Zukunft für Zwickau: Oberbürgermeisterin im Gespräch mit den Gewinnern des Ideenwettbewerbs
Dienstag
11 Nov.
2025
Im Jugendcafé des Alten Gasometers präsentierten die vier Gewinnerinnen und Gewinner des im Zuge des Viele Wege Festivals 2026 entstandenen Ideenwettbewerbs „Die spinnen, die Zwickauer“ ihre Projekte der Oberbürgermeisterin Constance Arndt. Der Wettbewerb wurde erstmals im April ausgelobt und bietet Menschen aus Zwickau die Möglichkeit, kreative Ideen zur Gestaltung ihrer Stadt einzubringen. Ziel war es, bürgerschaftliches Engagement sichtbar zu machen und die Beteiligung an Stadtentwicklungsprozessen zu fördern. Anfang September wurden zum Pulverturm-Café die Gewinnerinnen und Gewinner gekürt.
Nun konnten die Teilnehmenden ihre Visionen in einer offenen und lebendigen Atmosphäre nochmals vorstellen. Die Präsentationen fanden bei Getränken und Snacks in entspannter Runde statt. Den Anfang machte Janina Unger mit ihrer Idee zur Aufwertung des Schwanenteich-Areals. Ihr Konzept sieht vor, den beliebten Park durch neue Sitzgelegenheiten, kleine Bühnen und kulturelle Aktionen zu beleben. Franziska Rauscher, die Gewinnerin des Wettbewerbs, stellte anschließend das Projekt „Lebendige Wände“ vor, dass die Stadt mit künstlerischen Graffiti verschönern und Freiräume für kreative Ausdrucksformen schaffen soll.
Rene Reimann präsentierte seine Vision eines Mulde-Freibads, das Zwickauerinnen und Zwickauern in den Sommermonaten eine naturnahe und kostenmoderate Bade- und Verweilmöglichkeit bieten könnte. Den Abschluss bildete Michael Berger, der mit seiner Idee von sogenannten Pfandringen den Publikumspreis erhielt. Diese Vorrichtungen an Mülleimern sollen das Sammeln von Pfandflaschen erleichtern und zugleich einen Beitrag zur Müllvermeidung leisten.
Oberbürgermeisterin Arndt zeigte sich offen und interessiert gegenüber allen Projekten. Sie lobte das Engagement der Teilnehmenden und betonte die Bedeutung solcher Ideen für eine lebendige Stadtgesellschaft. Erste Schritte zur Umsetzung wurden bereits angestoßen. So prüft die Stadt mögliche Anbieter für die Pfandringe und nimmt für die Prüfung der Freibad-Idee Kontakt zur Landestalsperrenverwaltung auf. Für das Graffiti-Projekt „Lebendige Wände“ hat sich zudem ein Sportverein bereit erklärt, in Kooperation ein großflächiges Wandbild zu gestalten.
Der Ideenwettbewerb verdeutlicht, wie wichtig Beteiligung und Mitgestaltung in Zwickau sind. Der Alte Gasometer versteht sich dabei als Plattform, die kreative Impulse bündelt und Menschen miteinander ins Gespräch bringt. Die vorgestellten Projekte zeigen, dass Engagement und Gemeinschaftssinn viel bewegen können. Damit bleibt der Alte Gasometer ein Ort, an dem Ideen wachsen und aus Gedanken konkrete Schritte für eine offene, vielfältige und lebenswerte Stadt entstehen.