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Donnerstag 19. Nov., 19:00 Uhr

„Die Shoah und die DDR: Jüdische Stimmen im staatlichen Antifaschismus“

Vortrag und Gespräch mit Dr. Alexander Walther

Das jüdische Leben in der DDR ist in breiten Teilen der Gesellschaft eher unbekannt. Jenseits bekannter Klassiker wie „Jakob der Lügner“ stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von „Kämpfern gegen den Faschismus“ sprachen, rangen jüdische Überlebende bereits direkt nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten. 

Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung in der SBZ und DDR. 

Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“. 

Eine Anmeldung unter beteiligung@alter-gasometer.de ist erforderlich.

Details

Datum
19.11.2026
Zeit
19:00 bis 20:30 Uhr
Eintritt
0,00 €
Veranstaltungsort
BarTerre, Alter Gasometer
Kleine Biergasse 3
Zwickau, 08056
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Kategorie
Vortrag & Diskussion
Veranstalter
Alter Gasometer e.V.
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
VHS Zwickau
Koordinierungsbüro Zwickauer Partnerschaft für Demokratie
Koordinierungsbüro Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region
Phone: 0375 / 277 21 17 E-Mail: demokratie@alter-gasometer.de