Erzählcafé „Als der Krieg zu Ende ging – Erinnerungen aus unserer Region“ in Hartenstein

Sonntag
16 Nov.
2025

Das im Rahmen des Projekts „DenkMal! Todesmarsch Mülsen – Eibenstock 1945“ organisierte Erzählcafé fand im Anschluss an die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in der Paul-Fleming-Oberschule in Hartenstein statt. Rund 30 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um den persönlichen Erinnerungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu lauschen.

Sechs Personen – fünf aus Hartenstein und eine Zeitzeuge aus Ortmannsdorf – berichteten eindrücklich von ihren Erlebnissen während der letzten Kriegsmonate und der unmittelbaren Nachkriegszeit. Ihre Geschichten waren intensiv und emotional, geprägt von Angst, Verlust, aber auch Zusammenhalt und Momenten unverhoffter Hoffnung. Ein besonders bewegender Moment entstand, als eine Dame einen Granatsplitter mitbrachte – ein Stück Metall, das bei der Bombardierung ihres Wohnhauses in der Familie zurückgeblieben war und bis heute als stilles Zeugnis dieser Zeit aufbewahrt wird. Auch aus dem Publikum meldeten sich mehrere Personen zu Wort und ergänzten die Erinnerungen der Zeitzeugen um eigene Eindrücke und Familiengeschichten. Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich so ein lebhaftes, wertschätzendes Gespräch, in dem deutlich wurde, wie wichtig solche Begegnungen sind: Sie lassen Geschichte nicht nur verständlich, sondern spürbar werden. Die persönlichen Erzählungen machten erfahrbar, wie das Kriegsende und die Zeit danach hier vor Ort tatsächlich erlebt wurden – jenseits der großen historischen Schlaglichter. Sie zeigen, dass Geschichte nicht abstrakt, sondern zutiefst menschlich ist.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. und Paul-Fleming-Verein e.V.

Gefördert von:

Engagiert im Quartier: Zwickau sagt Danke für ehrenamtliche Arbeit

Zum vorhergehenden Blog-Artikel

Engagiert im Quartier: Kaffeeklatsch fördert den Austausch in Zwickau

Zum nächsten Blog-Artikel