Was wir aus der NSU-Geschichte lernen müssen. Schulkino nimmt Radikalisierung in den Fokus

Dienstag
04 Nov.
2025

Am 4. November fand im Rahmen der Novembertage das Schulkino im Alten Gasometer statt. Gezeigt wurde der Film „Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“, der die Radikalisierung des NSU-Kerntrios beleuchtet. Anders als im Vorjahr, als die Opfer im Mittelpunkt standen, ging es diesmal um die Frage: Wie konnten scheinbar normale Jugendliche zu rechtsextremen Terroristen werden?

Ein großes Kompliment geht an die angehenden Sozialassistentinnen und -assistenten der Euro Akademie Zwickau, die die Veranstaltung mit sieben Workshops begleitet haben. Ihr Engagement und die Peer-to-Peer-Ausbildung haben gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen aktiv in die politische Bildung einzubinden. Auch die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verdienen Anerkennung für ihre Offenheit und Diskussionsbereitschaft.

Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, wie zentral Demokratie, Menschenwürde und Zivilcourage für unser Zusammenleben sind. Der Film und die anschließende Reflexion führten uns vor Augen, dass Radikalisierung nicht im luftleeren Raum entsteht, sondern in gesellschaftlichen Nischen, die wir alle mitgestalten

Die Geschichte des NSU ist kein abgeschlossenes Kapitel. Sie erinnert uns daran, dass Rechtsextremismus und Rassismus weiterhin eine reale Gefahr darstellen. Es reicht nicht, betroffen zu sein – wir müssen handeln: im Alltag, in der Schule, in der Gesellschaft. Jeder von uns trägt Verantwortung, damit „Heute ist nicht alle Tage“ nicht zur bitteren Realität wird.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Zwischen Tradition und Neudenken: Wie wollen wir erinnern?

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