Vortrag aus der Reihe „Zwickauer Originale“: Hildebrand Gurlitt – Ein Museumsmann im Focus

19.04.2018 (18:00), Kunstsammlungen Zwickau, Max-Pechstein-Museum, Lessingstraße 1, 08058 Zwickau

Mit Petra Lewey, Leiterin der Kunstsammlungen Zwickau

 

Der junge Kunsthistoriker Hildebrand Gurlitt aus Dresden wurde 1925 Museumsdirektor in Zwickau. In nur fünf Jahren machte er das Haus zu einem Ort der Moderne. Er strukturierte die alten Sammlungen und zeigte Gegenwartskunst von Rang: Pechstein, Heckel, Nolde, Kollwitz. Doch bald verspürte Gurlitt den Gegenwind des nationalsozialistischen Kampfbundes für deutsche Kultur. 1930 folgt die Entlassung. Als er 1933 die Direktorenstelle des Hamburger Kunstvereins verlor, begann er seine Tätigkeit als Kunsthändler. So wurde er beauftragt, die aus deutschen Museen beschlagnahmte sogenannte „Entartete Kunst“ ins Ausland zu verkaufen und fungierte schließlich als einer der Haupteinkäufer für das Hitlermuseum in Linz. Gurlitts Biografie zeigt, wie in Diktaturen vorgezeichnete Lebenswege radikale Brüche erfahren können. Ein Ausflug ins Gestern!

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region.

 

 

 

Eintritt: frei!

Veranstaltungsort: Kunstsammlungen Zwickau, Max-Pechstein-Museum, Lessingstraße 1, 08058 Zwickau

Veranstalter: Kunstsammlungen Zwickau - Max-Pechstein-Museum

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