Die Demokratiekonferenzen

Demokratiekonferenzen sind über den Fond für Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Partizipation finanziert.

Jährlich ist mindestens eine Demokratiekonferenz vorgesehen. Die erste Demokratiekonferenz fand am 26. Juni im Anschluss an die konstituierende Sitzung des Begleitausschusses der "Zwickauer Partnerschaft für Demokratie" statt.

Zu dieser Demokratiekonferenz waren also alle Mitglieder des Begleitausschuss sowie alle Mitglieder und Kooperationspartner des "Bündnis für Demokratie und Toleranzd er Zwickauer Region" eingeladen.

Zunächst wurde das Bundesprogramm „Demokratie leben“ ausführlich vorgestellt. Im Anschluss arbeitete die Arbeitsgruppe Problemlagen heraus und entwickelte mögliche Handlungsstrategien sowie Zielstellungen für die Projektarbeit in den Jahren 2015 und 2016.

Ziel des Programms ist die Entwicklung einer auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmten Strategie zur Förderung der Demokratie. Allen Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit soll aktiv entgegen gewirkt werden.

In einer weiteren Demokratiekonferenz, ca. Anfang des Jahres 2016 wird es u.a. darum gehen, gemeinsam mit Interessierten Menschen Visionen zu entwickeln, wie die "Zwickauer Partnerschaft für Demokratie" in den Folgejahren ausgestalten werden kann. Die Ergebnisse fließen in die Folgeantragstellungen als Projektziele ein.

1. Demokratiekonferenz

Die erste Demokratiekonferenz der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie fand am 26. Juni 2015 im Alten Gasometer statt. Eingeladen waren die Mitglieder und Kooperationspartner des Bündnis für Demokratie und Toleranzd der Zwickauer Region sowie weitere Akteuere der Zivilgesellschaft und VertreterInnen von Verwaltung und Behörden.

Es wurde das Fördermittelprogramm "Demokratie leben" und die "ZWickauer Partnerschaft für Demokratie" vorgestellt und gemeinsam besondere Fördergegenstände und Themenschwerpunkte für die Stadt Zwickau erarbeitet.

 

2. Demokratiekonferenz: Engagement braucht Strategie

In der gut gefüllten Manufaktur diskutierten 40 Teilnehmer der ersten Demokratiekonferenz 2016 und des Runden Tisches „Engagement für Zwickau!“ am Nachmittag des 15.6.2016, wie sich bürgerschaftliches Engagement in Zukunft noch besser unterstützen lässt. 

 

Wie kommen Engagierte zum Engagement und wie das Engagement zu den Engagierten?  Welche Anerkennung und Mitsprache wünschen sich Engagierte heute? Als konkrete Vorhaben wurden vorerst eine gemeinsame Freiwilligenmesse nach dem Hamburger Vorbild „Aktivoli“ im April 2017 vereinbart sowie eine Umfrage bei allen Vereinen, Initiativen und Kirchgemeinden, um belastbare Zahlen zu   Engagement und dessen Stärken und Schwachstellen in Zwickau zu erhalten.

 

Als konkrete Projektidee bleibt die „essbare Stadt“ hängen. Ein Modell, bei dem Parkanlagen, Grünflächen und Blumenkübel vermehrt mit Nutzpflanzen wie Kräutern und Obst von den Bürgern der Stadt selbst bepflanzt werden sollen. Nutzbar ist dies für Schulen, für Touristen als möglicher „Naschpfad“ und für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

 

Verantwortung für die Fortführung des begonnenen Prozesses übernehmen die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie zusammen mit den Initiatoren der „Engagierten Stadt“ und Uwe Ziesler von der Stabsstelle Stadtentwicklung.

 

3. Demokratiekonferenz am 07.11.2017 - Schulische und außerschulische politische Bildung

Über 40 Gäste waren der Einladung zur Zwickauer Demokratiekonferenz 2017 in die Manufaktur gefolgt. Ob des Themas „Ansätze zur politischen Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich“ kamen die Gäste vor allem aus dem Bereich Schule, Jugendarbeit und Ausbildung. Nach einem spannenden Vortrag vom ehemaligen Leiter des Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, wurde über Probleme, Möglichkeiten und Grenzen der politischen Bildung in Schule und Jugendarbeit diskutiert. Als Ergebnis wurde ein weiteres Treffen für März 2018 vereinbart, bei dem vor allem die Kooperation zwischen Schule und Jugendeinrichtungen vorangetrieben und sich über Methoden und Formate politischer Bildung ausgetauscht werden soll. Wir danken allen Gästen und der Sächsischen Bildungsagentur für die Kooperation!

Folgend die spannendsten Thesen von Fran Richter:

  • „Sind Demokratiesimulanten in Sachsen in der Mehrheit?“
  • „Autoritäre Denk- und     Verhaltensmuster sind in Sachsen stark ausgeprägt.“
  • „Beschränkung nur auf  die Funktionsweise von Demokratie. Aber wie wird ein Mensch Demokrat?“
  • „Demokratie als einzige Herrschaftsform die man lernen muss!“
  • „Empathie und     Perspektivwechsel sind Grundlagen, die defizitär sind!“
  • „Gute Ergebnisse bei Pisa heißen nicht gleich gute Bildung!“
  • „Die kulturelle, musische, moralische und ästhetische Bildung ist nicht ausgeprägt.“
  • „Ein guter Kompromiss zeichnet sich dadurch aus, dass alle unzufrieden sind! Zunächst sind alle unzufrieden; nachdem man eine Nacht drüber geschlafen hat, ist man dann doch zufrieden, weil er das friedliche Zusammenleben sichert.“
  • Die Ordnung des demokratischen Systems ist in Ordnung, aber die Innere Akzeptanz fehlt.“
  • Die Gesellschaft in Sachsen ist äußerlich demokratisiert, aber innerlich nicht.“
  • Das Redeverhältnis im Unterricht zwischen Lehrern und Schülern liegt bei 90:10. Das ist der komplett falsche Ansatz. Es muss andersherum sein.“
  • „Der Lehrer muss sich im     Unterricht langweilen, dann macht er alles richtig!“

Fotos hier!