Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region zu den Ereignissen in Chemnitz:

05.09.2018

#wirsindmehr#redenstatthetzen

Wir, die Mitglieder des Beirats des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region sind entsetzt über den tragischen Tod von Daniel H. am 26. August in Chemnitz. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden. Ihnen wünschen wir viel Kraft für die Zeit der Trauerbewältigung.

Wir setzen auf eine gründliche und rasche Aufklärung dieser Straftat mit allen Konsequenzen.

Wir verurteilen die Instrumentalisierung seines Todes durch „Pro Chemnitz“ und verschiedener rechtsextremer Gruppierungen für fremdenfeindliche Stimmungsmache. Die Bilder und Videoaufnahmen von den Demonstrationen dieser Gruppierungen zeichnen eine Situation, bestehend aus Hass und Gewalt gegenüber Menschen, die nicht in die Weltanschauung der Rechtsextremen passen. Das ist furchtbar und gefährdet ein friedliches und respektvolles Zusammenleben aller in erheblichem Maße.

Wir befürworten alle Aktivitäten die deutlich machen, dass rechtsextremes, fremdenfeindliches und rassistisches Gedankengut keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Wir solidarisieren uns mit all jenen, die sich für ein friedliches, weltoffenes Miteinander engagieren. In diesem Sinne wünschen wir allen in Chemnitz und anderswo für unsere freiheitliche Demokratie Engagierten viel Kraft und Mut bei den alltäglichen Anstrengungen!

Reden statt hetzen ist das Gebot der Stunde, denn Gewalt und Rassismus sind keine Alternativen.

Zurück