Chronik rechtsextremer und rassistischer Aktivitäten im Landkreis Zwickau

28.03.2018: Limbach Oberfrohna (LK Zwickau)

Körperverletzung

Am Abend versammelten sich drei Personen die gegen Fenster und Tür eines alternativen Wohn-und Kulturprojektes schlugen und dabei „Ihr Fotzen, kommt raus, ihr Zecken!“ riefen.
Im Verlauf wurde zudem die Drohung ausgesprochen, dass das Haus in den nächsten Tage brennen würde.
Bewohner_innen des Hauses kamen auf die Straße um die Situation zu beruhigen, was nicht gelang. Eine Passantin kam hinzu und versuchte ebenfalls zu deeskalieren. Im Zuge dessen wurde die Frau von einem der drei Angreifer ins Gesicht geschlagen. Die alarmierte Polizei nahm die Personalien der Anwesenden auf und den Täter mit auf die Wache, seine beiden Freunde konnten gehen.

Pressemitteilung des "La Bombonera"

 

17.12.2017: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

In einem Linienbus nach Limbach-Oberfrohna wurden zwei thailändische Studenten von mehreren Männern angegriffen und mit rechten Parolen beschimpft. Ein Geschädigter wurde dabei leicht verletzt.

Quelle: PD Zwickau

 

22.05.2017: Zwickau (LK Zwickau)

Sprengsätze detoniert

Zwei Sprengsätze sind in der Nacht zum Samstag von Unbekannten am Rande der Bahnhofsvorstadt in Zwickau deponiert worden. Nach Auskunft des Operativen Abwehrzentrums in Leipzig, das die Ermittlungen übernommen hat, detonierte jedoch nur einer davon - er war an einem türkischen Imbiss an der Crimmitschauer Straße angebracht. Ein weiterer - platziert an einem muslimischen Gebetsraum an der Werdauer Straße - ist demnach nicht explodiert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Menschen im Raum, die etwas brennen gesehen haben.

Quelle: Freie Presse

 

14.05.2017: Limbach Oberfrohna (LK Zwickau)

Körperverletzung und Sachbeschädigung

Am Abend brüllte eine Person lauthals Beleidigungen, wie „Scheiß Zecken“ und schmiss mutmaßlich verschiedene Gegenstände auf das Vereinsgebäude eines im Ort als "links" geltenden Verein. Als die anwesenden Personen nach draußen gingen, um nachzusehen, stand diese aggressive Person bereits im Hof. Beim Versuch die Person zu beruhigen und nach der Frage nach dem Grund seines Verhaltens, verpasste der Ende Zwanzigjährige einem der Jugendlichen eine Schelle und danach schlug er einen 17-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Dabei brach bei dem 17-jährigen ein Stück von seinem Schneidezahn ab. Später drang der Angreifer in ein alternatives Wohnprojekt ein, bedrohte und beleidigte eine anwesende Person.

Quelle: Kooperationspartner

 

01.01.2017: Meerane (LK Zwickau)

Rassistisch motivierter Angriff

In der Silvesternacht wurden zwei junge Syrer in einer Parkanlage von mehreren Personen bedrängt und rassistisch beschimpft. In der Folge soll einer der Syrer einen Schlag mit einem mit Bierflaschen gefüllten Rucksack auf den Kopf bekommen haben. Er ging daraufhin bewusslos zu Boden wurde am Boden liegend mehrfach getreten. Er musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Später verbrannten die Angreifer die Jacke des Betroffenen, welche bei der Attacke liegen blieb. Die Polizei ermittelt.

Freie Presse

 

05.10.2016: Lichtentanne (LK Zwickau)

Hakenkreuze im Stadtgebiet geschmiert

Sowohl in Ebersbrunn als auch in Schönfels wurden Hakenkreuze auf die Autofahrbahn gesprüht.

PD Zwickau

 

31.08.2016: Meerane (LK Zwickau)

Rassistische Graffiti

Ende August wurden an verschiedenen Stellen in der Stadt arabische Graffiti angebracht, die Flüchtlinge aufforderten das Land zu verlassen.

Freie Presse

 

23.08.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Rechte bedrängen Stadtspaziergang und werden handgreiflich

Einen Stadtspaziergang mit Pia Findeiß, Oberbürgermeisterin von Zwickau, haben mehrere Rechte mit Pöbeleien gestört und gefilmt. Ein Mann wurde getreten, als dieser versuchte, die Kamera aus seinem Gesichtsfeld zu schieben. Die hinzugerufene Polizei nahm Personalien auf, ließ die Störer, zwei von ihnen als Provokation mit einem Burka-Kostüm bekleidet, aber weiter am Spaziergang teilnehmen. Die Polizei sucht außerdem Zeugen, die eine Körperverletzung beobachtet haben, bei der eine Teilnehmerin mit einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen wurde.

Quelle: Freie Presse, PD Chemnitz

 

12.07.2016: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

Hakenkreuze geschmiert

In der Nähe des Stadtparks Limbach-Oberfrohna auf der Straße Am Stadtpark sowie an der Weststraße wurden in der Nacht zum 12.07. mehrere Hakenkreuze mit weißer Farbe auf Fahrbahnen, Gehwegen und Häuserwänden angebracht.

Freie Presse

 

25.06.2016: Meerane (LK Zwickau)

Werbetafeln mit rassistischen Parolen beschmiert

Am Wochenende vom 25. bis 27.06. wurden mehrere Werbetafeln mit rassistischen Parolen beschmiert.

Freie Presse

 

25.06.2016: Lichtenstein (LK Zwickau)

Auto beschädigt, Hitlergruß gezeigt und "Sieg Heil" gerufen

Eine Gruppe von fünf Jugendlichen lief lärmend die Bachgasse entlang und beschädigte ein Auto. Als die Besitzerfamilie dazu kam, wurde sie von den Jugendlichen angegriffen und leicht verletzt. Die Täter riefen dabei "Sieg Heil" und zeigten den Hitlergruß

PD Chemnitz

 

22.05.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Brandanschlag auf bewohnter Flüchtlingsunterkunft

Unbekannte haben mit Molotowcocktails einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Zwickau verübt. In der Nacht zu Sonntag hatte der Wachschutz den Brand bemerkt und konnte diesen löschen. Bei dem Anschlag waren 15 Asylsuchende im Haus. Ein Bewohner verletzte sich beim Verlassen des Hauses.

Quelle: MDR Sachsen

 

16.05.2016: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

Auto gezielt manipuliert

In der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingsmontag haben Unbekannte das im Stadtzentrum geparkte Auto des Grünen-Stadtrates Albert Klepper manipuliert. Die Schrauben eines Rades waren entfernt worden. Unzuschaden kam niemand, da der Politiker die Manipulation frühzeitig bemerkte. Einem Mitarbeiter der sozialen und politischen Bildungsvereinigung soll in den letzten Monaten dasselbe passiert sein.

Freie Presse

 

05.05.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Asylbewerber bedroht

Am Abend des sogenannten "Herrentages" wurden drei Asylbewerber durch drei Männer bedroht, die auch ein Messer mit sich führten.

PD Zwickau

 

26.04.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Fensterscheiben eingeschlagen

Zwischen dem 21. und dem 26.04. wurden zwei Scheiben des Wahlkreisbürso der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann in der Leipziger Str. zerstört.

Quelle: Radio Zwickau

 

07.04.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Rassistische Postkarte auch in Zwickau

Die Zwickauer Oberbürgermeisterin, die Stadtratsfraktion der SPD und der Linken-Stadtrat René Hahn haben die gleiche Postkarten mit rassistischem und drohendem Inhalt bekommen wie letzte Woche PolitikerInnen in Plauen. Absender war wieder die rechtsextreme Kleinstpartei "Der dritte Weg".

Freie Presse

 

27.03.2016: Hohenstein-Ernstthal (LK Zwickau)

Hakenkreuz an Wohnungstür von afghanischer Familie geschmiert

Unbekannte haben ein Hakenkreuz an die Wohnungstür einer Familie aus Afghanistan geschmiert. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen auf.

Freie Presse

 

26.03.2016: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

Angriff auf antifaschistischen Infoladen "La Bombonera"

Gegen die Fensterläden eines Hauses in der Sachsenstraße, das vom antifaschistischen Infoladen "La Bombonera" genutzt wird, haben mehrere Personen in der Nacht zu Sonntag, kurz vor Mitternacht, mit Gegenständen geschlagen. Von der Angreifergruppe, die mit zwei PKW vor Ort gewesen sein soll, gingen verbale Bedrohungen gegen die Bewohner_innen des Hauses wie „Jetzt gibt es auf's Maul, Zeckenschweine!" aus. Ein 19-Jähriger soll mit einer Schreckschusspistole geschossen haben.

Kooperationspartner, PD Chemnitz-Erzgebirge

 

06.03.2016: Mülsen OT Thurm (LK Zwickau)

Unterkunft für Geflüchtete beschmiert

Zwischen dem 05. und dem 06. März wurde im Mülsener Ortsteil Thurm die Giebelseite einer Geflüchtetenunterkunft mit verfassungswidrigen Schriften beschmiert. Die Polizei sucht Zeugen.

Freie Presse

 

25.02.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Muslima wird mit Glas beworfen und rassistisch beschimpft

Laut Polizeimeldung beschimpfte ein Mann von seinem Balkon aus, die vorbeilaufende Frau mit frauenfeindlichen und rassistischen Sprüchen. In der Folge schmiss er ein Glas vom Balkon in Richtung der Frau.

Polizei Südwestsachsen

 

21.02.2016: Mülsen (LK Zwickau)

Rassistische Schmierereien

Unbekannte haben mehrere Hauseingänge und einen Briefkasten der Stadtmission mit rassistischen Parolen beschmiert.

Polizei

 

20.02.2016: Zwickau (LK Zwickau)

3000 Teilnehmer_innen bei rassistischem Sternmarsch

Am rassistischen "1. Zwickauer Sternmarsch" nahmen rund 3000 Personen teil. Aufgerufen hatten das "Bürgerforum Sachsen" und das "Bürgerforum Zwickau". Zu sehen waren u.a. Fahnen der "Identitären" und eindeutige Neonazi-Kleidung. Einer Redner war der Chefredakteur des rechtspopulistischen "Compact"-Magazins Jürgen Elsässer. Ein Teilnehmer rief einem in einem Auto sitzenden Polizisten "Sieg Heil" entgegen und zeigte einen Hitlergruß.

Presse

 

16.02.2016: Burgstädt (LK Zwickau)

Hakenkreuz an Hausfassade

Ein knapp ein Quadratmeter großes Hakenkreuz wird an die Fassade eines Gebäudes gesprüht.

PD Chemnitz-Erzgebirge

 

13.01.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Stein durchschlägt Fenster des Wohnhauses der Oberbürgermeisterin

Gegen das Wohnhaus von Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) ist am Mittwochabend kurz nach 23 Uhr ein Stein geworfen worden. Er durchschlug ein Fenster, meldete gestern die Polizei. Niemand wurde verletzt. Am Stein war ein Zettel befestigt, aus dem hervorgeht, dass die Tat politisch motiviert war. Das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei in Leipzig ermittelt. Laut Rathaus-Sprecher Mathias Merz waren Findeiß und ihr Mann zum Zeitpunkt des Steinwurfs zu Hause.

Quelle: Freie Presse, Polizei

 

07.01.2016: Zwickau (LK Zwickau)

Angriff auf Geflüchtete

Ein unbekannter Autofahrer hat am Donnerstagnachmittag sein Fahrzeug in eine Gruppe ausländischer Fußgänger gesteuert, die auf dem Gehweg an der Lengenfelder Straße in Zwickau unterwegs waren. Um nicht von dem Auto erfasst zu werden, mussten die fünf Personen nach eigenen Angaben zur Seite springen.

Presse, Polizei

 

24.12.2015: Meerane (LK Zwickau)

Morddrohungen und Farbanschlag auf Transporter eines Flüchtlingshelfers

Unbekannte haben das Auto eines Flüchtlingshelfers mit mehreren Litern Farbe überschüttet. Der Betroffene ist in den vergangenen Monaten mehrfach beschimpft worden und hat mehrere Morddrohungen erhalten. Der Staatsschutz ermittelt.

Presse

 

15.12.2015: Zwickau (LK Zwickau)

Böller auf Flüchtlingsunterkunft

Unbekannte haben Feuerwerkskörper in Richtung einer Notunterkunft abgefeuert. Personen wurden nicht verletzt. Das OAZ ermittelt.

Presse

15.11.2015: Mutmaßlich rechtsextremer Angriff auf "Freie Presse"-Redaktion in Glauchau

Am 15. November haben bislang unbekannte TäterInnen die Redaktionsräume der Tageszeitung Freie Presse in Glauchau angegriffen. Es wurden Scheiben mit Ziegelsteinen eingeworfen, Menschen wurden dabei nicht verletzt. Die Polizei geht von mehreren TäterInnen aus. Mindestens einer von ihnen trug Kleidung, die der Neonazi-Szene zugeordnet werden kann.

LVZ

 

14.11.2015: Demo gegen Asylpolitik in Zwickau

1500 "Asylgegner" haben gegen die aktuelle Asylpolitik protestiert.

Presse

12.11.2015: Brandanschlag auf Asylsuchendenunterkunft in Crimmitschau

Mehrere Personen haben mit einem Molotowcocktail einen Brandanschlag auf eine bewohnte Unterkunft verübt. Außerdem öffneten die Täter gewaltsam die Eingangstür und warfen mit einem Blumenkübel ein Fenster ein. Ein Beschuldigter, ein 35-jähriger Mann aus Waldenburg, sitzt in Untersuchungshaft.

Presse

08.11.2015: NPD-Demo in Meerane (LK Zwickau)

Mehreren hundert TeilnehmerInnen der neonazistischen Veranstaltung standen lediglich 20 GegendemonstrantInnen gegenüber.

Freie Presse

 

01.11.2015: Gewalttätige Proteste gegen Flüchtlinge in Meerane (LK Zwickau)

Etwa 200 Rechte haben über mehrere Stunden versucht, Busse mit Geflüchteten zu blockieren. Als die Polizei die Blockade auflösen wollte, wurde sie mit Böllern angegriffen.

Presse, PD Zwickau

 

31.10.2015: Kundgebung für "direkte Demokratie" in Zwickau 

Etwa 1.500 Menschen fanden sich zusammen, um für mehr "direkte Demokratie" zu werben. Einer der Redner war bereits bei Legida aufgetreten und eine zweite Rednerin bekam Beifall für rassistische Klischees in ihrem Beitrag.

Freie Presse

 

17.10.2015: Schweigemarsch im Stadtzentrum Zwickau 

Um die 1.000 Personen haben an einem Schweigemarsch durch die Zwickauer Innenstadt teilgenommen. Die Einladung wurde in sozialen Netzwerken u.a. von der Gruppe "Zwickau sagt nein zum Asylmissbrauch" verbreitet. Bis auf einige "Wir sind das Volk"-Rufe in Richtung der 200 GegendemonstrantInnen des "Bündnis für Demokratie und Toleranz" wurde allerdings auf der gesamten Veranstaltung keinerlei politische Äußerungen getätigt.

Freie Presse

 

10.10.2015: Scheiben eingeschossen in Crimmitschau (LK Zwickau)

An den Geschäftsräumen der Wohnungsgesellschaft (CWG) wurden wahrscheinlich mit einem Katapult 3 Scheiben eingeschossen und "Wir kriegen euch alle" an die Fassade geschmiert. Grund ist offenbar die Vermietung zahlreicher Wohnungen an Flüchtlinge.

Presse

19.07.2015: Erneuter Naziangriff auf Vereinshaus

Limbach-Oberfrohna. Erneut ist das Vereinshaus der sozialen und politischen Bildungsvereinigung angegriffen worden. Nach Mitternacht versammelten sich anfangs ca 25, später bis zu 30 teils vermummte Personen vor dem Gebäude, riefen Drohungen und warfen Gegenstände auf das Haus. Anschließend zerstörten sie das Tor und den Zaun, um auf das Grundstück zu gelangen. Die eintreffende Polizei verhinderte, dass die Angreifer ins Haus gelangen konnten. Es wird u.a. wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Bereits am Freitag zuvor war es zu Auseinandersetzungen gekommen.

 

Betroffene, mdr, PD Zwickau

30.05.2015: Schlägerei und Hitlergruß bei Feuerwehrfest

Nach Ausschreitungen beim Feuerwehrfest in Kaufungen ermittelt die Polizei gegen 4 polizeibekannte Personen aus der Region wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie bzw. 6 bis 8 weitere Personen sollen den Hitlergruß und rechtsextremistische Parolen skandiert, Feuerwehrleute verletzt sowie randaliert haben.

Quelle: Freie Presse

08.04.2015: Polizei ermittelt gegen Feuerwehrmann wegen Facebook-Kommentar

Radio Zwickau stellte einen Beitrag zur geplanten Asyl-Notunterkunft in Zwickau ins Netz. Was folgte, waren zahlreiche rassistische Beiträge von Facebook-Nutzer_innen. Gegen ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Zwickau, der dazu aufrief, die Unterkunft in die Luft zu sprengen, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Auch das Feuerwehramt reagierte auf die rassistischen Äußerungen und belegte den Mann mit einem vorläufigen Dienstverbot.

Quelle: Freie Presse

09.03.2015: Rechte Schmierereien

In der Zeit vom 06. zum 09.03.15 haben Unbekannte auf dem Gelände des Jugendclubs in der Reichenbacher Straße in Zwickau mehrere Hakenkreuze gesprüht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau

21.02.2015: Vier Tatverdächtige nach fremdenfeindlichen Schmierereien ermittelt

Die Kriminalpolizei hat eine Serie von fremdenfeindlichen Schmierereien in Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein und Oberlungwitz aufgeklärt. Vier Tatverdächtige im Alter von 17 bis 24 Jahren wurden dingfest gemacht.

Akribische Kleinarbeit führte die Ermittler zu dem Quartett. 50 Strafanzeigen waren die Beamten nachgegangen. Immer wieder tauchte dabei eine mysteriöse Zahlenkombination auf, verbunden mit asylkritischen Parolen. Die Schadensumme erreichte einen fünfstelligen Bereich. Auch Spruchbänder hatten die Verdächtigen über Hauptverkehrsstraßen gespannt.

Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Kriminalisten Beweismittel. Zum Motiv ermittelt der Staatsschutz.

 

Quelle: Radio Zwickau

21.12.2014: Polizei ermittelt gegen NPD-Funktionär

Am 21. Dezember hat NPD-Kreis- und Stadtrat Patrick Gentsch in einer Disco eine Frau rassistisch beleidigt und schließlich ins Gesicht geschlagen. Der 39-jährigen Betroffenen kam ein anderer Gast zur Hilfe und gemeinsam konnte die Polizei verständigt werden, die eine Anzeige aufnahm und nun gegen Gentsch wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Freie Presse

 

Staatsschutz ermittelt wegen dutzender Schmierereien

30.11.2014: Hohenstein-Ernstthal (LK Zwickau)

Unbekannte haben in der Nacht zum 30. November die Zahl 82382 auf die Holzbuden am Oberlungwitzer Festplatz gesprüht. Die Schmierereien sind bereits in den vergangenen Wochen dutzendfach auf Häusern, Garagen, Brücken und sogar Autos der Region Hohenstein-Ernstthal auftaucht. Rund 20 Anzeigen gingen im Zusammenhang damit seit Anfang Oktober bei der Polizei ein. Häufig tauchten neben der Zahlenkombination Schriftzüge auf, die sich gegen Flüchtlinge und Asylbewerberheime richten sowie in mindestens einem Fall Zeichen verfassungswidriger Organisationen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Was die Zahlenkombination 82382 bedeutet wissen die Beamten noch nicht, die Ermittlungen gehen, laut Aussage eines Sprechers, in erster Linie in Richtung rechte Szene.

Freie Presse


Neonazis schicken Drohbrief an Stadtrat

18.11.2014: Zwickau (LK Zwickau)

Der Zwickauer Stadtrat René Hahn (Linke) hat am Dienstag einen Drohbrief erhalten. Das handgeschriebene Dokument ist mit "Nationale Sozialisten Marienthal" und einem Hakenkreuz unterzeichnet. Als Absender ist auf dem Briefumschlag "N.S.U" angegeben. Hahn engagiert sich als Stadtrat und Mitglied des Vereins "Roter Baum" immer wieder gegen Neonazis und für Toleranz. Zuletzt half er, ein Familienfest für und mit Asylbewerber_innen in Neuplanitz zu organisieren und entfernte antisemitische Graffiti in Marienthal.

Freie Presse


Hakenkreuze in Autos geritzt

20.10.2014: Glauchau (LK Zwickau)

In der Nacht vom 18. zum 19. Oktober haben Unbekannte Hakenkreuze in den Lack mehrerer Autos, die in der Schlachthofstraße, Talstraße und Schlossstraße parkten, eingeritzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

PD Zwickau


Rassistische Hetze und Bedrohung

18.09.2014: Zwickau (LK Zwickau)

Ein junger Mann hat bei der Polizei Anzeige erstattet, weil er im Internet beleidigt und bedroht wurde. In einer Facebook-Gruppe, die sich mit der Unterbringung von Asylsuchenden im Stadtteil Neuplanitz befassen, hieß es, der Zwickauer solle künftig beim Verlassen seiner Wohnung rechts und links schauen, um nicht schwer verletzt im Wald wieder aufzuwachen. Das war eine Reaktion auf die Versuche des Mannes, in der Debatte Stellung gegen rassistische Hetze und für die Asylsuchenden zu beziehen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Freie Presse


Hakenkreuze und rassistische Parolen

09.09.2014: Zwickau (LK Zwickau)

Am Samstag wurden mehrere Hakenkreuze und rassistische Parolen an Hauseingängen im Umfeld einer neu entstandenen Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende entdeckt.

PD Zwickau


NPD Stadt- und Kreisrat droht Jugendlichen mit massiver Gewalt

26.08.2014: Glauchau (LK Zwickau)

Die Polizei hat Ermittlungen gegen den Meeraner Stadtrat und Kreistagsabgeordneten Patrick G. aufgenommen. Das NPD-Mitglied verschaffte sich am 26.08.2014, gemeinsam mit einer weiteren Person, Zugang in das Jugendhaus H2 für Jugend und Kultur in Glauchau und bedrohte einen ehrenamtlichen Mitarbeiter. Der Abgeordnete forderte die Herausgabe des Namen und der Adresse einer dem Mitarbeiter bekannten Person. Da sich der Betroffene weigerte diese Information Preis zu geben, beleidigte Patrick G. ihn und drohte ihm ein weiteres Mal und mit mehr personeller Unterstützung vorbeizukommen, um seinen Willen umzusetzen.

Kulturknall e.V.

 

13.07.2014: Werdau (LK Zwickau)

In einem Garagenkomplex in der Pestalozzistraße wurden mehrere Garagenwände mit Hakenkreuzen und rechten Aufschriften wie SS, Adolf Hitler und ACAB bemalt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

PD Zwickau


Stadt zeigt Schmierer an

26.06.2014: Hohenstein-Ernstthal (LK Zwickau)

Unbekannte haben u.a. Totenköpfe und Hakenkreuze an die Wände der Bahnunterführung in Hohenstein-Ernstthal geschmiert. Die Stadt erstatte Anzeige bei der Polizei.

Freie Presse


Randalierende Personen

13.06.2014: Zwickau (LK Zwickau)

Aus einem Park an der Dortmunder Straße in Zwickau hörten Anwohner_innen am Donnerstagabend Axtschläge und rechte Parolen. Die gerufene Polizei stellte gegen 21:00 Uhr fünf betrunkene Männer im Alter von 19 bis 31 Jahren fest. Einer der Männer hatte mit einer Axt eine 13 Meter lange Tanne einer Baumgruppe gefällt. Gegen die fünf Personen wurden Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet.

PD Zwickau


Limbach-Oberfrohna: Erneute Bedrohung von Rechts

26.04.2014: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

In der Nacht vom 26. zum 27.04.2014 fand ein Übegriff auf ein Haus in der Sachsenstraße in Limbach-Oberfrohna statt. Eine unbekannte Anzahl von Personen versuchte vermutlich ins Haus zu gelangen, bewarf die Fensterscheiben mit Pflastersteinen und Blumenkübeln, die Eingangstür wurde zerstört. Das Haus ist Domizil der sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. die in den letzten Jahren mehrmals Übergriffen von Neonazis ausgesetzt war. So fiel 2010 ein Vereinsdomizil einem Brandanschlag zum Opfer, der von einem Mann verübt wurde, der Teil der Rechten Szene ist.

Quelle: Mut gegen Rechte Gewalt.de


Rassismus Motiv für Körperverletzung

23.04.2014: Zwickau (LK Zwickau)

Auf Anfrage an das Innenministerium zum Aufkommen rechter Gewalt im Freistaat, wurde ein Angriff auf eine Person bekannt, die mit einer Hieb-/ oder Stichwaffe angegriffen und verletzt wurde. Die ermittelnden Beamten benannten Rassismus als Motiv für den Angriff. Weitere Informationen liegen uns nicht vor.

Quelle: Parlamentsdokumente


Brandstiftung am Döner-Imbiss

13.02.2014: Meerane (LK Zwickau)

In der Nacht zu Donnerstag kam es in Meerane zu einer rassistisch motivierten Brandstiftung an einem Döner-Imbiss. Die Familie, die den Imbiss betreibt und im selben Haus wohnt, wurde von einer vorbeifahrenden Polizeistreife gerettet. Der entstandene Sachschaden wird auf eine fünfstellige Summe geschätzt. Am Wochenende zuvor, während des Meeraner Straßenfaschings, hämmerten Betrunkene gegen die Scheiben und stießen rassistische Drohungen gegen die Wirtsleute aus.

Freie Presse/PD Zwickau


Rechte Schmierereien

25.01.2014: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

Bislang unbekannte Täter haben in den Nächten zum Samstag und zu Sonntag an mehreren Stellen in Limbach-Oberfrohna rechte Parolen unter anderem an Gebäude gesprüht. Die Polizei bestätigte, dass die große Eingangstür der Pestalozzischule mit Hakenkreuzen, SS-Runen und dem Schriftzug "Sieg Heil" beschmiert worden war. Am Sonntag wurden ähnliche Schmierereien an einer Grundstücksmauer und an einem Webeaufsteller entdeckt.

Freie Presse

Offenbar Morddrohung und Brandanschlag auf Ladeninhaber in Meerane

In Meerane haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag möglicherweise einen Brandanschlag auf einen Dönerimbiss in der Poststraße verübt. Das Feuer war auf einer Holzterrasse hinter dem Gebäude ausgebrochen, es qualmte stark.
Zwei zufällig vorbeikommende Streifenpolizisten weckten die über dem Lokal wohnenden Betreiber, darunter zwei kleine Kinder. Inzwischen konnte die türkische Familie in ihre Wohnung zurückkehren. Der Imbiss bleibt vorerst geschlossen. Der Sachschaden geht in die Tausende.
Nach Angaben der Polizei hat sich der Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet, denn ein technischer Defekt könne als Brandursache ausgeschlossen werden.
Nach Informationen unseres Senders lebte die Familie zuletzt in Angst. Beim Straßenfasching am vergangenen Wochenende hätten Unbekannte damit gedroht, sie umzubringen.
RADIO ZWICKAU 13.02.2014, 12:47

Gedenktafel geschändet

28.01.2014 - Zwickau, Georgenplatz

Einen Tag nach dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, 69 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, wurde in Zwickau eine Gedenktafel an einem historisch höchst sensiblen Ort geschändet. Am Morgen und Vormittag des 28.01.2014 war auf der Tafel in voller Größe ein mit blauer Farbe aufgebrachtes Hakenkreuz zu sehen. Es wurde nachmittags von der Zwickauer Stadtverwaltung entfernt. Auf der Gedenktafel steht folgender Text: 

"Die Erinnerung an Euch ist uns kostbar" - Von hier aus wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft unschuldige Menschen, vor allem jüdische Bürgerinnen und Bürger deportiert, in Konzentrationslager verschleppt, ermordet. In diesem Gebäude befand sich von 1935 bis 1950 das Polizeipräsidium.

Diese Nachricht beruht auf verlässlichen Augenzeugenberichten.

11.06.2013: Zwickau (LK Zwickau)

Bierflasche verletzt Tunesier

Zwickau – (jm) Im Park am Schumannplatz ist am Montagabend ein junger Tunesier von einem Mädchen (16) mit einer Bierflasche beworfen worden. Der 23-Jährige erlitt dabei leichte Schnittverletzungen. Der Attacke waren fremdenfeindliche Beschimpfungen vorausgegangen. Sie gipfelten schließlich im Wurf der Glasflasche. Um den Vorfall weiter aufzuklären, sucht die Polizei Zeugen.

Hinweise bitte an das Revier Zwickau, Telefon 0375/ 44580.

Verantwortlich: Jan Meinel, Revier Zwickau

 

19.05.2013: Zwickau (LK Zwickau)

Rassistischer Angriff

In einer Tanzgaststätte in der Bosestraße kam es am Sonntagmorgen zu einem rassistisch motivierten Angriff. Kurz nach 1 Uhr wurde zunächst einem 22-jährigen Mann mit kuridischem Migrationshintergrund durch eine unbekannte Person eine brennende Zigarette ins Gesicht gedrückt. Als er mit seinem Begleiter (46) auf den in einer Personengruppe stehenden Täter zuging, schlug dieser mit eine Bierflasche gegen den Kopf des 46-Jährigen. Fortfolgend schlugen und traten mehrere Personen aus der Gruppe auf die Geschädigten ein. Beide erlitten Verletzungen, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Das Polizeirevier Zwickau ermittelt.

 Quelle: Kooperationspartner, Freie Presse

 

27.04.2013: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau) 

Hakenkreuze an Wohnhaus gemalt

Mit Hakenkreuzen und anderen Runen haben bislang unbekannte Täter Fensterbretter eines Wohnhauses an der Sachsenstraße beschmiert. Dazu verwendeten sie einen wasserfesten schwarzen Stift, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Angebracht worden seien sollen die Schmierereien in der Nacht zum Samstag beziehungsweise am Samstagvormittag.

Quelle: Freie Presse

 

20.04.2013: Zwickau (LK Zwickau)

Nazis mit Baseballschlägern

Vor einem Jugendzentrum an der Marienthaler Straße in Zwickau-Marienthal ist es am Samstagabend offenbar beinahe zu Handgreiflichkeiten zwischen mehreren Personen gekommen. Dem ersten Vernehmen nach soll sich gegen 23 Uhr ein halbes Dutzend Vermummter mit Baseballschlägern einer größeren Menschengruppe vor dem Gebäude genähert haben. Nach einigen verbalen Attacken verschwanden die Sechs wenig später zu Fuß in Richtung Innenstadt.
In genanntem Jugendzentrum hatte eine antirassistische Veranstaltung des linken Jugendvereins Baumhaus stattgefunden.

Quelle: Freie Presse

 

17.04.2013: Zwickau (LK Zwickau)

Rechte Schmierereien am Gewerkschaftshaus

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch die Fassade des  Gewerkschaftshauses in der Bahnhofstraße mit Hakenkreuzen und Schriftzügen besprüht. Parolen wie "NSU ist wieder da" zeigten, dass es Sympathisanten gibt und dass die Region über eine etablierte rechte Szene verfüge, so Sabine Zimmermann (DGB Regionsgeschäftsführerin). Eine Mauer des Bahnhofgeländes fiel den Schmierfinken ebenfalls zum Opfer. Der entstandene Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.

Quelle: PD Zwickau / Kooperationspartner

 

31.03.2013: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

Unbekannte sprühen an Wand vor Schule

Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag Hakenkreuze und mehrere rechtsextreme Parolen an die "Mauer der Toleranz" gegenüber des Albert-Schweitzer-Gymnasiums gesprüht. Das teilt das Bunte Bürgerforum mit. Die Polizei bestätigt die Tat. Demnach wurden die Schmierereien vom Bauhof der Stadtverwaltung entfernt. Für das Bürgerforum sind die Schmierereien ein Beweis dafür, dass Rechtsextremisten nach wie vor in der Stadt aktiv sind. "Die Probleme müssen öffentlich diskutiert und dürfen nicht totgeschwiegen werden", sagt Mitglied Iris Raether-Lordieck. Das Forum hatte vor zwei Jahren die Idee, die Wand gegenüber der Schule zu einer "Mauer der Toleranz" mit dem Symbol einer Weltkugel und verschiedenen Menschen zu gestalten.

Quelle: Freie Presse

 

16.02.2013: Zwickau Hauptmarkt (LK Zwickau)

Angriff von Neoanzis auf linksalternative Jugendliche

Seit Samstag, dem 16.02.2013, führt die Polizeidirektion Zwickau Ermittlungen zu einem Übergriff auf eine Personengruppe im Bereich des Zwickauer Hauptmarktes.

Bereits in den frühen Abendstunden begannen die offenkundig politisch motivierten Pöbeleien mit beleidigendem Inhalt, gegen eine im Bereich des Brunnens befindliche Gruppe, ohne dass einer der Betroffenen die Polizei verständigte. Nach 22:30 Uhr verließen die späteren Angreifer ein am Markt befindliches Lokal.  Die in der Nähe des Brunnens befindliche Gruppe wurde erneut angepöbelt und dann tätlich angegriffen.

Eine Person, die sich selbst als „Nazi“ bezeichnete, sah in der am Brunnen befindlichen Gruppe „Nazigegner“. Zeugen berichten von Schlägen, Tritten und Kopfstößen, die zu Hämatomen, Platzwunden und zu einer Fußfraktur führten. Ein unbeteiligter Anrufer sprach von geschätzten 20 bis 30 beteiligten Personen. Umfang und Ablauf der Auseinandersetzung bedürfen der weiteren Aufklärung.

Zum Einsatz kommende Polizeibeamte und Zeugen berichteten davon, dass sich Tatbeteiligte bei der Annäherung der Polizei entfernten. Ein durch die Polizei gerufener Rettungswagen kam nicht zum Einsatz, da die Geschädigten eine Behandlung ablehnten.

Durch den polizeilichen Einsatz und bisher geführte Ermittlungen wurden mehrere Opfer, Zeugen und Tatverdächtige bekannt, erste Aussagen liegen vor.  Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und geht davon aus, dass zu diesem Sachverhalt weitere Geschädigte, Zeugen und Tatverdächtige zu ermitteln sind.

PD Zwickau / RAA Sachsen

 

25.12.2012: Glauchau (LK Zwickau)

Angriff im Café Taktlos

In den frühen Morgenstunden, des 25.12.2012 kam es in Glauchau zu einem Angiff durch Neonazis. Gegen 5.00Uhr wollten sich 5-6 Rechte Zugang in den  Jugendclub Cafe Taktlos beschaffen. Der Aufforderung das Gelände zu verlassen kamen die Neonazis nicht nach, sondern schlugen einen Besucher ins Gesicht, dabei wurde dieser verletzt. Außerdem traten sie gegen ein davor abgestelltes Motorrad, welches auch einen erheblichen Sachschaden erlitt.

Dem engagierten Handeln, der noch anwesenden Besuchern war es zu verdanken, dass es nicht mehr Verletzte gab und die Neonazis schließlich die Flucht ergriffen.

Quelle: Kooperationspartner / RAA Sachsen

 

24.12.2012: Limbach Oberfrohna (LK Zwickau)

Scheibe an Wohnprojekt eingeworfen

Die Scheibe eines Wohnprojektes auf der Sachsenstraße wurde am Weihnachtsabend mit einem Stein eingeworfen. Zum Zeitpunkt der Sachbeschädigung hielten sich Personen im Haus auf.

Quelle: Kooperationspartner / RAA Sachsen

 

22.10.2012: Meerane (LK Zwickau)

Hakenkreuze und SS-Runen

Schlimmeres verhindert …

(SP) … haben offensichtlich Beamte des Polizeireviers Glauchau, als sie am Montagabend, gegen 21.30 Uhr, einen 20-Jährigen auf der Chemnitzer Straße stellten, der gerade einen Lappen in den Tankstutzen eines VW Golf steckte. Zuvor hatte der Mann mit einem Faserstift eine SS-Rune auf die Motorhaube des Pkw gemalt und ein Hakenkreuz auf die Frontscheibe geritzt. Dadurch entstand am Fahrzeug ein Sachschaden in Höhe von ca. 1.500 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und den Täter nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen aus dem Revier entlassen. Motiv der Tat sind Beziehungsprobleme.

Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge / RAA Sachsen

 

25.08.2012: Zwickau (LK Zwickau)

Heftiger Angriff auf Migranten

Nach der Attacke gegen einen 26-jährigen Türken und einen 46-jährigen Iraner in Zwickau geht die Polizei von einem Fall von Ausländerhass aus. Die beiden Männer seien in der Nacht zu Sonntag vor einer Diskothek von einer Gruppe von sechs bis zehn Männern angegriffen und schwer verletzt worden, teilte die Polizeidirektion Südwestsachsen am Montag in Zwickau mit. Die Angreifer seien augenscheinlich Deutsche gewesen und hätten nach bisherigen Ermittlungen rassistische Parolen gegrölt. Nach der Tat seien sie in einem Kleinbus geflüchtet. Der 26-jährige Türke lag am Montag noch im Krankenhaus.

Quelle: dpa/nd / RAA Sachsen

 

17.08.2012: Zwickau (LK Zwickau)

Zwei Neonazis verletzen jungen Mann

Bei einer Schlägerei ist in der Nacht zu Freitag im Automatenraum der Sparkasse am Hauptmarkt ein Mann verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag meldete, wollte der 25-Jährige gegen Mitternacht Geld abheben, als zwei ihm unbekannte junge Männer den Raum betraten und unvermittelt auf ihn einschlugen. Dabei wurde der 25-Jährige mehrfach im Gesicht getroffen. Seine Verletzungen mussten ärztlich behandelt werden.

Als ein weiterer Mann den Automatenraum betrat, ließen die beiden Täter von dem 25-Jährigen ab. Laut Polizei konnte ein 20-Jähriger bereits als mutmaßlicher Schläger identifiziert werden. Die Ermittlungen zum zweiten laufen. Er wird als etwa Mitte 20, ca. 1,70 bis 1,75 Meter groß, mit kurzen Haaren und bekleidet mit dunklem Kapuzen-Shirt und dunkler Hose beschrieben. Wie die Polizei weiter mitteilte, handelte es sich dem Aussehen und Auftreten der Tatverdächtigen nach wahrscheinlich um eine Auseinandersetzung zwischen Rechten und Linken. Die Schläger beschimpften den Geschädigten offenbar als "Zecke". Zeugenhinweise unter Telefon 0375/4284480. (fp)

Quelle: Freie Presse Zwickau

 

01.05.2012: Hohenstein-Ernstthal (LK Zwickau)

Naziparolen gerufen

Beamte des Polizeireviers bemerkten in der Nacht zum 1. Mai 2012, gegen Mitternacht, auf der Straße Am Bahnhof, wie zwei Männer mehrfach den Nazi-Gruß riefen. Die Polizisten stoppten die beiden Einheimischen (18, 28) und eröffneten ihnen, dass Anzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet wird.

PD Chemnitz-Erzgebirge / RAA Sachsen

 

28.04.2012: Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau)

Angriff auf Jugendlichen

Samstag attackierte ein Rechter in den Abendstunden einen Jugendlichen, da er in diesem einen vermeintlichen Linken wähnte. Er schlug der Person ins Gesicht, als ein Freund des Geschädigten sich dazwischen stellen wollte, wurde dieser ebenfalls mit einem Schlag ins Gesicht attackiert. Anzeige gegen die rechten Schläger wurde erstattet.

Kooperationspartner / RAA Sachsen

 

26.01.2012: Crimmitschau (LK Zwickau)

Fünfzehnjährige mit Nazi-Symbolen beschmiert

Eine Schülerin (15) soll am Donnerstagmittag auf dem Carolaplatz von zwei Bekannten gegen ihren Willen mit Hakenkreuzen beschmiert worden sein. Dazu ermittelt derzeit die Polizei. Angaben der jungen Frau nach, war sie von einem Jugendlichen (17) plötzlich festgehalten worden, während dessen Begleiterin (14) die Nazi-Symbole mit Kugelschreiber auf die Arme und die Kleidung kritzelte. Opfer und Täter kennen sich. Am Freitag erschien die Achtklässlerin dann mit den verbotenen Symbolen zum Unterricht in der Lindenschule. Die Lehrerin erstattete daraufhin Anzeige.

PD Südwestsachsen / RAA Sachsen

08.01.2012


Hakenkreuze geschmiert 

Glauchau: Mehrere in Schwarz geschmierte Hakenkreuze, SS-Runen und z.T. nicht definierbare Schriftzüge  sind der Polizei im Verlaufe des Sonntagvormittags gemeldet worden. Tatorte sind u.a. Bushaltestellen auf der Talstraße und der Güterbahnhofstraße, ein Toilettenhaus auf der Leipziger Straße sowie Wohnhäuser am Mühlberg, Carolapark und auf der Auestraße. Die Schmierereien sind jeweils etwa einen Meter groß.

Eine Polizeistreife hatte bereits am gestrigen Samstagmorgen an einer Hauswand auf der Lerchenstraße ein ein Meter großes Hakenkreuz festgestellt. Das hatten Unbekannte dort mit roter Farbe hinterlassen

Quelle: RAA Sachsen

PD Südwestsachsen / LK Zwickau

07.12.2011 | von FB | Kategorie: Sicherheit und Verkehr

Fassaden mit rechten Parolen beschmiert

Limbach-Oberfrohna – Im Wohngebiet Am Wasserturm wurden am Dienstagnachmittag rechte Schmierereien entdeckt. An den Wänden eines Marktes, an Kleidercontainern, einer Mauer und einem Stromverteilerkasten fand die Polizei Sprüche wie “Ehre wem Ehre gebührt”, “werde aktiv” oder “NS jetzt”. Weil die Tat offenbar nur kurze Zeit zurücklag, wurde ein Fährtenhund eingesetzt, der zwar eine Spur aufnahm, diese jedoch verlor. Das Polizeirevier Limbach-Oberfrohna sucht unter Tel. 03722 899-0 Zeugen, die am Dienstag im Wohngebiet und insbesondere auf dem Heinrich-Mauersberger-Ring Beobachtungen gemacht haben, die mit den Schmierereien in Verbindung stehen könnten.

28.11.2011

Nazi-Sprüche beim FSV Zwickau

Der FSV Zwickau gerät ins Zwielicht: Während des Oberliga-Spiels am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue II (3:0) waren im FSV-Fanblock rechtsextreme Gesänge zu hören und Transparente zu sehen. Außerdem zeigt ein Video, wie die Mannschaft in der Kabine gemeinsam "Sieg" rief und ein Einzelner "Heil" hinterherschickte, was mit Gelächter kommentiert wurde.

 

Neonazis in Block A

Wie mehrere Fans versicherten, wurde während des Spiels "Terrorzelle Zwickau - olé, olé, olé" und "NSU" gerufen. Beides sind Anspielungen auf die inzwischen bundesweit bekannte Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Im Stadion sollen aber auch der Sprechchor "Wismut Aue - Jude, Jude, Jude" sowie das berüchtigte U-Bahn-Lied zu hören gewesen sein. Michael Voigt vom Fanprojekt Zwickau bestätigte das teilweise. "Ich persönlich habe das U-Bahn-Lied gehört. Es gab allerdings auch Fans, die sich mit deutlichen Worten dagegen gewandt haben", sagte er dem MDR.

 

Nachweislich hochgehalten wurde auch ein Transparent mit der Aufschrift "Wir kleiden uns ein für unseren Verein" - ein Verweis auf die Neonazi-Modemarke "Thor Steinar", die u.a. in diversen Stadien verboten ist. Das Transparent war im Block des Fanklubs "Schedewitz" gezeigt - dem eine vornehmlich rechtsradikale Gesinnung nachgesagt wird. Die Anhänger spielten mit dem Schriftzug wahrscheinlich auf das Sachsenpokal-Spiel am 16. November gegen Lok Leipzig (2:1) an, als das verbot von "Thor Steinar"-Bekleidung von der Polizei konsequent durchgesetzt worden war.

 

Abblocken beim Verein

Beim FSV Zwickau gibt man sich nach den ersten Medienberichten über die Geschehnisse geschockt. "Mit Entrüstung und Besorgnis nehmen die Aktiven und Betreuer der ersten Mannschaft sowie Vorstand und Verwaltungsrat des FSV die verbalen Entgleisungen faschistischer Gesinnung zur Kenntnis, die im Verlauf des Freitagabends während und nach dem Spiel gegen Aue II von einigen Beobachtern wahrgenommen wurden", heißt es in einer Erklärung. Man sei gegen jedwede Form des Extremismus und sei auch einem Aufruf der Oberbürgermeisterin gefolgt, um den "Aufstand der redlichen Zwickauer gegen braune Gewalt" zu unterstützen.

 

Von einem Engagement des Vereins gegen Nazis konnte Fanprojekt-Mitarbeiter Michael Voigt allerdings nicht berichten. Im Gegenteil: Der FSV hat nach Hinweisen von ihm über die Gefahr von Rechts eher geblockt: "Die haben zu mir gesagt, ich würde das Problem des Rechtsextremismus zu sehr aufbauschen."

Quelle: mdr.de



18.11.2011

Limbach: Schüler über Nazi-Zeichen an Toleranz Mauer erschüttert

Lehrer und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Limbach-Oberfrohna waren erschüttert, als sie am Donnerstag die "Mauer der Toleranz" direkt gegenüber ihres Schulgebäudes erblickten. Unbekannte hatten laut Polizei am Mittwoch in den Morgenstunden auf die Wand an der Pleißaer Straße mehrere Hakenkreuze und Schriftzüge wie "NFJ" geschmiert. Zudem übermalten die Täter mit schwarzer Farbe an mehreren Stellen die Schriftzüge Toleranz.

 

Besonders die Schüler, die die Wand in mühsamer Arbeit gestaltet haben, seien sehr traurig, sagt Geschichtslehrerin Sylvia Hartling. Für die "Mauer der Toleranz" sollen sie in der nächsten Woche in Dresden beim Wettbewerb "Heimat (Er)finden" des Landesverbandes Soziokultur Sachsen ausgezeichnet werden.

 

Für die Gymnasiasten ist klar, dass es eine politisch motivierte Tat gewesen ist. "Ein Sprüher hat einen Ehrenkodex, der vorschreibt, dass man anderer Arbeit nicht zerstört", erklärt ein Schüler. Ob die Mauer wieder neu gestaltet werde, sei momentan unklar, sagt Sylvia Hartling. Demnach haben die Schüler Bedenken, dass die Wand wieder zerstört werden könnte. Klein beigeben wolle man im Schweitzer-Gymnasium allerdings nicht. Die Kunstlehrerin Manuela Bonke, die das Projekt geleitet hat, wird mit den Schülern über die Folgen diskutieren.

 

Die Schmierereien wurden noch am Mittwoch vom Bauhof mit weißer Farbe übermalt. Am Donnerstag haben Mitarbeiter der Diakonie versucht, die Parolen von der Wand abzuwaschen - was misslang. Kommenden Montag soll dann ein spezieller Farblöser zum Einsatz kommen, der die ursprüngliche Arbeit der Schüler nicht beschädigt, sagt Stadtsprecherin Frances Mildner. Die "Mauer der Toleranz" sei mit einer Schutzschicht gesichert.

 

Laut Polizei hat ein Fährtenhund vor Ort Spuren gefunden, die bisher jedoch nicht zum Täter führten.

Quelle: Freie Presse Chemnitz, 17.11.2011

 

17.11.2011

Staatsschutz ermittelt in Zwickau

Zu Wochenbeginn sind in Zwickau Schmierfinken unterwegs gewesen. An der Verglasung einer Straßenbahnhaltestelle auf der Äußeren Schneeberger Straße wurden am Dienstag zwei Hakenkreuze entdeckt. Sie sind rund 30 mal 30 Zentimeter groß. Zudem waren mehrere schwarze Schriftzüge an den Glasflächen zu lesen. Zu den Tätern gibt es bisher noch keine Erkenntnisse. Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. (sth)

Quelle: Freie Presse/ Zwickauer Zeitung/

Donnerstag, 17.11.11/ Seite 9

12.09.2011 - Stadt Zwickau erstattet Anzeige 

"Unbekannte haben die Gedenktafel am Georgenplatz geschändet. Sie erinnerte bis vermutlich Sonntag an die Judendeportation unter den Nazis. Die Täter hatten die Tafel abmontiert und zerstört. Inzwischen wurden die Bruchstücke von der Stadt sichergestellt, und es wurde Strafanzeige erstattet. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß nannte die Tat „ruchlos“. Sie hoffe sehr, dass die Verantwortlichen gefasst und bestraft werden. Die Gedenktafel war am ehemaligen Georgengymnasium angebracht, in dem sich im Dritten Reich das Polizeipräsidium befand."

Quelle und weitere Informationen

finden Sie auf der Homepage von Radio Zwickau.

 

Presseerklärung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region bezüglich des Diebstahls und der Zerstörung der Gedenktafel am Georgenplatz

Wie wir gestern aus den Medien erfuhren, haben Unbekannte von Sonntag auf Montag die Gedenktafel am Georgenplatz in Zwickau zerstört. Die Gedenktafel erinnerte an die jüdische Deportation und mahnte gegen das Vergessen der Gräueltaten während des Nationalsozialismus.

 

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region verurteilt die Zerstörung der Gedenktafel aufs schärfste und bittet alle Zwickauer und Zwickauerinnen um Mithilfe zur Aufklärung dieser Tat. Das Verhalten einzelner Personen schockiert uns und macht uns betroffen. Die Schändung der Gedenktafel zeigt einmal mehr, wie wichtig das kontinuierliche Einsetzen für demokratische Werte ist. Als Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region werden wir unsere Bemühungen im gemeinsamen Auftreten für den Schutz und die Stärkung von Demokratie und Menschenwürde weiter verstärken.

08.05.2011 - LK Zwickau

Auto beschädigt und Bedrohung gegen einen politisch Aktiven

Am Auto einer gegen Neonazis engagierten Frau wurde die Windschutzscheibe zerstört. Daneben wurde an Hauswänden die Buchstaben "NS" gesprüht, welche auf die "Nationalen Sozialisten" oder den "Nationalen Sozialismus" verweisen. Im Vorfeld wurde im Stadtgebiet ein ebenfalls gegen Neonazis engagierter Mann in der eigenen Wohnung von drei Neonazis bedroht, von denen einer einen Totschläger hatte.

Kooperationspartner

Quelle: RAA Sachsen

 

18.04.2011 - LK Zwickau

Glauchau – Weitere Schmierereien gemeldet/Zeugen gesucht

(He) Wie in der Medieninformation Nr. 207 gemeldet, schmierten unbekannte Täter am vergangenen Wochenende im Innenstadtbereich an Schaufenster Naziparolen und Hakenkreuze. Am Sonntagnachmittag wurden weitere Schmierereien angezeigt. Auch am Mahnmal im Schillerpark hatten möglicherweise dieselben Täter Parolen SS-Runen und Hakenkreuze geschmiert. Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Wie bereits am Sonntag, sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen geben können. Anrufe werden unter Telefon 0371 387-2279 entgegengenommen.

PD Chemnitz-Erzgebirge

Quelle: RAA Sachsen

 

17.04.2011 - LK Zwickau

Glauchau – Ausländerfeindliche Parolen und Hakenkreuze gesprüht/Polizei bittet um Hinweise

(Kna) Die Schaufensterscheiben eines Eiscafés auf der Leipziger Straße, die Jalousie eines Ladens auf der Brüderstraße und die Giebelwand eines Hauses auf der Nicolaistraße haben Unbekannte in der Nacht zu Samstag mit ausländerfeindlichen Parolen und Hakenkreuzen besprüht. Mit silberner Farbe hatten sie Flächen von jeweils mehreren Quadratmetern beschmiert und so einen Sachschaden in Höhe von rund 1 500 Euro hinterlassen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer war in der Nacht zu Samstag im Bereich der genannten Tatorte unterwegs und hat Personen beobachtet, die mit diesen Straftaten in Zusammenhang stehen könnten? Hinweise erbittet die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge telefonisch unter 0371 387-2319.

PD Chemnitz-Erzgebirge

Quelle: RAA Sachsen


17.04.2011 - LK Zwickau

Limbach-Oberfrohna – Schlägerei folgte Pöbelei

(Kna) Zu einer Schlägerei wurde die Polizei in der Nacht zu Samstag auf die Waldenburger Straße gerufen. Vor einer dort befindlichen Diskothek war eine zuvor verbale Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen eskaliert. Die Polizei konnte noch am Tatort vier Tatverdächtige (17, 21, 23, 27) ermitteln, die auf drei junge Männer (19, 23, 25) eingeschlagen und diese leicht verletzt hatten. Sowohl Täter, als auch Opfer waren zur Zeit der Schlägerei alkoholisiert, wobei die Werte der durchgeführten Atemalkoholtests zwischen 0,06 und 2,56 Promille schwankten. Gegen den 17-Jährigen ermittelt zudem die Kriminalpolizei, da er den Hitlergruß gezeigt und rechte Parolen skandiert haben soll. Nach ersten Erkenntnissen wird ein politischer Hintergrund für diese Schlägerei von der Polizei ausgeschlossen.

PD Chemnitz-Erzgebirge

Quelle: RAA Sachsen

 

19.03.2011 - LK Zwickau

Auto schwer beschädigt

Gegen 0:30 versuchten 4 Personen das Auto eines Vereinsmitgliedes der Sozialen & Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. auf der Straße umzukippen. Als dies nicht gelang, schlugen sie die Front-, Heck-, sowie zwei Seitenscheiben ein. Als sie ein Hakenkreuz bzw. eine Wolfsangel auf die Motorhaube ritzten, bemerkte eine Anwohnerin dies und machte den Täter_innen klar, dass sie beobachtet werden, worauf diese flüchteten. Das Hakenkreuz bzw. die Wolfsangel lässt auf den Täterkreis schließen.

Seit heute Vormittag patrouillieren vermehrt Nazis in Limbach-Oberfrohna und bewegen sich in einer ca. 10 Personen großen Gruppe durch die Stadt und pöbeln Alternative und Antifaschist_innen an. So wurde heute schon dreimal auf der Straße und aus Autos heraus gegen Vereinsmitglieder der Hitlergruß gezeigt.

Dies alles reiht sich in die Übergriffserien in Limbach-Oberfrohna ein, die im November mit dem Brandanschlag auf das Vereinsdomizil der Sozialen & Politischen Bildungsvereinigung L-O. e.V. seinen derzeitigen Höhepunkt erreicht hat. Die letzten Tage lassen vermuten, dass die Aktivitäten von Nazis wieder zunehmen.

Auf dem Kreisparteitag von der Linken, der heute  Vormittag tagte, wurden spontan 600€ für Schadenswiedergutmachung gespendet.

Kooperationspartner

Quelle: RAA Sachsen

 

22.01.2011 - LK Zwickau

NPD Parteitag

Knapp 200 Mitglieder der NPD versammelten zum Parteitag im Gasthaus "Mannheim" in Limbach-Oberfrohna. Neben Holger Apfel sprachen auf dem Parteitag noch der Bundesvorsitzende Udo Voigt sowie der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Matthias Heyder.

Kooperationspartner

Quelle: RAA Sachsen

 

11.12.2010 - LK Zwickau

Nazi-Konzert geplatzt

Am Samstag wurde der Polizei in Zwickau bekannt, dass an einem noch nicht bekannten Ort im Stadtgebiet ein Konzert einer in der rechtsextremistischen Szene angesagten Musikband geplant sei.

Daraufhin durchgeführte polizeiliche Aufklärungsmaßnahmen bestätigten diese Information. In einer an der Äußeren Dresdner Straße gelegenen Diskothek sollte eine als private Geburtstagsfeier deklarierte Veranstaltung stattfinden. Das bereits aufgebaute Equipment einer Skinhead-Band und die ca. 50 angereisten Gäste deuteten laut Polizei jedoch auf den wahren Charakter der Veranstaltung. Nach Absprache mit der Polizei kündigte der Betreiber der Diskothek den Nutzungsvertrag und sagte das Konzert ab. Den anwesenden Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Um 21:40 Uhr waren alle Maßnahmen beendet und das Veranstaltungsobjekt verschlossen. Insgesamt waren 33 Beamte im Einsatz. Es gab keine Vorkommnisse.

Polizei Südwestsachsen

Quelle: RAA Sachsen

 

23.11.2010

Treffen von Neonazis im Stadtgebiet

Am Abend zogen an die 40 Neonazis in der Stadt umher, gröhlten Landser Lieder sowie verfassungsfeindliche Parolen.

Kooperationspartner

Quelle: RAA Sachsen

Tatverdächtiger nach Brandanschlag auf Jugendklub gefasst

"Limbach-Oberfrohna. Knapp zwei Wochen nach dem Brandanschlag auf den Jugendklub an der Dorotheenstraße in Limbach-Oberfrohna hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. In einer gemeinsamen Erklärung bestätigten Staatsanwaltschaft Zwickau und Polizei, dass der 19-Jährige der rechten Szene angehöre."

Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/CHEMNITZ/7533857.php

(Stand: 01. Dezember 2010)

 

 

Gemeinsame Pressemitteilung und Spendenaufruf des RAA Sachsen e.V. und des Kulturbüro Sachsen e.V.

 Chemnitz, der 15.11.2010

Nach dem Brandanschlag:
Jetzt ins Gespräch kommen und konkret Unterstützen


RAA-Sachsen e.V. Opferberatung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt und Kulturbüro Sachsen e.V. sind bestürzt über neue Dimension rechter Gewalt in Limbach-Oberfrohna und rufen zur Solidarisierung mit und Spenden für den Verein auf. Die Verwaltungsspitze muss nun mit den Betroffenen ins Gespräch kommen und Verantwortung zeigen. Die nächste Möglichkeit dazu ist das Treffen des Netzwerks „Tolerantes Sachsen“ am kommenden Wochenende.

(Chemnitz/Dresden) Mit Bestürzung haben wir von den gewalttätigen Übergriffen und der Brandstiftung in der Nacht vom 13. auf den 14. November 2010 erfahren. Sie reihen sich ein in eine besorgniserregende, fast 3-jährige, Entwicklung beinahe permanenter Bedrohungen und körperliche Angriffe auf die Jugendlichen der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. Immer wieder kam es dabei auch zu Sachbeschädigungen an den vereinseigenen Domizilen. Mit dem Brandanschlag auf das Vereinshaus ist aus unserer Sicht eine neue Dimension rechter Gewalt erreicht.

Umso schwerer wiegt für uns, dass die wiederkehrenden gewalttätigen Angriffe und Sachbeschädigungen die ehrenamtliche Arbeit fast zum Erliegen bringt. Die Soziale und Politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. beteiligt sich am politischen und kulturellen Leben im Ort und sucht die öffentliche Auseinandersetzung mit rassistischen, antisemitischen und nazistischen Einstellungen und Vorkommnissen. Ein Engagement, welches noch vor wenigen Tagen durch die Nominierung für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie eine landesweite Würdigung fand.

Wir begrüßen die Verurteilung des Brandanschlages durch Oberbürgermeister Rickauer. Das stellt einen ersten Schritt der dringend notwendigen öffentlichen Solidarisierung mit den Betroffenen dar, die bisher als Ursache für „Störungen der öffentlichen Ruhe“ beschrieben wurden.
Bei diesem ersten Schritt der Solidarisierung darf es nicht bleiben.

Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. führt dazu aus:
„Aufhören muss die Kriminalisierung der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. durch einen Extremismusverdacht.“ Vor allem aber kann es nicht darum gehen, linke und rechte Jugendliche ins Gespräch zu bringen, so dass sie gegeneinander keine Gewalt ausüben, wie der Oberbürgermeister gegenüber dem MDR-Fernsehen verlautbarte.

„Das geht am Thema vorbei“, so Grit Hanneforth weiter „Durch diese Sichtweise auf den Übergriff haben sich Stadtverwaltung und Kommunalpolitik komplett aus der Verantwortung entlassen. Hier sieht man deutlich, wie vor Ort die Extremismustheorie ihre Wirkung entfaltet.“

Denn dies verkennt nicht nur die Bedrohungssituation in Limbach-Oberfrohna vollkommen, sondern setzt die Arbeit des Vereins gleich mit den demokratiefeindlichen und menschenabwertenden Vorgehen der Neonazis.

„Wir erwarten, dass der Bürgermeister auf die Betroffenen der Übergriffe zugeht, ihre Situation ernst nimmt und mit ihnen gemeinsam Wege sucht, um ihnen die Arbeit in Limbach zu ermöglichen.“ fordert Grit Hanneforth, “Dazu bietet das kommende Wochenende eine herausragende Gelegenheit.“

Am 19. und 20. November 2010 findet in Limbach-Oberfrohna das Landestreffen des „Toleranten Sachsen“ statt. Das Netzwerk sächsischer Initiativen, die sich seit vielen Jahren mit Rassismus, Antisemitismus, Nazismus und menschenfeindlichen Einstellungen beschäftigen, möchte Möglichkeiten demokratischen Engagements im Gemeinwesen, auch unter schwierigsten Bedingungen, wie in Limbach – Oberfrohna, diskutieren.

Wir freuen uns, dass der sächsische Innenminister sein Kommen zum Landestreffen des „Toleranten Sachsen“ zugesagt hat und laden Oberbürgermeister Rickauer noch einmal herzlich dazu ein, sich persönlich an der Diskussion über die Problemlagen in seiner Stadt zu beteiligen.

Wir bewundern den Mut der Mitglieder der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V., auch nach dem Brandanschlag ihre Arbeit fortsetzen zu wollen und erklären uns solidarisch. Die Verheerungen des Brandes haben die Arbeiten am Domizil des Vereins um viele Monate zurückgeworfen und erheblichen Sachschaden verursacht. Wir rufen dazu auf, das bedrohte Engagement des Vereins ideell und finanziell zu unterstützen.


Konto:
Soziale & Politische Bildungsvereinigung L.-O. e.V.
                Konto-Nr.: 351 401 65 09
                BLZ: 870 500 00
                Sparkasse Chemnitz

 

Brandanschlag - neue Stufe rechter Gewalt in Limbach-Oberfrohna

13. November 2010: Pressemitteilung der RAA Sachsen e.V.

In der vergangenen Nacht legten Unbekannte im Haus des „soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“ Feuer. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei den Tätern um Neonazis handelt. Der Fokus der Aufmerksamkeit und Unterstützung  muss sich jedoch nun auf die Betroffenen richten.

Limbach-Oberfrohna (Sachsen).  Acht Jugendliche  welche von Neonazis angegriffen und verletzt wurden und ein Brandanschlag auf den Vereinssitz des „soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“, das ist die Bilanz der vergangenen Nacht in der sächsischen Kleinstadt.
Am Abend sammelten sich mehrere Neonazis, welche auf eine Gruppe Jugendlicher losging. Später am Abend drangen vermutlich die gleichen Personen in den Vereinssitz ein und legten Feuer. Die Feuerwehr bekam das Feuer schnell unter Kontrolle, was ein übergreifen der Flammen auf das gesamte Haus, sowie der Nachbarhäuser verhinderte. Zur genauen Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor. Augenscheinlich sind mehrere Räume und die Decke im 1. Stock stark beschädigt.

„ Mit dem Brandanschlag ist eine neue Stufe rechter Gewalt in Limbach-Oberfrohna erreicht.“ so Andre Löscher von der Opferberatung des RAA-Sachsen e.V..

Die engagierten Jugendlichen sind seit nunmehr 2 Jahren gezielten Angriffen wie Körperverletzungen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen durch Neonazis ausgesetzt.

„Mit ihren Beschreibungen selbst erlebter Bedrohungssituationen fanden die Jugendlichen in der Kommune bisher kein Gehör, viel schlimmer noch, sie werden als Ursache für die „Störungen“ benannt. Das die Jugendlichen einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung und Wahrung einer demokratischen Gesellschaft in Limbach-Oberfrohna leisten, wird von den örtlichen Entscheidungsträgern leider nicht gesehen.“ so Löscher weiter.

 Landesweit wird das Engagement der Jugendlichen anerkannt und gewürdigt. So wurde der Verein vergangene Woche für seine Verdienste für den Förderpreis für Demokratie des Freistaates Sachsen nominiert.

„Wesentlich ist, den Fokus nun nicht nur auf die Täter zu richten.  Die Jugendlichen müssen gehört und ernst genommen werden.“ so Andre Löscher abschließend.

Quelle: RAA Sachsen

Todesopfer rechtsextremer Gewalt - eine furchtbare Bilanz

Dieser Text erschien am 16.09.2010 auf ZEIT Online:

Fünf Tote in den vergangenen neun Jahren - folgt man der offiziellen Statistik, dann ist die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt stark zurückgegangen. Aber stimmt das? ZEIT, ZEIT ONLINE und der Berliner »Tagesspiegel« haben eine Vielzahl von Fällen nachgeprüft - und kommen zu einem anderen Ergebnis.

 

Quelle: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/todesopfer-rechtsextremer-gewalt-eine-furchtbare-bilanz-2267

 
 

Überfall auf Partygäste

23. August 2010

Staatsschutzabteilung der Kripo ermittelt gegen Schläger

Meerane. In Meerane im Landkreis Zwickau haben in der Nacht auf Sonntag vermutlich rechte Schläger Partygäste aus der linken Szene attackiert. Wie die Polizei informierte, war gegen 2 Uhr ein Notruf eingegangen und mitgeteilt worden, dass mehrere Personen auf einem Privatgelände Am Merzenberg aufeinander einschlagen würden. Als die Polizei eintraf, hatten die Schläger den Tatort bereits verlassen und waren in Richtung Stadtzentrum geflüchtet. Dabei soll es sich laut Polizei um eine Gruppe von etwa 25 bis 30 Personen der rechten Szene gehandelt haben, die eine private Feier von rund 15 linksorientierten Männern störten und die Schlägerei angezettelt haben sollen.
Sieben der rund 15 Party-Gäste erlitten Verletzungen, drei von ihnen wurden vor Ort ambulant behandelt, vier mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, das sie aber inzwischen wieder verlassen konnten. Die Polizei konnte vier Männer (29, 26, 25 und 20) ermitteln, die als Schläger in Betracht kommen. In welchem Maße sie an der Schlägerei beteiligt waren, sollen weitere Ermittlungen zeigen. Die Staatsschutzabteilung der Kripo ermittelt wegen Verdachts des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung.

Quelle: Freie Presse, Montag den 23. August 2010

 


Opferberatungsstellen für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt legen Halbjahresstatistik vor: 120 rechtsmotivierte Angriffe im 1. Halbjahr 2010 in Sachsen

05. August 2010

Die Opferberatung für Betroffene rechtsmotivierter Gewalt des RAA Sachsen e.V. erhielt von Januar bis Juni 2010 Kenntnis von 120 Angriffen, von denen 191 Personen direkt betroffen waren. Die Beratungsstellen zählen ausschließlich Gewaltdelikte, keine Propaganda- oder Beleidigungsdelikte. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. In der ersten Jahreshälfte 2009 wurden 84 Angriffe registriert. Schwerpunktregionen (Anzahl der Angriffe im Verhältnis zur Einwohner_innenzahl) bilden in den ersten sechs Monaten der Landkreis Leipzig (21 Angriffe), der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (13 Angriffe) sowie die Stadt Dresden (21 Angriffe).
 
„In der Landeshauptstadt und im benachbarten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verübten Neonazis rund um den 13. Februar zahlreiche, zum Teil gezielte, Angriffe. So wurde das Auto des Kreisgeschäftsführers der Linken in Brand gesteckt. Des weiteren wurde im Verlauf einer rechten Spontandemonstration in Pirna Büros und Passanten attackiert sowie Protestierende gegen den Naziaufmarsch in Dresden angegriffen und teilweise schwer verletzt. Im Landkreis Leipzig sind es vor allem Angriffe von Neonazis gegen nicht rechte, alternative Jugendliche oder politisch Aktive um mittels ihrer gewaltsamen und bedrohenden Präsenz ein Klima der Angst und der eigenen Dominanz zu etablieren“, so Grit Armonies, Projektkoordinatorin der Opferberatungsstellen des RAA Sachsen e.V.
 
Körperverletzungsdelikte (61) sind die am häufigsten vorkommenden Straftaten. Häufig werden die Angriffe gemeinschaftlich oder mittels gefährlicher Gegenstände verübt. Gerade von organisierten Neonazis begangene Angriffe erfolgen in großen Gruppen und weisen eine hohe Gewaltorientierung auf, die schwere Verletzungen in Kauf nimmt. Brandstiftungen haben in der ersten Jahreshälfte 2010 mit vier Fällen wieder zugenommen.
 
Sachsenweit sind nicht rechte und alternative Jugendliche am häufigsten von rechtsmotivierten Angriffen betroffen (49). Rassismus ist in knapp 25% der Fälle als Tatmotiv anzusehen (29). In 28 Fällen richteten sich die Angriffe gezielt gegen politisch Aktive, die sich beispielsweise gegen Neonazis engagieren. „Die Statistik zeigt die Kontinuität rechter Angriffe in Sachsen. Allen, die das Problem rechter Gewalt im Freistaat ernst nehmen, muss klar sein, dass es ein Dauerproblem ist“, so Grit Armonies abschließend.

Die detaillierte Halbjahresstatistik finden sie zum download hier:

Quelle: RAA Sachsen, Pressemitteilung der Opferberatung Dresden


13.06.2010 Limbach- Oberfrohna

Massiver Angriff auf alternativen Jugendlichen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hielten fünf Neonazis mit ihrem Transporter neben einem alternativen Jugendlichen an und beleidigten ihn. Nachdem er zunächst fliehen konnte, holten die Neonazis ihn zu Fuß ein. Der Jugendliche brach zusammen, nachdem die Täter ihm eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen hatten. Am Boden liegend, traten die Angreifer weiter brutal auf ihn ein. Der Geschädigte wurde ambulant behandelt, wobei Glassplitter von seinem Kopf entfernt werden mussten und eine Platzwunde festgestellt wurde.

Quelle: RAA Sachsen

04.06.2010, TV Zwickau

NPD-Stadtrat zu Geldstrafe verurteilt

Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist der ehemalige Zwickauer Landtagsabgeordnete Peter Klose am Freitag zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 10 Euro verurteilt. Das Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte, der für die NPD im Zwickauer Stadtrat sitzt, am 26.11.2007 auf einer Internet-Seite eine verbotene Losung der ehemaligen Waffen-SS in ähnlicher Form verwendet hatte.

Die Verwendung einer Parole oder einer ihr ähnlichen Parole von einer verbotenen oder durch das Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erklärten Organisation stellt den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen  dar. Dies kann nach §§ 86, 86a Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe  bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte eine sehr viel höhere Geldstrafe, die Verteidigung Freispruch gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: RAA Sachsen

31. Mai 2010 Tageszeitung „Freie Presse“ vom 29. Mai 2010

Internetauftritt bringt Ex-NPD-Landtagsabgeordneten vor Gericht

Zwickau. Im Prozess am Zwickauer Amtsgerichts gegen den ehemaligen NPD-Landtagsabgeordneten Peter Klose ist am 1. Verhandlungstag noch kein Urteil gefallen. Die Verhandlung wurde unterbrochen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor. Klose soll auf seiner Internetseite im Zusammenhang mit einem Bericht zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Planitzer Friedhof für die Kriegshelden den Spruch „Unsere Ehre heißt Treue“ verwendet haben. Das klingt aus Sicht der Staatsanwaltschaft zu eindeutig nach dem einstigen Wahlspruch der Waffen-SS. Außerdem hatten Polizeibeamte bei einer Durchsuchung des damaligen Zwickauer Wahlkreisbüros von Peter Klose verbotene Schriften gefunden. „Die waren demnach öffentlich ausgelegt und damit für jeden zugänglich. Das ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz“, sagt Stephan Zantke, Pressesprecher des Amtsgerichts. 

Das Verfahren wird am 4. Juni, 9 Uhr fortgesetzt. Das Plädoyer der Verteidigung steht noch aus. Danach soll das Urteil fallen. (HPK)

 Quelle: RAA Sachsen

 

22.05.2010 Stadt Zwickau

Angriff auf nicht- neonazistische Jugendliche durch Mitarbeiter des neonazistischen Bekleidungsgeschäftes "Eastwear"

"Jugendliche verteilten Informatiosflyer über die neonazistische Ausrichtung des Geschäftes und die dort angebotene Ware. In der Neonaziszene beliebte Kleidungsmarken wie werden hier verkauft. Der ursprüngliche Begründer des Geschäftes entstammt dem verbotenen Neonazi- Netzwerk "Blood and Honour" und auch nach langjährigem Betreiberwechsel ist die Ausrichtung des Geschäftes deutlich neonazistisch Nach kurzer Zeit des Verteilens verlassen der Betreiber und ein Mitarbeiter des "Eastwaear" das Geschäft. Der Betreiber schlägt zunächst einem Jugendlichen mit der flachen Hand ins Gesicht und verletzt im Verlauf einen weiteren Jugendlichen durch einen Faustschlag im Gesicht."

Zeugen

Quelle: RAA Sachsen

26.05.2010 Limbach-Oberfrohna

„Sachsen stirbt. Autonome Nationalisten Limbach“ wurde in einer Größe von ca. 2 x 6,5 m an ein Trafohaus geschrieben.

 Opferberatung RB Chemnitz

Quelle: RAA Sachsen

 

08.05.2010 Zwickau

Aufstellung von Holzkreuzen

Am Samstagmorgen gg. 5:30 Uhr stellten Polizeibeamte auf der Bundesstraße 93 in Zwickau, in Höhe der „Glück-Auf-Brücke“ und der „Schedewitzer Brücke“, insgesamt zehn im Mittelstreifen aufgestellte Holzkreuze fest. Die ca. 1,50 Meter hohen und mit Städtenamen (u.a. Danzig und Stettin) beschrifteten Kreuze wurden entfernt. Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen aufgenommen.

PD Südwestsachsen

Quelle: RAA Sachsen


Laut Augenzeugenberichten wurden am Tag der Befreiung des Nationalsozialismus und der Beendigung des zweiten Weltkrieges im Stadtgebiet Zwickau Poster mit der Aufschrift "Wir feiern nicht" gesehen. Als Impressum wurde das Monatsmagazin "Deutsche Stimme" der NPD angegeben. Die Poster verschwanden im Laufe des Tages. 

Laut Augenzeugenberichten wurden am 8. Mai Personen in einem Zwickauer Tunnel  gesehen, die eine Inschrift mit dem Titel "8. Mai 1945- Wir feiern nicht" säuberten. 

Quelle: RAA Sachsen

  

01.05.2010 Limbach Oberfrohna 

rassistischer Angriff in Limbach-Oberfrohna

Auf dem Rückweg von einem "Hexenfeuer" wurde ein schwarzer Deutscher von zwei Männern erst beleidigt und anschließend durch mehrere Faustschläge ins Gesicht zu Boden gebracht. Anschließend raubten ihm die Angreifer seine Geldbörse und flüchteten.

PD Chemnitz-Erzgebirge

 Quelle: RAA Sachsen

 

01.05.2010 Zwickau

Angriff auf Gegendemonstranten

40 Neonazis griffen teils vermummt und bewaffnet eine große Gruppe von Menschen, die sich auf einer Kundgebung gegen den Aufmarsch von Neonazis versammelt haben. In der Versammlung der Gegendemonstranten befanden sich Kinder und ältere Menschen. Durch das engagierte eingreifen von einigen jungen Menschen konnten die Neonazis bis zum Eingreifen der Polizei zurückgedängt werden. Durch den Angriff wurde mindestens eine Person aus den Reihen der Gegendemonstranten verletzt.

Kooperationspartner

 Quelle: RAA Sachsen

 

23.04.2010 Limbach - Oberfrohna

Bedrohung und Verfolgung nicht rechter Jugendlicher

Mehrere Neonazis bedrohen zwei Personen die dem neonazistischem Erscheinungsbild nicht entsprechen. Die Bedrohten fliehen und werden daraufhin durch die Neonazis per PKW verfolgt und gesucht. Glücklicherweise können die Betroffenen einem körperlichen Angriff entkommen.

Quelle: RAA Sachsen

  

11.02.2010 Glauchau

Systematische Entglasung eines Döner- Imbisses

In drei Etappen zerstörten Angreifer die beiden Ladenfenster sowie das Glas der Eingangstür eines Döner- Imbisses. Beginnend in der Sylvesternacht zum Jahreswechsel 2010, erneut Ende Januar sowie in der 2. Februarwoche warfen sie Steine gegen die Glasscheiben, so dass diese derzeit komplett mit Holz ersetzt werden müssen. In einem Fall konnten die mit Sturmhauben vermummten Täter beobachtet werden.  

Kooperationspartner, Geschädigte

 Quelle: RAA Sachsen 

 

25.01.2010 Limbach Oberfrohna

Kirche beschmiert

Auf einer Fläche von 1x5 Meter wurde die Kirche auf der Straße Schulberg mit den Worten "Odin statt Jesus" beschmiert.

PD Chemnitz Erzgebirge

 Quelle: RAA Sachsen 

 

19.01.2010 Limbach-Oberfrohna

Nazischmierereinen

In Limbach-Oberfrohna haben Unbekannte in der Nacht zu gestern Säulen, Zäune und einen Carport an der Pleißaer Straße beschmiert. Wie die Polizei mitteilte, hinterließen die Täter unter anderem mehrere Hakenkreuze auf Säulen vor dem Albert-Schweitzer-Gymnasium. Der Sachschaden wird auf rund

1000 Euro geschätzt. Der Tatzeitpunkt liegt vermutlich zwischen vorgestern 19 Uhr und gestern 6.30 Uhr. In den vergangenen Wochen waren öffentliche Gebäude in Limbach-Oberfrohna immer wieder beschmiert worden. Die Kripo untersucht nach Angaben eines Sprechers mögliche Zusammenhänge. Desweiteren wurde der Schriftzug „NS-jetzt und Anti-Antifa“ sowie ein Hakenkreuz von zwei vermutlich Jugendliche am Dienstagnachmittag an die Fassade eines Möbelmarktes an der Chemnitzer Straße gesprüht. Sie wurden dabei von einem Zeugen beobachtet, der die Polizei informierte. Er hatte auch beobachtet, wie einer der Schmierer zurückkam und die Schriftzüge durchstrich. Bei Eintreffen der Beamten hatten die Täter das Weite gesucht.

Freie Presse, Polizei

Quelle: RAA Sachsen