Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau als Endstation im Erziehungssystem der DDR

05.11.2018 (10:00), Sächsisches Industriemuseum Tuchfabrik Gebr. Pfau, Leipziger Straße 125, 08451 Crimmitschau

Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau war offiziell die einzige geschlossene Disziplinierungseinrichtung für Jugendliche in der DDR und unterstand direkt dem Ministerium für Volksbildung. Es wurden über 4.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren zur "Anbahnung eines Umerziehungsprozesses" eingewiesen, die in anderen staatlichen Erziehungseinrichtungen negativ aufgefallen waren. Doch hatten sie weder Straftaten begangen noch gab es eine richterliche Anordnung. Eiserne Disziplin und paramilitärischer Drill sollten eine Veränderung ihres Verhaltens bewirken, vor allem die Bereitschaft, sich den "sozialistischen Lebensnormen" unterzuordnen.

  • Einführung in das Thema durch einen Mitarbeiter der Gedenkstätte GJWH Torgau
  • Dokumentation: „Schlimmer als Knast. Die Jugendwerkhöfe der DDR“
  • Erarbeitung von Fragen für das Zeitzeugengespräch
  • Zeitzeugengespräch

Angebot nur für Schulen nach vorheriger Anmeldung!

 

 

 

Ort: Sächsisches Industriemuseum Tuchfabrik Gebr. Pfau, Leipziger Straße 125, 08451 Crimmitschau

Veranstalter: Alter Gasometer e.V., Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Sächsisches Industriemuseum Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage vom Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region.

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