen. Die Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein und die Jugendlichen in ihren Zielen zu bestärken. Möglich gemacht wurde die Aktion durch die Unterstützung des städtischen Garten- und Friedhofsamtes und der Sparkasse Zwickau.

Veranstalter: Jugendmigrationsdienst der AWO

 

Symbol für Vielfalt und Verständigung wurde zerstört

Ein lebendiges Zeichen für Mitwirkung und Offenheit, Vielfalt und Verständigung in der Stadt Zwickau wurde zerstört. Ein junger Feld-Ahorn, der erst vergangenen Dienstag im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region vom Jugendmigrationsdienst der AWO gepflanzt worden war, wurde am Wochenende von Unbekannten durchgesägt.

Das Koordinierungsbüro für das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region ist empört über die Tat und steht solidarisch an der Seite der Jugendlichen.

Der Jugendmigrationsdienst der AWO hatte den Baum des Jahres 2015 am Zwickauer Muldeparadies gepflanzt. Damit setzten die jungen Leute gemeinsam ein Zeichen, dass sie in der Stadt zu Hause sein und das Zusammenleben mitgestalten wollen und dass Verständigung und Gemeinsamkeiten wachsen mögen. Die Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein und die Jugendlichen in ihren Zielen zu bestärken. Möglich gemacht wurde die Aktion durch die Unterstützung des städtischen Garten- und Friedhofsamtes und der Sparkasse Zwickau.

Leider gab es bei dieser fröhlichen Pflanzaktion einen geräuschlosen Besuch von vier Vertretern und einer Vertreterin der sogenannten „Identitären Bewegung“. Dabei handelt es sich um eine als rechtsextrem einzuordnende Strömung. Sie zeigten ein Banner mit dem Wortlaut „Lass deine Wurzeln nicht verdorren - bewahre deine ethnokulturelle Identität“. Außerdem schwenkte die Frau eine Fahne mit dem Logo der „Identitären Bewegung“.

 

14.04.2015, 18:00 Uhr Ausstellungseröffnung „Asylum“ in Limbach-Oberfrohna

Die Ausstellung von der AG In- und Ausländer e. V. Chemnitz gibt einen allgemeinen Einblick zum Thema Asyl sowie dem Asylverfahren und informiert über die Lebenslagen der Asylbewerber in Deutschland. Neben unterschiedlichen Biografien von Flüchtlingen, Hörprotokollen und Informationen zum Asylverfahren gibt es einen Kurzfilm, eine Fotoausstellung der mitgeführten Gegenstände während der Flucht, ein selbstgebautes von 6 m² Zimmer sowie weitere verschiedene Spiel- und Wissensstationen. Laufzeit: vom 14. April bis zum 8. Mai, Eröffnung durch Oberbürgermeister Dr. Rickauer.

Veranstalter: Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna

 

14.04.2015, 20:00 Uhr „Typisch Jude – Dokumentation über aktuellen Antisemitismus“

35 Menschen sahen im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region im Alten Gasometer in Zwickau einen Dokumentationsfilm über aktuellen Antisemitismus in Deutschland und kamen hinterher in einen intensiven Austausch. Sie machten darauf aufmerksam, dass es auch in Zwickau schon antisemitische Schmierereien gab, dass die Gedenktafel am Georgenplatz mehrfach beschmiert und sogar ganz zerstört wurde und auch der Jüdische Friedhof in Zwickau bereits verwüstet wurde. Aber auch aus anderen sächsischen Regionen wurden solche Beobachtungen beschrieben.
Im Gespräch wurde deutlich, dass sich viele für Jüdisches Leben mit seinen Regeln und Bräuchen und seiner Kultur interessieren. Die Empfehlung einer Besucherin, eine der vielen öffentlichen Veranstaltungen der jüdischen Gemeinden in Chemnitz und Dresden wahrzunehmen nahmen Zuhörer gern auf.
Sehr nahe gingen allen Anwesenden die Erlebnisberichte derer, die auf ihre Reisen nach Israel und Auschwitz zurückblickten. Die wiederholte Einladung gilt: Sucht den Kontakt, lernt Menschen anderer Religionen kennen. Ihr werdet feststellen, wie viel ihr gemeinsam habt.

Veranstalter: Junge Union Zwickau in Kooperation mit dem Alten Gasometer e. V.

 

15.04.2015, 13:00 Uhr Zwickau und seine Partnerstädte – Podiumsdiskussion

15.04.2015, 15:00 Uhr Der Weg zur Deutschen Einheit – Ausstellungseröffnung

Gleich drei kleine Höhepunkte führten im Rahmen der Tage der Demokratie Menschen im Rathaus zusammen. Unter der Überschrift "Zwickau und seine Partnerstädte" kam die Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß mit dem eigens angereisten Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und mit der stellvertretenden Bürgermeisterin und dem Leiter des Gymnasiums in Volodymyr Volynsky (Ukraine) ins Gespräch. Die Berichte von den direkten Kriegsfolgen für die Menschen in der Partnerstadt, aus der bereits acht Männer in der Ost-Ukraine gefallen sind, erschütterten Zuhörer wie Diskutanten. Zentral stand der Wunsch der Menschen in der Ukraine, in Frieden leben zu können und der Wunsch der Europäer auch der Ukraine möge eine friedliche Einheit vergönnt sein.

Der Dortmunder Oberbürgermeister berichtete von den zahlreichen Initiativen für Vielfalt und interreligiösen und interkulturellen Dialog in seiner Heimatstadt und riet dazu, immer wieder aufeinander zuzugehen und einander kennenzulernen.

Die Podiumsdiskussion verfolgte ein Geschichte-Kurs des Peter-Breuer-Gymnasiums. 

Anschließend wurde die Plakette "Orte der Friedlichen Revolution" am Rathaus gemeinsam von ehemaligen und aktuellen Oberbürgermeistern, Ehrenbürgern und Gästen enthüllt.

Im dritten Teil der Veranstaltung schließlich eröffnete Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Rainer Eichhorn im Ausstellungsfoyer des Rathauses eine Ausstellung über den "Weg zur Deutschen Einheit". 150 Fotos zeigen die bewegte Geschichte bis zum 3. Oktober 1990 und danach. 16 Kurzfilme ergänzen die Ausstellung - diese können angesehen werden, wenn mit einem mobilen Endgerät (Smartphone, Tablet o. ä.) ein QR-Code eingelesen wird. Die Ausstellung lief  bis zum 24.04.2015.

Veranstalter: Stadt Zwickau

 

15.04.2015, 20:00 Uhr Dietmar Vettermann – Lesung im Alten Gasometer

Am Mittwoch-Abend las der Zwickauer Alt-Oberbürgermeister Dietmar Vettermann aus dem Manuskript eines neuen Buches, dass demnächst in seiner Wahlheimat Dänemark erscheinen wird.

Nach Erfahrungsberichten aus seiner Zeit als NVA-Soldat standen die Fragen aus dem Publikum ganz besonders im Mittelpunkt. Vettermann betonte, dass wir Europäer keinesfalls glauben dürfen, Wohlstand und Freiheit gepachtet zu haben, sondern weil wir es können auch in der Pflicht sind, Flüchtlingen und Bedürftigen zu helfen. Abschließend lobte er die Aktiven im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region: „Wenn es dieses Bündnis nicht gäbe, müsste man es erfinden.“

Veranstalter: Alter Gasometer e. V.

 

16.04.2015, 16:00 Uhr Shoa-Gedenkstern am Davidstern in der Zwickauer Katharinenstraße

Am Tag des Gedenkens an die Shoa wurde auch in Zwickau der sechs Millionen Europäer jüdischen Glaubens gedacht, die in der Zeit des Nationalsozialismus gepeinigt und ermordet wurden.

Veranstalter: Stadt Zwickau und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Zwickau e. V.

 

16.04.2015, 16:00 Uhr „Gesellschaftliches Engagement“ Podiumsdiskussion

Bröckelt der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält? Diese Frage diskutierte der Johanniter Andreas Weigel mit dem Leiter des FSJ-Bereich im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Steegmanns im Julius-Seifert-Haus Zwickau. Mit dabei waren Elke Herrmann als Koordinatorin des Runden Tisches Integration in Crimmitschau und Elfried Börner, der für die Stadtmission Zwickau den Arbeitsbereich Streetwork leitet. 

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Leipzig und SPD Zwickau

 

16.04.2015, 19:00 Uhr „DDR – Diktatur des Proletariats oder Unrechtsstaat?“ Vortrag und Diskussion

Im Jahre 1946 fanden in der sowjetisch besetzten Zone Wahlen statt, aus denen die SED vor CDU und LDP als stärkste Partei hervorging. Bei den nächsten Wahlen in Ostdeutschland ab 1950 konnten die Wähler sich nicht mehr zwischen Parteien sondern nur noch für eine Einheitsliste entscheiden. Damit hatte die SED ab 1950 keine politische Legitimation mehr, das Land zu regieren. Hans-Joachim Föller, der als Journalist zur Aufarbeitung der SED-Diktatur arbeitet und der Bürgerrechtler und einstige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde in Chemnitz, Dr. Martin Böttger diskutierten. 

Veranstalter: Martin-Luther-King-Zentrum Werdau

 

16.04.2015, 19:00 Uhr Öffentliche Probe „Mare Nostrum“

Ein Stamm aus Amazonien macht sich auf, die Welt jenseits, östlich des Atlantiks zu erkunden. Sein Ziel: der Mittelmeerraum. Die neuen Kolonialherren aus dem was wir heute Südamerika nennen erkunden die neue Welt Stück für Stück und bringen ihre Kultur nach Europa. Von „Portugal“ geht es über „Italien“ und „Frankreich“ bis nach „Arabien“. Auf ihrer Reise, mit zahllosen primitiven Bräuchen und Gesellschaften konfrontiert, versuchen sie ihr Möglichstes, die zerstrittenen Stämme zu befrieden – und zu zivilisieren. Denn: Die Europäer waschen sich ja nicht einmal!

Szenisches Spiel für Countertenor, Bariton, Flöte, Oboe, Gitarre, Harfe, Violoncello und Schlagzeug, Text und Musik von Mauricio Kagel

Veranstalter: Theater-Plauen-Zwickau

 

17.04.2015, 16:00 Uhr Vortrag zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Zwickau

Vor siebzig Jahren kapitulierte Zwickau, die Amerikaner zogen ein. Über vierzig Menschen kamen im stadtgeschichtlichen Museum in den Priesterhäusern zusammen und hörten von Dr. Angelika Winter die erschütternden Fakten über das Frühjahr 1945 in Zwickau. Knapp 10.000 ehemalige Zwangsarbeiter und Häftlinge waren plötzlich frei, Flüchtlinge aus dem Osten kamen in die Stadt, in Schulen wurden Notunterkünfte betrieben. Es war so ein unvorstellbares Chaos, dass es heute so gut wie keine schriftlichen Zeugnisse aus dieser Zeit gibt. Die ehemalige Stadtarchivarin betonte, was für ein Glück und was für eine Leistung unserer Vorfahren es ist, diese Stadt und eine Normalität wieder aufgebaut zu haben. Dass Arno Rau die weiße Flagge auf dem Turm der Marienkirche hisste, stehe als mutige Tat symbolisch für die vielen, die an diesem Tag besonnen gehandelt haben. Dr. Winter ermutigte die Zwickauer, sich des 17.04.1945 jährlich zu erinnern und gemeinsam dafür einzustehen, dass all die Kriege endlich ein Ende finden müssen.

Nach einer kurzen Rückblende auf Zwickau unter der Nazi-Herrschaft umriss der Vortrag die militärische Lage im Zwickauer Raum Mitte April 1945 und die Einnahme der Stadt durch amerikanische Truppen am 17. April 1945. Die Situation der Zwickauer Bevölkerung in jenen Tagen stand genauso im Fokus wie die Lage der in der Stadt anwesenden Fremdarbeiter, Kriegsgefangenen, KZ-Häftlinge und Insassen der Zwickauer Haftanstalten, insbesondere des Zuchthauses Schloss Osterstein.

Veranstalter: Stadtverwaltung Zwickau, Museum Priesterhäuser

 

17.04.2015, 18:00 Uhr Integration im Fokus in Limbach-Oberfrohna

Im Rahmen der „Limbacher Woche der Integration“ im November 2014 erarbeiteten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 a und 9 b der Gerhart-Hauptmann-Oberschule einen Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz e.V. Es entstand ein Kurzfilm (15 Min.), der zusammen mit einem Vortrag des Zeitzeugen Kurt Weihe und einer anschließenden Gesprächsrunde Platz im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz fanden.

Veranstalter: Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna

 

18.04.2015, 19:15 Uhr Der Auftrag – Schauspiel von Heiner Müller

Mit dem Auftrag, einen Aufstand der Sklaven gegen ihre britischen Kolonialherren zu entfesseln, werden drei französische Revolutionäre nach Jamaika geschickt. Aber bevor Debuisson und seine Kampfgefährten, der Bauer Galloudec und der Sklave Sasportas, losschlagen können, erhalten sie die Nachricht vom Machtantritt Napoleons, der die Revolution für beendet erklärt. Somit stehen die drei Abgesandten des nun abgesetzten französischen Konvents ohne Auftrag da. Der revolutionsmüde Debuisson fällt als Oberhaupt einer Familie von Sklavenhaltern wieder zurück in die alten Muster von Ausbeutung und Unterdrückung. Galloudec und Sasportas wollen hingegen auch ohne Auftrag weiterkämpfen und konfrontieren Debuisson.

Im Herbst 2014 jährte sich zum 25. Mal der Fall der Mauer. Anlässlich dieses historischen Jubiläums steht am Theater Plauen-Zwickau mit „Der Auftrag“ ein Stück von Heiner Müller auf dem Spielplan.

Veranstalter: Theater Plauen-Zwickau

 

20.04.2015, 18:30 Uhr Zeitzeugenbericht über Menschenversuche an Kindern im KZ

„Man sagt, die Zeit heile die Wunden. Meine Wunden werden niemals heilen.“  Im Limbach-Oberfrohnaer Esche-Museum berichtete ein Opfer von seiner Kindheit im Konzentrationslager. Über Jahre wurde der Mann als Junge zu Experimenten missbraucht, gequält und misshandelt. 
Zu der erschütternden Lesung hatte das Bunte Bürgerforum für Demokratie eingeladen. Am Schluss stand der Appell des Zeitzeugen „Ich wünsche mir, dass künftige Generationen niemals erleben, was man uns im KZ angetan hat.“

Veranstalter: Bunte Bürgerforum für Demokratie Limbach-Oberfrohna e. V.

 

20.04.2015, 19:30 Uhr Reden und Zuhören bei schwierigen Themen

Wie es um das Reden und Zuhören bei schwierigen Themen bestellt ist, wurde vor dem Hintergrund der beruflichen und ehrenamtlichen Praxis der Referentin vorgestellt. Sieglinde Eichert ist Gemeindeglied, Lehrerin, Erwachsenenbildnerin und selbständige Dozentin und ehrenamtlich engagiert in der politischen Bildung. Im offenen Gespräch gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen und auch manches zu hinterfragen.

Veranstalter: Ev.-Luth. St.-Margarethen-Kirchgemeinde in Kirchberg

 

21.04.2015, 10:30 Uhr Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED

Autor Harry Waibel las aus seinem Buch „Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED - Rassismus in der DDR“ Über 8600 neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda- und Gewalttaten sind für die DDR belegt, bei denen es tausende Verletzte und mindestens 10 Tote gegeben hat. Rassismus, Neo-Nazismus und Antisemitismus waren Bestandteil des öffentlichen Lebens und wurden von der SED konsequent geheimgehalten. Nach dem Vortrag beantwortete der Autor ausführlich Fragen aus dem Publikum.

Veranstalter: Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte der Stadt Zwickau, Ulrike Lehmann

 

21.04.2015, 13:30 Uhr Holzfiguren bauen gegen Rassismus und für Toleranz

In den städtischen Jugendeinrichtungen gestalteten Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 30 Jahren aus verschiedenen Ländern an einem Thementag Holzfiguren „Gegen Rassismus und für Toleranz“. Von der Holzverarbeitung bis zur Bemalung arbeiteten die jungen Leute zusammen an ihrer neuen Dekoration und überwanden im Tun die Sprachbarrieren.

Jugendliche schrieben: „In den 4 Stunden haben wir die Figur und uns selbst angemalt, geklebt, getackert und gewischt, versucht zu erraten welche Flaggen wir da eigentlich haben (alles Europa!), Worte gesucht, die für uns Toleranz bedeuten, Leute beobachtet, die uns beobachtet haben, neue Kontakte geknüpft, jede Menge Spaß gehabt, Eis gegessen und die Sonne genossen, anderen erklärt, was wir machen und uns gefreut, als unser FrauMannSchwarzWeißGebilde fertig war. Sollte noch jemand Vorurteile zu Hause haben - ihr habt die Möglichkeit diese in den weißen Gipsarm der Figur zu werfen.“

Veranstalter: Jugendclub Citypoint, Jugendclub Airport, Jugendcafé Atlantis, Freizeitzentrum Marienthal (Stadtverwaltung Zwickau)

 

22.04.2015, 17:30 Uhr Bericht aus dem Landtag mit Juliane Nagel

Die Basisgruppe der jungen Linken Glauchau, fungierend unter dem Namen „Glauchau kann mehr“ lud im Rahmen Ihres Veranstaltungsplanes „LEO 24 - Forum für Glauchau“ die sächsische Lantagsabgeordnete Juliane Nagel nach Glauchau dazu ein, über die Arbeit im Sächsischen Landtag zu berichten.
Juliane Nagel ist die einzige Landtagsabgeordnete der LINKEN, die bei den letzten Landtagswahlen ein Direktmandat geholt hat (in Leipzig). Sie ist auch in der außerparlamentarischen Bewegung aktiv, und hier insbesondere gegen rassistische Diskriminierung und Neonazismus.
Die Abgeordnete sprach mit den Anwesenden u. a. über Asylpolitik, den Kampf gegen Neonazismus und Pegida.

Veranstalter: Junge Linke im Landkreis Zwickau

 

23.04.2015, 9:00 Uhr Schnuppertag Gebärdensprache für Schulklassen

Zu einem fröhlichen Blick in eine andere Welt luden die Dozentinnen und Dozenten gemeinsam mit den Studierenden des Studiengangs „Gebärdensprachdolmetschen“ der Westsächsischen Hochschule ein. Auf dem Programm standen das Kennenlernen und Ausprobieren der Gebärdensprache und Antworten auf Fragen rund um das Thema Gebärdensprache und Gehörlosigkeit z. B.: Ist Gebärdensprache international? Wie verständigen sich Gehörlose und Hörende miteinander? Wie funktioniert Inklusion für Gehörlose? Wie sieht der Alltag von Menschen ohne Gehör aus?

Veranstalter: Westsächsische Hochschule Zwickau

 

 

23.04.2015, 15:00 Uhr Bunter Nachmittag für Kinder aus aller Welt

Ein bunter Nachmittag mit Kindern aus aller Welt erfüllte das Freizeitzentrum Marienthal mit den Stimmen und Klängen von ca. fünfzig Kindern und Jugendlichen. Neben dem Angebot, Musik zu machen bestand die Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen, sich fotografieren zu lassen, Unihockey zu spielen oder auf dem Trampolin und am Tisch-Kicker Spaß zu haben. Mit sichtlicher Freude probierten Kinder und Jugendliche Neues gemeinsam aus und schon spielten Sprachbarrieren kaum noch eine Rolle. Der Bunte Nachmittag fand im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region statt.

Veranstalter: Stadtverwaltung Zwickau, Freizeitzentrum Marienthal

 

24.04.2015, 18:00 Uhr Spanisch-Club im SOS-Kinderdorf-Mütterzentrum

Für alle, die gern Spanisch sprechen, spanische oder latein-amerikanische Kultur und Tradition kennenlernen wollen. Im Spanisch-Club kann man Muttersprachler treffen, die ihre Heimatländer, deren Geographie und Geschichte vorstellen. Der Spanisch-Club findet im SOS-Kinderdorf-Mütterzentrum regelmäßig statt und wurde im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region als Beitrag des Hauses durchgeführt.

Veranstalter: SOS-Kinderdorf-Mütterzentrum

 

24.04.2015, 18:00 Uhr „Aktivisten der Freiheit“ – Über eine Flugblattaktion im Westsachsenstadion

Die Widerstandsgruppe „Aktivisten der Freiheit“, zu der etwa 20 Personen gehörten, gründete sich 1950 im Raum Zwickau-Werdau. Sie trat mit friedlichen Mitteln für ein nichtkommunistisches und wiedervereintes Deutschland ein und stellte den Herrschaftsanspruch der SED in Frage. Während eines Fußballspiels 1951 von Motor Zwickau gegen den FC Schweinfurt 05 verteilten die Aktivisten Flugblätter mittels zweier Raketen im Zwickauer Stadion. Nur 6 Tage nach der Flugblattaktion wurden einige Mitglieder der Widerstandsgruppe verhaftet. 
17 Personen wurden verurteilt, darunter 5 zum Tode. Die anderen wurden zu 25 bzw. 10 Jahren in russischen Gulags verurteilt. Die Todesurteile wurden 1952 in Moskau vollstreckt, die Entlassungen aus den Lagern erfolgten 1953 und 1955. 1994 wurden die Gruppenmitglieder durch russische Militärstaatsanwälte rehabilitiert.

Veranstalter: Fanprojekt Zwickau e. V.

- 15. April 2015: Lesung & Gespräch "Als Christ in der Politik"

Am Mittwoch-Abend las der Zwickauer Alt-Oberbürgermeister Dietmar Vettermann aus dem Manuskript eines neuen Buches, dass demnächst in seiner Wahlheimat Dänemark erscheinen wird. 

Nach Erfahrungsberichten aus seiner Zeit als NVA-Soldat standen die Fragen aus dem Publikum ganz besonders im Mittelpunkt. Vettermann betonte, dass wir Europäer keinesfalls glauben dürfen, Wohlstand und Freiheit gepachtet zu haben, sondern weil wir es können auch in der Pflicht sind, Flüchtlingen und Bedürftigen zu helfen.

Abschließend lobte er die Aktiven im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region: "Wenn es dieses Bündnis nicht gäbe, müsste man es erfinden."

- 14. April 2015: Film & Gespräch "Typisch Jude - Dokumentation über aktuellen Antisemitismus"

35 Menschen sahen heute im Alten Gasometer in Zwickau einen Dokumentationsfilm über aktuellen Antisemitismus in Deutschland und kamen hinterher in einen intensiven Austausch. Sie machten darauf aufmerksam, dass es auch in Zwickau schon antisemitische Schmierereien gab, dass die Gedenktafel am Georgenplatz mehrfach beschmiert und sogar ganz zerstört wurde und auch der Jüdische Friedhof in Zwickau bereits verwüstet wurde. Aber auch aus anderen sächsischen Regionen wurden solche Beobachtungen beschrieben. 

Im Gespräch wurde deutlich, dass sich viele für Jüdisches Leben mit seinen Regeln und Bräuchen und seiner Kultur interessieren. Die Empfehlung einer Besucherin, eine der vielen öffentlichen Veranstaltungen der jüdischen Gemeinden in Chemnitz und Dresden wahrzunehmen nahmen Zuhörer gern auf.

Sehr nahe gingen allen Anwesenden die Erlebnisberichte derer, die auf ihre Reisen nach Israel und Auschwitz zurückblickten. Die wiederholte Einladung gilt: Sucht den Kontakt, lernt Menschen anderer Religionen kennen. Ihr werdet feststellen, wie viel ihr gemeinsam habt.

- 13. April 2015: Eröffnung der Tage der Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region

Der Einladung des Bündnis für Demokratie und Toleranz zur Eröffnung der Demokratietage folgten am Montag, dem 13. April 2015, ca. 100 Gäste. Landrat Dr. Christoph Scheurer und Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß hielten als Schirmherr und Schirmherrin der Tage der Demokratie und Toleranz eine Eröffnungsrede. Dietmar Vettermann (ehemaliger Oberbürgermeister von Zwickau, 2001 bis 2008) hielt ein Impulsreferat über die poltische Wende von 1989. 

Viele schöne leise und laute Veranstaltungen drinnen und draußen für Kleine und Große liegen nun vor uns. 

- 18.03.2015 Informationsbroschüre - Asyl im Landkreis Zwickau

Heute konnten wir die druckfrischen Hefte "Flüchtlinge unterstützen - Diskriminierung entgegentreten. Asyl im Landkreis Zwickau" an die erste Initiative übergeben. 15.000 Hefte werden in diesem Jahr im gesamten Landkreis verteilt. Ab nächster Woche können sie in allen Bürgerservice-Stellen abgeholt werden.

Die Hefte wurden im Koordinierungsbüro für das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region im Alten Gasometer e. V. zusammengestellt. An den Texten und Inhalten wirkten die Sozialamtsleiterin und die Ausländerbeauftragte des Landkreises Zwickau mit.

 

Für die heutige Übergabe trafen wir Elke Herrmann, die Koordinatorin des Runden Tisches Integration in Crimmitschau. Der Runde Tisch setzt sich aus Akteuren aus ganz unterschiedlichen christlichen Kirchgemeinden, Vereinen und der Stadtverwaltung zusammen. Er trifft sich aller sechs Wochen und hat kein eigenes Budget, die einzelnen Angebote werden aus Spenden finanziert. Gemeinsam und in verschiedenen Arbeitsgruppen bieten die Aktiven konkrete praktische Hilfe an. So gibt es offene Begegnungsnachmittage, einen kleinen Dolmetscherkreis und Patenschaften. Sachspenden werden koordiniert und sogar transportiert - bisher fanden sich immer Helfer und jemand, der einen Transporter zur Verfügung stellen kann. Vormittags gibt es Deutschunterricht in drei Gruppen - sie werden von Lehrerinnen geleitet, die sich freuen, in ihrem Ruhestand ihre Gaben so sinnvoll einsetzen zu können. 

- 25. bis 27. Februar 2015 Politische Informationsreise nach Berlin

Im Februar 2015 kamen 36 Zwickauer in den Genuss einer Bildungsreise nach Berlin. Die Gruppe setzte sich aus Studierenden und Senioren zusammen und erkundete in drei Tagen wichtige Orte in der Hauptstadt. Den Auftakt bildete das 1992 eröffnete Haus der Wannsee-Konferenz mit einem Einführungsvortrag. Weiter ging es am nächsten Tag mit Einführungsvortrag und anderthalbstündigem Rundgang im Jüdischen Museum, das quer durch die Geschichte jüdischen Lebens führt. Nach einer Stadtrundfahrt und einem Halt an der East-Side-Gallery stand der Besuch im Plenum des 18. Deutschen Bundestages auf dem Programm. Die Gruppe erlebte die Debatte zum Antrag der Grünen-Fraktion zur menschenrechtskonformen Gestaltung der Versorgung von Menschen mit Behinderung. Im Anschluss begegneten die Besucher ihrer Gastgeberin Dr. Simone Raatz MdB aus Mittelsachsen und kamen mit ihr ins Gespräch, bevor die Kuppel besichtigt werden konnte. Am dritten Tag wurde eine Ausstellung zum deutschen Parlamentarismus im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt besucht, die mit ihrer abwechslungsreichen modernen Aufmachung und ihrer Vielfältigkeit überraschte. Ganz in der Nähe lag der Raum am Weg, in dem die legendäre Pressekonferenz am 9. November 1989 stattfand. Den Abschluss der Reise bildete der Besuch im Auswärtigen Amt. Hier wurden nach einem informativen Vortrag viele Fragen zu Außenpolitik und den Aufgaben des Ministeriums beantwortet. Die Reise wurde organisiert und einschließlich der Unterbringung und Verpflegung vollständig finanziert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

- 27. Januar 2015: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar wird weltweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und auch in Zwickau finden sich alljährlich Menschen an wechselnden Orten zusammen, um zu erfahren, welche Gräuel hier in dieser Stadt geschehen sind und der Opfer zu gedenken. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr im Siegfried-Heinze-Saal im 1. OG der Stadtbibliothek im Niederen Kornhaus.

 
Etwa 60 Zwickauer haben gestern an einer Gedenkveranstaltung in der Stadtbibliothek teilgenommen, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Anlass war der 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee.

Das Zwickauer Gedenken fand an einem historischen Ort des NS-Terrors statt: Im Kornhaus, das zum Gebäudeensemble des Schloss Osterstein gehört und in dem sich die Stadtbibliothek heute befindet, war von 1933 bis 1934 eines von insgesamt 23 sächsischen Konzentrationslagern eingerichtet. Bis zu 750 politische Gefangene, vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten, mussten sich hier widrigsten Haftbedingungen, Folter und Zwangsarbeit (unter anderem waren sie beim Bau des heutigen Westsachsenstadions eingesetzt) beugen, wie der Historiker Jürgen Nitsche in einem Vortrag beschrieb. Als Gast an den regelmäßig von Prügelorgien begleiteten Verhören im Kornhaus nahm Nitsche zufolge auch der damalige Zwickauer Oberbürgermeister Ewald Dost teil. Die Wachmannschaft bestand aus SS-Männern, die mehrheitlich aus Zwickau, Werdau und Glauchau stammten. Nitsche arbeitet als freischaffender Historiker derzeit an der Neuauflage der Zwickauer Stadtchronik mit. Bekanntester Insasse des Zwickauer KZs war das KPD-Mitglied Martin Hoop. Er verstarb an den Folgen der Misshandlungen. Der Historiker Edmund Käbisch wies darauf hin, dass in dem Zuchthaus zudem Sterilisationen und vor allem Kastrationen an mindestens 120 Strafgefangenen vorgenommen wurden.

Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) nahm in ihrer Rede indirekt auch Bezug auf die Gegenwart. Sie zitierte den gestrigen Leitartikel der "Süddeutschen Zeitung", indem der Kommentator in den Pegida-Demonstrationen die "Frechheit" der Holocaust-Leugner wieder zu erkennen glaubt. "Setzen wir uns also gemeinsam für Weltoffenheit und Toleranz, Demokratie und Menschenrechte ein", schloss Findeiß. Auch Landrat Christoph Scheurer (CDU) nahm indirekt Bezug auf die Flüchtlingsdebatte. Es sei wichtig, sich an den NS-Terror zu erinnern, denn "es gilt auch jetzt wieder, ein solches Gedankengut zu verhindern."

 
In der "Freien Presse" erschienen am 28.01.2015 ( Von Christian Gesellmann )

- 14./15.11.2014: 2. Landespräventionstag „SCHULE macht PRÄVENTION – PRÄVENTION macht SCHULE“

Im Auftrag von Herrn Staatsminister Markus Ulbig wurde unser Bündnis schon in der Planungsphase durch Landespolizeipräsident Kann gebeten, uns beim diesjährigen Landespräventionstages „SCHULE macht PRÄVENTION – PRÄVENTION macht SCHULE“ einzubringen.

Aus unserer langjährigen Bündnisarbeit entstand der Impuls/ die politische Forderung „Demokratiebeauftragte in allen Bildungseinrichtungen“.

Dies diskutierten in Dresden viele Interessierte mit unseren Bündnismitgliedern Sieglinde Eichert und Valentin Schubert. Die Pädagogin und der Kreisschülersprecher bekamen von den Gesprächspartnern ausschließlich bestärkende Rückmeldungen zu unserer Forderung.

 

Bei der Fachtagung „RECHTSEXTREMISMUS 2.012 – Eine Gefahr für unsere Demokratie?!“ im April 2012 war Ministerpräsident Stanislaw Tillich anwesend. Bei dieser Gelegenheit forderte Ministerpräsident Tillich eindringlich dazu auf, Anregungen und Ideen aus der Praxis auch in die Politik einzubringen, um gemeinsam und entschlossen gegen Rechtsextremismus vorzugehen. Daraufhin erhielten er und zahlreiche Vertreter der Politik und Verwaltung folgendes Schreiben:

 

Aus unserer Arbeit der letzten Jahre mit dem Ziel, demokratische Werte zu stärken, erkennen wir, wie nötig es ist, über das Bürgerschaftliche Engagement hinaus Bildungsarbeit auf diesem Gebiet zu professionalisieren und zu institutionalisieren. Deshalb regen wir an, bei allen Bildungseinrichtungen – analog zu Brandschutz- oder Gleichstellungsbeauftragten – Demokratiebeauftragte bzw. Demokratiepädagogen zu qualifizieren und für ihre Aufgaben freizustellen.

 

Zu den Aufgaben einer/eines Demokratie-Beauftragten/-Pädagogen sollte gehören:

- nötiges Fachwissen zu erwerben und permanent zu aktualisieren

- Ansprechpartner für Leitung und Kollegium, Schüler und Eltern zu sein

- Beratung oder Vermittlung an Fachstellen für konkrete Vorkommnisse in der eigenen Institution zu organisieren

- Kenntnis über vorhandene demokratiepädagogische Angebote und Projekte zu erwerben

- Demokratiepädagogik abgestimmt auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse der eigenen Einrichtung und der Zielgruppe

- Bereitstellung von Praxismaterialien und Expertenwissen

 

Möglicherweise besteht die Gefahr, dass durch institutionelle Beauftragungen der Eindruck entsteht, der Einzelne sei aus seiner Verantwortung entlassen. Wir erkennen aber aus der Praxis die Notwendigkeit, die Kompetenz direkt in allen Institutionen und Bildungseinrichtungen zu verankern und Menschen vor Ort zu qualifizieren, im eigenen Wirkungsbereich aktiv zu werden.

Deswegen sollte eine Institutionalisierung – anfänglich auf Basis der Freiwilligkeit – für die jeweilige Einrichtung erfolgen. Diesen „Sachverständigen“ muss dann auch die Möglichkeit gegeben werden, sich durch entsprechende Weiterbildungen zu qualifizieren und an Netzwerkrunden teilzunehmen. Die dafür notwendigen Ressourcen sollten allen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür bedarf es der Unterstützung und grundlegenden Entscheidung durch die Politik, diese Ressourcen bereit zu stellen. Inwieweit den Pädagogen auch durch eine Einfügung in die Bildungspläne dazu der Rücken gestärkt werden könnte, bleibt außerdem zu diskutieren.

Demokratiepädagogik wird für die Bildungseinrichtungen in Sachsen nicht als extra Curriculum oder Fach verstanden, sondern als immanenter Prozess, als didaktische Leitlinie. Unsere eigenen Recherchen und eine Rückfrage beim Sächsischen Bildungsinstitut ergaben, dass es für den gesamten Freistaat Sachsen derzeit sechs ausgebildete Demokratiepädagogen gibt. Außerdem sollen Regionalbegleiter und Fachberater, die schon länger in diesem Bereich aktiv sind, im thematischen Kontext fachdidaktische Bezüge zur Demokratiepädagogik herstellen. Die Erfahrungen, die bisher in den verschiedenen Bildungseinrichtungen gemacht wurden und werden, zeigen jedoch, dass dies allein in keiner Weise ausreichend ist. Als dringend notwendig wird von uns daher erachtet, in der jeweiligen Institution das aktuelle Wissen über Inhalte, äußere Erkennungszeichen und Strategien demokratiefeindlicher Gruppierungen direkt verfügbar zu haben.

Nach Wahrnehmung der Pädagogen und des Kreisschülerrates ist die derzeitige Situation höchst unbefriedigend. Die Fragen, welche die Schüler/innen besonders seit den Geschehnissen um die rechtsterroristische Zelle „NSU“ umtreiben, laufen zum größten Teil ins Leere. Wo hier die Ursachen liegen, bleibt fundiert nachzufragen. Mit Blick auf die Arbeitsbelastung der Pädagogen in allen Bildungseinrichtungen (Personalschlüssel im Bereich der Kindertagesstätten, Lehrermangel, Unterrichtsausfälle) lediglich auf die Eigeninitiative und individuelle Weiterbildung einzelner Pädagogen zu bauen, wird der Wichtigkeit des Themas mit Blick auf die derzeitige Situation nicht gerecht.

Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn demokratiefeindliche Parteien und Gruppierungen dazu aufrufen, gezielt Positionen wie die der Elternvertretungen zu besetzen, um so Einfluss auf Eltern, Schüler und Pädagogen auszuüben. Als Demokraten haben wir die Aufgabe, besonders Kinder und Jugendliche vor rechtsextremer Propaganda zu schützen. Darüber hinaus bietet uns die gesetzliche Schulpflicht in Deutschland die Möglichkeit, jedes Kind und jeden Jugendlichen frühzeitig zu erreichen und stark gegen jede Einflussname von demokratiefeindlichem Gedankenübel zu machen. 

- 4. November 2014 Drei Jahre danach – die Opfer des rechtsextremen Terrors durch den so genannten NSU

Wie schon 2012 und 2013 erinnerte der Alte Gasometer e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region mit einer Veranstaltung an die Verbrechen des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds, der nach der Hausexplosion in Zwickau/Weißenborn am 4. November 2011 bekannt geworden war.

Vor dem Hintergrund des bereits eineinhalb Jahre währenden Prozesses vor dem Münchener Landgericht war es das Ziel der Veranstaltung, das Geschehene zu überprüfen und den Blick auf die Familien der Opfer des NSU zu richten. Wie gehen Polizei und Justiz heute mit ihnen um? Inwieweit wurde tatsächlich Transparenz geschaffen? Welchen Stand haben die Nebenklagevertreter im Prozess?

Zu Gast war Barbara John, die Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der Opfer des Neonazi-Terrors durch den sogenannten NSU.  Die Perspektive der Nebenklage beleuchtete die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz. Außerdem war Ulli Jentsch von der Plattform ‚nsu-watch.info‘ dabei. Für die Moderation konnte der Extremismusexperte Rainer Erb vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin gewonnen werden.

Barbara John stellte zunächst ihr am selben Tag erschienenes Buch „Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen – Was der NSU-Terror für die Opfer und ihre Angehörigen bedeutet“ vor, in dem Hinterbliebene und Opfer zu Wort kommen. In ihrem Statement wies Barbara John darauf hin, dass sich Behörden in Deutschland dringend auf den Weg in eine neue Fehlerkultur machen müssen. Ein solcher Kulturwandel würde Jahre in Anspruch nehmen, sei jedoch der einzig gangbare Weg, um Miss-Stände endlich ansprechen zu können, Korrekturen zu ermöglichen, Transparenz herzustellen und geschehene Fehler wirklich aufzuarbeiten. Sie warnte eindringlich davor, dass große Behörden, ganze Netzwerke von Funktionseliten nicht durch die Bundesregierung zu steuern sind und eigenmächtig handeln oder untätig bleiben – ohne dafür jedoch juristisch belangt zu werden. Bei keinem einzigen Beamten wurde bislang geprüft, ob Strafvereitelung im Dienst betrieben wurde. Barbara John machte auf (latenten) Rassismus in Institutionen und Behörden aufmerksam und kritisierte aufs Schärfste, dass Rechtsextreme im Polizeidienst stehen.

Die Nebenklage-Vertreterin Seda Basay-Yildiz erläuterter die Rechte der Anwälte im NSU-Prozess und zeigte auch auf, dass nicht einmal das Gericht bestimmte Akten von Geheimdiensten bekomme. Sie analysiert, dass die Empörung der Deutschen leider nicht ausreicht, um für zügige tatsächliche Veränderungen z. B. im Polizeiapparat zu sorgen oder gar wirklich etwas für die lückenlose Aufklärung zu tun. Zu schnell finden sich die Deutschen damit ab, dass der Verfassungsschutz selbst bestimmt – und nicht etwa die gewählte Regierung – wie viel ans Licht kommt.

Die Transparenz- und Dokumentationsplattform NSU-watch.info wurde von Ulli Jentsch vertreten. Er machte darauf aufmerksam, dass ein Netzwerk, dass den dreiköpfigen selbsternannten NSU gestützt und mehr als dreizehn Jahre geschützt hat, keinesfalls spontan im Januar 1998 im Moment des Untertauchens entstanden sein kann. Ebensowenig verschwand ein solches anzunehmendes deutschlandweites Netzwerk am 04.11.2014. Die Leute von NSU-watch warnen davor, dieses vermutlich existierende Netzwerk zu unterschätzen oder in Vergessenheit geraten zu lassen.

Während auf dem Podium kontrovers diskutiert wurde, schätzten die fünfzig Besucher die Einblicke in den Prozess und in viele Hintergründe, die angesprochen wurden. Bei der anschließenden Diskussion mit den Besuchern entstand ein reger Austausch über die Aufarbeitung des NSU-Komplexes und über den Rechtsextremismus in der Zwickauer Region. Alle vier angereisten Referenten äußerten ihre Freude, die Stadt zu besuchen. Sie waren sich einig darin, dass die Region auf einem guten Weg ist, wenn das Bündnis für Demokratie und Toleranz für Mahnung und Information sorgt. Der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau zollten sie Respekt dafür, dass sie sich den Problemen stelle, immer wieder an verschiedenen Veranstaltungen zum Thema teilnehme und sich sensibel zeige für die ganz unterschiedlichen Vorstellungen von Gedenkkultur. Die von ihnen geforderte Aufarbeitung des NSU-Komplexes betrachten sie als eine Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland – nur ein unabhängiges wissenschaftliches Forschungsinstitut, das dauerhaft aus den Mitteln des Bundes abgesichert ist, kann die Aufgabe bewältigen, rechtsextreme Gewalt, rechtsextremen Terror und das Schicksal der zahllosen Opfer seit 1945 in Deutschland fundiert aufzuarbeiten und zu dokumentieren.

Die Geschichte des vierten November in Zwickau

2500 Menschen versammelten sich am 25.11.2011 zum „Zwickauer Appell für Demokratie und Toleranz“ auf dem geschichtsträchtigen Zwickauer Georgenplatz, um Bestürzung, Trauer und Mitgefühl für die Familien der Opfer des NSU Ausdruck zu verleihen. Auf der Bühne sprachen die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß, der Superintendent des ev.-luth. Kirchenbezirkes Zwickau Eberhard Dittrich, der Sächsische Staatsminister des Innern Markus Ulbig sowie die Geschäftsführerin des DGB Südwestsachsen Sabine Zimmermann. Während der Kundgebung wurde ein Platzverweis ausgesprochen gegen den Zwickauer Einzelstadtrat Peter Klose, der den Anwesenden als einstiger NPD-Landtagsabgeordneter und NPD-Stadtrat bekannt war. In der Folge wurde die Forderung Konsens, sich künftig tatsächlich im Disput, im persönlichen und öffentlichen Gespräch mit rechtsextremen Zwickauern auseinanderzusetzen und diese nicht nur der Plätze zu verweisen.

Zum ersten Jahrestag 2012 ging es unter der Überschrift „Einen November später“ am 05.11.2012 darum, die beginnende Aufarbeitung zu beleuchten und aus dem Sächsischen Untersuchungsausschuss zu berichten. Auf dem Podium im Alten Gasometer saßen die Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Beiratsmitglied und Ehrenbürger Rainer Eichhorn, die Rechtsextremismusexpertin Ellen Esen, Journalist und Autor Christian Fuchs und Sabine Friedel, Mitglied im 3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen. Neben einer Chronologie der Ereignisse und Hintergrundinformationen wurde der Blick im Rahmen der Gesprächsrunde nach vorn gerichtet. Es wurden Handlungsmöglichkeiten im gemeinsamen Engagement gegen Rechtsextremismus hinterfragt und diskutiert. Durch den Abend führte mdr-figaro-Moderator Bastian Wierzioch.

Am Ende der Veranstaltung verlas die Koordinatorin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, Sabine Hietzke, ein vorbereitetes Schreiben. Mit Zustimmung der Veranstaltungsbesucher wurde der Brief am darauffolgenden Dienstag an Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der Opfer des Neonazi-Terrors des sogenannten NSU, mit der Bitte um Weiterleitung an die betroffenen Familien postalisch versandt.

„Sehr geehrte Familie,
lieber trauernder Familien-, Verwandten- und Freundeskreis,

vor einem Jahr brachte die letzte Überlebende des Mördertrios ihren Unterschlupf in unserer Stadt zur Explosion. Unmittelbar danach wurde das Ausmaß des unmenschlichen Tötungswahns dieser Gruppe bekannt, eines Tötungswahns, dem ein Mitglied auch Ihrer Familie zum Opfer fiel. Wir trauern mit Ihnen und gedenken in tiefer Verbundenheit mit Ihnen Ihres Familienangehörigen, der dem rechtsextremen und neofaschistischen Terror zum Opfer fiel. Wir finden es inzwischen bedenklich, dass nach 12 Monaten nicht so sehr die Umstände des Sterbens Ihres Angehörigen im Mittelpunkt stehen, sondern die Vertuschungs- und Verschleierungsversuche der ermittelnden Behörden und deren Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken.

Sie, liebe Angehörige, sollen wissen, dass in unserer Stadt, die sich das Verbrechertrio als Wohnort ausgesucht hatte, die Menschen wachsamer für alle Formen der Fremdenfeindlichkeit geworden sind. Die demokratischen Kräfte werden in Zukunft verstärkt darauf achten, dass allen Formen eines sichtbar werdenden Fremdenhasses energisch entgegen getreten wird. Wir werden im Rahmen staatlichen Handelns, bei den verwaltungstechnischen Abläufen und in einem breiten bürgerschaftlichen Engagement in Vereinen dafür wirken, dass wir alle für ein respektvolles, nachbarschaftliches Miteinander in unserer Stadt mit all unseren Kräften eintreten. Wir wollen, dass Sie, liebe Familie, wie wir, unser Land und unser Umfeld als Heimat lieben lernen. Eine Heimat, die uns Menschen eine sichere und behütete Zukunft bietet.

Wir Teilnehmer der heutigen Veranstaltung unter dem Thema „Einen November später“ senden Ihnen in tiefer Verbundenheit und Trauer diesen Brief als Zeichen unseres Mitgefühls und mit der Zusage, in unserer Stadt und unserer Region das Andenken an Ihren ermordeten Familienangehörigen in Ehren zu halten.“

Daran schloss sich im Jahr 2013 eine intensive Auseinandersetzung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region damit an, wie ein Erinnern an das Leid der Opfer und ihrer Familien in Zwickau praktiziert werden könne. Von April bis November wurde u.a. ine Befragungsaktion durchgeführt, mit der die Meinungen vieler Zwickauer erkundet werden sollten. Die Ergebnisse fielen sehr vielfältig aus und wurden am 08.11.2013 im Alten Gasometer vorgestellt. Außerdem wurden von den zwanzig Besuchern an diesem Abend mit der Methode des world-Café Gespräche geführt, die sich um die Verantwortung der Stadt und die Zukunft einer Gedenkkultur drehten. Im Ergebnis der Veranstaltung gründete sich die ‚Arbeitsgruppe Gedenken‘. Diese gehört zum Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, berichtet dem Plenum regelmäßig und steht im Kontakt mit der Koordinatorin. Dennoch arbeitet die Gruppe zunächst unabhängig und erforscht derzeit tiefer die Optionen und Haltungen die mit der Gedenkkultur in der Stadt im Zusammenhang stehen.

- 16. Oktober 2014

Der 16.10.2014 war der erste offizielle Zwickauer Gedenktag zur Erinnerung an die Friedliche Revolution! Vor 25 Jahren fand das erste Friedensgebet in der Marienkirche statt. Deswegen wurde durch den Bürgerrechtler und Ehrenbürger Erwin Killat im Rathaus die Ausstellung "Aufbruch zur Mündigkeit" über Bürgerrechtler der Region feierlich eröffnet. Abends erinnerte dann ein Friedensgebet in der Marienkirche an die Friedliche Revolution, aber vielmehr noch an die vielen Opfer von Krieg und Verfolgung in der Gegenwart. Das Gebet wurde gestaltet von geistlichen vier christlicher Konfessionen und dem Chor der Marienkirche. Für Flüchtlinge im Nordirak spendeten die Besucher über 400 Euro. Die Spende erhält die Diakonie Katastrophenhilfe.

- 30. September 2014 Besetzter Traum / 25 Jahre Friedliche Revolution

Anlässlich der Erinnerung an die Friedliche Revolution vor 25 Jahren konnten wir 140 Menschen den wunderbaren Dokumentarfilm "Besetzter Traum" von Robert Krieg aus dem Jahr 1991 zeigen. Der Regisseur war eigens angereist, um mit den Zwickauern über das seltene Dokument ins Gespräch zu kommen. Nach der Schulvorstellung am Vormittag mit drei zehnten Klassen der Zwickauer Pestalozzi-Oberschule stand der Bürgerrechtler und Grünen-Politiker Dr. Martin Böttger als Zeitzeuge für ein Gespräch zur Verfügung. Abends hielten dann die älteren Generationen Rückschau. Gesprächspartner waren neben Robert Krieg der einstige Friedensaktivist Hans Hartzsch der Bürgerrechtler und Ehrenbürger Erwin Killat. Das heimliche i-Tüpfelchen des Abends waren mal wieder die Einzelgespräche, die anschließend noch bei einem Glas Wein fortgesetzt wurden.

- 22.-24. September 2014 Der Herbst wird bunt - Freizeitangebot im Rahmen der Interkulturellen Woche

Ziemlich viel Spaß hatten diese Woche Jugendliche aus acht verschiedenen Ländern im Alten Gasometer. Nach einem Kreativangebot am Montag wurde am Dienstag gelötet und am Mittwoch stand bei Crossboule und Volleyball die Bewegung im Mittelpunkt. Das Freizeitangebot fand im Rahmen der Interkulturellen Woche statt und richtete sich an Jugendliche aus asylsuchenden Familien und an "einheimische" Jugendliche. Die Reihe "Der Herbst wird bunt - Begegnungen für Kinder und Jugendliche" läuft noch bis Mitte November: http://shuu.de/rMh

- 21. September 2014 Eröffnung der Interkulturellen Woche

"Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern!" - Das Motto der diesjährigen deutschlandweiten interkulturellen Woche stand auch über der Eröffnungsveranstaltung im katholischen Gemeindezentrum "Manufaktur" in Zwickau am Sonntag, dem 21.09.2014. In den künstlerischen Darbietungen zeigte sich eine erfrischende Vielfalt, die Ansprachen regten zum Nachdenken an und machten Mut, sich weiter für Vielfalt und Menschenrechte im Landkreis Zwickau zu engagieren. Nach einem fröhlichen gemeinsamen Kaffeetrinken und vielen Gesprächen fanden sich die ca. 100 Teilnehmer zu einem interreligiösen Gebet für den Frieden in der Welt und zwischen den Menschen im Landkreis Zwickau zusammen.

- 4. September 2014 Stefan Aust und Dirk Laabs

Stefan Aust und Dirk Laabs kamen extra aus Hamburg, um in Zwickau ihren neuen Bestseller "Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie des NSU" persönlich vorzustellen. Moderiert von Franz Knoppe (Grass Lifting Camp) erläuterten sie Ziele und Vorgehensweise der Publikation. Die 120 Besucher schätzten besonders die Anekdoten und Hintergrundgeschichten, die die beiden Journalisten zu erzählen hatten. Nach dem anderthalbstündigen Interview mit Publikumsgespräch nahmen sich die Autoren viel Zeit um mit interessierten Besuchern sehr ausführlich ins Gespräch zu kommen und Bücher zu signieren. (Foto: Ralph Köhler, propicture)

 

Eine Veranstaltung des Alter Gasometer e. V. Zwickau

- 28. August 2014 Wählerforum zur Landtagswahl

Am Donnerstag, dem 28.08.2014 hatten die Zwickauer wieder die Möglichkeit, die Kandidaten der bevorstehenden Wahl kennenzulernen. Beim Wählerforum zur Landtagswahl ab 19:00 Uhr im Alten Gasometer wurden sechs Vertreter demokratischer Parteien und Gruppen von dem Freie-Presse-Journalisten Christian Gesellmann interviewt. Quo vadis, Freistaat Sachsen? Was gilt es anzupacken, was muss sich ändern? Unter dem wachsamen Auge des Redezeit-Countdowns nahmen die Kandidaten zu Kultur, Bildung, Sozialem und Stellenabbau im Freistaat Sachsen Stellung. Am „Polylux der Wahrheit“ traten Meinungen, Neigungen und interessante Details zutage. Bei der abschließenden Fragerunde konnten die interessierten Besucher ihre konkreten Fragen an die Kandidaten richten und mit ihnen diskutieren. Das frische Veranstaltungskonzept konnte jedoch nur 25 Interessierte in den Alten Gasometer locken.

 

Zu Gast waren:

  • CDU, Gerald Otto
  • FDP, Nico Tippelt
  • Freie Wähler, Bernd Gerber
  • Grüne, Dr. Martin Böttger
  • Die Linke, Sandro Tröger
  • SPD, Mario Pecher

Von der AfD erschien trotz Einladung leider kein Kandidat, die Piraten waren nicht zu erreichen.

- 28. August 2014 FARBE BEKENNEN! Deine Stimme zählt.

Ein buntes Fest der Demokraten hat das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region heute auf dem Zwickauer Hauptmarkt zusammengeführt – Motto war „FARBE BEKENNEN! Deine Stimme zählt.“ Rund 250 Menschen kamen vorbei, um sich an den Ständen zu informieren, zu spielen, zu basteln, Musik zu hören… Die demokratischen Parteien riefen gemeinsam mit dem Jugendring Westsachsen, den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt Zwickau, dem DGB Südwestsachsen und dem Alten Gasometer e. V. dazu auf, am Sonntag wählen zu gehen. In einem Punkt waren sich alle einig: Ziel muss sein, ab Montag keine NPD mehr im Sächsischen Landtag sitzen zu haben. Die rechtsextreme Partei bot derweil auf dem benachbarten Hauptmarkt-Westspiegel einen zweistündigen Wahlkampfauftritt mit viel Unwahrem und wenig Publikum. Um die fünfzehn Passanten blieben stehen.

Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz dankt allen Aktiven und Engagierten für das Dabeisein und die vielen guten Ideen – außerdem natürlich den Ordnungsbehörden, die die Veranstaltung sehr freundlich begleitet haben.

- 16. Juli 2014 Zwickau bleibt bunt! – Zwickauer beantworten die NPD-Wahlkampftour einstimmig

Heute trafen sich einhundert Zwickauer auf dem Hauptmarkt um unüberhörbar zu zeigen, dass menschenverachtende Parolen hier keinen Platz haben. Zur bunten Menge gehörten Bürger, Schüler, Mitglieder verschiedener demokratischer Parteien, Vertreterinnen aus Vereinen und Initiativen und nicht zuletzt die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß. Hinzu kamen zahlreiche Jugendliche und Passanten, die den Protest unterstützten. Anlass war die Wahlkampftour der sächsischen NPD für die Landtagswahl. Zu einer Versammlung „für Vielfalt und Menschlichkeit“ hatte im Namen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region das Koordinierungsbüro aufgerufen. Die eineinhalbstündige Versammlung verlief friedlich und fröhlich, mit Trillerpfeifen und Musik trat man den populistischen Tiraden vom NPD-Truck entgegen. Nachdem der NPD-Kreistagsabgeordnete Patrick Gentsch es wieder nicht lassen konnte, die Demokraten zu beschimpfen, schickten diese die ungefähr zwanzig NPD-Anhänger mit dem fröhlichen Gesang „Eure Kinder werden mal wie wir!“ nach Hause. Übrigens blieb auf dem verwaisten Hauptmarkt am NPD-Truck kein einziger Zwickauer stehen – die „Fans“ waren mit dem Partei-Bus herangekarrt worden.

- 25. Mai 2014: FARBE BEKENNEN – Wählen gehen!

Am 25. Mai wurden Europaparlament, Kreistag, Stadtrat und Ortschaftsräte gewählt

 

Indem wir durch unser Kreuzchen Abgeordnete in kleine oder große Parlamente schicken, entscheiden wir selbst mit, in welche Richtung unser Zusammenleben in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden soll. Ist mir die Stärkung des Einzelhandels besonders wichtig? Wünsche ich mir mehr Ausgaben in den Bereichen Soziales oder Schulsanierungen? Oder sollen Wege und Straßen ausgebaut und saniert werden? Ist es mir wichtig, dass die Rechte der Arbeiter auch europaweit geschützt werden? Sollten Konzerne in Europa mehr Spielraum und Komfort bekommen?  – Die Wahlvorschläge setzen naturgemäß mit ihren Wahlprogrammen ihre eigenen Schwerpunkte. Manche sprechen von Wahlversprechen, manche von Visionen oder Zielen. Deswegen ist es eben nicht egal, wer in den kommenden Jahren im Kreistag, im Stadtrat, im Ortschaftsrat und gerade auch auf europäischer Ebene unsere Zukunft gestaltet. Überlassen wir es nicht dem Zufall oder den anderen, die zur Wahl gehen. Bleiben wir nicht zu Hause sitzen am Wahlsonntag! FARBE BEKENNEN – Wählen gehen!

 

Der Wahl-O-Mat ist auch zur Europawahl wieder eine einfache und kurzweilige Möglichkeit, sich über die Wahlvorschläge und Programme zu informieren und zu einer eigenen Entscheidung zu finden.

 

 

Kreistag:

Hier gibt es Infos zum Kreistag.

 

Stadtrat Zwickau:

Hier finden sich alle Beschlüsse, Tagesordnungen, Mandatsträger, Gremien, Kontaktdaten etc. des Zwickauer Stadtrates

 

- 22. Mai 2014 Wählerforum zur Kommunalwahl

Den Kandidaten auf den Zahn fühlen, die Wahlprogramme kritisch hinterfragen - diese Gelegenheit ließen sich 70 Zwickauer am Donnerstag vor der Kommunalwahl 2014 nicht entgehen. Auf dem Podium saßen (v.l.n.r.): Sven Itzek für die 'Alternative für Deutschland', Lars Dörner für Bündnis 90/Die Grünen, Jens Heinzig für die SPD, Ute Brückner für DIE LINKE, Franziska Wolf, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall, Beirätin im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region und Moderatorin des Abends, Kathrin Köhler für die CDU, Dr. Christian Klostermann für die FDP, Thomas Gerisch für den 'Freie Wähler Zwickau e. V.' und Tristan Drechsel für die 'Bürger für Zwickau'. Der Redezeit-Countdown sorgte für ausgewogene Chancen. Und auch das Publikum kam zum Zuge und stellte seine Fragen. 

Auch wenn die Meinungen zu bestimmten Investitionsbedarfen und Großprojekten teilweise weit auseinander lagen - einig waren sich die Damen und Herren in dem Punkt, dass sie Bürgerbeteiligung künftig zeitiger, niedrigschwelliger und unbürokratisch ermöglichen wollen. Auch zum Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region bekannten sich sieben von acht Podiumsgästen. 

Das waren die Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region 2014 (28.04.–09.05.2014)

Unter dem Motto „FARBE BEKENNEN!“ fanden im Landkreis Zwickau 28 ganz unterschiedliche Veranstaltungen an 12 Tagen statt. Neben Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen gab es Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Konzerte und vieles andere mehr. Weit über 2000 Menschen konnten in diesem Jahr mit den Angeboten erreicht werden. Als Veranstalter engagierten sich langjährige Mitglieder und Partner des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region genauso wie neue Partner, Stiftungen und Kommunen. Ihnen allen sei für den Einsatz gedankt!

- 30. April 2014: Film & Gespräch "Can't be silent"

Sie sind angekommen und doch noch immer auf der Flucht. Sie sind Sänger, Musiker, Rapper und doch Ausgeschlossene und Abgeschobene. Mit ihrer Musik bringen sie Tausende von Menschen zusammen und sind doch selbst nicht berechtigt, den nächstliegenden Bezirk zu betreten. Nuri (Dagestan), Jacques (Elfenbeinküste), Hosain (Afghanistan), Sam (Gambia) und Revelino Elfenbeinküste) haben ihr Land verlassen auf der Suche nach einer neuen Heimat, die vielleicht Deutschland ist. Isoliert in Heimen und zum Stillstand verurteilt, leben sie einen schockierenden Flüchtlingsalltag.
Doch da ist Heinz Ratz. Er hat 80 Flüchtlingsunterkünfte in  Deutschland besucht  und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden. Seine Combo „Strom & Wasser“ wurde kurzerhand durch ein „feat. The Refugees“ erweitert und begeisterte auf einer großen Deutschland-Tournee ein riesiges Publikum. Der Film begleitet Heinz Ratz und die Refugees bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen – durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben.

In der anschließenden Filmgesprächsrunde diskutierten die Besucher intensiv, wie sie in Zwickau aktiv Asylsuchende unterstützen können und was dabei zu beachten ist. Adressen wurden ausgetauscht und in kleinen Grüppchen besprach man noch bis spät in die Nacht Pläne und Erfahrungen. 

Wir danken ganz herzlich: Sara Servatian, die vom Leben der Asylsuchenden im Landkreis Zwickau berichtete, Stefan Kollasch, der das Dresdner 'Netzwerk Asyl Migration Flucht' vertrat und der Zwickauer Ausländerbeauftragten Ulrike Lehmann, die durch das Gespräch führte.

- 29. April bis 12. Mai 2014: Ausstellung "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme"

Eine Ausstellung von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Ausstellung erzählt Europas 20. Jahrhundert als dramatische Geschichte zwischen Freiheit und Tyrannei, zwischen Demokratie und Diktatur. Sie lädt zu einer historischen Ortsbestimmung ein, zu der das Jahr 2014 herausfordert: 2014 jährt sich der Ausbruch des 1. Weltkriegs zum 100. Mal, 75 Jahre sind seit Beginn des von Deutschland entfesselten 2. Weltkriegs vergangen, 25 Jahre seit den friedlichen Revolutionen und zehn Jahre seit der EU-Osterweiterung.

Die Besucher konnten über ihr mobiles Endgerät Audiodateien zur Ausstellung hören, die über QR-Codes in der Ausstellung anzusteuern waren. Die Audios wurden produziert von Deutschlandradio Kultur und stehen auch zum Download bereit.

Für die Eröffnung konnte Dr. Michael Löffler gewonnen werden. Der Historiker und Leiter des Zwickauer Kulturamtes beleuchtete den Ersten Weltkrieg als die Europäische Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts und Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert aus der Zwickauer Perspektive.

 

Umfangreiche Bildungsangebote und Begleitmaterialien zum Beispiel für Lehrer und Schüler stehen auf der Website der Ausstellung zum Download zur Verfügung.

http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/ausstellung2014

 

Veranstaltungsort: Rathaus Zwickau, Hauptmarkt 1, 08056 Zwickau

Veranstalter: Alter Gasometer e. V., Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region

- 28. April 2014: Eröffnung der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region

Die Eröffnung der diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region fand heute in der Aula des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Zwickau statt. Die Schirmherrin der Demokratietage, Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, präsentierte das vielfältige Programm. Außerdem sprach die 1. Beigeordnete des Landrats, Angelika Hölzel, ein Grußwort.

Unter der Überschrift "Antworten auf die Vertrauenskrise in der Politik" präsentierte der renommierte Demokratieförderer Gregor Hackmack seine Analyse. Am 22. April 2014 erscheint Gregor Hackmacks Buch "Demokratie einfach machen – ein Update für unsere Politik".

Für die musikalische Umrahmung sorgt die Folk-Band des Robert-Schumann-Konservatoriums „Saitenspiel“ und für das leibliche Wohl sorgte ein kleines Team aus der Cafeteria des Mütterzentrums Zwickau.

Bereits zum zwölften Mal bietet das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region eine Veranstaltungsreihe mit einem bunten Mix aus Themen und Formaten. Unter dem Motto „Farbe bekennen!“ stehen Diskussionsrunden, Vorträge, Ausstellungen und vieles mehr. Die Akteure und Kooperationspartner freuen sich nun auf neugierige Besucher und intensiven Austausch.

- 17.03.2014: Protestaktionen gegen NPD-Kundgebungen in Zwickau und Glauchau

In Zwickau startete die sächsische NPD am 17. März 2014 eine Wahlkampftournee im Vorfeld der Kommunalwahlen, die sich dem scheinbar einzigen Thema der rechtsextremen Partei widmet. Die Redner, darunter der Kreisvorsitzende Patrick Gentsch, bauten ihre Argumente gegen den von ihnen so genannten Asylmissbrauch auf ekelhaften Verleumdungen auf und versuchten so einmal mehr, Wähler zu verängstigen und auf ihre Seite zu ziehen.

In einer wehrhaften Demokratie waren die Nationalen auch diesmal wieder fehl am Platz. Die Zwickauer und Glauchauer sorgten lautstark für Ablenkung und machten den NPD-Leuten wie Passanten klar: in unserer Stadt soll menschenverachtende Hetze keinen Raum bekommen.

Am Vormittag hatten sich auf dem Zwickauer Georgenplatz ca. 110 Menschen eingefunden, um friedlich, aber vernehmlich gegen die Kundgebung zu protestieren. Viele von ihnen engagieren sich  schon seit Jahren im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, in demokratischen Parteien, Vereinen oder Gewerkschaften. Auch zahlreichen Schüler des nahegelegenen Peter-Breuer-Gymnasiums  war es ein Anliegen sich für Vielfalt und Demokratie stark zu machen. Aufgerufen hatte der DGB Südwestsachsen zusammen mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region.

Auch in Glauchau am Bürgerpark waren um die fünfzig Leute zugegen, die mit Redebeiträgen und Musik zeigten, dass Flüchtlinge in ihrer Stadt willkommen sein werden. Unter dem Motto „Glauchau heißt seine Gäste willkommen. Auf Nazis verzichten wir.“ hatte der Verein Kulturknall die Protestaktion vor der künftigen Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende angemeldet.

- 28. Januar 2014 Newo Ziro

Vier beeindruckende Menschen, Sinti in Deutschland. Kein leichtes Leben. Aber Bawo Reinhardt will, dass sie selbstbewusst für ihre Bildung und ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen. Seine Enkelin Sibel macht bald ihr Abitur und hat drei schwarze Gürtel in Kung Fu. Ihr Vorbild ist ihr Onkel Lulo Reinhardt, der jahrelang gekämpft hat, um heute als anerkannter Musiker zu leben. Sascha Reinhardt, der mit seinem Festival die Musik der Sinti und Roma auf die Bühne bringt, bleibt skeptisch, ob das mit der Integration klappt. Zu viele Benachteiligungen nach wie vor. Und diese Integration, was soll sie bedeuten – dass sie ihre Traditionen und Identität aufgeben und so leben wie alle? Wie können sie ihre Kultur und Sprache selbstbewusst und stolz in unserer Gesellschaft behaupten, die immer gesichtsloser wird? Sich abschotten oder sich öffnen – mit der Gefahr, das Eigene zu verlieren? Noch ist die Gemeinschaft stark in ihrer Kultur, doch wie sieht der Weg des Einzelnen aus? Das zwischen verschiedenen Kulturen wandernde Mädchen Sibel bringt ihr Lebensgefühl auf den Punkt: "Vom Sindh bis an den Rhein war es ein langer Weg. Heute ist unsere Heimat hier. NEWO ZIRO heißt NEUE ZEIT. Wie wird unsere Zukunft aussehen?"

Und in allem die Musik selbst – "Musik ist unsere Sprache". Sinti-Musik, Gypsy-Swing, das Erbe von Django Reinhardt im neuen eigenen, unverwechselbaren Stil. "Musik ist Freiheit", beschreibt es einer der Musiker.

- 27. Januar 2014: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Ungefähr 60 Personen waren am Nachmittag des 27. Januar 2014 der Einladung des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region an das „Mahnmal für die Opfer des Faschismus“ am Schwanenteichgelände gefolgt.

Bereits am 12. August 1945 wurden dort die Urnen von 320 umgekommenen und ermordeten Häftlingen aus dem KZ-Außenlager im Werk Horch und Mülsen St. Micheln feierlich beigesetzt. Der symbolische erste Spatenstich für das Mahnmal erfolgte am 30. Mai 1948 anläßlich einer Großkundgebung mit 5000 Teilnehmern, am 11. September desselben Jahres wurde das Mahnmal fertiggestellt. Beigesetzt wurden hier auch die Urnen von fünf Zwickauer Opfern des NS-Regimes. In den 60er Jahren entstand an der Stelle der alten Gedenkanlage, die abgerissen wurde, die neu gestaltete Anlage.

Nach den Begrüßungsworten von Fr. Gundula Schubert, Koordinatorin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Stadt Zwickau folgte ein Redebeitrag von Hr. Bernd Meyer, Bürgermeister für Finanzen und Ordnung als Vertreter der Oberbürgermeisterin Fr. Dr. Pia Findeiß sowie ein Musikstück von Lukas Dreja auf der Trompete, währenddessen die Kränze niedergelegt wurden. Weitere Redebeiträge von Fr. Gundula Schubert, Hr. Christian Siegel, Kunstpädagoge am Peter-Breuer-Gymnasium und Juliane Weigel, Schülerin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Zwickau folgten. Mit einem weiteren Musikstück von Lukas Dreja endete der Gedenktag am Schwanenteichgelände.

- 18. Januar 2014: Coaching für den Jugendbeirat Glauchau

Am 18.01.2014 arbeitete die Koordinatorin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz einen ganzen Tag lang intensiv mit dem neu gewählten Jugendbeirat Glauchau an dessen Konzeption und an den Herausforderungen und Fragestellungen der Öffentlichkeitsarbeit. Die 15- bis 25-Jährigen TeilnehmerInnen waren wissbegierig und voller Tatendrang bei der Sache. Allen machte es Spaß an den Zielen für die künftige Zusammenarbeit zu feilen. In verschiedenen praktischen Übungen und spielerischen Selbstversuchen analysierten die Jugendlichen die Stärken und Schwächen ihres Gremiums, schauten sich die Zielgruppen genauer an und entwickelten Ideen für konkrete Maßnahmen. Trotz der Fülle an neuen Informationen blieben alle fröhlich bei der Sache und der Spaß kam nicht zu kurz.

- 10. Dezember 2013: Lesung und Zeitzeugengespräch über den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau

Zum Tag der der Menschenrechte, am 10. Dezember 2013, endete die Ausstellung über den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau mit einer Buchvorstellung von Frau Grit Poppe. Sie las aus ihren aktuellen Werken "WEGGESPERRT" und "ABGEHAUEN".
Ein ehemaliger Insasse des Geschlossenen Jugendwerkhofs, Herr Alexander Müller, stand zu einem sehr ausführlichen Zeitzeugengespräch zur Verfügung. Unter den Besuchern waren weitere ehemalige Insassen des Jugendwerkhofs. Der Abend wurde von den ca. 25 Teilnehmern mit großem Interesse verfolgt. Veranstaltungsort war das Finanzamt Zwickau, bei dem wir uns herzlich für die freundliche Unterstützung bedanken möchten.

- 12. November 2013: Ausstellungseröffnung "Ziel: Umerziehung! - Die Geschichte repressiver Heimerziehung in der DDR am Beispiel des geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau"

Auf zwölf Tafeln und zwei Medienstationen führt die mobile Ausstellung in das System und den Alltag von DDR-Heimerziehung ein. Was war eigentlich ein Jugendwerkhof und wer wurde eingewiesen? Welche Bedingungen herrschten z.B. in den Durchgangsheimen für aufgegriffene Kinder und Jugendliche?Neben Informationen zu den einzelnen Umerziehungseinrichtungen anhand von Fotos, Dokumenten und Begleittexten ermöglichen fünf Lebenswege ehemaliger Heimkinder einen persönlichen Zugang zum Thema. Auch schlägt die Ausstellung einen Bogen zu der Frage, wie sich repressive Heimerziehung auf das Leben von Betroffenen auswirkte und wie geschehenes Unrecht in der Bundesrepublik aufgearbeitet wird. 

 

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier:

http://www.jugendwerkhof-torgau.de/Ausstellung/Wanderausstellung/469/ 

 

Die Projektmitarbeiterin der Gedenkstätte des ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhofs in Torgau, Frau Juliane Thieme, eröffnete mit einigen einleitenden Worten die Ausstellung auf fachlicher Ebene und Herr Alexander Müller (ein ehemaliger Insasse) gab seine Sicht von der Seite des Betroffenen preis.

Zum Tag der der Menschenrechte, am 10. Dezember 2013, endet die Ausstellung mit einer Buchvorstellung von Frau Grit Poppe (http://www.grit-poppe.de/weggesperrt.html). Auch da wird Herr Alexander Müller zu einem Zeitzeugengespräch zur Verfügung stehen.


Veranstalter waren das Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Finanzamt Zwickau.

- 8. November 2013: Bürgerforum

Vor zwei Jahren flog der NSU auf, nachdem in Zwickau ein Haus in die Luft geflogen war. Seither dauert die Auseinandersetzung der Zwickauer damit an. Manch einer ärgert sich, dass es für die Opfer des NSU kein Mahnmal in Zwickau gibt, andere finden, der Sache werde zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. In einem Bürgerforum während der Novembertage waren alle interessierten Zwickauer und Gäste in den Alten Gasometer eingeladen, um sich noch einmal in konzentrierter Form mit den Fragen auseinanderzusetzen. Es wurden die verschiedensten Gedanken zum Umgang mit dem NSU in Zwickau geäußert und diskutiert.

 

„Wir brauchen eine Gedenkstätte!“

„Lasst mich in Ruhe mit dem NSU!“

„Was hat die Stadt gelernt aus diesem Trauma?“

„Es hat nichts mit Zwickau zu tun, dass die Terroristen hier wohnten…“

„Wir sollten jedes Jahr eine Lichterkette für die Opfer machen.“

 

Die Moderation übernahm Heike Nothnagel - Moderatorin im Projekt der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung „K!D – Kommune im Dialog“

Für einen Imbiss sorgt die Zwickauer Volxküche des Roter Baum e. V.

- 7. November 2013: Fernsehabend bei der Volxküche "Unsere Kinder - Grufties, Punks und Neonazios in der DDR"

Eine DEFA-Doku von Roland Steiner (DDR 1989, FSK 12, 88 min)

 

Gemeinsam mit dem Roten Baum veranstalteten wir einen Fernsehabend im Fanprojekt Zwickau in der Äußeren Plauenschen Straße 18. Dazu bereitete die Volxküche ein Abendessen zum Soilipreis vor.

- 5. November 2013: Kinofilm "Werden Sie Deutscher"

WERDEN SIE DEUTSCHER begleitet zehn Monate lang die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule. In 600 Unterrichtsstunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs lernen Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen nicht nur die deutsche Sprache, sondern ihnen wird auch vermittelt, wie man sich in Deutschland zu verhalten hat: einem Beamten der Ausländerbehörde schenkt man keine Pralinen und zu einem Termin muss man „auf die Minute genau“ kommen, denn „Zeit ist Geld“. WERDEN SIE DEUTSCHER zeigt die Mühen der Migranten anzukommen und konfrontiert ihre Alltagserfahrungen mit dem Bild, das Deutschland in den Lehrmaterialien von sich selbst entwirft. 

Im Anschluss an den Film gab es eine Podiumsdiskussion mit Bettina Kehr (Leiterin des Fachbereiches Sprachen an der Benedict-School Zwickau) und Teilnehmern eines Kurses "Deutsch als Fremdsprache". Veranstaltet wurde im Alten Gasometer Zwickau.

- 4. November 2013: Fragwürdiges nach Feierabend

Am zweiten Jahrestag der folgenreichen Explosion im Zwickauer Stadtteil Weißenborn war bei einer Freiluftaktion am Georgenplatz Zwickau die Meinung der Passanten gefragt. Eine Aktion im öffentlichen Raum vom Team des Alten Gasometer e. V., dem Soziokulturellen Zentrum der Zwickauer Region.

- 1. November 2013: Ausstellungseröffnung "Misch mit!"

Der Wettbewerb Plakat- und Kalendermotive unter dem Thema „MISCH MIT! – Aktiv für Demokratie und Toleranz“ endete zum 23. Juli 2013. Er ging zurück auf eine Initiative des BÜNDNIS FÜR DEMOKRATIE und TOLERANZ der ZWICKAUER REGION und wurde unterstützt vom Verein ALTER GASOMETER – Das Soziokulturelle Zentrum der Zwickauer Region und den Kunstsammlungen Zwickau.

Bis zum 23.07.2013 hatten Kinder und Jugendlichen Zeit, Plakat- und Kalendermotive zum Wettbewerb MISCH MIT – Aktiv für Demokratie und Toleranz einzureichen. Die Einsendungen wurden ab dem 01.11.2013 in der Ausstellung im Zwickauer Rathaus gezeigt.

 

Die Original-Plakate können ab dem 14.11.2013 im Koordinierungsbüro im Alten Gasometer e. V. abgeholt werden.

 

Die Präsentation der zehn besten Motive erfolgt in Form eines Jahreskalenders 2014, welcher an Schulen, Jugendeinrichtungen, Firmen, Institutionen, etc. in Zwickau und der Zwickauer Region verteilt wird. 

Alle teilnehmenden Arbeiten wurden im Rahmen der Ausstellung unter der Überschrift „Misch mit!“ vom 01. bis zum 12.11.2013 im Zwickauer Rathaus gezeigt. 

- 22. September 2013: Wahlsonntag

Am Wahlsonntag-Abend wurden gemütlich in der Barterre des Alten Gasometer die aktuellen Hochrechnungen im public viewing verfolgt. 

- 22. September 2013: Eröffnung Interkulturelle Woche "Wer offen ist, kann mehr erleben"

Der Interkulturelle Arbeitskreis und Kirchgemeinden eröffneten auch in diesem Jahr die Interkulturelle Woche mit einem Gottesdienst.

Vorbereitet von unterschiedlichen Kirchgemeinden und dem Interkulturellen Arbeitskreis, wurde die Eröffnung wieder musikalisch und bunt... Geigengruppe, Tanz - Deutsch-Polnischer Verein, Gospelchor Schönfels, Chor der Benedict School, Geschichte über Syrien, mehrsprachige interreligiöse Fürbitten.

Im Anschluss gab es bei einem Stück Kuchen und Kaffee Musik von einem Lautenspieler und dem Captain Blind‘s Ballast Orchester. 

- 13. September 2013: U 18 Wahl

Am 13.09.2013 fand bundesweit die U 18 Wahl statt. U18 ist die Wahl für alle Kinder und Jugendlichen. Neun Tage vor "echten" Wahlen durften alle unter 18 ihre Stimme abgeben, unter nur leicht veränderten Bedingungen. Die Ergebnisse wurden ausgewertet und veröffentlicht. Teilnehmen können alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aller Nationalitäten. U18 ist mittlerweile zu der größten politischen Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland herangewachsen.

 

Der Gasometer war hierbei das zentrale Wahlbüro für Zwickau. Alle interessierten Schulen, Jugendeinrichtungen etc., welche als Wahllokal fungieren möchten, konnten ihre Wahlurnen zum zentralen Ort Gasometer bringen. Hier wurden die Stimmen ausgezählt und nach Berlin gemeldet. Vor Ort gab es ebenfalls von 12 - 18 Uhr ein Wahllokal für übrige Wähler.

 

Im Anschluß fand eine Wahlparty mit DJ und Livemusik im Saal des Alten Gasometer statt.

 

- 5. September 2013: Sie haben die Wahl - Wählerfragestunde im Alten Gasometer

Bei der Wählerfragestunde im Alten Gasometer hatten die Zwickauer die Möglichkeit, ihre Direktkandidaten zur Bundestagswahl kennenzulernen. Die fünf nominierten Politiker standen Rede und Antwort zu bundespolitischen Fragestellungen.

 

Die Moderation übernahmen Fransziska Wolf (IG Metall).

 

 

 

 

Kandidaten:

  • Lars Dörner - Bündnis 90 / Die Grünen
  • Tristan Drechsel (Piraten)
  • Carsten Körber - CDU
  • Nico Tippelt - FDP
  • Sabine Zimmermann - Die Linke
  • Andreas Weigel - SPD

 

- 3. September 2013: Film "Sportsfreunde" anläßlich des Weltfriedenstages

Anläßlich des Weltfriedenstages am 1. September zeigten wir im Saal des Alten Gasometer den Film "Sportsfreunde", ein Dokumentarfilm aus Deutschland. 

 

Der Regisseur Knud Vetten sowie der Trainer der beiden Protagonisten standen im Anschluß an den Film zum Gespräch zur Verfügung.

 

Zum Inhalt: 

Zwei kenianische Läufer zwischen Nairobi und Bitterfeld

Vor Gott sind alle Menschen gleich. Eigentlich. In der katholischen Gemeinde von St. Lucy ist das so. Unter ihnen sitzen auch Paul Muigai Thuo (26) und Isaak Kiplagat Sang (32), zwei kenianische Marathonläufer. Der eine ist vom Stamm der Kikuyu, der andere vom Stamm der Kalenjin-Nandi. Beide sind in vielerlei Hinsicht Hoffnungsträger – für ihre Familien, für den Sport und für den Dokumentarfilm "Sportsfreunde". Denn sie sind befreundet, obwohl sie verfeindeten Ethnien angehören. Weil Paul und Isaak zusammen laufen, weil beide auf den 42 Kilometer langen Strecken gemeinsam durchhalten, haben sie eine starke Verbindung zueinander geknüpft. Aber was passiert, wenn die ethnische Zugehörigkeit darüber bestimmt, wer gut und wer böse ist? Und wenn diese schwelenden Konflikte von Politikern benutzt und hochgekocht werden? Dann wird aus Zugehörigkeit schnell Abgrenzung.

- 1. September 2013: Friedensgebet anläßlich des Weltfriedenstages

Anlässlich des Weltfriedenstages veranstaltete die Ev.-Luth. Pauluskirchgemeinde in Zwickau-Marienthal gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region ein Friedensgebet. In dem Gottesdienst wurde für die Opfer von Krieg, Unterdrückung und Vertreibung gebetet, die weltweit bis in unsere Gegenwart hinein leiden müssen.

 

Erinnert wurde an die legendär gewordenen Friedensgebete in der Pauluskirche im Herbst ‛89 und Winter ‛90. Außerdem wurde zurückgeblickt auf die Gründung der Friedensbibliothek vor 25 Jahren.

- 29. August 2013: Zwickauer reisen in die Partnerstadt Dortmund

Zwickauer Demokraten reisen zum Friedensfestival am Katharinentor in die Partnerstadt Dortmund und stellen das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region vor

Am Donnerstag, dem 29.08.2013, waren vier Vertreter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region zu Gast in der Partnerstadt Dortmund. Auf Einladung von ver.di Dortmund nahmen sie an einem Podiumsgespräch im Rahmen des so genannten Friedensfestivals teil. Dortmunder Gewerkschaftsvertreter hatten dazu eingeladen, um den Dortmundern die Zwickauer Demokratiearbeit vorzustellen. Zur Delegation gehörten Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Rainer Eichhorn, die Zwickauer Frauen-, Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte Ulrike Lehmann, der DGB-Sekretär Matthias Eulitz und die Koordinatorin Gundula Schubert. Sie gehörten dem Beirat des Bündnisses an und berichteten in Dortmund von ihrer Arbeit. Am Freitag, dem 30.08.2013 traf die Koordinatorin im Dortmunder Rathaus die Mitarbeiter des Dortmunder Büros für Toleranz, Vielfalt und Demokratie zu einem Erfahrungsaustausch.

 

Aus der Pressemitteilung von ver.di Dortmund:

Zum dritten Mal in Folge organisieren die Dortmunder Gewerkschaften – mit viel Unterstützung unterschiedlicher Organisationen und Verbände – das Friedensfestival Dortmund am Katharinentor. Von A wie AWO bis Z wie Zwickau reicht die Liste der Akteure und ihrer Herkunftsorte, die mit unterschiedlichen Beiträgen das Programm bestreiten.
Inhaltlich stellen wir einzelne Aspekte des Themas „Rechtsextremismus“ in den Focus der jeweiligen Veranstaltungstage, zum Beispiel „Fremdenfeindlichkeit“, „Rechte Gewalt“ oder das Aufgreifen sozialer Themen durch die organisierte Rechte. Aber der fröhliche, der bunte Aspekt soll auch in diesem Jahr nicht zu kurz kommen.
Das „Friedensfestival Dortmund“ findet vom 26. bis 30. August 2013 wieder am Katharinentor statt. Der DGB und seine Gewerkschaften, unterstützt durch die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, laden zu diesem Fest alle Dortmunderinnen und Dortmunder herzlich ein.

- 30. Juli bis 2. August: Bildhauer Workshop - Sandstein

An vier Tagen in den Sommerferien erkundete die renommierte Glauchauer Bildhauerin Erika Harbort (z. B. Freiheits- und Einheitsdenkmal in Zwickau) mit Jugendlichen ab 12 Jahren unter der Überschrift MISCH MIT! den Sandstein als Ausdrucksmittel. ‚Diskutieren‘, ‚Zuhören‘ oder ‚Einschreiten‘ konnten beispielsweise in Figuren dargestellt werden – so fand eine künstlerische Auseinandersetzung mit einem politischen Gegenstand statt.

Vier Tage lang erlernten die Jugendlichen Grundlagen der Bildhauerei und arbeiteten im idyllischen Garten des Alten Gasometer an ihren eigenen Kunstwerken aus hochwertigem Sandstein. Die fertigen Arbeiten wurden in einer Ausstellung im Zwickauer Rathaus gezeigt und konnten danach mit nach Hause genommen werden.

 

Veranstalter: Alter Gasometer e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region

Gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“

- 18. Juni 2013: Jugendpolitikworkshop "Es ändert sich ja sowieso nichts"

Für unseren Jugenpolitikworkshop in der Barterre des Alten Gasometer haben wir Jörn Wunderlich, MdB, eingeladen, mit unseren Jugendlichen in Gespräch zu kommen. Unter anderem gehört er dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an und ist damit echt fit, wenn es um die Belange der Jugendlichen auf der Ebene der Bundespolitik geht. Unter der Überschrift "Es ändert sich ja sowieso nichts!?" durfte (fast) alles gefragt werden...

Im September werden wir den Bundestag wählen. Für viele Jugendliche stellt sich die Frage, was das mit ihnen zu tun hat. Was tun „die da oben“ schon für Jugendliche? Warum sollte ich, sobald ich mit der Volljährigkeit auch das Wahlrecht erlange, wählen gehen? Welche Rolle spielt das schon, wie ich meine zwei Kreuze setze?

Wir haben interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit geboten, sich mit bundespolitischen Themen auseinanderzusetzen. Im Gespräch mit Jörn Wunderlich MdB haben sie ihre vorbereiteten Fragen und auch ihre Zweifel angebracht. So wurde schnellklar: jede Stimme zählt und in Berlin wird tatsächlich etwas für junge Leute bewegt.

Jörn Wunderlich ist Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II. Er macht sich im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für Jugendliche stark.

- Umfrage zur Gedenkkultur bis November 2013

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hatte im April dazu aufgerufen, Vorschläge und Meinungen einzubringen zu der Frage, wie Zwickau mit dem Umstand umgehen sollte, dass die Terroristen des sogenannten NSU hier Unterschlupf gesucht hatten. Daran knüpfte sich auch die Suche nach möglichen Formen des Gedenkens an die Opfer des Trios.

 

An der Umfrage beteiligten sich bislang 17 Gruppen und Einzelpersonen mit E-Mails und den verteilten Umfragekärtchen sowie eine Künstlergruppe namens „Grass Lifting Camp“ mit einer Kunstaktion in der Frühlingsstraße 26 in Zwickau. Dabei sind die einzelnen Vorschläge sehr unterschiedlich und reichen von Mahndemonstrationen und Lichterketten über die Errichtung eines Mahnmales bis hin zu verstärkter Demokratieförderung an Schulen. Häufig genannt wurden zukunftsorientierte Ansätze wie ein Förderstipendium für ausländische Studierende in Zwickau.

 

Damit sind nur einige wenige Beispiele aus dem breiten Spektrum der Antworten genannt. Um Interessierten weiterhin die Möglichkeit zu geben, ihre Position darzulegen, hat sich der Beirat des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region entschieden, die Aktion weiterlaufen zu lassen. Bei einem Bürgerforum im November sollen dann alle Vorschläge vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert werden.

 

- 14. Mai 2013: "Come together - Dresden und der 13. Februar"

Veranstaltung im Alten Gasometer Zwickau


Am 13. und 14. Februar 1945 wurde Dresden zum Ziel alliierter Bombenangriffe. Das Thema der „sinnlosen“ Zerstörung einer „unschuldigen“ Kulturstadt so kurz vor Kriegsende wurde sofort propagandistisch ausgeschlachtet. Dieser durch Goebbels begründete Mythos erwies sich auch in Zeiten des Ost-West-Konflikts als hervorragendes Mittel, um gegen den Westen zu mobilisieren. Während in den 80er Jahren die Friedensbewegung den 13. Februar nutzte, um gegen Krieg und Aufrüstung zu protestieren, wurde das Datum mit der Wende für ganz andere Gruppen interessant: Heute findet am 13. Februar in Dresden einer der größten Neonaziaufmärsche Europas statt. Die Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Polizei und Gegendemonstranten bestimmen das Bild des Tages. Das traditionsreiche Gedenken ist zu einem Streit auf der Straße geworden, der die ganze Stadt bewegt. Viele differierende Meinungen treffen aufeinander. Vor der Silhouette der Stadt schafft der Film einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Positionen. Durch die Stimmen der Protagonisten blickt der Film auf die Geschichte des Gedenkens seit 1945 zurück und reflektiert gleichzeitig die aktuelle Entwicklung. Der Wandel, den der Erinnerungsdiskurs in den letzten fünf Jahren erlebte, gewann auch 2012 weiter an Dynamik.

Deutschland - 2012 - Regie: Barbara Lubich - 94 Min. - Dokumentation - FSK: 12 Jahre

Die Regisseurin Barbara Lubich war zu der im Anschluss stattfindenden Gesprächsrunde anwesend. Außerdem auf dem Podium saßen: Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Johannes Lichdi, für Bündnis 90/Die Grünen im sächsischen Landtag. 

- 26. April 2013: Filmvorführung "In darkness - eine wahre Geschichte"

In der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Zwickau wurde zu den Demokratietagen der Film „In darkness – eine wahre Geschichte“ gezeigt. Er erzählt von polnischen Juden, die sich 1943 in der Kanalisation ihrer Stadt vor den Deutschen versteckten.

"1943 – in der von den Nazis besetzten polnischen Stadt Lwów (Lemberg) herrscht Armut. Die Armen bestehlen die, die noch weniger haben. Der zunächst nur auf Eigennutz bedachte polnische Dieb und Einbrecher Leopold Socha entdeckt eines Tages eine Gruppe jüdischer Ghettobewohner auf der Flucht und versteckt sie gegen Geld im Labyrinth der Kanalisation von Lwów. In ihrer Notlage unfreiwillig auf engstem Raum gefangen, erleben die jüdischen Flüchtlinge stellvertretend für die vielschichtige Gesellschaft der Juden die großen Gefühle von Liebe und Freundschaft, aber auch von Hass, Feindschaft und gegenseitiger Ablehnung."

Der polnische Oscarkandidat von 2012 „In darkness – eine wahre Geschichte“ der international renommierten Regisseurin Agnieszka Holland (u. a. „Hitlerjunge Salomon“) erzählt die wahre und zutiefst menschliche Geschichte widersprüchlicher Helden dramatisch, spannend und doch auch mit warmherzigem Humor.

- 26. April 2013: Ausstellungseröffnung „Potenziale nutzen – Migration und Integration als Chance für Zwickau“

Laut Mikrozensus geben mehr als zwei Drittel (69 %) der Personen mit Migrationshintergrund an, sich in Deutschland wohl zu fühlen. 58 % möchten auch, dass ihre Kinder in Deutschland aufwachsen. Rund zwei Drittel fühlen sich in Deutschland integriert und nur 14 % fühlen sich in Deutschland fremd. Die kommunale Ebene ist die Ebene, auf der Integration stattfindet. Hier werden Integrationserfolge, aber auch Misserfolge unmittelbar sichtbar. Eine erfolgreiche Integration ist für die Kommunen aus diesem Grunde von zentralem Interesse und stellt eine große Herausforderung dar.

 

Die Ausstellung des Migrationszentrums Zwickau zu den Demokratietagen zeigte die Erfolgsgeschichten  einer gelungenen Integration von Migranten aus Zwickau in verschiedenen Bereichen.

 

Hier eine kleine Fotoauswahl:

- 25. April 2013: Podiumsgespräch "Rechtsextremismus im Landkreis Zwickau - Bestandsaufnahme und Handlungsstrategien"

In Limbach-Oberfrohna organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz eine Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsextremismus im Landkreis Zwickau. Einige Experten, Politiker, der Polizeipräsident und Vertreter zivilgesellschaftlicher Gruppen untersuchten gemeinsam die aktuelle Situation und tauschten sich über künftige Handlungsstrategien aus.

In der gut besuchten Veranstaltung stand Limbach-Oberfrohna im Mittelpunkt. Aber auch aktuelle Entwicklungen in Zwickau wurden in den Blick genommen.

- 24. April 2013: "Politik trifft Vorurteil - Was leisten Politiker?"

Der SPD-Stadtverband Zwickau lud im Rahmen der Demokratietage zu einer Diskussionsveranstaltung mit Mario Pecher, Landtagsabgeordneter und Jens Heinzig, Schulleiter und Kommunalpolitiker in das Julius-Seifert-Haus ein. Die Moderation des Abends übernahm Sebastian Lasch, Politikwissenschaftler.

 

Politiker sind faul, korrupt und inkompetent – so weiß es das gängige Vorurteil. In der Rangordnung der Professionen finden sich Politiker am untersten Ende, nur 9% der Deutschen halten sie für vertrauenswürdig. Woher kommt diese Einschätzung und wie gehen Politiker damit um? Wie sieht eigentlich der Alltag eines Politikers aus? Was kann Politik leisten – und was nicht?

 

Über diese und andere Fragen konnten die Gäste mit den beiden Politikern ins Gespräch kommen.

- 24. April 2013: Film & Gespräch "SWAN - Vietnamesen in der Schwanenstadt Zwickau"

Im Pfarrzentrum "manufaktur" wurde  anläßlich der Zwickauer Demokratietage der Film "SWAN" gezeigt (Veranstalter: Bündnis 90/Die Grünen). Anschließend stand den Gästen die Regisseurin Henrike Naumann zum Gespräch zur Verfügung.

 

Dirk Lange spielt einen Journalisten aus Zwickau, der die ersten Arbeiter aus Vietnam am Hauptbahnhof empfing. Er berichtet über die Arbeiter aus Vietnam - und verliebt sich...

- 23. April 2013: Gemeindeabend „Die unterschiedlichen Epochen und Phasen des DDR-Kirchenkampfes“

Der SED-Staat betrachtete die Kirche als Feind, sie wurde bekämpft. Es gab keine Glaubensfreiheit. Anfang der 1950er Jahre wurden Pfarrer wegen Boykotthetze verhaftet und in Schauprozessen zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Aus unserer Region waren es Pfarrer Weidenkaff (Weißbach) und Pfarrer Schumann (Zwickau). Danach wurde mit der Einführung der Jugendweihe angestrebt, systematisch den Kindern den Glauben auszutreiben. Damit sollte der kirchliche Nachwuchs unterbunden werden. Das hatte langfristige Folgen für die Kirche, sodass heute die Mehrheit der Bevölkerung keiner Kirche mehr angehört. In den 1980er Jahren strebten die DDR-Machthaber eine „Kirche im Sozialismus“ an. Aber es gab Christen und Bevölkerungsgruppen, die unter dem Dach der Kirche im „Konziliaren Prozess“ zusammenkamen und sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Menschrechte einsetzten. Diese Menschen gehörten auch in der Zwickauer Region mit zu den Impulsgebern der Friedlichen Revolution.

 

Diese Veranstaltung fand anläßlich der Tage der Demokratie und Toleranz im Gemeindesaal der Ev.-Lutherischen Kirchgemeinde Ebersbrunn, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Bibelausstellung, statt.

- 23. April 2013: Ausstellung „Vorurteile machen blind. Rechtsextreme Vorurteile und wie wir ihnen begegnen“ & Lesung „Fußball vs. Hobos. Eine Gonzo-Riot-Lesung“ Mit Gerd Dembowski

Zu den Demokratietagen lud sich das Fanprojekt Zwickau Gerd Dembowski aus Berlin ein, der u. a. durch Ausstellungen wie „Tatort Stadion“, das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) und sein Buch „Fußball vs. Countrymusik“ (Papyrossa Verlag) bekannt wurde.

An seinen berüchtigten Lese-Abenden geht es um Beobachtungen zum „Patriotismus“ bis zum Springen auf Frachtzüge, um einen Besuch beim FBI und eine Geisterstadt in Illinois, infame Verleumdungen und herzvolle Liebeserklärungen – ein literarischer Drahtseilakt zwischen Realität und Realitätssteigerung.

- 22. April 2013: Du und die UN-Kinderrechtskonvention „Junge Migranten und deren Rechte“

Jedes Kind und jeder Jugendlicher hat Rechte. Diese sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Leider werden diese Rechte nicht überall auf der Welt geachtet. Aber wie sieht es in Deutschland aus? Werden bei uns zum Beispiel die Rechte von jugendlichen Migranten gewahrt?

 

Diese und andere Fragen, z. B. wie die UN-Kinderrechtskonvention eingehalten wird und welche Rechte womöglich noch fehlen, wurden im Jugendcafé des Alten Gasometer, im Rahmen der Demokratietage, mit Elke Herrmann (MdL) und dem Jugendmigrationsdienst Zwickau erörtert.

- 20.04.2013: Konzert- und Thementag „If The Kids Are United Against Racism“

An diesem Tag hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich aktiv mit dem Thema Rechtextremismus und Problemen wie Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Aber auch Fragen wie „Was kann ich zu einer besseren Gesellschaft beitragen?“, „Wie funktioniert Mitbestimmung?“ und „Wie kann ich mich für demokratische Werte, wie Offenheit, Toleranz und Courage einsetzen?“ waren zentrale Themen.

Das Programm war bestückt mit Fußballspiel, in dem Fairness und ein spielerisches Miteinander im Vordergrund standen, sowie einer Reihe von Workshops und Diskussionen und nicht zuletzt der künstlerischen Umrahmung. Hier stellten verschiedene Künstler ihr Können unter Beweis und sorgten so für ein lockeres Zusammenwirken der Teilnehmer.

- 19. April 2013: Gebetsnacht "Mahnwache auf dem Jüdischen Friedhof"

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. und Kirchgemeinden hatten zu einer Gebetsnacht auf dem Jüdischen Friedhof in Schneppendorf eingeladen.

 

Im April 2003 wurde der jüdische Friedhof in Schneppendorf (Zwickau), wie bereits 1938 in der finsteren Zeit des Nationalsozialismus, in barbarischer Weise verwüstet. Von den 64 Grabmalen wurden 54 umgestoßen. 5 Grabmale wurden dabei so zertrümmert, dass sie bei der umfangreichen Wiederherstellung neu angefertigt werden mussten.

- 19. April 2013: Gesprächsrunde "Nie zu alt, sich einzumischen"

Das SOS-Mütterzentrum lud im Rahmen der Demokratietage zu einer Gesprächsrunde beim Frühstück für Engagierte und Menschen, die sich einmischen wollen.

 

Vorgestellt wurde das neue Projekt „Familienpaten“, bei dem sich Freiwillige verbindlich in Familien einbringen, in denen Kinder von null bis drei Jahren zu versorgen sind. So werden künftig junge Mütter entlastet, der Familienalltag erleichtert und unterstützt. Außerdem erhielten alle Interessierten umfassende Führungen durch das ganze SOS-Mütterzentrum. Auf diese Weise wurden die zahlreichen Angebote des Hauses vorgestellt. Diese reichen vom Frauenschutz über Schülertreff und Töpferraum, Hausaufgabenhilfe und Workshops bis hin zu Frühförderung und Beratungsangeboten und vielem anderen mehr.

- 18. April 2013: Comedy „Abdelkarim – Zwischen Ghetto und Germanen“

Der sympathische Senkrechtstarter gilt in der Comedy- und Kabarettszene als einer der 82 Millionen Einwohner Deutschlands.

Anläßlich der Demokratietage war er im Alten Gasometer Zwickau zu Gast. Ostwestfälischer Humor mit Migrationsvordergrund!

 

Abdelkarim ist ein Marokkaner aus Bielefeld. Es kann halt nicht allen gut gehen. Was ihm bleibt sind seine langen Träume. Ohne sie wäre es schwer in der Bielefelder Bronx alias das-ghettowürdigste-Ghetto-Deutschlands (und das ohne brennende Mülleimer). In seinen unfassbar süßen Träumen ist er mal berufstätig,mal hat er einen deutschen Pass oder er spricht einfach mit einem Germanen. Diese glorreichen und glamourösen Träume sind ihm komischerweise nicht zu Kopf gestiegen.

 

Abdelkarim ist auf dem Boden geblieben. Im wahrsten Sinne der Wörter. Als fester Bestandteil der Unterschicht und Parallelwelt meistert er seinen Alltag. Ob im virtuellen Netzwerkwahn oder real mit original Kunstlederjacke – der Marokkaner hat immer (k)eine Lösung parat. Oder sein Vater. Oder sein bester Freund des Grauens: Straßenflüsterer Ali.

- 18. April 2013: Vortrag "Zwangssterilisation und Euthanasie"

Der Arbeitskreis Bibelausstellung veranstaltete zu den Tagen der Demokratie und Toleranz im Gemeindesaal der Versöhnungskirchgemeinde Neuplanitz einen Vortrag über die Entwicklung der Rassenideologie und wie diese im Nationalsozialismus angewandt wurde.

 

Referent E. Käbisch gab einen Überblick, wie unzählige Menschen zu Opfern gemacht wurden, aber auch, wie Menschen Zivilcourage zeigten und Widerstand leisteten.

 

Der Vortrag regte an, sich mit dieser menschenverachtenden Ideologie, die bis heute noch von bestimmten Bürgern unseres Landes vertreten wird, auseinanderzusetzen.

- 18. April 2013: Buchvorstellung und Gespräch "Aus einem Land vor unserer Zeit"

Die Referentin Anja Hertel las anläßlich der Demokratietage aus dem Sammelband "Aus einem Land vor unserer Zeit". Dieser enthält Dissertationen von 25 Stipendiaten der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen Deutschlands haben sich mit diesem Projekt auf eine Entdeckungsreise in ein Land „vor ihrer Zeit“ begeben. In anschaulichen, kurzweiligen und lebendigen Geschichten erzählen sie über ihre historischen Streifzüge. Sie berichten über einen untergegangenen Staat, den sie selbst nicht mehr erlebt haben. Dabei spielen Schnitzlers „Schwarzer Kanal“, aufmüpfige Künstler, austrittswillige SED-Genossen genauso eine Rolle wie der UN-Beitritt der DDR 1973.

- 18. April 2013: Filmvorführung und Diskussion "Verboten - Verfolgt - Vergessen"

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltete anläßlich der Tage der Demokratie und Toleranz im Bürgersaal des Rathauses Zwickau einen Diskussionsabend und zeigte den Film "Verboten - Verfolgt - Vergessen" von Regisseur Daniel Burkholz.

Der Film erzählt die persönlichen Geschichten Verfolgter, wertet jedoch auch durch Wissenschaftler die historische Bedeutung. Ein verdrängtes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte erhält durch den Film Gesicht und Stimme.

- 17. April 2013: Konzert "Harri Stojka & GitanCœur d’Europe“

Anläßlich der Demokratietage waren an diesem Abend Harri Stojka & Gitancœur d’Europe im Alten Gasometer zu Gast. Harri Stojka gilt als einer der bedeutendsten und international meistbeachteten Jazzmusiker Österreichs. Mit Gitancœur d’Europe unternimmt er den Brückenschlag zwischen den alten Traditionen und der sich ständig verändernden Welt der jungen Roma von heute. Diese Verbindung zwischen Altem und Neuem soll auch in der Musik zum Ausdruck kommen.

 

Es entspricht der Tradition der Roma und Sinti, Geschichten in Form von Liedern weiterzugeben und Gemeinschaft durch die Musik zu schaffen. Gitancœur d’Europe versteht sich nicht in der Konservierung von Überholtem, sondern als lebendiger aktiver Beitrag zur Musikkultur der Roma.

 

„Mit meiner Musik bringe ich immer wieder die Geschichte meines Volkes dem Publikum näher und weise auch auf die musikalische Gegenwart hin. Denn wir, die Roma und Sinti, haben in unserer Musik unsere Heimat gefunden. Mit den gesungenen Texten in ROMANES ehre ich die Sprache unserer Vorfahren.“


In kurzen Einleitungen erklärte er, worum es in den von der Sängerin Elena Krstic gesungenen Liedern geht. Auch wenn das Publikum die Worte nicht versteht, die Musik bewegt und reißt jeden mit. (Freie Presse, 20.04.13)

- 17. April 2013: Ausstellung "Vielfältig für Demokratie und Toleranz"

Im Rahmen der Veranstaltung im Verein Wolschanka e. V. wurde gezeigt, wie wichtig es ist tolerant zu sein und Verständnis miteinander zu haben.

Die Ausstellung und das kulturelle Programm zeigten die Notwendigkeit zusammenzufinden, gemeinsame Ideen zu entwickeln und was man gegen undemokratische und menschenverachtende Einstellungen und Handlungen tun kann.

- 17. April 2013: Vorlesen zum Thema "Respekt, Achtung, Toleranz und sich einmischen"

Sich für andere einzusetzen, ihnen beizustehen und zu helfen oder mal vor den Freunden eine andere Meinung als die der Clique zu vertreten oder fremdenfeindlichen Äußerungen etwas entgegenzusetzen, fällt mitunter nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern schwer.

In der Stadtbibliothek und in der Kinderbibliothek wurden zu diesem Thema Bücher vorgestellt, vorgelesen und mit den Kindern besprochen. Vorleser waren Mitglieder der Lesepaten des SOS-Mütterzentrums, des Förderstudios Literatur e. V. und der Stadtverwaltung Zwickau.

- 16. April 2013: Diskussionsrunde im Rathaus

"Moment mal: Hat alternative Jugendkultur in Zwickau einen Platz?"

 

Öf­fent­li­che Dis­kus­si­ons­run­de im Rat­haus mit Oberbürgermeisterin Pia Find­eiß

 

Eine Dis­kus­si­ons­run­de über die ver­schie­de­nen Fa­cet­ten al­ter­na­ti­ver Ju­gend­kul­tur und wie diese sich für alle be­rei­chernd in der Zwi­ckau­er Ju­gend-​ und Kul­tur­land­schaf­ten ent­fal­ten kann. Neben der Ober­bür­ger­meis­te­rin waren wei­te­re Kom­mu­nal­po­li­ti­ker an­we­send
Die Zwi­ckau­er Volx­kü­che bot ein fleisch­lo­ses Buf­fet an­, während dem man ins Ge­spräch kom­men und An­re­gun­gen für seine Er­näh­rung sam­meln konnte.

 

Folgend eine kleine Bildauswahl:

- 15. April 2013 - 19 Uhr: Ausstellungseröffnung

"Wir wollen freie Menschen sein! Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953" 

 

Die Ausstellung in den Zwickau Arcaden erinnert an den Volksaufstand 1953, der sich in diesem Jahr am 17. Juni zum 60. Mal jährt. Aus diesem Anlass präsentierte der CDU-Kreisverband Zwickau im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz in den Zwickauer Arcaden eine Ausstellung, die die Geschichte dieser gescheiterten Revolution erzählt.

 

Folgend eine kleine Bildauswahl:

- 15. April 2013: Auftaktveranstaltung zu den Demokratietagen - „Misch mit!“

Die Auftaktveranstaltung zu den Demokratietagen unter der Überschrift „Misch mit!“ am Montag in der Aula der Westsächsischen Hochschule wurde von den 70 Besuchern sehr gut angenommen.

Mit dem Duo „solche“ (Gitarre, Gesang, Cajon) gab es musikalische Denkanstöße, die Laune machten, nicht ohne kritisch zu sein. Besonders die Rede des Leipziger Thomaskirchenpfarrers Christian Wolff inspirierte die Zuhörer und regte zu Diskussionen im Anschluss an.

Mit Patrick Irmer vom Jugendbeirat Glauchau war ein bereits ausgezeichnetes Beispiel aus der Praxis auf dem Podium vertreten. In Glauchau mischen die Jugendlichen regelmäßig mit.

- 8. April 2013: Shoa-Gedenken am Davidstern

Am einstigen Standort der Zwickauer Synagoge in der Katharinenstraße erinnert seit 1993 ein ins Pflaster eingelassener großer Davidsstern an die Zerstörung des Gotteshauses am 9. November 1938 in der Reichspogromnacht. An diesem Mahnmal gedachten am 8. April 2013 einige Zwickauer der Millionen Juden, die während des Holocausts ermordet wurden. Anlass war der israelische Nationalfeiertag Jom haScho’a, der als „Tag des Gedenkens an Shoa und Heldentum“ begangen wird. Der Vorsitzende der Zwickauer Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Christoph Oehme, rief die Anwesenden und über die Medienvertreter die Zwickauer Öffentlichkeit dazu auf, die Erinnerung wach zu halten und sicher immer wieder dafür einzusetzen, dass derart unmenschliche Taten nicht noch einmal geschehen:
„Wir werden in diesem Jahr den 65. Jahrestag der Staatsgründung Israels feiern, wir werden an die Reichspogromnacht vor 75 Jahren erinnern und an den 100. Geburtstag von Jochen Klepper, der wegen der drohenden Gefahr der Deportation seiner jüdischen Ehefrau und Tochter mit seiner Familie in den Freitod ging. Die Zeitzeugen werden immer weniger und es ist unsere Aufgabe das Erinnern unseren Kindern und Enkeln weiter zu geben. Zum zehnten Mal jährt sich die Schändung des Zwickauer Jüdischen Friedhofs, die nie aufgeklärt wurde.  Wir sehen: Es gibt viel zu tun. Lassen Sie uns gemeinsam unabhängig von unterschiedlicher Weltanschauung, Partiezugehörigkeit oder Konfession unseren Weg gehen.“

Auf dem Jüdischen Friedhof in Zwickau (Thurmer Straße) findet am 19. April 2013  von 19:00 bis 24:00 Uhr wieder die jährliche Mahnwache zum Gedenken an die Friedhofsschändung 2003 statt.

- Dokumentation des Fachtages "Nächstenliebe - Polizei - Gesellschaft. Vernetzt für eine starke Demokratie"

Die Dokumentation des diesjährigen Fachtags "Nächstenliebe - Polizei - Gesellschaft. Vernetzt für eine starke Demokratie" in Zwickau ist online.

 

Sie steht bereits als Download unter www.eeb-sachsen.de zur Verfügung, in Kürze auch unter www.kirche-fuer-demokratie.de.

- 27. Januar 2013: Gedenken, Tag der Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 2013, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus fanden sich ca. 80 Zwickauer am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Faschismus im Schwanenteichgelände ein. Um 15.00 Uhr eröffnete die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden im Namen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Es folgte ein Musikstück, vorgetragen vom Ökumenischen Posaunenchor Zwickau.


Anschließend sprach der erste Beigeordnete des Landrates im Landkreis Zwickau, Bernd Gersdorf. Er erinnerte daran, dass vor nunmehr achtzig Jahren Adolf Hitler zum Reichskanzler gewählt wurde und die sogenannte Machtergreifung der Nationalsozialisten begann. Gersdorf erinnerte an Juden, Sinti und Roma, Kommunisten, Homosexuelle, Andersdenkende, Behinderte und die vielen anderen bis heute ungezählten Opfer des menschenverachtenden Regimes. Er schloss auch die Menschen in seine Worte ein, die in jüngster Vergangenheit ermordet wurden von denen, die sich selbst als nationalsozialistischen Untergrund bezeichneten. Der Beigeordnete mahnte zur Wachsamkeit und dazu, die Verantwortung und Verpflichtung wahrzunehmen, dafür zu sorgen, dass Menschen in Freiheit, Gleichheit und ohne Angst leben können. Denjenigen, die immer noch oder wieder der nationalsozialistischen Ideologie anhängen rief er zu: „Wir dulden euren Hass nicht, wir dulden nicht eure Gewalt!“ Frieden und Demokratie seien Errungenschaften, die nicht selbstverständlich sind und somit immer wieder zu schützen seien. Für alle Anwesenden sagte er: „Wir verneigen uns vor den Opfern einer menschenverachtenden Ideologie.“ Während eines weiteren Musikstückes legten zahlreiche Teilnehmer schweigend Blumen und Gebinde am Mahnmal ab.


Danach sprach Erwin Killat, Ehrenbürger der Stadt Zwickau und Beirat des Bündnisses für Demokratie und Toleranz über die Geschichte des Mahnmales und seiner Entwicklung. Er regte an, sich neu mit der Gestaltung der Anlage auseinanderzusetzen und sie wieder verständlicher für Besucher zu machen. Ein Auszug aus Erwin Killats Ansprache:
„So ist es nun unsere Aufgabe, mit diesem Erbe in einen Dialog zu treten und zu fragen, wie nun fast 70 Jahre nach dem Holocaust und dem Ende der faschistischen Diktatur dieser Ort für eine junge Generation erlebbar gemacht werden kann. Dieser Ort soll gerade für junge Menschen ein Ort der Besinnung werden.
Und so ist es legitim, darüber nachzudenken und in eine öffentliche Diskussion darüber zu treten, wie und in welcher Weise dieses historische Mahnmalensemble in unserer Zeit seiner Aufgabe gerecht wird. Die Gefährdung des Bestehenden ist inzwischen jedem verantwortlich Denkenden bewusst. Demokratie, Menschenwürde, Ehrfurcht vor dem Lebenden, Frieden sind ständig bedrohte Werte. Gesicherte Zukunft aber bedarf der Erinnerung.“
Erwin Killat gab in der Folge ganz praktische Hinweise, worauf bei einer Neugestaltung geachtet werden sollte. So seien neben den politisch Verfolgten auch andere Menschengruppen wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Bibelforscher in den Blick zu nehmen. Außerdem sei es wichtig, deutlich über die Bedeutung des Ortes zu informieren und vor allem darauf hinzuweisen, dass es sich um die Ruhestätte von 325 Verstorbenen handelt. Auch solle an diesem Ort der 152 Todesopfer gedacht werden, die seit 1989 in Deutschland neofaschistische Gewalttaten forderten.


Nach einem letzten Musikstück dankte die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß den Versammelten für ihr Kommen und betonte, dass es ihr und den anwesenden Stadträten eine Verpflichtung sei, diese Vorschläge mitzunehmen. Dr. Findeiß unterstrich, dass die Ideen in der Zusammenarbeit des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gewachsen seien und aus diesem Zusammenwirken von Demokraten immer wieder wichtige Impulse erwachsen. Abschließend fasste die Oberbürgermeisterin zusammen: „Faschismus und Nationalsozialismus haben in unserer Stadt keinen Platz.“

- 25. Januar 2013: Projekteinheit für Schulen: "RECHTE TÖNE"

Am 25. Januar 2013 fand die Auftaktveranstaltung der Projekttagreihe „Rechte Töne“ für Schulen statt. Gemeinsam mit der 8. Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Zwickau wurden in der Projekteinheit Hintergründe und Beispiele von der „Einstiegsdroge Musik“ in die rechtsextreme Szene aufgezeigt. Neben der Aufklärung über verschiedene Strömungen und Genre, welche auch von rechtsextremen Musikern und Bands bedient werden, wurden von den Schülern einschlägige Texte genauer unter die Lupe genommen. Zudem gab es einen kurzen Abriss über szenetypische Codes, Symbole und Bekleidung, welche im Umfeld von Personen mit rechtsextremen Hintergrund zu finden sind, so z.B. auch auf Konzerten oder Festivals.

Die Projekteinheit wird im Rahmen der kommenden Tage der Demokratie und Toleranz in Zwickau durchgeführt. Neben diesem inhaltlichen Block besteht für die Schulen die Möglichkeit, die Filmvorführung von „Blut muss fließen“ am 16. April 2013 wahrzunehmen. Sowohl die Projekteinheit als auch die Filmvorstellung sind kostenfrei für die Schulen.  

 

Das Projekt wird insgesamt für 5 Schulklassen im Landkreis Zwickau durch die Sozial- und Kulturpädagogen des Vereins Alter Gasometer angeboten und durch das Koordinierungsbüro des BFDT unterstützt. Die zentrale Abschlussveranstaltung findet am 16.04. im Alten Gasometer statt.

 

- 13. Dezember 2012: Tag der Menschenrechte: Filmvorführung CAMP 14

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region erinnert jedes Jahr mein kleinen speziellen Veranstltungen an den TAG DER MENSCHENRECHTE. In diesem Jahr wurde durch das BfDT Mitglied ALTER GASOMETER der Film CAMP 14 gezeigt.

 

- 9. November: Filmvorführung „Sarahs Schlüssel“

Die Pogromnacht des 9. November 1938 war ein erster Höhepunkt der systematischen Diskriminierung und Verfolgung der Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Zugleich war sie drohender Vorschein und Auftakt dessen, was in den Jahren danach geschah, als die systematische Ausrottung der europäischen Juden beschlossen wurde und die Deportationszüge in die Todeslager zu rollen begannen. Besonders in denjenigen deutschen Städten, in denen bis 1938 eine intakte Synagoge stand, wird jährlich am 9. November der Pogrome gedacht, so auch in Zwickau.

 

Vor dem Hintergrund des Gedenkens fand am 9. November die Filmvorführung „Sarahs Schlüssel“ mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema statt, an der 235 SchülerInnen teilnahmen.

 

Sarahs Schlüssel

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Paris im Juli 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird mit ihren Eltern mitten in der Nacht aus ihrer Wohnung geholt. Verzweifelt schließt sie ihren kleinen Bruder im Schlafzimmer ein und verspricht, schnell wieder bei ihm zu sein. Den Schlüssel nimmt sie mit, nicht ahnend, welche Katastrophe ihrer Familie und fast 20.000 weiteren verschleppten Pariser Juden bevorsteht. Siebenundsechzig Jahre später verwebt sich Sarahs Geschichte mit der von Julia Jarmond, einer amerikanischen Journalistin, die für einen Artikel recherchiert. Bei dieser Arbeit stößt sie auf das Schicksal von Sarah und ihrer Familie.

 

Am Nachmittag  bestand die Möglichkeit, gemeinsam am Pogromgedenken auf dem Jüdischen Friedhof in Zwickau teilzunehmen.

Am 4. November 2011 kam es kurz nach 15 Uhr zu einer Explosion und anschließendem Brand in einem Wohnhaus in der Frühlingsstraße 26 in Zwickau-Weißenborn. In den folgenden Tagen, Wochen und Monaten sollte ein beispielloses und bis dato unvorstellbares rechtsterroristisches Netzwerk mit seiner abscheulichen Verbrechensserie an die Öffentlichkeit gelangen. Ein Jahr danach haben bundesweit Tausende Menschen an die Mordopfer erinnert. Auch in Zwickau fanden und finden dazu Veranstaltungen statt. Einen November später – so auch der Titel der gestrigen Veranstaltung – lud der Verein „Alter Gasometer“ gemeinsam mit dem Zwickauer Demokratie-Bündnis und der Stadt Zwickau zu einer Diskussionsrunde. Gäste von mdr figaro-Moderator Bastian Wierzioch waren die Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Beiratsmitglied Rainer Eichhorn, die Rechtsextremismus­expertin Ellen Esen, Journalist und Autor Christian Fuchs und Sabine Friedel, Mitglied im 3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen.

 

Ziel der Veranstaltung war zum einen, einen aktuellen Informationsstand seitens der Ausschussarbeit, speziell des sächsischen NSU-Ausschusses, zu geben. Sabine Friedel, Mitglied im 3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen, kam hierbei zu folgender Einschätzung: „Die Arbeit im Ausschuss gleicht eher der Arbeit in einem Kiesbett. Es gibt nicht den einen großen Stein, den wir umdrehen müssen, sondern es gilt, jeden einzelnen kleinen Stein umzudrehen“. Auch wenn noch viele Versäumnisse der Verfassungsbehörden aufzuarbeiten sind, so Friedel weiter, die direkt von einer Sitzung des Ausschusses kam,„fangen die hierarchisch struktu­rierten Behördenapparate langsam  an, ihre Arbeit und ihr Handeln zu hinterfragen.“ Ellen Esen, die als langjährige Kennerin der rechtsextremen Szene auf dem Podium vertreten war, verglich den Ver­fassungs­­­schutz mit einem „Frühwarnsystem“, das allerdings vor dem Hintergrund der 10 Morde mit tragischen Konsequenzen versagt hat.

 

Neben einer Chro­nologie der Ereignisse und Hintergrundinformationen wurde der Blick im Rahmen der Gesprächsrunde aber auch nach vorn gerichtet. Es wurden Handlungsmög­lichkeiten im gemeinsamen Engagement gegen Rechts­extre­mismus hinterfragt und diskutiert. Die Arbeit gegen Rechtsextremismus muss im Verständnis weiter gefasst werden, so Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß. Im Bereich präventiver Arbeit seien beispielsweise Schulsozialarbeiter und Streetworker wichtige Wegbegleiter für Jugendliche. „Wichtig ist hierbei, ein kontinuierlicher und nachhaltiger Ansatz. Und hier erwarte ich auch Unterstützung auf Landes- und Bundesebene. Was nützen uns Modellprojekte, die nach einigen Jahren des Aufbaus und der Etablierung auslaufen und nicht weiter gefördert werden. Wichtige Ansprechpersonen und Anlaufstellen dürften nicht aufgrund finanzieller Kürzungen wegbrechen, denn wenn wir uns nicht kümmern, kümmern sich Andere.“

Arbeit gegen Rechts­ex­tremismus bedeutet  auch, so Findeiß weiter, die Stärkung einer selbst­bewussten Zivil­gesellschaft. Die Verteidigung der Demokratie müsse ein jeder als Bürgerpflicht verstehen, die es gilt zu schützen und zu verteidigen. Und hierfür ist keinerlei Unterschrift als Bekenntnis von Nöten, fügte Ellen Esen hinzu, die sich für die Abschaffung der umstrittenen Extremismus-Klausel aussprach.

 

Arbeit gegen Rechtsextremismus beinhalte auch, genau hinzuhören, sensibel für Alltagsrassismen zu sein und zu widersprechen, gab ein anwesender Streetworker im Rahmen der Gesprächsrunde zu bedenken. Besonders Erwachsene seien sich oftmals ihre Rolle als Vorbild nicht bewusst, was dazu führen kann, dass Alltagsrassismen unreflektiert an Jugendliche weitergegeben werden. Inwieweit selbst Politiker, (unbewusst) Alltagsrassismen salonfähig machten, erläuterte Christian Fuchs, Journalist und Autor, anhand einiger Beispiele.

 

Das Zwickauer Demokratie-Bündnis, welches auf dem Podium von Beiratsmitglied Rainer Eichhorn vertreten wurde, sieht als einen wichtigen Ansatz gegen Rechtsextremismus die Arbeit im Bildungsbereich. Vorstellbar wäre hier beispielsweise die Institutionalisierung eines sog. „Demokratiepädagogen“ in jeder Bildungsein­rich­tung als Ansprech­partner im Bereich Demokratie- und Toleranzförderung. Wie wichtig und gewünscht pol. Bildung auch seitens der Zwickauer SchülerInnen ist, zeigte sich in der Wortmeldung von Shari Bangsow Vorsitzende des Kreisschülerrates. Oftmals würde vernachlässigt, dass die Vermittlung pol. Bildung auch außerhalb des regulären Unterrichts­stoffes stattfinden und die Wissensvermittlung Spaß machen sollte. Denn die rechtsextreme Szene, so die junge Kreisschülerrätin weiter, setzt durch gezielte Aktionen für Jugendliche genau auf diesen Spaßfaktor. Mit dem Jahresthema „Misch mit!“ und zielgruppen­gerechten Veranstaltungs­formen, wie die „U-18 Wahl“ oder das „Politik Battle“, orientiere sich das Zwickauer Demokratie-Bündnis an jugendgerechten Formaten, so Rainer Eichhorn. Eine größere Beteiligung an diesen Angeboten seitens der Schulen im Landkreis wäre aber wünschenswert.

 

Neben all der Diskussion um Hintergründe der „Terrorzelle“, dem Versagen der Sicherheitsbehörden und dem Umgang mit Rechtsextremismus war den Veranstaltern wichtig zu zeigen, dass die Opfer und das Leid der Familien, Verwandten und Freunde nicht vergessen sind. Vor diesem Hintergrund verlasen die Veranstalter einen Brief, der das tiefempfundene Mitgefühlt zum Ausdruck brachte:

 

„Sehr geehrte Familie,
lieber trauernder Familien-, Verwandten- und Freundeskreis,

vor einem Jahr brachte die letzte Überlebende des Mördertrios ihren Unterschlupf in unserer Stadt zur Explosion. Unmittelbar danach wurde das Ausmaß des unmenschlichen Tötungswahns dieser Gruppe bekannt, eines Tötungswahns, dem ein Mitglied auch Ihrer Familie zum Opfer fiel. Wir trauern mit Ihnen und gedenken in tiefer Verbundenheit mit Ihnen Ihres Familienangehörigen, der dem rechtsextremen und neofaschistischen Terror zum Opfer fiel. Wir finden es inzwischen bedenklich, dass nach 12 Monaten nicht so sehr die Umstände des Sterbens Ihres Angehörigen im Mittelpunkt stehen, sondern die Vertuschungs- und Verschleierungsversuche der ermittelnden Behörden und deren Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken.

Sie, liebe Angehörige, sollen wissen, dass in unserer Stadt, die sich das Verbrechertrio als Wohnort ausgesucht hatte, die Menschen wachsamer für alle Formen der Fremdenfeindlichkeit geworden sind. Die demokratischen Kräfte werden in Zukunft verstärkt darauf achten, dass allen Formen eines sichtbar werdenden Fremdenhasses energisch entgegen getreten wird. Wir werden im Rahmen staatlichen Handelns, bei den verwaltungstechnischen Abläufen und in einem breiten bürger­schaft­lichen Engagement in Vereinen dafür wirken, dass wir alle für ein respektvolles, nachbarschaftliches Miteinander in unserer Stadt mit all unseren Kräften eintreten. Wir wollen, dass  Sie, liebe Familie, wie wir, unser Land und unser Umfeld als Heimat lieben lernen. Eine Heimat, die uns Menschen eine sichere und behütete Zukunft bietet.

Wir Teilnehmer der heutigen Veranstaltung unter dem Thema „Einen November später“ senden Ihnen in tiefer Verbundenheit und Trauer diesen Brief als Zeichen unseres Mitgefühls und mit der Zusage, in unserer Stadt und unserer Region das Andenken an Ihren ermordeten Familienangehörigen in Ehren zu halten.“


Mit  Zustimmung der anwesenden Gäste wurde der Brief am darauffolgenden Dienstag an Barbara John, Ombudsfrau der NSU-Opferfamilien, mit Bitte um Weiterleitung an die betreffenden Familien postalisch versandt.

 

Im Gegensatz zu anderslautenden Pressemitteilungen am Sonntag, zeigten die 150 anwesenden und interessierten Gäste, wie sehr die Taten der „Terrorzelle“ noch immer, auch ein Jahr danach, präsent sind und die Menschen in Zwickau bewegen. Mit Befremden reagierten die anwesenden Gäste deshalb auch auf die vom „Bündnis gegen das Schweigen“ via dpa (Deutsche Presse Agentur) verbreitete Nachricht „…in Zwickau war es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, eine Aktion zu initiieren, sagte der Sprecher des Bündnisses gegen das SchweigenMichael Gräfe“. Weder der Stadt Zwickau noch dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region sind Bemühungen durch das „Bündnis gegen das Schweigen“ bekannt. Trotz intensiver Bemühungen war es dem BfDT wiederrum nicht möglich, die Verfasser der Pressemitteilung persönlich zu sprechen. Beim Verein „Aktion Sühnezeichen“, der als  Rechtsträger des „Bündnisses gegen das Schweigen“ fungiert, sind die „Verfasser“ der Pressemitteilung nicht bekannt. Ein Statement zu dieser mutmaßlich bewusst lancierten Falschmeldung war seitens der Aktion Sühnezeichen bis heute nicht zu erhalten.

 

Weitere Veranstaltungen sind geplant. So organisiert der DGB Südwestsachsen und das BfDT am 10.11. ab 13 Uhr in der Zwickauer Innenstadt eine Demonstration unter dem Motto "Ihr Geist spukt weiter". Am 13.11. sind Vertreter der NSU-Untersuchungsausschüsse aus Sachsen, Thüringen und dem Bund ab 18.30 Uhr im Julius Seifert Haus als Podiumsgäste bei der Veranstaltung "Ein Jahr Aufklärung - Die NSU-Untersuchungsausschüsse - Eine Zwischenbilanz" zu Gast.

 

- Beitrag in Fachzeitschrift "Soziokultur" 03/2012

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Lesen Sie hier den gesamten Beitrag.

- 24.09. bis 26.09. 2012:Kinderkulturkarawane

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Herzlich willkommen - wer immer Du bist.“ Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2012. Willkommen zu sein, wer immer man ist: diese Erfahrung hat wenig mit der Realität vieler Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu tun. Wie oft sind sie alles andere als willkommen? Ablehnung und Diskriminierung bis hin zu offenem Rassismus - das prägt stattdessen die Alltagserfahrungen vieler Menschen. Rassismus ist stark verbreitet und in allen Schichten und Milieus vorhanden. Dagegen gilt es Position zu beziehen und Konzepte zu entwickeln.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche waren 9 Jugendliche aus Südafrika mit der Kinderkulturkarawane zu Gast. Während ihres dreitägigen Aufenthaltes im Landkreis Zwickau fanden zwei Workshop mit SchülerInnen zum Thema „Interkultureller Austausch“ statt. Darüber hinaus führten die Jugendlichen ihr selbst geschriebenes Theaterstück „Noch nicht frei“  im Alten Gasometer in Zwickau auf. Untergebracht waren die Jugendlichen in Gastfamilien der SchülerInnen - kultureller Austausch wurde so auch anch Schulschluss gelebt.

 

Das Theaterstück erzählt vom Leben der Jugendlichen im Squatter Camp in Südafrika. Das Stück basiert auf gründlichen Recherchen und hat nichts Fiktives. Obwohl die Handlung in einem einzigen Squatter Camp, dem West Side südlich von Johannesburg bei Soweto, spielt, werden Probleme sichtbar, mit denen das ganze Land konfrontiert ist. Seit zwölf Jahren warten die Bewohner der Camps ver­geblich auf die Versorgung mit dem Nötigsten: auf Toiletten, Unterkünfte, Schu­len, Elektri­zi­tät, Jobs und mancherorts sogar auf sauberes Trinkwasser. Die hohe Arbeitslosigkeit führt zu Hunger, Frustration, Ungeduld, Gewalt und Fremdenhass. Einige Szenen des Stückes sind sehr stimmungs- und emotionsgeladen, Musik und Tanz spielen eine große Rolle. Das Stück will die Regierung provozieren und dazu veranlassen, auf die Notlage der armen Slumbewohner und deren Kinder zu reagieren. Und schließlich will es ein wenig Hoffnung geben.

Das M.U.K.A.-Project ist eine Institution in Hillbrow, einem der Brennpunkt-Stadtteile in der Innenstadt Johannesburgs. 50 Kinder, 30 Jugendliche und 15 junge Erwachsene proben in drei Gruppen (Kids, Youth und Seniors) Theaterstücke und Tanzchoreographien. Sie machen Musik, organisieren Workshops, trommeln, texten und tanzen. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle SchauspielerInnen und Theatermanager geworden.

 

Impressionen von den Workshops gibt es hier.

- 23. September 2012: Eröffnung der Interkulturellen Woche "Herzlich willkommen - wer immer du bist!"

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2012/HP Referenzen IKW 2012.jpgToleranz und Akzeptanz für ausländische Mitbürger wird gestärkt und kulturelle Differenzen werden als Bereicherung wahrgenommen

Mit einem eindrucksvollen Gottesdienst, an dem 150 Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Religionen teilnahmen, wurde am Sonntag die Interkulturelle Woche im Landkreis Zwickau eröffnet.

 

Die Ökumene, der Interkulturelle Arbeitskreis des Landkreises Zwickau gestalteten die Eröffnung mit einem Gottesdienst und einem Fest. Die Manufaktur St. Nepomuk in Zwickau, bot dafür eine wunderbare Atmosphäre. Pastorin Christine Pietsch von der Herrnhuter Brüdergemeine hielt die Predigt und machte u.a. auf die schwierige Situation von jugendlichen Flüchtlingen, was die Berufsperspektiven betrifft, aufmerksam. „Die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen eines guten Miteinanders ist eine Haltung, die von Respekt und Interesse am Anderen geprägt ist. Wirklich wissen wollen, wie es dem Anderen geht, was und wie er denkt und fühlt, was seine Hoffnungen und was seine Ängste sind“ sagte Birgit Riedel, Ausländerbeauftragte des Landkreises nach dem Gottesdienst. Auch Landtagabgeordnete, der Polizeipräsident, Ehrenbürger und die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß, ließen es sich nicht nehmen, den Gottesdienst zu besuchen und mit anderen Besuchern aus dem Iran, Libanon, Vietnam, Polen, Russland, Jordanien u.v.a. ins Gespräch zu kommen.

 

Das Thema der Woche hieß „Herzlich willkommen- wer immer du bist“. Ziel der Veranstaltung war Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenzubringen und thematisch den Bereich der Bildungschancen von jugendlichen Flüchtlingen zu verdeutlichen. Unter anderem gelang es, einen ehemaligen Flüchtling für einen eindringlichen Erfahrungsbericht zu gewinnen und so auf die Situation von dieser Personengruppe aufmerksam zu machen. Das Ziel wurde im Rahmen der Veranstaltung erreicht.

- 17. September 2012: Politik Battle im Alten Gasometer

Das Politik Battle machte wieder Station in Zwickau. SchülerInnen und junge Menschen aus Zwickau waren eingeladen, eigene Fragen an jugendpolitische Akteure der Region zu  formulieren, politische Themen zu reflektieren und munter zu diskutieren.

 

Die kreative Kombination mit jugendgerechten Methoden, macht das Politik Battle zu einem Erlebnis auf vielen Ebenen.

Veranstalter war das Fanprojekt Plauen-Vogtland e.V.

- 1. September 2012: Aktion "Frieden weitertragen!"

Anlässlich des Weltfriedenstags am 1. September 2012 fand bei uns die Aktion „Frieden weitertragen!“ statt.tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2012/gewinnertasche.jpg

 

Der Verein „Alter Gasometer“ und das Zwickauer Demokratie-Bündnis riefen zu einem kreativen Wettbewerb auf, der besonders junge Menschen ansprechen sollte. Unter dem Motto „Frieden weitertragen“ wurden Umhängetaschen gestaltet – ob als Siebdruck, genäht und bemalt, der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt.

 

Alle kreativ gestalteten Taschen waren ab dem 23. August im Rathaus der Stadt Zwickau zu sehen. Die gelungensten Taschen wurden durch eine Jury prämiert. Das Gewinner-Motivs wurde am 31. August, 13.00 Uhr, im Rathaus der Stadt Zwickau bekanntgegeben.

 

Nähere Hintergrundinformationen zum Weltfriedenstag sind hier abrufbar.

 

- 23.05.: Demokratiebündnis mit bedeutendster bundesweiten Anerkennung gewürdigt

Bei einem Festakt zur Feier des Grundgesetzes wurden am 23. Mai im Berliner Friedrichstattpalast vor 900 Vertreter der Zivilgesellschaft insgesamt fünf Persönlichkeiten und Initiativen geehrt.

Die Parlamentarischen Staatssekretäre der beiden Verfassungsministerien Justiz und Inneres, Dr. Christoph Bergner und Dr. Max Stadler, würdigten mit der persönlichen Ehrung dieses Engagement: ”In Deutschland sind über 20 Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv und leisten einen persönlichen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir wollen dieses Engagement mit der Verleihung des Botschafterpreises öffentlich würdigen und damit gleichzeitig allen zivilgesellschaftlich engagierten Menschen in Deutschland danken!”

 

Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" ist für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Das von der Bundesregierung gegründete "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" würdigte die Zwickauer Initiative als "Botschafter für Demokratie und Toleranz". Der Preis ist eine der bedeutendsten, bundesweiten Anerkennungen für zivilgesellschaftliches Engagement und ist mit jeweils 5000,- € dotiert.

 

Für die Auszeichnung lagen dem Beirat des "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt"  120 Vorschläge vor. 5 Initiativen bzw. Privatpersonen wurden für die Preisverleihung durch die Jury ausgewählt. Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" wurde durch die Sächsische Staatskanzlei vorgeschlagen.

 

Die Jury würdigte damit die seit 1995 existierende kontinuierliche und nachhaltige Arbeit des "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region". Beispielhaft zählen dazu die Ausrichtung der „Tage der Demokratie und Toleranz“, die Durchführung verschiedener Gedenkveranstaltungen, Projekte mit Jugendlichen, Netzwerkarbeit und Multiplikatoren­fort­bildungen.

Außerdem betrieb das Bündnis einen „offenen Diskurs um die extremistischen Gewaltverbrechen" nach der Aufdeckung der Mordserie des National-Sozialistischen-Untergrund, so die Jury in Ihrer Begründung weiter. Dazu zählten u.a. der „Zwickauer Appell“ und die dazugehörigen Gedenkveranstaltungen, der „1. Zwickauer Demokratie-Dialog“, die Forcierung von neuen Netzwerk und Arbeitsgruppen und thematische Veranstaltungen wie die Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12“ mit national renommierten Gesprächspartnern bzw. Referenten.

 

Stellvertretend für das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region nahmen die Beiratsmitglieder Rainer Eichhorn, Alt Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Zwickau, Mario Zenner, Geschäftsführer des Rechtsträgervereins Alter Gasometer sowie Sabine Hietzke, Koordination des Bündnis die Auszeichnung entgegen.

 

Unter den Gästen weilten auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Frau Dr. Pia Findeiß, der Zwickauer Polizeipräsident Jürgen Georgi, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Zwickauer Stadtrat Thomas Koutzky, der Vorstandsvorsitzende des Vereins Alter Gasometer Gert Szcepansky sowie die Geschäftsführer der Mauritius Brauerei Herr Weinschenk und Herr Gabler.

 

Das Zwickauer Demokratie-Bündnis ging aus dem 1995 gegründeten "Bündnis gegen Rechts" hervor. Die 40 Mitglieder und Kooperationspartner sind Parteien, gesellschaftliche Organisationen, gemeinnützige Vereine und Vertreter von Kommunen. Die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte liegen im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde in der Zwickauer Region. Das Bündnis möchte demokratische Grundprinzipien stärken und Mut machen, sich für gesellschaftliches Engagement einzusetzen.

Großes inhaltliches Hauptaugenmerk liegt dabei in der Aufarbeitung der NS-Zeit und damit verbunden im gemeinschaftlichen Handeln gegen Rechtsextremismus. Die Arbeit des „Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region“ richtet sich an zwei wesentliche Zielgruppen. Zum einen vernetzt es die die Bündnismitglieder untereinander und koordiniert das Bündnis. Zum anderen ist es zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung und offeriert somit seine Angebote an jeden Menschen, so unter anderem an Jugendliche, Schüler/innen und Lehrer/innen.

 

 

- 27.04: Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region: Rückblick

In Zusammenarbeit mit der bundesweiten »Respekt!« Initiative fanden in der Region Zwickau die »Tage der Demokratie und Toleranz« statt. Ziel der Veranstaltung ist es, in der Bevölkerung die gegenseitige Akzeptanz, Anerkennung und den Respekt voreinander zu fördern. 

- 27.04: Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region: Fazit und Ausblick

Mit einem Vortrag von Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheits­dienstes der ehemaligen DDR, und einem Filmabend im Zwickauer Mütter­zentrum zum Thema „Fairer Handel“ gingen am Freitag die diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz im Landkreis Zwickau zu Ende. Die jährlich stattfindenden Demokratie-Tage fanden in diesem Jahr zum 10. Male, vom 16. - 27. April, in der Zwickauer Region statt. Zeit, ein erstes Fazit seitens der Veranstalter zu ziehen.

 

Zentrales Thema der diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region war das Thema „Respekt“, welches im Spannungsfeld ganz unterschiedlicher Inter­pretationen und inhaltlicher Herangehensweisen stand. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe setzte Frank Richter, der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, erste Impulse. Die Bedeutung des Begriffes „Respekt“, so Richter, geht einher mit dem Interesse und der Fähig­keit, sich in den „Anderen“ hineinzuversetzen und damit verbunden Verständnis und Wertschätzung im täglichen Miteinander aufzubringen. Diese Fähigkeit, so Richter weiter, ist gerade in der Zusammenarbeit und im Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichem kulturellem, religiösem oder sozialem Hintergrund unabdingbar und beugt Vorurteilen vor.

 

Ähnlich näherten sich auch die Veranstalter der Demokratie-Tage dem Begriff „Respekt“, so z.B. während der Filmvorführung „Pakete der Solidarität“ des deutsch-polnischen Vereines: „Der Aus­tausch und das Kennenlernen untereinander ist enorm wichtig, um sich besser zu verstehen. Begegnungen beugen Vorurteilen untereinander vor. Junge Menschen sollten die Möglichkeiten nutzen, die sie heutzutage haben, um andere Länder und Menschen kennenzulernen.“, resümierte der Pastor der Friedenskirche, Lutz Brückner, während der anschließenden Diskussionsrunde. Wie inter­kultureller Austausch ganz praktisch gelebt werden kann, wurde im Rahmen der Ausstellung „EIRENE – internationale Bilderausstellung im Zeichen des Friedens“ gezeigt.

 

Die Ausstellung, die an der Pestalozzi-Schule Zwickau zu sehen war, zeigte die Arbeit einer gemeinnützigen ökumenischen Nicht­regierungs­­­­organisation, die Fachkräfte und Freiwillige in Partner­pro­jek­te nach Afrika, Europa, Nord- und Lateinamerika entsendet.

 

Mit Humor und scharfer Beobachtungsgabe nahm sich Dieter Moor, be­kannt aus dem ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Tempera­mente“, schließlich dem Thema an. Während einer Lesung im Alten Gasometer berichtete der gebürtige Züricher, und mittlerweile Neu-Brandenburger, über Mentalitäts­unterschiede, Vorurteile und seinen Umgang damit.

 

Auch der von Frank Richter während der Eröffnungsveranstaltung genannte Bezug eines respektvollen Miteinanders im Engagement gegen Rechtsextremismus, spiegelte sich in den Veranstaltungen wieder. Den Blickwinkel des „Anderen“ anzunehmen, so Richter, ist Voraussetzung um auch die Arbeit des „Anderen“ zu schätzen und anzuerkennen – auch wenn die Herangehensweisen im Engagement gegen Rechtsextremismus unterschiedlich sind und oft konträr diskutiert werden. Wie wichtig dieser Punkt ist, weiß Richter aus eigener Erfahrung durch seine Funktion als Leiter der „Arbeitsgemeinschaft 13. Februar“, die parteiüber­greifend Gegenaktionen anlässlich der jährlich stattfindenden Nazi-Aufmärsche in Dresden organisiert.

Genannter Aspekt zeigte sich auch deutlich in der Veranstaltung „Dialog vor Ort“ am 21. April in Zwickau. Zu dieser Veranstaltung luden die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages der SPD-Fraktion gezielt Vertreter des Zwickauer Demokratie-Bündnisses ein. Ziel war der Erfahrungsausaustausch „um nicht betriebsblind zu werden“, sagte Michael Hartmann, Innenpolitischer Sprecher des Ausschusses.

 

In einem gemeinsamen Gespräch, an dem u.a. Vertreter der Streetworker, Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß und Polizeipräsident Jürgen Georgi teilnahmen, wurden konkrete Strategien und präventive Konzepte vor Ort besprochen und ausgetauscht, aber auch Problemlagen angesprochen. Ähnliches wurde auch am Rande der Podiumsdiskussion im Limbach-Oberfrohna zum Thema „Rechtsextremismus im Landkreis Zwickau – Bestandsaufnahmen und Handlungsstrategien“ deutlich. Eine wirkungsvolle Zusammenarbeit erfordert die Anerkennen und Wertschätzung aller Partner im Engagement gegen Rechtsextremismus.

 

Mit insgesamt 41 durchgeführten und durchweg gut besuchten Veranstaltungen und Aktionen war das Angebot so groß wie nie. Dabei ist den Initiatoren wichtig zu betonen, dass die gestiegene Anzahl der Veranstaltungen nicht das Resultat von blindem Aktionismus nach dem Aufdecken der NSU-Terrorzelle im November ist: „Die Frage nach dem Zusammenhang der gestiegenen Anzahl der Veranstaltungen und der Ereignisse im November habe ich als Koordinatorin in den letzen Tagen sehr oft gestellt bekommen. Ich denke, wir können als Bündnis in diesem Punkt selbstbewusst antworten, dass die gestiegene Anzahl der Veranstaltungen auf unsere kontinuierliche Arbeit der letzten Jahre zurückgeht. Auch wenn einzelne Veranstaltungen, wie die Fachtagung zum Thema „Rechtsextre­mismus 2.0 12“ am 17./18. April im Alten Gasometer gezielt zu diesem Thema vorbereitet wurden, war die inhaltliche Veranstaltungsplanung zum großen Teil vor den Ereignissen im November abgeschlossen.“, so Bündniskoordinatorin Sabine Hietzke.

 

 

Rückblick:

Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12 – Eine Gefahr für unsere Demokratie?!“

Mit der am 17./18. April stattgefundenen Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12 – Eine Gefahr für unsere Demokratie“  wurden Erscheinungsformen und Entwicklungen des Rechtsextremismus beleuchtet und Konzepte gegen Rechtsextremismus vorgestellt.

 

Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, dem Soziokulturellen Verein Alter Gasometer sowie der Sächsischen Staatskanzlei. Eröffnet wurde die Fachtagung von Zwickaus Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und dem Bürgermeister für Finanzen und Ordnung Bernd Meyer.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der ebenfalls ein Grußwort hielt, erklärte auf der Fachtagung, entschlossen gegen Extremismus jeder Art kämpfen zu wollen. "Die Staatsregierung verfolgt im Umgang mit dem Problem des Extremismus eine Generalstrategie. Sie fußt auf den vier Säulen politische Auseinandersetzung, Stärkung der Demokratie, Prävention und Repression", betonte Tillich. Er kündigte an, dass vorhandene soziale Netzwerke wie Vereine oder Kirchgemeinden gestärkt werden sollen, um Jugendarbeit zu betreiben. 

 

Insgesamt 150 Gäste, überwiegend Multiplikatoren aus sächsischen bzw. bundesweiten Demokratie-Netzwerken, Pädagogen, Vertreter aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Kirchgemeinden sowie Polizei und Gewerkschaften nutzten die Tagung zur Information und Austausch. Dafür hatten die Veranstalter ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm – bestehend aus einer Filmvorführung, zwei Vorträgen sowie vier Gesprächsrunden – zusammengestellt.

Als kompetente Gesprächspartner standen u.a. Mitarbeiter von EXIT Deutschland, ein Szene-Aussteiger, Politikwissenschaftlerin Ellen Esen, Oberstaatsanwalt a.D. Dr. Hans Jürgen Grasemann, Mitarbei­ter des Kulturbüro Sachsen, der Sächsische Justizminister  Dr. Jürgen Martens und der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime Deutschland, Aiman Mazyek, zur Verfügung. Moderiert wurde die Fachtagung von MDR Figaro Journalist Bastian Wierzioch.

 

Am Rande  Fachtagung wurde der Film „KRIEGERIN“ zusätzlich mit 400 Schülerinnen und Schülern bzw. Auszubildenden angeschaut. Die Filmvorführung bildete für die jungen Menschen den Abschluss mehrerer Projekttage zum Thema Rechtsextremismus, welche der Verein Alter Gasometer mit der Jungen Union Zwickau im Vorfeld an Schulen durchführte.

 

Kernaussagen und Fazit:

Als Fazit haben sich auf der Fachtagung im Alten Gasometer, aber auch bei weiteren Veranstaltungen folgende Punkte zum Thema „Erscheinungsformen, Entwicklungen und Konzepte gegen Rechts­extremismus“ folgende Punkte herauskristallisiert:

 

  • Es wurde deutlich, dass seit dem Jahr 2010 Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder angestiegen sind, wobei ältere und formal weniger gebildete Personen feindlicher gegenüber schwachen Gruppen eingestellt sind. Frauen sind hierbei ebenso feindlich eingestellt wie Männer. Die noch immer weitverbreitete Wahrnehmung, Rechtsextremisten als Jugendliche mit Gewaltproblemen oder als Randproblem junger Männer zu sehen, greift zu kurz. Auch die Rolle der Frauen in der rechtsextremen Szene muss neu bewertet werden. „Frauen sind mittlerweile fester Bestandteil der rechtsextremen Struktur und fungieren als Türöffnerinnen in die Mitte der Gesellschaft, so z.B. auf Kinderfesten“ so Ellen Esen, Politologin und langjährige Kennerin der Szene. Speziell Frauen und ältere Menschen müssen demzufolge stärker bei präventiven Angeboten berücksichtig werden.

 

  • Das Einstiegsalter in die rechtsextreme Szene ist bundesweit gesunken, zur Zeit liegt es zwischen 12 und 15 Jahren, so Esen weiter. Besonders über soziale Netzwerke und Plattformen werden Jugendliche erreicht und rechtsextremes Gedankengut verbreitet. Auch Musik spielt hierbei eine große Rolle. „Musik ist oftmals der Einstieg in den Rechtsextremismus, ganz besonders für junge Menschen. Selbst ursprünglich afro-amerikanische Musikstile wie Hip-Hop werden mittlerweile zur Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut instrumentalisiert. Auch wenn die Jugendlichen am Anfang gar nicht genau auf den Wortlaut der Musik achten, irgendwann bleibt was hängen“, sagt Matthias Eulitz, vom DGB-Südwestsachsen. Gemein­sam mit dem „Netzwerk für Demokratie und Courage“ führte er im Rahmen der Demokratie-Tage einen Workshop zum Thema „Rechtsrock & Co“ an einer Schule in Zwickau durch. Gerade bei jungen Menschen sind Gründe für den Einstieg in die rechtsextreme Szene oftmals weniger in der Ideologie zu suchen, als in dem Wunsch nach gemeinschaftlichen Aktivitäten, Spaß und Party. Die Ideologisierung erfolgt oftmals erst später. In dieser frühen Phase besteht noch die Möglichkeit, mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, um Einstellungen und Annahmen zu reflektieren, weiß Ellen Esen aus eigener langjähriger Erfahrung.

 

  • Wie die rechtsextreme Szene versucht, die Möglichkeit des Gespräches und der Reflexion zu unterwandern, zeigte sich in der Schilderung eines Aussteigers aus der rechtsextremen Szene während der Fachtagung: „Meine ganz konkrete Aufgabe während meiner Zeit in der rechts­extremen Szene bestand ganz gezielt darin, in Regionen, in denen es kaum Ju­gend­ein­rich­tungen oder Ähnliches gibt, Strukturen aufzubauen“. Ziel der Szene war, so der Aussteiger weiter, einen ersten Kontakt zu Jugendlichen herzustellen und im zweiten Schritt systematisch Strukturen zu festigen. Als Ausschlag für seinen eigenen Ausstieg aus der Szene nannte der Aussteiger: „In der Szene wird man abgeschottet und hat über kurz oder lang nur noch mit Gleichgesinnten zu tun. Das ist wie eine Mauer, die immer höher wird. Meine Mauer wackelte, als ich das erste mal nach langer Zeit wieder Kontakt zu nicht rechtsextrem-eingestellten Menschen hatte und das war mein großes Glück. Gesprächspartner, die einem zuhören, so dass man sich und sein Tun in Frage stellt, sind unglaublich wichtig“. Vor dem Hintergrund der finanziellen Kürzungen und damit verbunden dem Stellenabbau im Jugendbereich, ist diese Aussage natürlich dramatisch. Auf die Gefahr des Besetzens von Freiräumen, die durch das Wegbrechen von Strukturen und Bezugspersonen entstehen, wiesen bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen und Jugendverbände hin, allerdings mit wenig Erfolg. Aber auch in anderen Bereichen gilt es, den Rechtsextremen keine Freiräume zuzugestehen. Hier ist das Engagement eines jeden Einzelnen gefragt – ob im Elternrat oder im Sportverein.

 

  • Die Prävention ist eine der wichtigsten Instrumente im Engagement gegen Rechtsextremismus. Hier gilt es vor allem Multiplikatoren zu schulen und zu sensibilisieren, denn „wie sollen beispielsweise Lehrer das Problem Rechtsextremismus an Schulen angehen, wenn sie es nicht erkennen können“ fasste eine Lehrerin die Handlungsnotwendigkeit von grundlegenden  Infor­ma­tions­­­­­­veranstaltungen speziell an Schulen zusammen. Hier ist eine engere Zusammen­arbeit von Bildungseinrichtungen, Fachreferenten und Institutionen im Bereich Demokratie und Toleranz­för­derung notwendig.

 

  • Speziell interkulturelle Arbeit als präventiver Ansatz ist wichtig und auch erfolgreich im Abbau von Vorurteilen. Dabei versteht sich der Ansatz von interkultureller Arbeit nicht mehr länger nur darin, verschiedene kulturelle Besonderheiten abzubilden. „Wichtig ist, dass wir nicht über Menschen aus anderen Kulturen sprechen, sondern mit Menschen aus anderen Kulturkreisen“, betont Birgit Riedel, Ausländerbeauftragte im Landkreis Zwickau.  

 

 
   

 

 

 

Statistik:

  • Veranstaltungen insgesamt 2012: 41 (im Vorjahr 2011 - 31 Veranstaltungen)
  • Veranstaltungen in Schulen / für Schulklassen 2012: 11 (im Vorjahr 2011 - 3 Veranstaltungen)
  • Teilnehmerzahlen insgesamt 2012: 3.500 (im Vorjahr 2011 – 2.400 Besucher)

 

 

Ausblick:

Respekt! – das zentrale Thema der diesjährigen Demokratie-Tage wird das Zwickauer-Demokratie Bündnis und dessen Partner in diesem Jahr weiter begleiten. Weitere Projekte in dieser Richtung sind bereits geplant. So wird beispielsweise die Abschlussveranstaltung des Zwickauer Kinderfestes „Zwikkifaxx“ in diesem Jahr unter dem Motto „Respekt“ stehen. Darüber hinaus sind weitere Aktionen, auch in Zusammenarbeit mit der bundesweiten „Respekt!-Kampagne“, geplant. Ein Thema für die kommenden Demokratie-Tage steht noch nicht fest: „Wir möchten wieder ein Thema finden, welches sich ähnlich vielschichtig interpretieren lässt. Diese Vielschichtigkeit hat in diesem Jahr sehr gut funktioniert und spiegelt auch das Bündnis selbst wieder“, sagt Koordinatorin Sabine Hietzke. Der Zeitraum für die nächsten Demokratie-Tage steht hingegen schon fest. Die Veranstaltungsreihe wird im kommenden Jahr voraussichtlich vom 15. - 26. April 2013 stattfinden. Darüber hinaus ist nach der gelungen Fachtagung in diesem Jahr auch bereits eine weitere Tagung im Jahr 2013 im Gespräch.

 

 

Mitglieder des Innenauschusses des Deutschen Bundestages  der SPD Bundestagsfraktionen weilten im Rahmen der 10. Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region am Samstag in Zwickau.

In einem zweistündigen „Dialog vor Ort“ kamen die Bundestagsabgeordneten Michale Hartmann (Innenpolitischer Sprecher), Gabriele Fograscher, Daniela Kolbe und Wolfgang Gunkel im Alten Gasometer  mit Vertreter des Zwickauer Demokratiebündnis in ein Gespräch.

An der Beratung nahmen auch Zwickaus Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und der Zwickauer Polizeipräsident  Jürgen Georgi teil.

Vorrangig interessierten die Parlamentarier regionale Konzepte und Strategien im Kampf gegen Rechtsextremismus bzw. demokratiefördernde Maßnahmen.

 

Am Mittwoch endete die zweitägige Fachtagung Rechtsextremismus 2.0 12.

Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, dem Soziokulturellen Verein Alter Gasometer sowie der Sächsischen Staatskanzlei.

Eröffnet wurde die Fachtagung von Zwickaues Oberbürgermeister Dr. Pia Findeiß und dem Bürgermeister für Finanzen und Ordnung Bernd Meyer.

Insgesamt 150 Gäste, überwiegend Multiplikatoren aus sächsischen bzw. bundesweiten Demokratie Netzwerken, Pädagogen, Vertreter aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Kirchgemeinden sowie Polizei und Gewerkschaften nutzten die Tagung zur Information und dem Austausch.

Dafür hatten die Veranstalter ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm - bestehend aus einer Filmvorführung, zwei Vorträgen sowie vier Gesprächsrunden - mit kompetenten Gesprächspartnern – u.a. der sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, Mitarbeitern von EXIT Deutschland, einem Szene Aussteiger, der Politikwissenschaftlerin Ellen Esen, dem Oberstaatsanwalt a.D. Dr. Hans Jürgen Grasemann, Mitarbeitern des Kulturbüro Sachsen, dem Sächsischen Justizminister  Dr. Jürgen Martens, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime Deutschland Aiman Mazyek, - zusammengestellt.

Moderiert wurde die Fachtagung von MDR Figaro Journalist Bastian Wierzioch.

 

Bei der Tagung haben die Veranstalter Erscheinungsformen und Entwicklungen des Rechtsextremismus beleuchtet und Konzepte gegen Rechtsextremismus vorgestellt. Im Weiteren wurde verdeutlicht, dass es sich bei Rechtsextremisten nicht nur um Jugendliche mit Gewaltproblemen, 'Modernisierungsverlierer' oder gesellschaftliche Randgruppen handelt, sondern dass der Rechtsextremismus oftmals auch in der Mitte der Gesellschaft verortet ist bzw. in allen Bildungsschichten anzutreffen ist.

Eine Dokumentation zur Fachtagung stellt das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region im Nachgang der Tage der Demokratie und Toleranz auf seiner Homepage zur Verfügung.

 

Am Rande  Fachtagung wurde der Film KRIEGERIN zusätzlich mit 400 Schülerinnen und Schülern bzw. Auszubildenden angeschaut. Die Filmvorführung bildete für die jungen Menschen den Abschluss mehrerer Projekttage zum Thema Rechtsextremismus, welche der Verein Alter Gasometer mit der Junge Union Zwickau im Vorfeld an Schulen durchführte.

 

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich erklärte auf der Fachtagung, entschlossen gegen Extremismus jeder Art kämpfen zu wollen. "Die Staatsregierung verfolgt im Umgang mit dem Problem des Extremismus eine Generalstrategie. Sie fußt auf den vier Säulen politische Auseinandersetzung, Stärkung der Demokratie, Prävention und Repression", betonte Tillich. Er kündigte an, dass vorhandene soziale Netzwerke wie Vereine oder Kirchgemeinden gestärkt werden sollen, um Jugendarbeit zu betreiben. 

 

 

 

Link zum Fachtag Programm

Link zur Fachtag Dokumentation

Link zu Projekttage „Rechtsextremismus“ mit Schulen

Link zur Fachtag Bildergalerie

Link zur Fachtag Medienberichterstattung

Link der MDR Berichtserstattung

 

Am Nachmittag wurden die 10. Tage der Demokratie und Toleranz im Zwickauer Rathaus im Beisein von rund 100 Gästen eröffnet.

Grußworte überbrachten die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau und Schirmherrin der Veranstaltungsreihe Dr. Pia Findeiß, die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Andrea Dombois in Vertretung des Schirmherren Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages, sowie Landrat Dr. Christoph Scheurer, und Sandra Minnert, mehrfache Welt- und Europameisterin im Frauenfußball und Schirmfrau der Initiative RESPEKT!.

 

Das Impulsreferat zum Thema RESPEKT hielt  Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

 

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem zweimaligen Song-Slam Gewinner in Zwickau, Daniel Seidel Trio. 

 

Die Veranstaltungsreihe steht in diesem Jahr unter dem Motto "Respekt! Kein Platz für Rassismus". Sie findet in Zusammenarbeit mit der bundesweiten "Respekt-Initiative" statt. Bis zum 27. April sind mehr als 40 Veranstaltungen geplant, darunter Konzerte, Vorträge, Kabarett, Straßenfußball oder ein Box-Trainingscamp.

 

Bereits vor der eigentlichen Eröffnung wurde das offizielle Schild der "Respekt!-Initiative" übergeben und am Verein Alter Gasometer, dem Sitz des Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz, angebracht.

 

Fotos und Presseberichte finden sie HIER und HIER bzw. folgend.

 

Bericht: MDR-Sachsenspeiegel

Bericht: Radio Zwickau

 

- 16. April: Schildanbringung »Respekt! Kein Platz für Rassismus« am Alten Gasometer

 

Gemeinsam mit der bundesweiten „Respekt!-Initiative“ wurden die Demokratie-Tage am 16. April 2012 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region im Rathaus der Stadt Zwickau um 17.00 Uhr eröffnet. Bereits vor der eigentlichen Eröffnung wurde das offizielle Schild der „Respekt!-Initiative“ übergeben und als Zeichen des Engagements für Toleranz und gegen Rassismus am Verein Alter Gasometer (Kleine Biergasse 3, 08056 Zwickau) angebracht.

 

Der Verein Alter Gasometer ist seit Beginn an Mitglied im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region. Darüber hinaus hat das Koordinierungsbüro des Zwickauer Demokratie-Bündnisses seit mehr als 3 Jahren seinen Sitz im Soziokulturellen Zentrum Alter Gasometer e.V.  Neben Vertretern des Zwickauer Demokratiebündnisses und des Koordinierungsbüros war auch Sandra Minnert, mehrfache Welt- und Europameisterin im Frauenfußball, als Schirmfrau  der Respekt-Initiative anwesend.

 

Die „Respekt-Initiative“ wurde 2006 gegründet und richtet sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Prominente Botschafter sind vorrangig aus dem Bereich Sport, aber auch aus Politik, Medien, Funk und Fernsehen. Die Initiative organisiert u.a. Veranstaltungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen. Die Zusammenarbeit des Zwickauer Demokratie-Bündnisses mit der Initiative resultiert zum einen in der gemeinsamen Schwerpunktsetzung des Themas „Respekt“ und zum anderen im Wunsch, das Thema Sport mehr in den Mittelpunkt der Demokratie-Tage zu stellen. Auch über die Demokratie-Tage hinaus ist eine weitere Zusammenarbeit geplant.

 

Mehr Infos zu Respekt.tv hier: RESPEKT TV

- 23.02.: Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt

 

 

+++Berlin | HEUTE.: Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt +++

+++Zwickau | 10.15 Uhr live im Bürgersaal des Rathauses die Übertragung der offiziellen Gedenkveranstaltung aus Berlin+++

+++Deutschland| 12.00 Uhr: Schweigeminute für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt+++


 


- 08.02.2012: Politik Battle

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2012/politik-battle.jpgDas „Politik Battle“ ist eine Informations-, Diskussions- und Unterhaltungsveranstaltung zur politischen Bildung junger Menschen. Jugendliche bekommen hier die Möglichkeit, eigene Fragen an politische Akteure zu formulieren und politische Themen zu reflektieren.

 

Um das Interesse der Jugendlichen zu wecken, wird die Veranstaltung kreativ mit jugendgerechten Methoden, beispielsweise Hip-Hop-Elementen, kombiniert. Ziel der Veranstaltung ist es, der Politikverdrossenheit Jugendlicher konstruktiv zu begegnen, Interesse und Begeisterung an (lokalen) politischen Prozessen zu wecken und Möglichkeiten der Teilhabe aufzuzeigen.

Im Rahmen der Veranstaltung hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen an pol. Vertreter zu stellen und so pol. Prozesse zu reflektieren, zu diskutieren und so am pol. Leben teilzuhaben.

Zur Veranstaltung nahmen ca. 90 Schüler und Schülerinnen teil. Eine zweite Veranstaltung ist im Herbst 2012 geplant.

 

Veranstalter: Fanprojekt Plauen-Zwickau e.V. in Zusammenarbeit mit dem Alten Gasometer e.V. / Koordininierungsbüro BfDT

Veranstaltungsort: Alter Gasometer e.V. (Saal)

- 30.01.2012: Erster Zwickauer Demokratiedialog

Seit dem Bekanntwerden der schrecklichen Taten der sogenannten „Zwickauer Terrorzelle“ sind nun gut zwei Monate vergangen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse fanden in den vergangenen Wochen Gedenkveranstaltungen für die Opfer der „Terrorzelle“, Podiumsdiskussionen und Netzwerktreffen zum Thema statt. Bestehende Maßnahmen und Strategien wurden reflektiert und hinterfragt.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region ist zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde. Wir wollen demokratische Grund­prinzipien stärken und Mut machen. Deshalb sehen wir es als unsere vordringliche Aufgabe, uns umfassend mit dem Problem des politischen Extremismus auseinanderzusetzen.

Aus diesem Grund lud das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region gemeinsam mit dem Verein Alter Gasometer zum Ersten Zwickauer Demokratiedialog „Gemeinsam für Demokratie und Toleranz“.

 

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2012/ref. dem.-dialog.JPGProgramm:


- Musikalische Eröffnung:

  Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Eröffnung: Rainer Eichhorn Oberbürgermeister a. D./Beiratsmitglied

  des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region
- Rede der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Dr. Pia Findeiß
- Musik: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Rede des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich
- Ehrung eines verdienten Ehrenamtlers mit dem Sächsischen

  Verdienstorden durch den Sächsischen Ministerpräsidenten

  Stanislaw Tillich
- Musik: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Redebeitrag: „Demokratisch für die Demokratie streiten.

  Notwendigkeiten aus Sicht der politischen Bildung.“ Frank Richter,

  Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
- Ehrung: Kameraden der Feuerwehren für ihren Einsatz in der Frühlingsstraße
- Musikalischer Abschluss: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau

- Ende des offiziellen Programms, Buffet und Raum für Gespräche


tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2012/ref. dem.-dialog 2.JPGEingeladen waren Vertreter aus allen gesellschaftlichen Schichten. „Es war uns wichtig, dass die Breite der Gesellschaft abgebildet ist. Deswegen haben wir neben Politik und Verwaltung u.a. auch Schulen mit Schülern, Streetworker und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden eingeladen“, so die Veranstalter.


Mit dem Saal des Gasometers wurde ein Ort gewählt, der auch inhaltlichen Bezug zur Veranstaltung hat. Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz hat hier seit nunmehr drei Jahren seinen Sitz. 

- 27.01.2012: GEH-DENKEN: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

 

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

 

Bundespräsident Roman Herzog erklärte das Datum 1996 zum offiziellen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 2005 machte die UNO den 27. Januar zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Der Gedenktag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

 

Gerade Jugendlichen bietet dieser Gedenktag Anlass, sich mit der deutschen Vergangenheit zu beschäftigen und die Erinnerungen an das menschenverachtende System des Nationalsozialismus wachzuhalten.

 

Auch im Landkreis Zwickau finden Veranstaltungen/Aktionen am 27. Januar 2012 statt – u.a. auch vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region.

 

Ablauf am 27.01.2012 in Zwickau:

 

11.20 Uhr: Vortrag: „Zwangssterilisation und Euthanasie während des Nationalsozialismus“ (Foyer), Veranstalter: Bibelarbeitskreis Zwickau/Dr. Käbisch

in der Aula des Clara-Wieck-Gymnasiums (Außenstelle), Platz der Deutschen Einheit 2, 08056 Zwickau; teilnehmende Klassen: Klassenstufe 9                                               

 

15 bis 16 Uhr: Schloss Osterstein („Große Hofstube“), Veranstalter: Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region


  • Kranzniederlegung am Gedenkstein Schloss Osterstein
  • Worte der Erinnerung und Mahnung – Landrat Herr Dr. Scheurer und Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß
  • Kurzvortrag: „Zwangssterilisation und Euthanasie während des Nationalsozialismus“– Dr. Käbisch
  • Schüler/Vertreter des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Zwickau berichten über einzelne Familienschicksale, welche den Stolpersteinen in der Leipziger Straße 15 zugrunde liegen

Musikalisch umrahmt wird das Gedenken durch die Stabspielgruppe der „Sonnenbergschule“ Werdau.

 

16.15 Uhr: Gedenken an den Stolpersteinen, Leipziger Straße 15

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2012/Gedenken 2.jpg 

anschließend:
- stilles Gedenken am Gedenkstein für die Opfer der Zwangssterilisation und Euthanasie am „Haus Muldenblick“, Talstraße 5, Veranstalter: Bibelarbeitskreis Zwickau/Dr. Käbisch
- 17:00 Uhr Gedenken an der Gedenktafel, mit der an die Deportation jüdischer Mitbürger während der Nazi-Diktatur erinnert wird, am ehemaligen Georgengymnasium am Georgenplatz, Veranstalter: VVN-BdA

- 16.12.2011: Demokratiepreis 2011 der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

Die SPD-Landtagsfraktion vergab zum achten Mal einen Demokratiepreis. Unter der Überschrift „Freiwillig. Etwas bewegen!“ stehe diesmal der freiwillige Einsatz für andere Menschen im Fokus, teilte die Fraktion in Dresden mit.

Das Thema lehne sich an das von der EU ausgerufene Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 an. Das Augenmerk werde vor allem auf generationsübergreifende Projekten gelegt.

Ein mit 150 Euro verbundener Sonderpreis ging an das Bündnis für Demokratie und Toleranz Zwickau. Die Auszeichnung solle vor dem Hintergrund der rechtsextremen Terrorserie gerade jene unterstützen, die seit mehr als zehn Jahren in Zwickau mutige Aktionen gegen Rassismus und Gewalt organisieren, hieß es. Die beste Strategie gegen Rechtsextremismus sei die nachhaltige Stärkung zivilgesellschaftlicher Projekte.

  

- 9.11.2011: Sächsischer Förderpreis für Demokratie 2011

Am 9. November 2011 wurde zum fünften Mal der Sächsische Förderpreis für Demokratie - der Oskar unter den Zivilgesellschaftlichen Preisen, so Frau Dr. Petra Lidschreiber vom rbb in ihrer Begrüßung - verliehen. 67 Initiativen haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben, aus denen zehn für eine Prämierung nominiert wurden. Einen Anerkennungspreis erhielt das Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region. Die Auszeichnung nahmen am gestrigen Abend in Dresden Erwin Killat, Ehrenbürger und Mitglied im Beirat des Bündnisses, Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß sowie Gert Sczepansky und Mario Zenner vom Alter Gasometer e.V. entgegen.

 

Für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie konnten sich Projekte und Initiativen bewerben, die eine demokratische und tolerante Alltagskultur stärken. Die Maßnahmen sollten sich offensiv mit Themen wie Menschenrechte, Minderheitenschutz und Ursachen und Folgen von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus beschäftigen. Ein weiterer Aspekt war die Förderung der Zusammenarbeit mit Schulen, Kommunen, Polizei, lokalen unternehmen und Kirchgemeinden durch die bewerbende initiative. Wie Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld betonte, setzen die zehn nominierten Initiativen „ vorbildlich auf eine positive Einstellung zur Vielfalt der Meinungen und Kulturen, die vor abwertenden Vorurteilen schützt und eine positive Haltung zu demokratischer Beteiligung ermöglicht."

 

Der Hauptpreis wurde an den Augen auf e.V. Oberlausitz und das Bunte Bürgerforum für Demokratie Limbach-Oberfrohna verliehen. Anerkennungspreise erhielten die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen, chronik.LE, die AG Kirche gegen Rechtsextremismus, die AG Asylsuchende Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der InitiatorInnenkreis des Riesaer Appells, Firma Klausels sowie die Initiative "Bunter Schall als Widerhall".

 

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region ging aus dem Bündnis gegen Rechts hervor, welches 1995 gegründet wurde. Seitdem vereint das Bündnis ein breites Spektrum an demokratischen Parteien, gesellschaftlichen Organisationen, gemeinnützigen Vereinen und Vertretern der Kommunalverwaltungen. Nach außen wird das Bündnis über den Beirat und die Koordinatorin vertreten. Das Koordinierungsbüro selbst, welches im Februar 2009 seine Arbeit vollständig aufgenommen hat, übernimmt dabei die Alltagsarbeit resultierend aus den Empfehlungen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte liegen im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde in der Zwickauer Region. Die Arbeit richtet sich an zwei wesentliche Zielgruppen. Zum einen vernetzt es die die Bündnismitglieder untereinander und koordiniert das Bündnis. Zum anderen ist es zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung und offeriert somit seine Angebote an jeden Menschen, so unter anderem an Jugendliche, Schüler/innen und Lehrer/innen. In der Beschreibung heben die Veranstalter des Förderpreises unter anderem hervor: „Das Bündnis bringt Menschen aus verschiedenen politischen und weltanschaulichen Richtungen und Positionen zusammen. Die Stadt und die Bürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sind mit dabei, wenn es gilt, sich Neonazis entgegenzustellen."

 

Quelle: Stadt Zwickau

  

- 10. bis 12. Oktober 2011: Projekttage zum Thema „Respekt – Kein Platz für Rassismus“

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2011/Ref. FSV.JPGIn Vorbereitung auf die Demokratie-Tage 2012, die unter dem Motto: „Respekt“ stehen, fanden im Oktober drei Projekttage mit dem Thema „Respekt. Kein Platz für Rassismus“ statt.

 

Im Mittelpunkt der dreitägigen Projekteinheit standen Fragen wie: "Was bedeutet der Begriff Respekt?" "Welche Formen von Rassismus gibt es und wie kann damit umgegangen werden?".

 

Neben einem theoretischen Einführungsblock und einem Film mit anschließender Diskussion zum Thema waren die 20 Jugendlichen am 3. Projekttag in verschiedenen Institutionen im Landkreis mit der Kamera unterwegs und führten Kurzinterviews zum Thema durch.

 

Folgende Stationen/Institutionen wurden u.a. besucht:

 

-              Asylheim (Werdau)

-              Martin-Luther-King Zentrum

-              Fanprojekt Zwickau

-              Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Frau Dr. Findeiß

-              Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Zwickau

-              SOS-Mütterzentrum Zwickau

-              Käthe-Kollwitz-Gymnasium Zwickau

-              Pastorin der Herrnhuter Brüdergemeinde in Zwickau (EKD)

-              Stadtmission Zwickau/Mobile Behindertenhilfe

 

Die Kurzinterviews werden zeitnah zu einem Film zusammengeschnitten, der zur Eröffnungsveranstaltung der Demokratie-Tage am 16. April 2012 Premiere haben wird.

 

Referenz vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium

 

- 3. Oktober 2011: Feierliche Einweihung des Freiheits- und Einheitsdenkmals mit anschließender Auktion

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2011/einheitsdenkmal.jpgIn diesem Jahr stand weit oben auf der Liste der historisch wichtigen Gedenktage der 50. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin. Zentrales Element sollte das vom letzten Verteidigungsminister der DDR, Rainer Eppelmann, dem Friedenszentrum Zwickau überlassene Mauersegment werden. Das Denkmal soll dauerhaft an die Überwindung der 28jährigen schmerzhaften Trennung Deutschlands und an den Aufbruch zu Freiheit und Einheit erinnern. Die Bildhauerin Erika Harbort erhielt nach einer beschränkten Wettbewerbsausschreibung den Auftrag zur Schaffung einer Erinnerungsstätte, die diesen Gedanken gestalterisch umsetzt und an die selbst errungene Freiheit und Einheit erinnert.

 

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2011/springi-auktion.jpgMit dem Freiheits- und Einheitsdenkmal wird Zwickau zu den 13 Orten in Deutschland und den ca. 50 Plätzen in aller Welt gehören, die ein Segment der Berliner Mauer als Mahnmal für Freiheit und Demokratie in ihrer Stadt bewahren.

 

 

Im direkten Anschluss an die Einweihung des Freiheits- und Einheitsdenkmals lud der Verein „Alter Gasometer/Koordinierungsbüro BfDT“ die rund 250 erschienenen Gäste zu einem Sektempfang mit anschließendem Auktionsauftakt ein. Zur Versteigerung standen Grafiken  von regionalen Künstlern, die dem ehemaligen Friedenszentrum 1989 zum Zweck einer Weiterveräußerung gespendet wurden.

 

Die am Tag der Einweihung begonnene Auktion stellt den Auftakt für eine online-Auktion dar. Der Erlös kommt dem Freiheits- und Einheitsdenkmal zu Gute.

 

- 25. September bis 3. Oktober 2011: Interkulturelle Woche im Landkreis Zwickau

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2011/Ref. IKW.JPGNach dem Ende der Interkulturellen Woche lässt sich ein Besucherzuwachs feststellen. Das Interesse an dem Thema ist sichtlich gewachsen. Zur Eröffnung kamen ca. 120 Leute, im Vorjahr 100. Der interessante Nachmittag über Afghanistan mit den selbst zubereiteten Speisen und die Angebote zum "Leben feiern" im KIB Zwickau, wurden ebenfalls gut besucht. Auch zur Informationsveranstaltung über die Situation der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge in Sachsen kamen mehr Interessierte als erwartet. "Das bestärkt mich in meiner Auffassung, dass Gutes Weile bzw. einen langen Atem braucht. Mit der Brechstange können wir die vorhandenen Ängste gegenüber Fremden nicht vertreiben. Die Menschen müssen selbst Erfahrungen mit Migranten sammeln, um Vorurteile abzubauen.", so die Ausländerbeauftragte des Landkreises Zwickau, die die Interkulturelle Woche maßgeblich initiiert und vorbereitet. Auch das Koordinierungsbüro unterstützt die Interkulturelle Woche im Landkreis und ist Mitglied in der Vorbereitungsgruppe zur Interkulturellen Woche.

 

- 5. bis 8. Juli 2011: Veranstaltungsreihe "KulturSPIELplatz"

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2011/sommerfest.jpgDie Veranstaltungsreihe KulturSPIELplatz ist am 8. Juli mit unserem Sommerfest unter dem Motto "Havanna meets Zwickau" erfolgreich zu Ende gegangen. Wir schauen auf eine abwechslungsreiche Woche zurück, in der vor allem die interkulturelle Kommunikation im Vordergrund stand.

 

Das Projekt KulturSPIELplatz vereinte in diesem Jahr vier verschiedene Projektbausteine, denen allen ein zentrales verbindendes Element zugrunde liegt: In allen vier Projekten wurde gezeigt, dass Kommunikation nicht auf verbaler Sprache basieren muss. Kommunikation findet auch über Körpersprache und über musikalische Ausdrucksmöglichkeiten statt. Gerade interkulturelle Kommunikation bedarf oft Ausdrucksmöglichkeiten, die über die verbale Sprache hinausgehen und so sprachliche und kulturelle Grenzen überwinden kann.

 

Das Projekt begann am Dienstag mit der Kinovorführung "Metropolis", die durch Live-Musik begleitet wurde. Am Mittwoch konnten wir den italienischen Anarcho Clown Paolo Nani in Zwickau begrüßen, der Pantomime auf höchsten Niveau zeigte. Im Anschluss daran zeigte am Mittwoch Tilo Nöbel (Mondstaubtheater) wie Theater/Pantomime für Kinder begreifbar gemacht werden kann. An dem Workshop nahmen Kinder aus verschiedenen Ländern teil. Als Abschluss gelang es uns Künstler aus Kuba einzuladen, die ihre Werke am Freitag ausstellten und musikalisch den Abend bereicherten.

 

Auch im kommenden Jahr wird es die Veranstaltungsreihe "KulturSPIELplatz" geben, die unser Sommerhighlight für Sie sein soll.

 

Medienberichte zum Projekt KulturSPIELplatz finden Sie hier.

 

Referenzen zur Veranstaltung "Interkultureller Pantomime & Clownerie-Workshop" finden Sie hier:

 

- 21./22. Juni 2011: Projekttage zum Thema „Zivilcourage und Bürgerschaftliches Engagement“

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/2011/projekt-cuba1.jpgAn zwei Projekttagen, an denen 42 junge Menschen im Rahmen ihres Freiwilligen Jahres teilnahmen, wurden 3 thematisch bezogene Module zu folgenden Themen durchgeführt:

 

- Modul I: Zivilcourage

 

- Modul II: Bürgerschaftliches Engagement

  „Fairer Handel“,  „Vision for Africa“, Ehrenamtliches Engagement in der Zwickauer Region

 

- Modul III: Reflexion der eigenen Tätigkeit im Rahmen des FSJ 

Auszug aus einer Referenz vom Gemeinsam Ziele Erreichen e. V.

Workshoptage für FSJler

Im Rahmen des Abschlussseminars für Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr nutzten wir das Angebot des Koordinierungsbüros "Bündnis für Demokratie und Toleranz" mit 2 Seminargruppen an einem Tagesworkshop am 21.06. und 22.06.11 teilzunehmen. Ziel war es, die Jugendlichen für ehrenamtliches Engagement zu sensibilisieren, eine Nachhaltigkeit des eigenen Ehrenamtes als FSJ zu schaffen bzw. Übergänge aufzuzeigen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Die erlebten Themen waren breit gefächert von Zivilcourage bis Ehrenamt in Auslandsprojekten sowie Reflexion der eigenen Erlebnisse im Freiwilligendienst.

- 11. bis 20. April 2011: Tage der Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region

„Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“ (Hermann Gmeiner)

 

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Pressespiegel/Buendnislogo-300dpi.jpgUnter diesem Motto standen die diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, die im Zeitraum vom 11.-20. April 2011 stattfanden. In Anlehnung an das von der Europäischen Union ausgerufene Jahr der Freiwilligentätigkeit standen auch die diesjährigen „Demokratie-Tage“ - und speziell die Eröffnungsveranstaltung - unter dem Motto „Bürgerschaftliches Engagement“.

 

In diesem Jahr gelang es, ein vielfältiges Veranstaltungsangebot  zu realisieren. Darunter befanden sich Höhepunkte wie eine Lesung mit dem Bürgerrechtler Dr. Joachim Gauck und eine Podiumsdiskussion mit dem bekannten Journalisten Günter Wallraff.

 

Insgesamt besuchten ca. 2400 interessierte BürgerInnen die Veranstaltungen der Demokratie-Tage im Landkreis. Unter den Besuchern befanden sich auch mehrere Schulklassen und Jugendgruppen, so dass ca. 850 junge Menschen die Veranstaltungen wahrnahmen und so beispielsweise die Möglichkeit hatten, Dr. Gauck und Günter Wallraff persönlich in ihrer Schule zu empfangen und kennenzulernen.

 

Die Demokratie-Tage sollen Impulsgeber für das Thema "Bürgerschaftliches Engagement" in der Region sein. Ziel ist, eine Diskussion zum Thema nachhaltig anzuregen und Weiterbildungsperspektiven zum Thema Bürgerschaftliches Engagement aufzuzeigen. Im Rahmen von Gesprächsrunden, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen wurde das Thema mit jungen und älteren Menschen (kontrovers) diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Bürgerschaftliches Engagement - besonders in der Region - gestärkt werden kann.

Eine Auswahl an Medienberichten finden Sie in unserer Rubrik Pressespiegel.

 

 

Ausgewählte Fotos der Demokratietage: (Foto Günther Wallrall von Ralph Köhler)

- 27. Januar 2011: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

 

Der Gedenktag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

 

Auch in Zwickau wird jedes Jahr den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Laut Beschluss des Bündnisses stellt der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar einen von drei Gedenktagen dar, die vom Bündnis ausgestaltet werden. Organisiert und vorbereitet wird der Gedenktag jährlich vom Koordinierungsbüro. Am 27. Januar 2011 lud das Koordinierungsbüro zu einer Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen im Haus Muldenblick und zu einem anschließenden Schweigeweg zum Georgenplatz Zwickau, wo ebenfalls kurze Redebeiträge erfolgten.

 

An beiden Gedenkveranstaltungen nahmen ca. 60 Personen teil, darunter auch zahlreiche Stadträte der Stadt Zwickau.

TV Z Beitrag zur Gedenkveranstaltung am 27.01.2011

- 10. Dezember 2010: Aktionstag - Tag der Menschenrechte

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hat sich  in diesem Jahr entschieden, besonderes Augenmerk auf den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember zu legen. So unterstützten das Bündnis und das Koordinierungsbüro die Aktionen der Amnesty International Hochschulgruppe, die selbst auch im Bündnis vertreten ist.

Anlässlich des Tages der internationalen Menschenrechte plante die Amnesty Hochschulgruppe eine Aktion ganz in der Nähe des alljährigen Weihnachtsmarktes. Im Eingangsbereich der Fachhochschule am Kornmarkt 1  versorgte ein Informationsstand alle Neugierigen mit Informationen rund um das Thema Menschenrechte und Amnesty International. Ein besonderes Augenmerk waren die auffällig gelben Amnesty-Luftballons sein. Einige dieser Ballons wurden an Passanten verteilt, die durch das gemeinsame Steigenlassen um 19.00 Uhr symbolisch ihr „Ja“ zu Amnesty und ihre Unterstützung zum Tag der Menschenrechte  Ausdruck verleihen können.
Im Rahmen des diesjährigen Briefmarathons von Amnesty International rund um den Tag der Menschenrechte  wurden so viele Unterschriften wie möglich gesammelt, um  aktuelle Aktionen zu unterstützen.

AMNESTY INTERNATIONAL ist eine von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Menschenrechtsorganisation. Amnesty kämpft seit 1961 mit Aktionen, Appellbriefen und Dokumentationen für die Opfer von Menschenrechts-verletzungen auf der ganzen Welt. Die Organisation hat weltweit 2,8 Millionen Unterstützer. 1977 erhielt Amnesty den Friedensnobelpreis.

- 10. November 2010: Weiterbildung für Pädagogen und Multiplikatoren zum Thema „Umgang mit Rechtsextremen bei Veranstaltungen“

Im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema „Umgang mit Rechtsextremisten bei Veranstaltungen“ wurden folgende Themenfelder bearbeitet:

 

-    Rechtliche Grundlagen
-    Codes/Musik/Symbole/Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene
-     Möglichkeiten des Umganges mit Rechtsextremen auf Veranstaltungen
-    Argumentationstraining

 

An der Weiterbildung nahmen neben Mitgliedern des Bündnisses auch Vertreter von Kirchen und Jugendeinrichtungen teil.

- 27. Januar 2010: Lehrerfortbildung Ecopolicy

Aufgrund der positiven Rückmeldung auf dem GOM – Festival 2009 (Gewalt? – Ohne mich Festival) gelang es, in Kooperation mit dem Organisationsbüro der Ecopolicyade den Sachsen-Entscheid nach Zwickau zu holen. 

 

tl_files/Bilder/Buendnis Kalender und News/Bilder/bilder, logos 2010/ecopolicy.jpg„Vernetztes Denken im Wettbewerb“ – unter diesem Motto stand im Juni 2009 der erste Bundesentscheid der „Ecopolicyade“ in Berlin an. 14 Schülerteams aus fast allen Bundesländern Deutschlands traten gegeneinander an, um sich in der PC-Simulation im Regieren fiktiver Staaten miteinander zu messen. Die Jugendlichen lernen durch das Spiel, wie komplexe Zusammenhänge zwischen Politik, Umwelt und Wirtschaft hergestellt werden können und wie Fehlentscheidungen gravierende Folgen haben können. Ein Szenario das angesichts von Klimawandel, explodierenden Sprit-, Heiz- und Stromkosten sowie Sturm und Hochwasserkatastrophen erkennbar nah an der Realität ist. Im Landkreis Zwickau begannen die Vorbereitungen des Wettbewerbes mit der Lehrerfortbildung am 27. Januar im Alten Gasometer.