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Im Pfarrzentrum "manufaktur" wurde anläßlich der Zwickauer Demokratietage der Film "SWAN" gezeigt (Veranstalter: Bündnis 90/Die Grünen). Anschließend stand den Gästen die Regisseurin Henrike Naumann zum Gespräch zur Verfügung.
Dirk Lange spielt einen Journalisten aus Zwickau, der die ersten Arbeiter aus Vietnam am Hauptbahnhof empfing. Er berichtet über die Arbeiter aus Vietnam - und verliebt sich...
Der SED-Staat betrachtete die Kirche als Feind, sie wurde bekämpft. Es gab keine Glaubensfreiheit. Anfang der 1950er Jahre wurden Pfarrer wegen Boykotthetze verhaftet und in Schauprozessen zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Aus unserer Region waren es Pfarrer Weidenkaff (Weißbach) und Pfarrer Schumann (Zwickau). Danach wurde mit der Einführung der Jugendweihe angestrebt, systematisch den Kindern den Glauben auszutreiben. Damit sollte der kirchliche Nachwuchs unterbunden werden. Das hatte langfristige Folgen für die Kirche, sodass heute die Mehrheit der Bevölkerung keiner Kirche mehr angehört. In den 1980er Jahren strebten die DDR-Machthaber eine „Kirche im Sozialismus“ an. Aber es gab Christen und Bevölkerungsgruppen, die unter dem Dach der Kirche im „Konziliaren Prozess“ zusammenkamen und sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Menschrechte einsetzten. Diese Menschen gehörten auch in der Zwickauer Region mit zu den Impulsgebern der Friedlichen Revolution.
Diese Veranstaltung fand anläßlich der Tage der Demokratie und Toleranz im Gemeindesaal der Ev.-Lutherischen Kirchgemeinde Ebersbrunn, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Bibelausstellung, statt.
Zu den Demokratietagen lud sich das Fanprojekt Zwickau Gerd Dembowski aus Berlin ein, der u. a. durch Ausstellungen wie „Tatort Stadion“, das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) und sein Buch „Fußball vs. Countrymusik“ (Papyrossa Verlag) bekannt wurde.
An seinen berüchtigten Lese-Abenden geht es um Beobachtungen zum „Patriotismus“ bis zum Springen auf Frachtzüge, um einen Besuch beim FBI und eine Geisterstadt in Illinois, infame Verleumdungen und herzvolle Liebeserklärungen – ein literarischer Drahtseilakt zwischen Realität und Realitätssteigerung.
Jedes Kind und jeder Jugendlicher hat Rechte. Diese sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Leider werden diese Rechte nicht überall auf der Welt geachtet. Aber wie sieht es in Deutschland aus? Werden bei uns zum Beispiel die Rechte von jugendlichen Migranten gewahrt?
Diese und andere Fragen, z. B. wie die UN-Kinderrechtskonvention eingehalten wird und welche Rechte womöglich noch fehlen, wurden im Jugendcafé des Alten Gasometer, im Rahmen der Demokratietage, mit Elke Herrmann (MdL) und dem Jugendmigrationsdienst Zwickau erörtert.
An diesem Tag hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich aktiv mit dem Thema Rechtextremismus und Problemen wie Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Aber auch Fragen wie „Was kann ich zu einer besseren Gesellschaft beitragen?“, „Wie funktioniert Mitbestimmung?“ und „Wie kann ich mich für demokratische Werte, wie Offenheit, Toleranz und Courage einsetzen?“ waren zentrale Themen.
Das Programm war bestückt mit Fußballspiel, in dem Fairness und ein spielerisches Miteinander im Vordergrund standen, sowie einer Reihe von Workshops und Diskussionen und nicht zuletzt der künstlerischen Umrahmung. Hier stellten verschiedene Künstler ihr Können unter Beweis und sorgten so für ein lockeres Zusammenwirken der Teilnehmer.
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. und Kirchgemeinden hatten zu einer Gebetsnacht auf dem Jüdischen Friedhof in Schneppendorf eingeladen.
Im April 2003 wurde der jüdische Friedhof in Schneppendorf (Zwickau), wie bereits 1938 in der finsteren Zeit des Nationalsozialismus, in barbarischer Weise verwüstet. Von den 64 Grabmalen wurden 54 umgestoßen. 5 Grabmale wurden dabei so zertrümmert, dass sie bei der umfangreichen Wiederherstellung neu angefertigt werden mussten.
Das SOS-Mütterzentrum lud im Rahmen der Demokratietage zu einer Gesprächsrunde beim Frühstück für Engagierte und Menschen, die sich einmischen wollen.
Vorgestellt wurde das neue Projekt „Familienpaten“, bei dem sich Freiwillige verbindlich in Familien einbringen, in denen Kinder von null bis drei Jahren zu versorgen sind. So werden künftig junge Mütter entlastet, der Familienalltag erleichtert und unterstützt. Außerdem erhielten alle Interessierten umfassende Führungen durch das ganze SOS-Mütterzentrum. Auf diese Weise wurden die zahlreichen Angebote des Hauses vorgestellt. Diese reichen vom Frauenschutz über Schülertreff und Töpferraum, Hausaufgabenhilfe und Workshops bis hin zu Frühförderung und Beratungsangeboten und vielem anderen mehr.
Der sympathische Senkrechtstarter gilt in der Comedy- und Kabarettszene als einer der 82 Millionen Einwohner Deutschlands.
Anläßlich der Demokratietage war er im Alten Gasometer Zwickau zu Gast. Ostwestfälischer Humor mit Migrationsvordergrund!
Abdelkarim ist ein Marokkaner aus Bielefeld. Es kann halt nicht allen gut gehen. Was ihm bleibt sind seine langen Träume. Ohne sie wäre es schwer in der Bielefelder Bronx alias das-ghettowürdigste-Ghetto-Deutschlands (und das ohne brennende Mülleimer). In seinen unfassbar süßen Träumen ist er mal berufstätig,mal hat er einen deutschen Pass oder er spricht einfach mit einem Germanen. Diese glorreichen und glamourösen Träume sind ihm komischerweise nicht zu Kopf gestiegen.
Abdelkarim ist auf dem Boden geblieben. Im wahrsten Sinne der Wörter. Als fester Bestandteil der Unterschicht und Parallelwelt meistert er seinen Alltag. Ob im virtuellen Netzwerkwahn oder real mit original Kunstlederjacke – der Marokkaner hat immer (k)eine Lösung parat. Oder sein Vater. Oder sein bester Freund des Grauens: Straßenflüsterer Ali.
Der Arbeitskreis Bibelausstellung veranstaltete zu den Tagen der Demokratie und Toleranz im Gemeindesaal der Versöhnungskirchgemeinde Neuplanitz einen Vortrag über die Entwicklung der Rassenideologie und wie diese im Nationalsozialismus angewandt wurde.
Referent E. Käbisch gab einen Überblick, wie unzählige Menschen zu Opfern gemacht wurden, aber auch, wie Menschen Zivilcourage zeigten und Widerstand leisteten.
Der Vortrag regte an, sich mit dieser menschenverachtenden Ideologie, die bis heute noch von bestimmten Bürgern unseres Landes vertreten wird, auseinanderzusetzen.
Die Referentin Anja Hertel las anläßlich der Demokratietage aus dem Sammelband "Aus einem Land vor unserer Zeit". Dieser enthält Dissertationen von 25 Stipendiaten der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen Deutschlands haben sich mit diesem Projekt auf eine Entdeckungsreise in ein Land „vor ihrer Zeit“ begeben. In anschaulichen, kurzweiligen und lebendigen Geschichten erzählen sie über ihre historischen Streifzüge. Sie berichten über einen untergegangenen Staat, den sie selbst nicht mehr erlebt haben. Dabei spielen Schnitzlers „Schwarzer Kanal“, aufmüpfige Künstler, austrittswillige SED-Genossen genauso eine Rolle wie der UN-Beitritt der DDR 1973.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltete anläßlich der Tage der Demokratie und Toleranz im Bürgersaal des Rathauses Zwickau einen Diskussionsabend und zeigte den Film "Verboten - Verfolgt - Vergessen" von Regisseur Daniel Burkholz.
Der Film erzählt die persönlichen Geschichten Verfolgter, wertet jedoch auch durch Wissenschaftler die historische Bedeutung. Ein verdrängtes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte erhält durch den Film Gesicht und Stimme.
Anläßlich der Demokratietage waren an diesem Abend Harri Stojka & Gitancœur d’Europe im Alten Gasometer zu Gast. Harri Stojka gilt als einer der bedeutendsten und international meistbeachteten Jazzmusiker Österreichs. Mit Gitancœur d’Europe unternimmt er den Brückenschlag zwischen den alten Traditionen und der sich ständig verändernden Welt der jungen Roma von heute. Diese Verbindung zwischen Altem und Neuem soll auch in der Musik zum Ausdruck kommen.
Es entspricht der Tradition der Roma und Sinti, Geschichten in Form von Liedern weiterzugeben und Gemeinschaft durch die Musik zu schaffen. Gitancœur d’Europe versteht sich nicht in der Konservierung von Überholtem, sondern als lebendiger aktiver Beitrag zur Musikkultur der Roma.
„Mit meiner Musik bringe ich immer wieder die Geschichte meines Volkes dem Publikum näher und weise auch auf die musikalische Gegenwart hin. Denn wir, die Roma und Sinti, haben in unserer Musik unsere Heimat gefunden. Mit den gesungenen Texten in ROMANES ehre ich die Sprache unserer Vorfahren.“
In kurzen Einleitungen erklärte er, worum es in den von der Sängerin Elena Krstic gesungenen Liedern geht. Auch wenn das Publikum die Worte nicht versteht, die Musik bewegt und reißt jeden mit. (Freie Presse, 20.04.13)
Im Rahmen der Veranstaltung im Verein Wolschanka e. V. wurde gezeigt, wie wichtig es ist tolerant zu sein und Verständnis miteinander zu haben.
Die Ausstellung und das kulturelle Programm zeigten die Notwendigkeit zusammenzufinden, gemeinsame Ideen zu entwickeln und was man gegen undemokratische und menschenverachtende Einstellungen und Handlungen tun kann.
Sich für andere einzusetzen, ihnen beizustehen und zu helfen oder mal vor den Freunden eine andere Meinung als die der Clique zu vertreten oder fremdenfeindlichen Äußerungen etwas entgegenzusetzen, fällt mitunter nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern schwer.
In der Stadtbibliothek und in der Kinderbibliothek wurden zu diesem Thema Bücher vorgestellt, vorgelesen und mit den Kindern besprochen. Vorleser waren Mitglieder der Lesepaten des SOS-Mütterzentrums, des Förderstudios Literatur e. V. und der Stadtverwaltung Zwickau.
"Moment mal: Hat alternative Jugendkultur in Zwickau einen Platz?"
Öffentliche Diskussionsrunde im Rathaus mit Oberbürgermeisterin Pia Findeiß
Eine
Diskussionsrunde über die verschiedenen Facetten
alternativer Jugendkultur und wie diese sich für alle
bereichernd in der Zwickauer Jugend- und Kulturlandschaften
entfalten kann. Neben der Oberbürgermeisterin waren weitere
Kommunalpolitiker anwesend
Die Zwickauer Volxküche bot ein fleischloses Buffet an, während dem man ins Gespräch kommen und Anregungen für seine
Ernährung sammeln konnte.
Folgend eine kleine Bildauswahl:
"Wir wollen freie Menschen sein! Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953"
Die Ausstellung in den Zwickau Arcaden erinnert an den Volksaufstand 1953, der sich in diesem Jahr am 17. Juni zum 60. Mal jährt. Aus diesem Anlass präsentierte der CDU-Kreisverband Zwickau im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz in den Zwickauer Arcaden eine Ausstellung, die die Geschichte dieser gescheiterten Revolution erzählt.
Folgend eine kleine Bildauswahl:
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltete anläßlich der Demokratietage einen Diskussionsabend im Bürgersaal des Rathauses Zwickau und zeigte den Film des Regisseurs Daniel Burkholz "Verboten - Verfolgt - Vergessen".
Der Film erzählt die persönlichen Geschichten Verfolgter, wertet jedoch auch durch Wissenschaftler die historische Bedeutung. Ein verdrängtes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte erhält durch den Film Gesichter und Stimmen.
Die Referentin Anja Hertel las im Martin-Luther-King-Zentrum in Werdau, anläßlich der Demokratietage, aus dem Sammelband "Aus einem Land vor unserer Zeit", den 25 Stipendiaten der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zusammengestellt haben. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen Deutschlands haben sich mit diesem Projekt auf eine Entdeckungsreise in ein Land „vor ihrer Zeit“ begeben. In anschaulichen, kurzweiligen und lebendigen Geschichten erzählen sie über ihre historischen Streifzüge. Sie berichten über einen untergegangenen Staat, den sie selbst nicht mehr erlebt haben. Dabei spielen Schnitzlers „Schwarzer Kanal“, aufmüpfige Künstler, austrittswillige SED-Genossen genauso eine Rolle wie der UN-Beitritt der DDR 1973.
Die Auftaktveranstaltung zu den Demokratietagen unter der Überschrift „Misch mit!“ am Montag in der Aula der Westsächsischen Hochschule wurde von den 70 Besuchern sehr gut angenommen.
Mit dem Duo „solche“ (Gitarre, Gesang, Cajon) gab es musikalische Denkanstöße, die Laune machten, nicht ohne kritisch zu sein. Besonders die Rede des Leipziger Thomaskirchenpfarrers Christian Wolff inspirierte die Zuhörer und regte zu Diskussionen im Anschluss an.
Mit Patrick Irmer vom Jugendbeirat Glauchau war ein bereits ausgezeichnetes Beispiel aus der Praxis auf dem Podium vertreten. In Glauchau mischen die Jugendlichen regelmäßig mit.
Am einstigen Standort der Zwickauer Synagoge in der Katharinenstraße erinnert seit 1993 ein ins Pflaster eingelassener großer Davidsstern an die Zerstörung des Gotteshauses am 9. November 1938 in der Reichspogromnacht. An diesem Mahnmal gedachten am 8. April 2013 einige Zwickauer der Millionen Juden, die während des Holocausts ermordet wurden. Anlass war der israelische Nationalfeiertag Jom haScho’a, der als „Tag des Gedenkens an Shoa und Heldentum“ begangen wird. Der Vorsitzende der Zwickauer Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Christoph Oehme, rief die Anwesenden und über die Medienvertreter die Zwickauer Öffentlichkeit dazu auf, die Erinnerung wach zu halten und sicher immer wieder dafür einzusetzen, dass derart unmenschliche Taten nicht noch einmal geschehen:
„Wir werden in diesem Jahr den 65. Jahrestag der Staatsgründung Israels feiern, wir werden an die Reichspogromnacht vor 75 Jahren erinnern und an den 100. Geburtstag von Jochen Klepper, der wegen der drohenden Gefahr der Deportation seiner jüdischen Ehefrau und Tochter mit seiner Familie in den Freitod ging. Die Zeitzeugen werden immer weniger und es ist unsere Aufgabe das Erinnern unseren Kindern und Enkeln weiter zu geben. Zum zehnten Mal jährt sich die Schändung des Zwickauer Jüdischen Friedhofs, die nie aufgeklärt wurde. Wir sehen: Es gibt viel zu tun. Lassen Sie uns gemeinsam unabhängig von unterschiedlicher Weltanschauung, Partiezugehörigkeit oder Konfession unseren Weg gehen.“
Auf dem Jüdischen Friedhof in Zwickau (Thurmer Straße) findet am 19. April 2013 von 19:00 bis 24:00 Uhr wieder die jährliche Mahnwache zum Gedenken an die Friedhofsschändung 2003 statt.
Am 27. Januar 2013, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus fanden sich ca. 80 Zwickauer am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Faschismus im Schwanenteichgelände ein. Um 15.00 Uhr eröffnete die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden im Namen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Es folgte ein Musikstück, vorgetragen vom Ökumenischen Posaunenchor Zwickau.
Anschließend sprach der erste Beigeordnete des Landrates im Landkreis Zwickau, Bernd Gersdorf. Er erinnerte daran, dass vor nunmehr achtzig Jahren Adolf Hitler zum Reichskanzler gewählt wurde und die sogenannte Machtergreifung der Nationalsozialisten begann. Gersdorf erinnerte an Juden, Sinti und Roma, Kommunisten, Homosexuelle, Andersdenkende, Behinderte und die vielen anderen bis heute ungezählten Opfer des menschenverachtenden Regimes. Er schloss auch die Menschen in seine Worte ein, die in jüngster Vergangenheit ermordet wurden von denen, die sich selbst als nationalsozialistischen Untergrund bezeichneten. Der Beigeordnete mahnte zur Wachsamkeit und dazu, die Verantwortung und Verpflichtung wahrzunehmen, dafür zu sorgen, dass Menschen in Freiheit, Gleichheit und ohne Angst leben können. Denjenigen, die immer noch oder wieder der nationalsozialistischen Ideologie anhängen rief er zu: „Wir dulden euren Hass nicht, wir dulden nicht eure Gewalt!“ Frieden und Demokratie seien Errungenschaften, die nicht selbstverständlich sind und somit immer wieder zu schützen seien. Für alle Anwesenden sagte er: „Wir verneigen uns vor den Opfern einer menschenverachtenden Ideologie.“ Während eines weiteren Musikstückes legten zahlreiche Teilnehmer schweigend Blumen und Gebinde am Mahnmal ab.
Danach sprach Erwin Killat, Ehrenbürger der Stadt Zwickau und Beirat des Bündnisses für Demokratie und Toleranz über die Geschichte des Mahnmales und seiner Entwicklung. Er regte an, sich neu mit der Gestaltung der Anlage auseinanderzusetzen und sie wieder verständlicher für Besucher zu machen. Ein Auszug aus Erwin Killats Ansprache:
„So ist es nun unsere Aufgabe, mit diesem Erbe in einen Dialog zu treten und zu fragen, wie nun fast 70 Jahre nach dem Holocaust und dem Ende der faschistischen Diktatur dieser Ort für eine junge Generation erlebbar gemacht werden kann. Dieser Ort soll gerade für junge Menschen ein Ort der Besinnung werden.
Und so ist es legitim, darüber nachzudenken und in eine öffentliche Diskussion darüber zu treten, wie und in welcher Weise dieses historische Mahnmalensemble in unserer Zeit seiner Aufgabe gerecht wird. Die Gefährdung des Bestehenden ist inzwischen jedem verantwortlich Denkenden bewusst. Demokratie, Menschenwürde, Ehrfurcht vor dem Lebenden, Frieden sind ständig bedrohte Werte. Gesicherte Zukunft aber bedarf der Erinnerung.“
Erwin Killat gab in der Folge ganz praktische Hinweise, worauf bei einer Neugestaltung geachtet werden sollte. So seien neben den politisch Verfolgten auch andere Menschengruppen wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Bibelforscher in den Blick zu nehmen. Außerdem sei es wichtig, deutlich über die Bedeutung des Ortes zu informieren und vor allem darauf hinzuweisen, dass es sich um die Ruhestätte von 325 Verstorbenen handelt. Auch solle an diesem Ort der 152 Todesopfer gedacht werden, die seit 1989 in Deutschland neofaschistische Gewalttaten forderten.
Nach einem letzten Musikstück dankte die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß den Versammelten für ihr Kommen und betonte, dass es ihr und den anwesenden Stadträten eine Verpflichtung sei, diese Vorschläge mitzunehmen. Dr. Findeiß unterstrich, dass die Ideen in der Zusammenarbeit des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gewachsen seien und aus diesem Zusammenwirken von Demokraten immer wieder wichtige Impulse erwachsen. Abschließend fasste die Oberbürgermeisterin zusammen: „Faschismus und Nationalsozialismus haben in unserer Stadt keinen Platz.“
Am 25. Januar 2013 fand die Auftaktveranstaltung der Projekttagreihe „Rechte Töne“ für Schulen statt. Gemeinsam mit der 8. Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Zwickau wurden in der Projekteinheit Hintergründe und Beispiele von der „Einstiegsdroge Musik“ in die rechtsextreme Szene aufgezeigt. Neben der Aufklärung über verschiedene Strömungen und Genre, welche auch von rechtsextremen Musikern und Bands bedient werden, wurden von den Schülern einschlägige Texte genauer unter die Lupe genommen. Zudem gab es einen kurzen Abriss über szenetypische Codes, Symbole und Bekleidung, welche im Umfeld von Personen mit rechtsextremen Hintergrund zu finden sind, so z.B. auch auf Konzerten oder Festivals.
Die Projekteinheit wird im Rahmen der kommenden Tage der Demokratie und Toleranz in Zwickau durchgeführt. Neben diesem inhaltlichen Block besteht für die Schulen die Möglichkeit, die Filmvorführung von „Blut muss fließen“ am 16. April 2013 wahrzunehmen. Sowohl die Projekteinheit als auch die Filmvorstellung sind kostenfrei für die Schulen.
Das Projekt wird insgesamt für 5 Schulklassen im Landkreis Zwickau durch die Sozial- und Kulturpädagogen des Vereins Alter Gasometer angeboten und durch das Koordinierungsbüro des BFDT unterstützt. Die zentrale Abschlussveranstaltung findet am 16.04. im Alten Gasometer statt.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region erinnert jedes Jahr mein kleinen speziellen Veranstltungen an den TAG DER MENSCHENRECHTE. In diesem Jahr wurde durch das BfDT Mitglied ALTER GASOMETER der Film CAMP 14 gezeigt.
Die Pogromnacht des 9. November 1938 war ein erster Höhepunkt der systematischen Diskriminierung und Verfolgung der Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Zugleich war sie drohender Vorschein und Auftakt dessen, was in den Jahren danach geschah, als die systematische Ausrottung der europäischen Juden beschlossen wurde und die Deportationszüge in die Todeslager zu rollen begannen. Besonders in denjenigen deutschen Städten, in denen bis 1938 eine intakte Synagoge stand, wird jährlich am 9. November der Pogrome gedacht, so auch in Zwickau.
Vor
dem Hintergrund des Gedenkens fand am 9. November die
Filmvorführung „Sarahs Schlüssel“ mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema
statt, an der 235 SchülerInnen teilnahmen.

Paris im Juli 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird mit ihren Eltern mitten in der Nacht aus ihrer Wohnung geholt. Verzweifelt schließt sie ihren kleinen Bruder im Schlafzimmer ein und verspricht, schnell wieder bei ihm zu sein. Den Schlüssel nimmt sie mit, nicht ahnend, welche Katastrophe ihrer Familie und fast 20.000 weiteren verschleppten Pariser Juden bevorsteht. Siebenundsechzig Jahre später verwebt sich Sarahs Geschichte mit der von Julia Jarmond, einer amerikanischen Journalistin, die für einen Artikel recherchiert. Bei dieser Arbeit stößt sie auf das Schicksal von Sarah und ihrer Familie.
Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, gemeinsam am Pogromgedenken auf dem Jüdischen Friedhof in Zwickau teilzunehmen.
Am 4. November 2011 kam es kurz nach 15 Uhr zu einer Explosion und anschließendem Brand in einem Wohnhaus in der Frühlingsstraße 26 in Zwickau-Weißenborn. In den folgenden Tagen, Wochen und Monaten sollte ein beispielloses und bis dato unvorstellbares rechtsterroristisches Netzwerk mit seiner abscheulichen Verbrechensserie an die Öffentlichkeit gelangen. Ein Jahr danach haben bundesweit Tausende Menschen an die Mordopfer erinnert. Auch in Zwickau fanden und finden dazu Veranstaltungen statt. Einen November später – so auch der Titel der gestrigen Veranstaltung – lud der Verein „Alter Gasometer“ gemeinsam mit dem Zwickauer Demokratie-Bündnis und der Stadt Zwickau zu einer Diskussionsrunde. Gäste von mdr figaro-Moderator Bastian Wierzioch waren die Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Beiratsmitglied Rainer Eichhorn, die Rechtsextremismusexpertin Ellen Esen, Journalist und Autor Christian Fuchs und Sabine Friedel, Mitglied im 3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen.
Ziel der Veranstaltung war zum einen, einen aktuellen Informationsstand seitens der Ausschussarbeit, speziell des sächsischen NSU-Ausschusses, zu geben. Sabine Friedel, Mitglied im 3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen, kam hierbei zu folgender Einschätzung: „Die Arbeit im Ausschuss gleicht eher der Arbeit in einem Kiesbett. Es gibt nicht den einen großen Stein, den wir umdrehen müssen, sondern es gilt, jeden einzelnen kleinen Stein umzudrehen“. Auch wenn noch viele Versäumnisse der Verfassungsbehörden aufzuarbeiten sind, so Friedel weiter, die direkt von einer Sitzung des Ausschusses kam,„fangen die hierarchisch strukturierten Behördenapparate langsam an, ihre Arbeit und ihr Handeln zu hinterfragen.“ Ellen Esen, die als langjährige Kennerin der rechtsextremen Szene auf dem Podium vertreten war, verglich den Verfassungsschutz mit einem „Frühwarnsystem“, das allerdings vor dem Hintergrund der 10 Morde mit tragischen Konsequenzen versagt hat.
Neben einer Chronologie der Ereignisse und Hintergrundinformationen wurde der Blick im Rahmen der Gesprächsrunde aber auch nach vorn gerichtet. Es wurden Handlungsmöglichkeiten im gemeinsamen Engagement gegen Rechtsextremismus hinterfragt und diskutiert. Die Arbeit gegen Rechtsextremismus muss im Verständnis weiter gefasst werden, so Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß. Im Bereich präventiver Arbeit seien beispielsweise Schulsozialarbeiter und Streetworker wichtige Wegbegleiter für Jugendliche. „Wichtig ist hierbei, ein kontinuierlicher und nachhaltiger Ansatz. Und hier erwarte ich auch Unterstützung auf Landes- und Bundesebene. Was nützen uns Modellprojekte, die nach einigen Jahren des Aufbaus und der Etablierung auslaufen und nicht weiter gefördert werden. Wichtige Ansprechpersonen und Anlaufstellen dürften nicht aufgrund finanzieller Kürzungen wegbrechen, denn wenn wir uns nicht kümmern, kümmern sich Andere.“
Arbeit gegen Rechtsextremismus bedeutet auch, so Findeiß weiter, die Stärkung einer selbstbewussten Zivilgesellschaft. Die Verteidigung der Demokratie müsse ein jeder als Bürgerpflicht verstehen, die es gilt zu schützen und zu verteidigen. Und hierfür ist keinerlei Unterschrift als Bekenntnis von Nöten, fügte Ellen Esen hinzu, die sich für die Abschaffung der umstrittenen Extremismus-Klausel aussprach.
Arbeit gegen Rechtsextremismus beinhalte auch, genau hinzuhören, sensibel für Alltagsrassismen zu sein und zu widersprechen, gab ein anwesender Streetworker im Rahmen der Gesprächsrunde zu bedenken. Besonders Erwachsene seien sich oftmals ihre Rolle als Vorbild nicht bewusst, was dazu führen kann, dass Alltagsrassismen unreflektiert an Jugendliche weitergegeben werden. Inwieweit selbst Politiker, (unbewusst) Alltagsrassismen salonfähig machten, erläuterte Christian Fuchs, Journalist und Autor, anhand einiger Beispiele.
Das Zwickauer Demokratie-Bündnis, welches auf dem Podium von Beiratsmitglied Rainer Eichhorn vertreten wurde, sieht als einen wichtigen Ansatz gegen Rechtsextremismus die Arbeit im Bildungsbereich. Vorstellbar wäre hier beispielsweise die Institutionalisierung eines sog. „Demokratiepädagogen“ in jeder Bildungseinrichtung als Ansprechpartner im Bereich Demokratie- und Toleranzförderung. Wie wichtig und gewünscht pol. Bildung auch seitens der Zwickauer SchülerInnen ist, zeigte sich in der Wortmeldung von Shari Bangsow Vorsitzende des Kreisschülerrates. Oftmals würde vernachlässigt, dass die Vermittlung pol. Bildung auch außerhalb des regulären Unterrichtsstoffes stattfinden und die Wissensvermittlung Spaß machen sollte. Denn die rechtsextreme Szene, so die junge Kreisschülerrätin weiter, setzt durch gezielte Aktionen für Jugendliche genau auf diesen Spaßfaktor. Mit dem Jahresthema „Misch mit!“ und zielgruppengerechten Veranstaltungsformen, wie die „U-18 Wahl“ oder das „Politik Battle“, orientiere sich das Zwickauer Demokratie-Bündnis an jugendgerechten Formaten, so Rainer Eichhorn. Eine größere Beteiligung an diesen Angeboten seitens der Schulen im Landkreis wäre aber wünschenswert.
Neben all der Diskussion um Hintergründe der „Terrorzelle“, dem Versagen der Sicherheitsbehörden und dem Umgang mit Rechtsextremismus war den Veranstaltern wichtig zu zeigen, dass die Opfer und das Leid der Familien, Verwandten und Freunde nicht vergessen sind. Vor diesem Hintergrund verlasen die Veranstalter einen Brief, der das tiefempfundene Mitgefühlt zum Ausdruck brachte:
„Sehr geehrte Familie,
lieber trauernder Familien-, Verwandten- und Freundeskreis,
vor einem Jahr brachte die letzte Überlebende des Mördertrios ihren Unterschlupf in unserer Stadt zur Explosion. Unmittelbar danach wurde das Ausmaß des unmenschlichen Tötungswahns dieser Gruppe bekannt, eines Tötungswahns, dem ein Mitglied auch Ihrer Familie zum Opfer fiel. Wir trauern mit Ihnen und gedenken in tiefer Verbundenheit mit Ihnen Ihres Familienangehörigen, der dem rechtsextremen und neofaschistischen Terror zum Opfer fiel. Wir finden es inzwischen bedenklich, dass nach 12 Monaten nicht so sehr die Umstände des Sterbens Ihres Angehörigen im Mittelpunkt stehen, sondern die Vertuschungs- und Verschleierungsversuche der ermittelnden Behörden und deren Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken.
Sie, liebe Angehörige, sollen wissen, dass in unserer Stadt, die sich das Verbrechertrio als Wohnort ausgesucht hatte, die Menschen wachsamer für alle Formen der Fremdenfeindlichkeit geworden sind. Die demokratischen Kräfte werden in Zukunft verstärkt darauf achten, dass allen Formen eines sichtbar werdenden Fremdenhasses energisch entgegen getreten wird. Wir werden im Rahmen staatlichen Handelns, bei den verwaltungstechnischen Abläufen und in einem breiten bürgerschaftlichen Engagement in Vereinen dafür wirken, dass wir alle für ein respektvolles, nachbarschaftliches Miteinander in unserer Stadt mit all unseren Kräften eintreten. Wir wollen, dass Sie, liebe Familie, wie wir, unser Land und unser Umfeld als Heimat lieben lernen. Eine Heimat, die uns Menschen eine sichere und behütete Zukunft bietet.
Wir Teilnehmer der heutigen Veranstaltung unter dem Thema „Einen November später“ senden Ihnen in tiefer Verbundenheit und Trauer diesen Brief als Zeichen unseres Mitgefühls und mit der Zusage, in unserer Stadt und unserer Region das Andenken an Ihren ermordeten Familienangehörigen in Ehren zu halten.“
Mit Zustimmung der anwesenden Gäste wurde der Brief am darauffolgenden Dienstag an Barbara John, Ombudsfrau der NSU-Opferfamilien, mit Bitte um Weiterleitung an die betreffenden Familien postalisch versandt.
Im Gegensatz zu anderslautenden Pressemitteilungen am Sonntag, zeigten die 150 anwesenden und interessierten Gäste, wie sehr die Taten der „Terrorzelle“ noch immer, auch ein Jahr danach, präsent sind und die Menschen in Zwickau bewegen. Mit Befremden reagierten die anwesenden Gäste deshalb auch auf die vom „Bündnis gegen das Schweigen“ via dpa (Deutsche Presse Agentur) verbreitete Nachricht „…in Zwickau war es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, eine Aktion zu initiieren, sagte der Sprecher des Bündnisses gegen das Schweigen, Michael Gräfe“. Weder der Stadt Zwickau noch dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region sind Bemühungen durch das „Bündnis gegen das Schweigen“ bekannt. Trotz intensiver Bemühungen war es dem BfDT wiederrum nicht möglich, die Verfasser der Pressemitteilung persönlich zu sprechen. Beim Verein „Aktion Sühnezeichen“, der als Rechtsträger des „Bündnisses gegen das Schweigen“ fungiert, sind die „Verfasser“ der Pressemitteilung nicht bekannt. Ein Statement zu dieser mutmaßlich bewusst lancierten Falschmeldung war seitens der Aktion Sühnezeichen bis heute nicht zu erhalten.
Weitere Veranstaltungen sind geplant. So organisiert der DGB Südwestsachsen und das BfDT am 10.11. ab 13 Uhr in der Zwickauer Innenstadt eine Demonstration unter dem Motto "Ihr Geist spukt weiter". Am 13.11. sind Vertreter der NSU-Untersuchungsausschüsse aus Sachsen, Thüringen und dem Bund ab 18.30 Uhr im Julius Seifert Haus als Podiumsgäste bei der Veranstaltung "Ein Jahr Aufklärung - Die NSU-Untersuchungsausschüsse - Eine Zwischenbilanz" zu Gast.

Herzlich willkommen - wer immer Du bist.“ Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2012. Willkommen zu sein, wer immer man ist: diese Erfahrung hat wenig mit der Realität vieler Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu tun. Wie oft sind sie alles andere als willkommen? Ablehnung und Diskriminierung bis hin zu offenem Rassismus - das prägt stattdessen die Alltagserfahrungen vieler Menschen. Rassismus ist stark verbreitet und in allen Schichten und Milieus vorhanden. Dagegen gilt es Position zu beziehen und Konzepte zu entwickeln.
Im Rahmen der Interkulturellen Woche waren 9 Jugendliche aus Südafrika mit der Kinderkulturkarawane zu Gast. Während ihres dreitägigen Aufenthaltes im Landkreis Zwickau fanden zwei Workshop mit SchülerInnen zum Thema „Interkultureller Austausch“ statt. Darüber hinaus führten die Jugendlichen ihr selbst geschriebenes Theaterstück „Noch nicht frei“ im Alten Gasometer in Zwickau auf. Untergebracht waren die Jugendlichen in Gastfamilien der SchülerInnen - kultureller Austausch wurde so auch anch Schulschluss gelebt.
Das Theaterstück erzählt vom Leben der Jugendlichen im Squatter Camp in Südafrika. Das Stück basiert auf gründlichen Recherchen und hat nichts Fiktives. Obwohl die Handlung in einem einzigen Squatter Camp, dem West Side südlich von Johannesburg bei Soweto, spielt, werden Probleme sichtbar, mit denen das ganze Land konfrontiert ist. Seit zwölf Jahren warten die Bewohner der Camps vergeblich auf die Versorgung mit dem Nötigsten: auf Toiletten, Unterkünfte, Schulen, Elektrizität, Jobs und mancherorts sogar auf sauberes Trinkwasser. Die hohe Arbeitslosigkeit führt zu Hunger, Frustration, Ungeduld, Gewalt und Fremdenhass. Einige Szenen des Stückes sind sehr stimmungs- und emotionsgeladen, Musik und Tanz spielen eine große Rolle. Das Stück will die Regierung provozieren und dazu veranlassen, auf die Notlage der armen Slumbewohner und deren Kinder zu reagieren. Und schließlich will es ein wenig Hoffnung geben.
Das M.U.K.A.-Project ist eine Institution in Hillbrow, einem der Brennpunkt-Stadtteile in der Innenstadt Johannesburgs. 50 Kinder, 30 Jugendliche und 15 junge Erwachsene proben in drei Gruppen (Kids, Youth und Seniors) Theaterstücke und Tanzchoreographien. Sie machen Musik, organisieren Workshops, trommeln, texten und tanzen. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle SchauspielerInnen und Theatermanager geworden.
Impressionen von den Workshops gibt es hier.
Toleranz und Akzeptanz für ausländische Mitbürger wird gestärkt und kulturelle Differenzen werden als Bereicherung wahrgenommenMit einem eindrucksvollen Gottesdienst, an dem 150 Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Religionen teilnahmen, wurde am Sonntag die Interkulturelle Woche im Landkreis Zwickau eröffnet.
Die Ökumene, der Interkulturelle Arbeitskreis des Landkreises Zwickau gestalteten die Eröffnung mit einem Gottesdienst und einem Fest. Die Manufaktur St. Nepomuk in Zwickau, bot dafür eine wunderbare Atmosphäre. Pastorin Christine Pietsch von der Herrnhuter Brüdergemeine hielt die Predigt und machte u.a. auf die schwierige Situation von jugendlichen Flüchtlingen, was die Berufsperspektiven betrifft, aufmerksam. „Die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen eines guten Miteinanders ist eine Haltung, die von Respekt und Interesse am Anderen geprägt ist. Wirklich wissen wollen, wie es dem Anderen geht, was und wie er denkt und fühlt, was seine Hoffnungen und was seine Ängste sind“ sagte Birgit Riedel, Ausländerbeauftragte des Landkreises nach dem Gottesdienst. Auch Landtagabgeordnete, der Polizeipräsident, Ehrenbürger und die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß, ließen es sich nicht nehmen, den Gottesdienst zu besuchen und mit anderen Besuchern aus dem Iran, Libanon, Vietnam, Polen, Russland, Jordanien u.v.a. ins Gespräch zu kommen.
Das Thema der Woche hieß „Herzlich willkommen- wer immer du bist“. Ziel der Veranstaltung war Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenzubringen und thematisch den Bereich der Bildungschancen von jugendlichen Flüchtlingen zu verdeutlichen. Unter anderem gelang es, einen ehemaligen Flüchtling für einen eindringlichen Erfahrungsbericht zu gewinnen und so auf die Situation von dieser Personengruppe aufmerksam zu machen. Das Ziel wurde im Rahmen der Veranstaltung erreicht.
Das Politik Battle machte wieder Station in Zwickau. SchülerInnen und junge Menschen aus Zwickau waren eingeladen, eigene Fragen an jugendpolitische Akteure der Region zu formulieren, politische Themen zu reflektieren und munter zu diskutieren.
Die kreative Kombination mit jugendgerechten Methoden, macht das Politik Battle zu einem Erlebnis auf vielen Ebenen.
Veranstalter war das Fanprojekt Plauen-Vogtland e.V.
Anlässlich des Weltfriedenstags am 1. September 2012 fand bei uns die Aktion „Frieden weitertragen!“ statt.
Der Verein „Alter Gasometer“ und das Zwickauer Demokratie-Bündnis riefen zu einem kreativen Wettbewerb auf, der besonders junge Menschen ansprechen sollte. Unter dem Motto „Frieden weitertragen“ wurden Umhängetaschen gestaltet – ob als Siebdruck, genäht und bemalt, der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt.
Alle kreativ gestalteten Taschen waren ab dem 23. August im Rathaus der Stadt Zwickau zu sehen. Die gelungensten Taschen wurden durch eine Jury prämiert. Das Gewinner-Motivs wurde am 31. August, 13.00 Uhr, im Rathaus der Stadt Zwickau bekanntgegeben.
Nähere Hintergrundinformationen zum Weltfriedenstag sind hier abrufbar.
Bei einem Festakt zur Feier des Grundgesetzes wurden am 23. Mai im Berliner Friedrichstattpalast vor 900 Vertreter der Zivilgesellschaft insgesamt fünf Persönlichkeiten und Initiativen geehrt.
Die Parlamentarischen Staatssekretäre der beiden Verfassungsministerien Justiz und Inneres, Dr. Christoph Bergner und Dr. Max Stadler, würdigten mit der persönlichen Ehrung dieses Engagement: ”In Deutschland sind über 20 Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv und leisten einen persönlichen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir wollen dieses Engagement mit der Verleihung des Botschafterpreises öffentlich würdigen und damit gleichzeitig allen zivilgesellschaftlich engagierten Menschen in Deutschland danken!”
Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" ist für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Das von der Bundesregierung gegründete "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" würdigte die Zwickauer Initiative als "Botschafter für Demokratie und Toleranz". Der Preis ist eine der bedeutendsten, bundesweiten Anerkennungen für zivilgesellschaftliches Engagement und ist mit jeweils 5000,- € dotiert.
Für die Auszeichnung lagen dem Beirat des "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" 120 Vorschläge vor. 5 Initiativen bzw. Privatpersonen wurden für die Preisverleihung durch die Jury ausgewählt. Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" wurde durch die Sächsische Staatskanzlei vorgeschlagen.
Die Jury würdigte damit die seit 1995 existierende kontinuierliche und nachhaltige Arbeit des "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region". Beispielhaft zählen dazu die Ausrichtung der „Tage der Demokratie und Toleranz“, die Durchführung verschiedener Gedenkveranstaltungen, Projekte mit Jugendlichen, Netzwerkarbeit und Multiplikatorenfortbildungen.
Außerdem betrieb das Bündnis einen „offenen Diskurs um die extremistischen Gewaltverbrechen" nach der Aufdeckung der Mordserie des National-Sozialistischen-Untergrund, so die Jury in Ihrer Begründung weiter. Dazu zählten u.a. der „Zwickauer Appell“ und die dazugehörigen Gedenkveranstaltungen, der „1. Zwickauer Demokratie-Dialog“, die Forcierung von neuen Netzwerk und Arbeitsgruppen und thematische Veranstaltungen wie die Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12“ mit national renommierten Gesprächspartnern bzw. Referenten.
Stellvertretend für das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region nahmen die Beiratsmitglieder Rainer Eichhorn, Alt Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Zwickau, Mario Zenner, Geschäftsführer des Rechtsträgervereins Alter Gasometer sowie Sabine Hietzke, Koordination des Bündnis die Auszeichnung entgegen.
Unter den Gästen weilten auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Frau Dr. Pia Findeiß, der Zwickauer Polizeipräsident Jürgen Georgi, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Zwickauer Stadtrat Thomas Koutzky, der Vorstandsvorsitzende des Vereins Alter Gasometer Gert Szcepansky sowie die Geschäftsführer der Mauritius Brauerei Herr Weinschenk und Herr Gabler.
Das Zwickauer Demokratie-Bündnis ging aus dem 1995 gegründeten "Bündnis gegen Rechts" hervor. Die 40 Mitglieder und Kooperationspartner sind Parteien, gesellschaftliche Organisationen, gemeinnützige Vereine und Vertreter von Kommunen. Die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte liegen im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde in der Zwickauer Region. Das Bündnis möchte demokratische Grundprinzipien stärken und Mut machen, sich für gesellschaftliches Engagement einzusetzen.
Großes inhaltliches Hauptaugenmerk liegt dabei in der Aufarbeitung der NS-Zeit und damit verbunden im gemeinschaftlichen Handeln gegen Rechtsextremismus. Die Arbeit des „Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region“ richtet sich an zwei wesentliche Zielgruppen. Zum einen vernetzt es die die Bündnismitglieder untereinander und koordiniert das Bündnis. Zum anderen ist es zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung und offeriert somit seine Angebote an jeden Menschen, so unter anderem an Jugendliche, Schüler/innen und Lehrer/innen.
In Zusammenarbeit mit der bundesweiten »Respekt!« Initiative fanden in der Region Zwickau die »Tage der Demokratie und Toleranz« statt. Ziel der Veranstaltung ist es, in der Bevölkerung die gegenseitige Akzeptanz, Anerkennung und den Respekt voreinander zu fördern.
Mit einem Vortrag von Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, und einem Filmabend im Zwickauer Mütterzentrum zum Thema „Fairer Handel“ gingen am Freitag die diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz im Landkreis Zwickau zu Ende. Die jährlich stattfindenden Demokratie-Tage fanden in diesem Jahr zum 10. Male, vom 16. - 27. April, in der Zwickauer Region statt. Zeit, ein erstes Fazit seitens der Veranstalter zu ziehen.
Zentrales Thema der diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region war das Thema „Respekt“, welches im Spannungsfeld ganz unterschiedlicher Interpretationen und inhaltlicher Herangehensweisen stand. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe setzte Frank Richter, der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, erste Impulse. Die Bedeutung des Begriffes „Respekt“, so Richter, geht einher mit dem Interesse und der Fähigkeit, sich in den „Anderen“ hineinzuversetzen und damit verbunden Verständnis und Wertschätzung im täglichen Miteinander aufzubringen. Diese Fähigkeit, so Richter weiter, ist gerade in der Zusammenarbeit und im Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichem kulturellem, religiösem oder sozialem Hintergrund unabdingbar und beugt Vorurteilen vor.
Ähnlich näherten sich auch die Veranstalter der Demokratie-Tage dem Begriff „Respekt“, so z.B. während der Filmvorführung „Pakete der Solidarität“ des deutsch-polnischen Vereines: „Der Austausch und das Kennenlernen untereinander ist enorm wichtig, um sich besser zu verstehen. Begegnungen beugen Vorurteilen untereinander vor. Junge Menschen sollten die Möglichkeiten nutzen, die sie heutzutage haben, um andere Länder und Menschen kennenzulernen.“, resümierte der Pastor der Friedenskirche, Lutz Brückner, während der anschließenden Diskussionsrunde. Wie interkultureller Austausch ganz praktisch gelebt werden kann, wurde im Rahmen der Ausstellung „EIRENE – internationale Bilderausstellung im Zeichen des Friedens“ gezeigt.
Die Ausstellung, die an der Pestalozzi-Schule Zwickau zu sehen war, zeigte die Arbeit einer gemeinnützigen ökumenischen Nichtregierungsorganisation, die Fachkräfte und Freiwillige in Partnerprojekte nach Afrika, Europa, Nord- und Lateinamerika entsendet.
Mit Humor und scharfer Beobachtungsgabe nahm sich Dieter Moor, bekannt aus dem ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“, schließlich dem Thema an. Während einer Lesung im Alten Gasometer berichtete der gebürtige Züricher, und mittlerweile Neu-Brandenburger, über Mentalitätsunterschiede, Vorurteile und seinen Umgang damit.
Auch der von Frank Richter während der Eröffnungsveranstaltung genannte Bezug eines respektvollen Miteinanders im Engagement gegen Rechtsextremismus, spiegelte sich in den Veranstaltungen wieder. Den Blickwinkel des „Anderen“ anzunehmen, so Richter, ist Voraussetzung um auch die Arbeit des „Anderen“ zu schätzen und anzuerkennen – auch wenn die Herangehensweisen im Engagement gegen Rechtsextremismus unterschiedlich sind und oft konträr diskutiert werden. Wie wichtig dieser Punkt ist, weiß Richter aus eigener Erfahrung durch seine Funktion als Leiter der „Arbeitsgemeinschaft 13. Februar“, die parteiübergreifend Gegenaktionen anlässlich der jährlich stattfindenden Nazi-Aufmärsche in Dresden organisiert.
Genannter Aspekt zeigte sich auch deutlich in der Veranstaltung „Dialog vor Ort“ am 21. April in Zwickau. Zu dieser Veranstaltung luden die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages der SPD-Fraktion gezielt Vertreter des Zwickauer Demokratie-Bündnisses ein. Ziel war der Erfahrungsausaustausch „um nicht betriebsblind zu werden“, sagte Michael Hartmann, Innenpolitischer Sprecher des Ausschusses.
In einem gemeinsamen Gespräch, an dem u.a. Vertreter der Streetworker, Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß und Polizeipräsident Jürgen Georgi teilnahmen, wurden konkrete Strategien und präventive Konzepte vor Ort besprochen und ausgetauscht, aber auch Problemlagen angesprochen. Ähnliches wurde auch am Rande der Podiumsdiskussion im Limbach-Oberfrohna zum Thema „Rechtsextremismus im Landkreis Zwickau – Bestandsaufnahmen und Handlungsstrategien“ deutlich. Eine wirkungsvolle Zusammenarbeit erfordert die Anerkennen und Wertschätzung aller Partner im Engagement gegen Rechtsextremismus.
Mit insgesamt 41 durchgeführten und durchweg gut besuchten Veranstaltungen und Aktionen war das Angebot so groß wie nie. Dabei ist den Initiatoren wichtig zu betonen, dass die gestiegene Anzahl der Veranstaltungen nicht das Resultat von blindem Aktionismus nach dem Aufdecken der NSU-Terrorzelle im November ist: „Die Frage nach dem Zusammenhang der gestiegenen Anzahl der Veranstaltungen und der Ereignisse im November habe ich als Koordinatorin in den letzen Tagen sehr oft gestellt bekommen. Ich denke, wir können als Bündnis in diesem Punkt selbstbewusst antworten, dass die gestiegene Anzahl der Veranstaltungen auf unsere kontinuierliche Arbeit der letzten Jahre zurückgeht. Auch wenn einzelne Veranstaltungen, wie die Fachtagung zum Thema „Rechtsextremismus 2.0 12“ am 17./18. April im Alten Gasometer gezielt zu diesem Thema vorbereitet wurden, war die inhaltliche Veranstaltungsplanung zum großen Teil vor den Ereignissen im November abgeschlossen.“, so Bündniskoordinatorin Sabine Hietzke.
Rückblick:
Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12 – Eine Gefahr für unsere Demokratie?!“
Mit der am 17./18. April stattgefundenen Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12 – Eine Gefahr für unsere Demokratie“ wurden Erscheinungsformen und Entwicklungen des Rechtsextremismus beleuchtet und Konzepte gegen Rechtsextremismus vorgestellt.
Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, dem Soziokulturellen Verein Alter Gasometer sowie der Sächsischen Staatskanzlei. Eröffnet wurde die Fachtagung von Zwickaus Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und dem Bürgermeister für Finanzen und Ordnung Bernd Meyer.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der ebenfalls ein Grußwort hielt, erklärte auf der Fachtagung, entschlossen gegen Extremismus jeder Art kämpfen zu wollen. "Die Staatsregierung verfolgt im Umgang mit dem Problem des Extremismus eine Generalstrategie. Sie fußt auf den vier Säulen politische Auseinandersetzung, Stärkung der Demokratie, Prävention und Repression", betonte Tillich. Er kündigte an, dass vorhandene soziale Netzwerke wie Vereine oder Kirchgemeinden gestärkt werden sollen, um Jugendarbeit zu betreiben.
Insgesamt 150 Gäste, überwiegend Multiplikatoren aus sächsischen bzw. bundesweiten Demokratie-Netzwerken, Pädagogen, Vertreter aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Kirchgemeinden sowie Polizei und Gewerkschaften nutzten die Tagung zur Information und Austausch. Dafür hatten die Veranstalter ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm – bestehend aus einer Filmvorführung, zwei Vorträgen sowie vier Gesprächsrunden – zusammengestellt.
Als kompetente Gesprächspartner standen u.a. Mitarbeiter von EXIT Deutschland, ein Szene-Aussteiger, Politikwissenschaftlerin Ellen Esen, Oberstaatsanwalt a.D. Dr. Hans Jürgen Grasemann, Mitarbeiter des Kulturbüro Sachsen, der Sächsische Justizminister Dr. Jürgen Martens und der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime Deutschland, Aiman Mazyek, zur Verfügung. Moderiert wurde die Fachtagung von MDR Figaro Journalist Bastian Wierzioch.
Am Rande Fachtagung wurde der Film „KRIEGERIN“ zusätzlich mit 400 Schülerinnen und Schülern bzw. Auszubildenden angeschaut. Die Filmvorführung bildete für die jungen Menschen den Abschluss mehrerer Projekttage zum Thema Rechtsextremismus, welche der Verein Alter Gasometer mit der Jungen Union Zwickau im Vorfeld an Schulen durchführte.
Kernaussagen und Fazit:
Als Fazit haben sich auf der Fachtagung im Alten Gasometer, aber auch bei weiteren Veranstaltungen folgende Punkte zum Thema „Erscheinungsformen, Entwicklungen und Konzepte gegen Rechtsextremismus“ folgende Punkte herauskristallisiert:
Statistik:
Ausblick:
Respekt! – das zentrale Thema der diesjährigen Demokratie-Tage wird das Zwickauer-Demokratie Bündnis und dessen Partner in diesem Jahr weiter begleiten. Weitere Projekte in dieser Richtung sind bereits geplant. So wird beispielsweise die Abschlussveranstaltung des Zwickauer Kinderfestes „Zwikkifaxx“ in diesem Jahr unter dem Motto „Respekt“ stehen. Darüber hinaus sind weitere Aktionen, auch in Zusammenarbeit mit der bundesweiten „Respekt!-Kampagne“, geplant. Ein Thema für die kommenden Demokratie-Tage steht noch nicht fest: „Wir möchten wieder ein Thema finden, welches sich ähnlich vielschichtig interpretieren lässt. Diese Vielschichtigkeit hat in diesem Jahr sehr gut funktioniert und spiegelt auch das Bündnis selbst wieder“, sagt Koordinatorin Sabine Hietzke. Der Zeitraum für die nächsten Demokratie-Tage steht hingegen schon fest. Die Veranstaltungsreihe wird im kommenden Jahr voraussichtlich vom 15. - 26. April 2013 stattfinden. Darüber hinaus ist nach der gelungen Fachtagung in diesem Jahr auch bereits eine weitere Tagung im Jahr 2013 im Gespräch.
Mitglieder des Innenauschusses des Deutschen Bundestages der SPD Bundestagsfraktionen weilten im Rahmen der 10. Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region am Samstag in Zwickau.
In einem zweistündigen „Dialog vor Ort“ kamen die Bundestagsabgeordneten Michale Hartmann (Innenpolitischer Sprecher), Gabriele Fograscher, Daniela Kolbe und Wolfgang Gunkel im Alten Gasometer mit Vertreter des Zwickauer Demokratiebündnis in ein Gespräch.
An der Beratung nahmen auch Zwickaus Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und der Zwickauer Polizeipräsident Jürgen Georgi teil.
Vorrangig interessierten die Parlamentarier regionale Konzepte und Strategien im Kampf gegen Rechtsextremismus bzw. demokratiefördernde Maßnahmen.
Am Mittwoch endete die zweitägige Fachtagung Rechtsextremismus 2.0 12.
Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, dem Soziokulturellen Verein Alter Gasometer sowie der Sächsischen Staatskanzlei.
Eröffnet wurde die Fachtagung von Zwickaues Oberbürgermeister Dr. Pia Findeiß und dem Bürgermeister für Finanzen und Ordnung Bernd Meyer.
Insgesamt 150 Gäste, überwiegend Multiplikatoren aus sächsischen bzw. bundesweiten Demokratie Netzwerken, Pädagogen, Vertreter aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Kirchgemeinden sowie Polizei und Gewerkschaften nutzten die Tagung zur Information und dem Austausch.
Dafür hatten die Veranstalter ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm - bestehend aus einer Filmvorführung, zwei Vorträgen sowie vier Gesprächsrunden - mit kompetenten Gesprächspartnern – u.a. der sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, Mitarbeitern von EXIT Deutschland, einem Szene Aussteiger, der Politikwissenschaftlerin Ellen Esen, dem Oberstaatsanwalt a.D. Dr. Hans Jürgen Grasemann, Mitarbeitern des Kulturbüro Sachsen, dem Sächsischen Justizminister Dr. Jürgen Martens, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime Deutschland Aiman Mazyek, - zusammengestellt.
Moderiert wurde die Fachtagung von MDR Figaro Journalist Bastian Wierzioch.
Bei der Tagung haben die Veranstalter Erscheinungsformen und Entwicklungen des Rechtsextremismus beleuchtet und Konzepte gegen Rechtsextremismus vorgestellt. Im Weiteren wurde verdeutlicht, dass es sich bei Rechtsextremisten nicht nur um Jugendliche mit Gewaltproblemen, 'Modernisierungsverlierer' oder gesellschaftliche Randgruppen handelt, sondern dass der Rechtsextremismus oftmals auch in der Mitte der Gesellschaft verortet ist bzw. in allen Bildungsschichten anzutreffen ist.
Eine Dokumentation zur Fachtagung stellt das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region im Nachgang der Tage der Demokratie und Toleranz auf seiner Homepage zur Verfügung.
Am Rande Fachtagung wurde der Film KRIEGERIN zusätzlich mit 400 Schülerinnen und Schülern bzw. Auszubildenden angeschaut. Die Filmvorführung bildete für die jungen Menschen den Abschluss mehrerer Projekttage zum Thema Rechtsextremismus, welche der Verein Alter Gasometer mit der Junge Union Zwickau im Vorfeld an Schulen durchführte.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich erklärte auf der Fachtagung, entschlossen gegen Extremismus jeder Art kämpfen zu wollen. "Die Staatsregierung verfolgt im Umgang mit dem Problem des Extremismus eine Generalstrategie. Sie fußt auf den vier Säulen politische Auseinandersetzung, Stärkung der Demokratie, Prävention und Repression", betonte Tillich. Er kündigte an, dass vorhandene soziale Netzwerke wie Vereine oder Kirchgemeinden gestärkt werden sollen, um Jugendarbeit zu betreiben.
Link zum Fachtag Programm
Link zur Fachtag Dokumentation
Link zu Projekttage „Rechtsextremismus“ mit Schulen
Link zur Fachtag Bildergalerie
Link zur Fachtag Medienberichterstattung
Link der MDR Berichtserstattung
Am Nachmittag wurden die 10. Tage der Demokratie und Toleranz im Zwickauer Rathaus im Beisein von rund 100 Gästen eröffnet.
Grußworte überbrachten die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau und Schirmherrin der Veranstaltungsreihe Dr. Pia Findeiß, die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Andrea Dombois in Vertretung des Schirmherren Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages, sowie Landrat Dr. Christoph Scheurer, und Sandra Minnert, mehrfache Welt- und Europameisterin im Frauenfußball und Schirmfrau der Initiative RESPEKT!.
Das Impulsreferat zum Thema RESPEKT hielt Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem zweimaligen Song-Slam Gewinner in Zwickau, Daniel Seidel Trio.
Die Veranstaltungsreihe steht in diesem Jahr unter dem Motto "Respekt! Kein Platz für Rassismus". Sie findet in Zusammenarbeit mit der bundesweiten "Respekt-Initiative" statt. Bis zum 27. April sind mehr als 40 Veranstaltungen geplant, darunter Konzerte, Vorträge, Kabarett, Straßenfußball oder ein Box-Trainingscamp.
Bereits vor der eigentlichen Eröffnung wurde das offizielle Schild der "Respekt!-Initiative" übergeben und am Verein Alter Gasometer, dem Sitz des Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz, angebracht.
Fotos und Presseberichte finden sie HIER und HIER bzw. folgend.
Bericht: MDR-Sachsenspeiegel
Bericht: Radio Zwickau
Gemeinsam mit der bundesweiten „Respekt!-Initiative“ wurden die Demokratie-Tage am 16. April 2012 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region im Rathaus der Stadt Zwickau um 17.00 Uhr eröffnet. Bereits vor der eigentlichen Eröffnung wurde das offizielle Schild der „Respekt!-Initiative“ übergeben und als Zeichen des Engagements für Toleranz und gegen Rassismus am Verein Alter Gasometer (Kleine Biergasse 3, 08056 Zwickau) angebracht.
Der Verein Alter Gasometer ist seit Beginn an Mitglied im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region. Darüber hinaus hat das Koordinierungsbüro des Zwickauer Demokratie-Bündnisses seit mehr als 3 Jahren seinen Sitz im Soziokulturellen Zentrum Alter Gasometer e.V. Neben Vertretern des Zwickauer Demokratiebündnisses und des Koordinierungsbüros war auch Sandra Minnert, mehrfache Welt- und Europameisterin im Frauenfußball, als Schirmfrau der Respekt-Initiative anwesend.
Die „Respekt-Initiative“ wurde 2006 gegründet und richtet sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Prominente Botschafter sind vorrangig aus dem Bereich Sport, aber auch aus Politik, Medien, Funk und Fernsehen. Die Initiative organisiert u.a. Veranstaltungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen. Die Zusammenarbeit des Zwickauer Demokratie-Bündnisses mit der Initiative resultiert zum einen in der gemeinsamen Schwerpunktsetzung des Themas „Respekt“ und zum anderen im Wunsch, das Thema Sport mehr in den Mittelpunkt der Demokratie-Tage zu stellen. Auch über die Demokratie-Tage hinaus ist eine weitere Zusammenarbeit geplant.
Mehr Infos zu Respekt.tv hier: RESPEKT TV
+++Berlin | HEUTE.: Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt +++
+++Zwickau | 10.15 Uhr live im Bürgersaal des Rathauses die Übertragung der offiziellen Gedenkveranstaltung aus Berlin+++
+++Deutschland| 12.00 Uhr: Schweigeminute für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt+++
Das
„Politik Battle“ ist eine Informations-, Diskussions- und
Unterhaltungsveranstaltung zur politischen Bildung junger Menschen. Jugendliche
bekommen hier die Möglichkeit, eigene Fragen an politische Akteure zu
formulieren und politische Themen zu reflektieren.
Um das Interesse der Jugendlichen zu wecken, wird die Veranstaltung kreativ mit jugendgerechten Methoden, beispielsweise Hip-Hop-Elementen, kombiniert. Ziel der Veranstaltung ist es, der Politikverdrossenheit Jugendlicher konstruktiv zu begegnen, Interesse und Begeisterung an (lokalen) politischen Prozessen zu wecken und Möglichkeiten der Teilhabe aufzuzeigen.
Im Rahmen der Veranstaltung hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen an pol. Vertreter zu stellen und so pol. Prozesse zu reflektieren, zu diskutieren und so am pol. Leben teilzuhaben.
Zur Veranstaltung nahmen ca. 90 Schüler und Schülerinnen teil. Eine zweite Veranstaltung ist im Herbst 2012 geplant.
Veranstalter: Fanprojekt Plauen-Zwickau e.V. in Zusammenarbeit mit dem Alten Gasometer e.V. / Koordininierungsbüro BfDT
Veranstaltungsort: Alter Gasometer e.V. (Saal)
Seit dem Bekanntwerden der schrecklichen Taten der sogenannten „Zwickauer Terrorzelle“ sind nun gut zwei Monate vergangen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse fanden in den vergangenen Wochen Gedenkveranstaltungen für die Opfer der „Terrorzelle“, Podiumsdiskussionen und Netzwerktreffen zum Thema statt. Bestehende Maßnahmen und Strategien wurden reflektiert und hinterfragt.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region ist zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde. Wir wollen demokratische Grundprinzipien stärken und Mut machen. Deshalb sehen wir es als unsere vordringliche Aufgabe, uns umfassend mit dem Problem des politischen Extremismus auseinanderzusetzen.
Aus diesem Grund lud das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region gemeinsam mit dem Verein Alter Gasometer zum Ersten Zwickauer Demokratiedialog „Gemeinsam für Demokratie und Toleranz“.
Programm:
- Musikalische Eröffnung:
Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Eröffnung: Rainer Eichhorn Oberbürgermeister a. D./Beiratsmitglied
des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region
- Rede der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Dr. Pia Findeiß
- Musik: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Rede des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich
- Ehrung eines verdienten Ehrenamtlers mit dem Sächsischen
Verdienstorden durch den Sächsischen Ministerpräsidenten
Stanislaw Tillich
- Musik: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Redebeitrag: „Demokratisch für die Demokratie streiten.
Notwendigkeiten aus Sicht der politischen Bildung.“ Frank Richter,
Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
- Ehrung: Kameraden der Feuerwehren für ihren Einsatz in der Frühlingsstraße
- Musikalischer Abschluss: Schüler des Robert-Schumann-Konservatoriums, Zwickau
- Ende des offiziellen Programms, Buffet und Raum für Gespräche
Eingeladen waren Vertreter aus allen gesellschaftlichen Schichten. „Es war uns wichtig, dass die Breite der Gesellschaft abgebildet ist. Deswegen haben wir neben Politik und Verwaltung u.a. auch Schulen mit Schülern, Streetworker und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden eingeladen“, so die Veranstalter.
Mit dem Saal des Gasometers wurde ein Ort gewählt, der auch inhaltlichen Bezug zur Veranstaltung hat. Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz hat hier seit nunmehr drei Jahren seinen Sitz.
Die SPD-Landtagsfraktion vergab zum achten Mal einen Demokratiepreis. Unter der Überschrift „Freiwillig. Etwas bewegen!“ stehe diesmal der freiwillige Einsatz für andere Menschen im Fokus, teilte die Fraktion in Dresden mit.
Das Thema lehne sich an das von der EU ausgerufene Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 an. Das Augenmerk werde vor allem auf generationsübergreifende Projekten gelegt.
Ein mit 150 Euro verbundener Sonderpreis ging an das Bündnis für Demokratie und Toleranz Zwickau. Die Auszeichnung solle vor dem Hintergrund der rechtsextremen Terrorserie gerade jene unterstützen, die seit mehr als zehn Jahren in Zwickau mutige Aktionen gegen Rassismus und Gewalt organisieren, hieß es. Die beste Strategie gegen Rechtsextremismus sei die nachhaltige Stärkung zivilgesellschaftlicher Projekte.
Am 9. November 2011 wurde zum fünften Mal der Sächsische Förderpreis für Demokratie - der Oskar unter den Zivilgesellschaftlichen Preisen, so Frau Dr. Petra Lidschreiber vom rbb in ihrer Begrüßung - verliehen. 67 Initiativen haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben, aus denen zehn für eine Prämierung nominiert wurden. Einen Anerkennungspreis erhielt das Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region. Die Auszeichnung nahmen am gestrigen Abend in Dresden Erwin Killat, Ehrenbürger und Mitglied im Beirat des Bündnisses, Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß sowie Gert Sczepansky und Mario Zenner vom Alter Gasometer e.V. entgegen.
Für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie konnten sich Projekte und Initiativen bewerben, die eine demokratische und tolerante Alltagskultur stärken. Die Maßnahmen sollten sich offensiv mit Themen wie Menschenrechte, Minderheitenschutz und Ursachen und Folgen von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus beschäftigen. Ein weiterer Aspekt war die Förderung der Zusammenarbeit mit Schulen, Kommunen, Polizei, lokalen unternehmen und Kirchgemeinden durch die bewerbende initiative. Wie Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld betonte, setzen die zehn nominierten Initiativen „ vorbildlich auf eine positive Einstellung zur Vielfalt der Meinungen und Kulturen, die vor abwertenden Vorurteilen schützt und eine positive Haltung zu demokratischer Beteiligung ermöglicht."
Der Hauptpreis wurde an den Augen auf e.V. Oberlausitz und das Bunte Bürgerforum für Demokratie Limbach-Oberfrohna verliehen. Anerkennungspreise erhielten die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen, chronik.LE, die AG Kirche gegen Rechtsextremismus, die AG Asylsuchende Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der InitiatorInnenkreis des Riesaer Appells, Firma Klausels sowie die Initiative "Bunter Schall als Widerhall".
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region ging aus dem Bündnis gegen Rechts hervor, welches 1995 gegründet wurde. Seitdem vereint das Bündnis ein breites Spektrum an demokratischen Parteien, gesellschaftlichen Organisationen, gemeinnützigen Vereinen und Vertretern der Kommunalverwaltungen. Nach außen wird das Bündnis über den Beirat und die Koordinatorin vertreten. Das Koordinierungsbüro selbst, welches im Februar 2009 seine Arbeit vollständig aufgenommen hat, übernimmt dabei die Alltagsarbeit resultierend aus den Empfehlungen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte liegen im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde in der Zwickauer Region. Die Arbeit richtet sich an zwei wesentliche Zielgruppen. Zum einen vernetzt es die die Bündnismitglieder untereinander und koordiniert das Bündnis. Zum anderen ist es zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung und offeriert somit seine Angebote an jeden Menschen, so unter anderem an Jugendliche, Schüler/innen und Lehrer/innen. In der Beschreibung heben die Veranstalter des Förderpreises unter anderem hervor: „Das Bündnis bringt Menschen aus verschiedenen politischen und weltanschaulichen Richtungen und Positionen zusammen. Die Stadt und die Bürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sind mit dabei, wenn es gilt, sich Neonazis entgegenzustellen."
Quelle: Stadt Zwickau
In
Vorbereitung auf die Demokratie-Tage 2012, die unter dem Motto: „Respekt“
stehen, fanden im Oktober drei Projekttage mit dem Thema „Respekt. Kein Platz für
Rassismus“ statt.
Im Mittelpunkt der dreitägigen Projekteinheit standen Fragen wie: "Was bedeutet der Begriff Respekt?" "Welche Formen von Rassismus gibt es und wie kann damit umgegangen werden?".
Neben einem theoretischen Einführungsblock und einem Film mit anschließender Diskussion zum Thema waren die 20 Jugendlichen am 3. Projekttag in verschiedenen Institutionen im Landkreis mit der Kamera unterwegs und führten Kurzinterviews zum Thema durch.
Folgende Stationen/Institutionen wurden u.a. besucht:
- Asylheim (Werdau)
- Martin-Luther-King Zentrum
- Fanprojekt Zwickau
- Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Frau Dr. Findeiß
- Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Zwickau
- SOS-Mütterzentrum Zwickau
- Käthe-Kollwitz-Gymnasium Zwickau
- Pastorin der Herrnhuter Brüdergemeinde in Zwickau (EKD)
- Stadtmission Zwickau/Mobile Behindertenhilfe
Die Kurzinterviews werden zeitnah zu einem Film zusammengeschnitten, der zur Eröffnungsveranstaltung der Demokratie-Tage am 16. April 2012 Premiere haben wird.
Referenz vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium
In diesem Jahr stand weit oben
auf der Liste der historisch wichtigen Gedenktage der 50. Jahrestag des
Mauerbaus in Berlin. Zentrales Element sollte das vom letzten
Verteidigungsminister der DDR, Rainer Eppelmann, dem Friedenszentrum Zwickau
überlassene Mauersegment werden. Das Denkmal soll dauerhaft an die Überwindung
der 28jährigen schmerzhaften Trennung Deutschlands und an den Aufbruch zu
Freiheit und Einheit erinnern. Die Bildhauerin Erika Harbort erhielt nach einer
beschränkten Wettbewerbsausschreibung den Auftrag zur Schaffung einer
Erinnerungsstätte, die diesen Gedanken gestalterisch umsetzt und an die selbst
errungene Freiheit und Einheit erinnert.
Mit dem Freiheits- und
Einheitsdenkmal wird Zwickau zu den 13 Orten in Deutschland und den ca. 50
Plätzen in aller Welt gehören, die ein Segment der Berliner Mauer als Mahnmal
für Freiheit und Demokratie in ihrer Stadt bewahren.
Im direkten Anschluss an die Einweihung des Freiheits- und Einheitsdenkmals lud der Verein „Alter Gasometer/Koordinierungsbüro BfDT“ die rund 250 erschienenen Gäste zu einem Sektempfang mit anschließendem Auktionsauftakt ein. Zur Versteigerung standen Grafiken von regionalen Künstlern, die dem ehemaligen Friedenszentrum 1989 zum Zweck einer Weiterveräußerung gespendet wurden.
Die am Tag der Einweihung begonnene Auktion stellt den Auftakt für eine online-Auktion dar. Der Erlös kommt dem Freiheits- und Einheitsdenkmal zu Gute.
Nach dem Ende der Interkulturellen Woche lässt sich ein
Besucherzuwachs feststellen. Das Interesse an dem Thema ist sichtlich
gewachsen. Zur Eröffnung kamen ca. 120 Leute, im Vorjahr 100. Der interessante
Nachmittag über Afghanistan mit den selbst zubereiteten Speisen und die Angebote
zum "Leben feiern" im KIB Zwickau, wurden ebenfalls gut besucht. Auch
zur Informationsveranstaltung über die Situation der minderjährigen
unbegleiteten Flüchtlinge in Sachsen kamen mehr Interessierte als erwartet. "Das
bestärkt mich in meiner Auffassung, dass Gutes Weile bzw. einen langen Atem
braucht. Mit der Brechstange können wir die vorhandenen Ängste gegenüber
Fremden nicht vertreiben. Die Menschen müssen selbst Erfahrungen mit Migranten
sammeln, um Vorurteile abzubauen.", so die Ausländerbeauftragte des Landkreises
Zwickau, die die Interkulturelle Woche maßgeblich initiiert und vorbereitet. Auch
das Koordinierungsbüro unterstützt die Interkulturelle Woche im Landkreis und
ist Mitglied in der Vorbereitungsgruppe zur Interkulturellen Woche.
Die
Veranstaltungsreihe KulturSPIELplatz ist am 8. Juli mit unserem
Sommerfest unter dem Motto "Havanna meets Zwickau" erfolgreich zu Ende
gegangen. Wir schauen auf eine abwechslungsreiche Woche zurück, in der
vor allem die interkulturelle Kommunikation im Vordergrund stand.
Das Projekt KulturSPIELplatz vereinte in diesem Jahr vier verschiedene Projektbausteine, denen allen ein zentrales verbindendes Element zugrunde liegt: In allen vier Projekten wurde gezeigt, dass Kommunikation nicht auf verbaler Sprache basieren muss. Kommunikation findet auch über Körpersprache und über musikalische Ausdrucksmöglichkeiten statt. Gerade interkulturelle Kommunikation bedarf oft Ausdrucksmöglichkeiten, die über die verbale Sprache hinausgehen und so sprachliche und kulturelle Grenzen überwinden kann.
Das Projekt begann am Dienstag mit der Kinovorführung "Metropolis", die durch Live-Musik begleitet wurde. Am Mittwoch konnten wir den italienischen Anarcho Clown Paolo Nani in Zwickau begrüßen, der Pantomime auf höchsten Niveau zeigte. Im Anschluss daran zeigte am Mittwoch Tilo Nöbel (Mondstaubtheater) wie Theater/Pantomime für Kinder begreifbar gemacht werden kann. An dem Workshop nahmen Kinder aus verschiedenen Ländern teil. Als Abschluss gelang es uns Künstler aus Kuba einzuladen, die ihre Werke am Freitag ausstellten und musikalisch den Abend bereicherten.
Auch im kommenden Jahr wird es die Veranstaltungsreihe "KulturSPIELplatz" geben, die unser Sommerhighlight für Sie sein soll.
Medienberichte zum Projekt KulturSPIELplatz finden Sie hier.
Referenzen zur Veranstaltung "Interkultureller Pantomime & Clownerie-Workshop" finden Sie hier:
An zwei Projekttagen, an denen 42 junge Menschen im Rahmen ihres Freiwilligen Jahres teilnahmen, wurden 3 thematisch bezogene Module zu folgenden Themen durchgeführt:
- Modul I: Zivilcourage
- Modul II: Bürgerschaftliches Engagement
„Fairer Handel“, „Vision for Africa“, Ehrenamtliches Engagement in der Zwickauer Region
- Modul III: Reflexion der eigenen Tätigkeit im Rahmen des FSJ
Im Rahmen des Abschlussseminars für Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr nutzten wir das Angebot des Koordinierungsbüros "Bündnis für Demokratie und Toleranz" mit 2 Seminargruppen an einem Tagesworkshop am 21.06. und 22.06.11 teilzunehmen. Ziel war es, die Jugendlichen für ehrenamtliches Engagement zu sensibilisieren, eine Nachhaltigkeit des eigenen Ehrenamtes als FSJ zu schaffen bzw. Übergänge aufzuzeigen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Die erlebten Themen waren breit gefächert von Zivilcourage bis Ehrenamt in Auslandsprojekten sowie Reflexion der eigenen Erlebnisse im Freiwilligendienst.
„Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“ (Hermann Gmeiner)
Unter diesem Motto standen die diesjährigen Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, die im Zeitraum vom 11.-20. April 2011 stattfanden. In Anlehnung an das von der Europäischen Union ausgerufene Jahr der Freiwilligentätigkeit standen auch die diesjährigen „Demokratie-Tage“ - und speziell die Eröffnungsveranstaltung - unter dem Motto „Bürgerschaftliches Engagement“.
In diesem Jahr gelang es, ein vielfältiges Veranstaltungsangebot zu realisieren. Darunter befanden sich Höhepunkte wie eine Lesung mit dem Bürgerrechtler Dr. Joachim Gauck und eine Podiumsdiskussion mit dem bekannten Journalisten Günter Wallraff.
Insgesamt besuchten ca. 2400 interessierte BürgerInnen die Veranstaltungen der Demokratie-Tage im Landkreis. Unter den Besuchern befanden sich auch mehrere Schulklassen und Jugendgruppen, so dass ca. 850 junge Menschen die Veranstaltungen wahrnahmen und so beispielsweise die Möglichkeit hatten, Dr. Gauck und Günter Wallraff persönlich in ihrer Schule zu empfangen und kennenzulernen.
Die Demokratie-Tage sollen Impulsgeber für das Thema "Bürgerschaftliches Engagement" in der Region sein. Ziel ist, eine Diskussion zum Thema nachhaltig anzuregen und Weiterbildungsperspektiven zum Thema Bürgerschaftliches Engagement aufzuzeigen. Im Rahmen von Gesprächsrunden, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen wurde das Thema mit jungen und älteren Menschen (kontrovers) diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Bürgerschaftliches Engagement - besonders in der Region - gestärkt werden kann.
Eine Auswahl an Medienberichten finden Sie in unserer Rubrik Pressespiegel.
Ausgewählte Fotos der Demokratietage: (Foto Günther Wallrall von Ralph Köhler)
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.
Der Gedenktag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
Auch in Zwickau wird jedes Jahr den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Laut Beschluss des Bündnisses stellt der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar einen von drei Gedenktagen dar, die vom Bündnis ausgestaltet werden. Organisiert und vorbereitet wird der Gedenktag jährlich vom Koordinierungsbüro. Am 27. Januar 2011 lud das Koordinierungsbüro zu einer Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen im Haus Muldenblick und zu einem anschließenden Schweigeweg zum Georgenplatz Zwickau, wo ebenfalls kurze Redebeiträge erfolgten.
An beiden Gedenkveranstaltungen nahmen ca. 60 Personen teil, darunter auch zahlreiche Stadträte der Stadt Zwickau.
TV Z Beitrag zur Gedenkveranstaltung am 27.01.2011
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hat sich in diesem Jahr entschieden, besonderes Augenmerk auf den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember zu legen. So unterstützten das Bündnis und das Koordinierungsbüro die Aktionen der Amnesty International Hochschulgruppe, die selbst auch im Bündnis vertreten ist.
Anlässlich des Tages der internationalen Menschenrechte plante die Amnesty Hochschulgruppe eine Aktion ganz in der Nähe des alljährigen Weihnachtsmarktes. Im Eingangsbereich der Fachhochschule am Kornmarkt 1 versorgte ein Informationsstand alle Neugierigen mit Informationen rund um das Thema Menschenrechte und Amnesty International. Ein besonderes Augenmerk waren die auffällig gelben Amnesty-Luftballons sein. Einige dieser Ballons wurden an Passanten verteilt, die durch das gemeinsame Steigenlassen um 19.00 Uhr symbolisch ihr „Ja“ zu Amnesty und ihre Unterstützung zum Tag der Menschenrechte Ausdruck verleihen können.
Im Rahmen des diesjährigen Briefmarathons von Amnesty International rund um den Tag der Menschenrechte wurden so viele Unterschriften wie möglich gesammelt, um aktuelle Aktionen zu unterstützen.
AMNESTY INTERNATIONAL ist eine von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Menschenrechtsorganisation. Amnesty kämpft seit 1961 mit Aktionen, Appellbriefen und Dokumentationen für die Opfer von Menschenrechts-verletzungen auf der ganzen Welt. Die Organisation hat weltweit 2,8 Millionen Unterstützer. 1977 erhielt Amnesty den Friedensnobelpreis.
Im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema „Umgang mit Rechtsextremisten bei Veranstaltungen“ wurden folgende Themenfelder bearbeitet:
- Rechtliche Grundlagen
- Codes/Musik/Symbole/Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene
- Möglichkeiten des Umganges mit Rechtsextremen auf Veranstaltungen
- Argumentationstraining
An der Weiterbildung nahmen neben Mitgliedern des Bündnisses auch Vertreter von Kirchen und Jugendeinrichtungen teil.
In Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz und dem Jugendbereich des Alten Gasometer wurden mit der Humboldtschule Zwickau verschiedene Projekte durchgeführt.
Die vollständige Referenz können Sie hier einsehen:
In der Zeit vom 27.09.2010 bis 29.09.2010 wurde mit der KinderKulturKarawane in Zwickau ein interkulturelles Projekt gestartet. In der Regie des Koordinierungsbüros und des Vereines „Alter Gasometer“ ist es gelungen, eine Gruppe junger Heranwachsender aus Hebron (Palästina) nach Zwickau zu holen, die in Zusammenarbeit mit Jugendlichen ein interaktives Theaterstück erarbeitet haben.
Allen Kindern und Heranwachsenden, die im Rahmen der KinderKulturKarawane als Künstler und Agierende in Deutschland waren, ist eines gemeinsam: sie haben eine schlimme Vergangenheit hinter sich und kommen zum Teil aus schwierigen Verhältnissen. Unsere eingeladenen Gäste kamen aus Palästina – einem gespaltenen Land, welches nach wie vor viele Konflikte zu lösen hat.
Die Jugendlichen aus Hebron haben sich in ihrer Arbeit mit den Zwickauer Jugendlichen damit beschäftigt, das Leben in Flüchtlingslagern nachzuempfinden und nachzuspielen und somit die Ängste, die Bedrohungen und die Beschneidung der Freiheit aufzuzeigen.
Am 28.09.2010 zeigte das Yes-Theatre aus Hebron eine Aufführung eines Stückes, welches eigens für die KinderKulturkarawane konzipiert wurde und für Kinder ab 12 Jahren geeignet ist – aber auch interaktive Momente der tagsüber stattfindenden Workshop-Arbeit enthielt.
Zitat einer Lehrerin aus Glauchau:
„Liebe Frau Hietzke, danke für die tolle Projektidee, meine Schüler haben mir heute noch einmal bestätigt, dass es für sie sehr interessant, emotional und lehrreich war. Besten Dank für die Zusammenarbeit und Ihren Einsatz. Ich glaube, so ein Tag hinterlässt intensivere Spuren als unzählige Theoriestunden. Liebe Grüße R. Schmid“

Die soziokulturelle Einrichtung Alter Gasometer – die in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen feiert – ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte, die im Herbst 1989 ihren wesentlichen Ausgangspunkt fand. Vor nunmehr über 21 Jahren entwarfen Aktivistinnen und Aktivisten, die überwiegend in den Gruppen des Konziliaren Prozesses verwurzelt waren, erste Ideen für ein Friedenszentrum in Zwickau.

20 Jahre nach dem ersten großen Aktionstag des Friedenszentrums in Zwickau stand neben der Rückschau insbesondere die Gegenwart und Zukunft im Mittelpunkt der Diskussion.
Aktive der ersten Stunden und Nachfahren setzten sich während der Veranstaltung mit aktuellen Fragen und Anforderungen an das Engagement für Frieden und Gerechtigkeit auseinander.
• Wie haben sich die Formen zur Initiierung
stetiger gesellschaftlicher Erneuerung verändert?
• Wie sollten Ansprüche an Mitgestaltung und Partizipation
heute formuliert werden?
• Welche Methoden der Aktivität stehen zur Verfügung
und wie erfolgversprechend ist ihr Einsatz?
Folgende Gäste konnten für die Gesprächsrunde gewonnen werden:
- Birgit Riedel (ehemalige Aktivistin des Friedenszentrums)
- Erwin Killat (ehemaliger Aktivist des Friedenszentrums)
- VertreterInnen der Amnesty International Hochschulgruppe, Zwickau
- Heinz Kitsche Inkota Netzwerk e.V., Dresden
- Moderation: Reinhard Riedel
(ehemaliger Aktivist des Friedenszentrums und ehemaliger Geschäftsführer des Vereines „Alter Gasometer“)
Auch im Jahr 2010 fand wieder erfolgreich das „Gewalt? - Ohne mich!!!“ Festival statt, womit erneut ein Zeichen für eine demokratische und lebendige Jugendkultur in Sachsen und besonders für die Region Zwickau gesetzt wurde. Ab 17.00 Uhr erwartete die Gäste ein umfangreiches und buntes Rahmenprogramm: Workshops und Kurzfilme zum Thema Demokratie und Toleranz, Freizeitangebote, Funsport, eine alternative vegane Küche und vieles mehr. Am Abend konnten dann – wie gewohnt – die Nachwuchsbands der Region zeigen, was Vielfalt musikalisch bedeuten kann.

Als Headliner konnten die „Crushing Caspars“ (Hardcore/Punk) gewonnen werden, die sich mit ihrem Auftritt auch deutlich hinter die Message: Gewalt? – Ohne mich!!! stellten.
Zudem gabs was auf die Ohren von „One Minute Happiness“ (Rock), „Fr3mdkörper” (Indie) und „First I Killed The Memories” (Hardcore).
Nähere Informationen zum GOM 2010 finden Sie hier.

Gefördert durch das Förderprogramm
"Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz"
In den letzten Wochen haben sich Schulen und Jugendeinrichtungen auf den bundesweit durchgeführten Wettbewerb der „Ecopolicyade“ vorbereitet und die besten Teams haben sich nun für den sächsischen Landesentscheid qualifiziert. („Ecopolicy“ ist eine PC- Simulation, in der Jugendlichen lernen, wie
komplexe Zusammenhänge zwischen Politik, Umwelt und Wirtschaft
hergestellt werden können und wie Fehlentscheidungen gravierende Folgen
haben können.)
Neben Teams aus Leipzig und Dresden haben sich auch zwei Teams aus einer Jugendeinrichtung in Zwickau qualifiziert. Eröffnet wurde der Wettbewerb von der Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß. Auch konnten Dr. Luther (MdB)[und einzelne Stadträte gewonnen werden, das Spiel auszuprobieren und den Jugendlichen über die Schulter zu schauen. Das Gewinnerteam aus Radebeul, welches im Entscheid am 24.06.2010 ermittelt wurde, wird am 3. Juli nach Berlin fahren um dort im Bundestag gegen die anderen Gewinner-Teams der übrigen Bundesländer zu spielen. Unterstützt wird der Wettbewerb von der Bundeszentrale für politische Bildung und vom Deutschen Bundestag. Im letzten Jahr haben bundesweit 90.000 SchülerInnen an der Ecopolicyade beteiligt.
Partner des Projektes für Sachsen war das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region.
Demokratie Bündnis und DGB mobilisieren über den Tag rund 2.000 Menschen
Unter dem Motto "Wir gehen vor: Kein Platz für
Nazis - auch nicht in Zwickau" organisierte erstmals ein breites
Bündnis von Gewerkschaften, demokratischen Parteien, Jugend- und Sozialeinrich- tungen, Kirchverbänden, Aktionsgruppen und Wirtschaftsunternehmen
einen Aktions- und Protesttag gegen einen Nazi Aufmarsch am 1.05. in Zwickau.
Rund 2000 Personen konnten den gesamten Tag über mobilisiert werden. Auch wenn die Demonstration der NPD und deren seelenverwandten Kameradschaften nicht verhindert werden konnte, so zeigten die Zwickauer an diesem Tag deutlich „Unsere Stadt hat Nazis satt!“.
Aufgrund der anstehenden drastischen Kürzungen im
Bereich der Jugendhilfe, Sozialarbeit und Kulturarbeit im Jahr 2010/2011 wurde
kurzfristig zu einer Podiumsdiskussion geladen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen dabei Fragen zu den Auswirkungen der Kürzungen – insbesondere für die Kommunen, Gemeinden und Einrichtungen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag speziell auf den Bereich der Jugendarbeit und den damit verbundenen Kürzungen.
Folgende Gäste konnten für die Podiumsdiskussion gewonnen werden:
Vertreter der sächsischen Landesregierung / Alexander Krauß, CDU Fraktion, Sozialpolitischer Sprecher, Familienpolitischer Sprecher, Arbeitsmarktpolitischer Sprecher, Vorstand der CDU-Landtagsfraktion, Vorsitzender Landesjugendhilfe-Ausschuss
Sächsische Landtag / B90 Die Grünen / Elke Herrmann
Landkreis Zwickau / Dezernent für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Wolfgang Reiß
Stadt Zwickau / Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß
Jugendring Westsachsen e.V. / Volker Bilz, Vorstandsvorsitzender
Moderation:
Björn Redmann / „Sächsische Landjugend e.V.", Landesbildungsreferent
Auch nach mehrmaligem Nachfragen gelang es nicht, VertreterInnen aus dem Sächsischen Sozialministerium für die Podiumsdiskussion zu gewinnen.
Zum bereits 8. Male und unter der Schirmherrschaft
von Landrat Dr. Scheurer und Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß fanden im
Jahre 2010 die Demokratie-Tage statt.
Mit ca. 30 Veranstaltungen wurde im Landkreis Zwickau gezeigt, wie Demokratie, Courage und zivilgesellschaftliches Engagement gelebt werden kann. Auch in diesem Jahr waren die Veranstaltungen sehr vielschichtig angelegt. Das Themenspektrum reichte von der Aufarbeitung der DDR Vergangenheit über das Thema Rechtsextremismus und Rassismus bis hin zu sozialen Themen wie die Integration von Menschen mit Handicap – letztes war auch Thema der Eröffnungsveranstaltung.
Auch die Veranstaltungsformen waren vielseitig. So fand in diesem Jahr mit ca. 300 Jugendlichen ein Street-Soccer-Turnier statt, es gab eine Uraufführung einer Tanzperformance, aber auch Vorträge und Seminare wurden angeboten.
Im Foto zu sehen: Auftritt der Band "Löwenzahn" zur Eröffnungsveranstaltung der Tage der Demokratie und Toleranz im Alten Gasometer am 15. April 2010
Nähere Informationen und Fotos finden Sie hier:
In Zusammenarbeit mit dem Frauennetzwerk der Zwickauer Region fand unter dem Motto "Frauen im Wandel der Zeit – sich wandeln, sich neu entdecken im Zeichen der Chancengleichheit" anlässlich des Internationalen Frauentags eine ganztägige Veranstaltung zum Thema statt. Thema der Veranstaltung war die Emanzipation und die Gleichstellung der Frau - anhand der Mode der vergangenen Jahre / Jahrhunderte. Folgendes Programm konnte kostenfrei den BesucherInnen angeboten werden.

- 14.00 Uhr Eröffnung durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau,
Frau Dr.
Pia Findeiß
- 14.20
Uhr Kurzreferat zu Verena Kast - Janine Seifert (KIB)
- ab 14.40 Uhr: Einladung zum Brunch und zur Besichtigung der Ausstellung
- 15.30
Uhr Geschichte zum Sammeln und Besinnen
- 15.40
Uhr Modenschau „Mary Lou“ von und mit „Aktiv ab 50“e.V.
- 16.30 Uhr Filmvorführung “Coco
Chanel”
Im Foto : Modenschau "Frauen im Wandel der Zeit"
Auf Anfrage der Humboldtschule wurde in Zusammenarbeit mit dem Jugendbereich des Vereines „Alter Gasometer“ und dem KIB (Kontakt und Informationsbüro Zwickau) an zwei Projekttagen Workshops zum Thema Demokratie und Toleranz angeboten. Diese fanden in den Räumlichkeiten des Alten Gasometers statt und wurden von 2 Schulklassen der Humboldtschule besucht.
Folgende Workshops wurden durchgeführt:
- Workshop 1: Demokratie- und Toleranzförderung; angeboten von Raik Zillmann (KIB Zwickau) und
Sabine Hietzke (Koordinatorin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region)
- Workshop 2: Video-Workshop – Ansätze und Lösungsmöglichkeiten zum Umgang mit Gewalt
- Workshop 3: Ausländerfeindliche Parolen: Was steckt dahinter?
Aufgrund der positiven Rückmeldung auf dem GOM – Festival 2009 (Gewalt? – Ohne mich Festival) gelang es, in Kooperation mit dem Organisationsbüro der Ecopolicyade den Sachsen-Entscheid nach Zwickau zu holen.
„Vernetztes Denken im Wettbewerb“ – unter diesem
Motto stand im Juni 2009 der erste Bundesentscheid der „Ecopolicyade“ in Berlin
an. 14 Schülerteams aus fast allen Bundesländern Deutschlands traten
gegeneinander an, um sich in der PC-Simulation im Regieren fiktiver Staaten
miteinander zu messen. Die Jugendlichen lernen durch das Spiel, wie komplexe
Zusammenhänge zwischen Politik, Umwelt und Wirtschaft hergestellt werden können
und wie Fehlentscheidungen gravierende Folgen haben können. Ein Szenario das
angesichts von Klimawandel, explodierenden Sprit-, Heiz- und Stromkosten sowie
Sturm und Hochwasserkatastrophen erkennbar nah an der Realität ist. Im
Landkreis Zwickau begannen die Vorbereitungen des Wettbewerbes mit der
Lehrerfortbildung am 27. Januar im Alten Gasometer.
Folgende Veranstaltungen und Aktionen fanden im Jahr 2009 statt. Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, welches im Verein "Alter Gasometer" angesiedelt ist, hat im Februar 2009 vollständig seine Arbeit aufgenommen.
Aufgrund des 20-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution fanden das ganze Jahr über Veranstaltungen und Aktionen statt. So erhielt das Koordinierungsbüro eine Anfrage, Referenten bzw. damalige Aktive aus dem Zwickauer Landkreis für ein Schulprojekt zu empfehlen bzw. zu vermitteln. So unterstützte das Koordinierungsbüro in Zusammenarbeit mit dem Bündnis den genannten Projekttag.
Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird von den Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten und Integrationsbeauftragten, Migrantenorganistaionen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. Die Aktionsformen sind sehr vielfältig. Sie reichen von Lesungen, Musik-, Film-, Theater- und Tanzveranstaltungen, Diskussionen, Workshops, Seminare, Sportveranstaltungen, Festen sowie Tagen der Offenen Türe bei Religionsgemeinschaften, Institutionen, Unterkünften und Schulen bis hin zu Gottesdiensten und Friedensgebeten sowie Andachten.
Im Landkreis Zwickau bereitet der Interkulturelle Arbeitskreis die Interkulturellen Wochen vor. Im Jahr 2009 stand die IKW unter dem Motto: „Misch mit!“ und sollte deutschlandweit wieder vielfältige Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen, die Situation von Flüchtlingen ansprechen und zum Flüchtlingsschutz beitragen. Das Koordinierungsbüro war Mitglied in der Vorbereitungsgruppe der Interkulturellen Woche und hat sich zusätzlich mit dem Schulprojekt „Yes I am!“ an der IKW beteiligt. Im Rahmen des Projektes wurde der Film „Yes I am“ den Schulen kostenfrei zur Verfügung gestellt, und konnte so in die Projektarbeit zum Thema Rassismus eingebaut werden. An dem Projekt beteiligten sich 2 Schulen. Es entstanden Essays, Poster und Zeichnungen.
Das Programm der Interkulturellen Woche 2009 können Sie hier einsehen:
http://www.interkultureller-arbeitskreis.de/ablauf/ablauf.html
Erstmalig unter der Regie des Koordinierungsbüros fand im Jahr 2009 das GOM-Festival statt. Neben gewohnten sportlichen Angeboten und Live-Musik am Abend wurde die Veranstaltungsreihe um Workshop-Angebote ergänzt. Diese wurden vormittags für Schulen angeboten und am Nachmittag für Jugendliche und allgemein Interessierte. Themen der Workshops waren unter anderem: 20 Jahre Friedliche Revolution und Demokratie; Jugendkulturen; Stärkung des Selbstwertgefühles besonders von jungen Mädchen oder auch der Umgang mit Gewalt. Um das Interesse der Jugendlichen zu wecken, wurde darauf geachtet, dass die Inhalte methodisch jugendgerecht vermittelt wurden (z.B. Graffiti Workshop, Foto-Workshop). Die Workshops wurden von rund 100 SchülerInnen besucht. Als Reaktion und Resonanz auf den Workshop „Ecopolicy“ entstand die Idee, die Lehrerfortbildung und den sächsischen Landesentscheid in Zwickau zu veranstalten. Zudem fand im Rahmen des GOM die U-18 Wahl statt.
In Zwickau haben ca. 100 Besucher den Ausstellungsbus der Sächsischen Staatsregierung und des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen über die Ereignisse des Herbstes `89 besucht. Dies ist die erfolgreiche Billianz der Ausstellung mit dem Titel „1989 [Unser Aufbruch] 2009“, die in einem umgebauten Linienbus durch Sachsen tourte. Die Ausstellung reiste in Form eines 18 Meter langen umgebauten Busses von Mai bis November 2009 durch mehr als dreißig Orte in ganz Sachsen. Im Ausstellungsbus kommen zahlreiche Zeitzeugen zu Wort, die 1989 aus ganz unterschiedlichen Beweggründen gegen die SED-Herrschaft opponierten. Fünf Multimedia-Stationen gaben Interviews von Zeitzeugen und historische Mitschnitte wieder. Darüber hinaus können sich die Besucher über eine digitale Sachsenkarte interaktiv über die damaligen Ereignisse in ihrer Region informierten. Die Vorbereitungen und Betreuungen der Referenten während des 5 Tage Aufenthaltes in Zwickau wurden vom Koordinierungsbüro übernommen.
Zum bereits 7. Male und unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Scheurer und Oberbürgermeisterin Frau Dr. Findeiß fanden im Jahre 2009 die Demokratie-Tage statt. Erstmalig wurden diese unterstützt vom neu angesiedelten Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region. Mit ca. 30 Veranstaltungen wurde im Landkreis Zwickau gezeigt, wie Demokratie, Courage und zivilgesellschaftliches Engagement gelebt werden kann. Auch in diesem Jahr waren die Veranstaltungen sehr vielschichtig angelegt. Das Themenspektrum reichte von der Aufarbeitung der DDR Vergangenheit über das Thema Rechtsextremismus und Rassismus bis hin zu sozialen Themen.
Im Foto: Theaterstück zur Eröffnungsveranstaltung - "Engel mit nur einem Flügel"
In Kooperation mit dem Jugendbereich des Vereins „Alter Gasometer – soziokulturelles Zentrum“ wurden innerhalb des Projekttages mit der Humboldtschule Zwickau verschiedene Module angeboten, die auf unterschiedliche Weise Aufklärungsarbeit leisten.
Der zeitliche Rahmen des Projektes beläuft sich pro Modul auf ca. 90 Minuten (Arbeit in den einzelnen Gruppen) plus 45 Minuten für die anschließende Vorbereitung der Ergebnisse im Plenum.
Im Foto zu sehen: Projekt Toleranztag
Folgende Module wurden angeboten:
- Des Nazis neue Kleider
- Vorurteile und Reflexion
- Alltagsrassismus
- „Last Exit – Letzte Möglichkeit Flucht!
(geleitet von Sabine Hietzke; Koordinatorin des Bündnisses für
Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region)