Förderprogramm "25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen"

06.02.2015

Die Sächsische Staatsregierung legt anlässlich des 25. Jubiläums der deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaates Sachsen ein neues Förderprogramm auf. Für Projekte von Vereinen, Verbänden, Kommunen, Religionsgemeinschaften und Privatpersonen, die sich mit dem Demokratisierungs- und Einigungsprozess in Sachsen vor 25 Jahren auseinandersetzen, kann bis zum 31. März 2015 eine Förderung beantragt werden. Dafür stehen vorbehaltlich der Zustimmung des Sächsischen Landtages zum Haushaltsentwurf Mittel in Höhe von 800.000 Euro bereit.

 

 

Förderfähig sind Projekte und Maßnahmen, die

  • die Bedeutung der Friedlichen Revolution für die Demokratisierung Sachsens und den Übergang des politischen Systems bis zur deutschen Einheit anschaulich machen;
  • an die weitreichende politische Beteiligung und Initiativkraft großer Teile der Bevölkerung wie auch die Übernahme politischer Verantwortung zahlreicher Bürger erinnern und diese für heute erfahrbar machen;
  • die Entwicklung des Freistaates Sachsen seit seiner Wiedergründung im Jahr 1990 zeigen; insbesondere Projekte, welche
    • sich mit den Entwicklungen in den folgenden Bereichen befassen: Soziales, Bildung, Kultur, Wirtschaft, Umwelt,
    • die Geschichte von Unternehmen und Betrieben einschließlich ihrer Produkte darstellen, zum Beispiel deren Transformationsprozesse oder die Rolle der Treuhandanstalt;
  • Zusammenhänge der sächsischen Entwicklungen zu den ostmitteleuropäischen Nachbarstaaten aufzeigen und die länderübergreifende Zusammenarbeit stärken.

 

Gegenstand und Voraussetzungen der Förderung

Im gesamten Freistaat Sachsen sollen Projekte und Vorhaben unterstützt werden, die die Demokratisierung Sachsens, den Weg zur deutschen Einheit, die Bildung des Freistaates Sachsen und die Entwicklung seit seiner Wiedergründung im Jahr 1990 beleuchten und die damaligen Ereignisse und Erfahrungen anhaltend im kollektiven Gedächtnis verankern. Ziel soll es sein, besonders die Menschen, die die Ereignisse im Jahr 1990 nicht erlebten, zu erreichen. Weiterhin wird angestrebt, auf lokale und regionale Entwicklungen, die nicht zum Standardrepertoire des Gedenkens gehören, aufmerksam zu machen. Es sollen Projekte unterstützt werden, die politische Beteiligung und bürgerschaftliche Aktivitäten hervorrufen oder verstärken.
Die Förderfähigkeit ist abhängig von den in der Förderrichtlinie aufgeführten Förderzielen sowie den Projektkriterien. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der rechten Spalte unter »Förderrichtlinie, Antragsverfahren«

 

Zuwendungsempfänger

  • kommunale Gebietskörperschaften, auch für ihre Eigenbetriebe;
  • juristische Personen des Privatrechts, insbesondere eingetragene Vereine, ausgenommen Parteien und Wählervereinigungen;
  • natürliche Personen;
  • Religionsgemeinschaften mit dem staatlich anerkannten Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, insbesondere Kirchengemeinden

Die Zuwendungsempfänger müssen ihren Sitz beziehungsweise Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen haben. Kooperationen sächsischer Zuwendungsempfänger mit Initiativen aus anderen Bundesländern und anderen Ländern sind nicht von einer Förderung ausgeschlossen.

 

Antragsverfahren

Anträge auf Projektförderung können bis zum 31. März 2015 unter Verwendung der Formulare bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank eingereicht werden. Antragstellern steht dafür im Service-Portal Amt24 der Sächsischen Staatsregierung ein Online-Antragsverfahren mit allen weiterführenden Informationen und Formularen zur Verfügung.

 

Bewilligungsverfahren

Nach einer zuwendungsrechtlichen und finanziellen Prüfung und einer Vorprüfung hinsichtlich der Schlüssigkeit und Vollständigkeit des Antrages durch die Bewilligungsstelle wird eine Liste, in der alle Anträge erfasst sind, an die Sächsische Staatskanzlei weitergeleitet. Die Sächsische Staatskanzlei gibt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel eine Förderempfehlung in der Sache und der Höhe nach ab und leitet diese an die Bewilligungsstelle weiter. Bei der Auswahl der zu fördernden Projekte wird dabei eine regionale Ausgewogenheit angestrebt. Die Bewilligungsstelle bewilligt abschließend auf der Grundlage der Förderempfehlung der Sächsischen Staatskanzlei die Zuwendungen oder lehnt entsprechend die Anträge ab. Mit einer entsprechenden Benachrichtigung ist nicht vor Mai 2015 zu rechnen.

Das Förderprogramm »25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen« versteht sich als Fortführung der Förderrichtlinie »25 Jahre Friedliche Revolution« aus dem Jahr 2014, mit der 51 verschiedene Projekte in Sachsen gefördert werden konnten.

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