Erziehung hinter Gittern: Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau & Ausstellungseröffnung „Auf Biegen und Brechen“

05.11.2018 (19:00), Sächsisches Industriemuseum Tuchfabrik Gebr. Pfau, Leipziger Straße 125, 08451 Crimmitschau

Das festgeschriebene Erziehungsziel in der DDR war die Herausbildung „sozialistischer Persönlichkeiten“. Unangepasste und verhaltensauffällige Jugendliche galten schnell als „schwererziehbar“ und konnten in sogenannte Spezialheime zur Umerziehung eingewiesen werden. Endstation in diesem System war der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau. Eine ausbruchssichere Verwahrung, ein bis auf die Minute durchorganisierter Tagesablauf in Kolonne und Laufschritt, das Fehlen jeglicher Privat- und Intimsphäre sowie Zwangssport bis zur totalen Erschöpfung sollte die vollkommene Unterordnung der Jugendlichen herstellen. Die gesamte Methodik war darauf ausgerichtet, die Persönlichkeit junger Menschen innerhalb weniger Monate bewusst zu brechen. Bis November 1989 durchliefen insgesamt 4.046 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren diese DDR-Disziplinierungseinrichtung.

  • Einführungsvortrag unter Verwendung von historischem Bildmaterial
  • Dokumentation „Schlimmer als Knast“
  • Zeitzeugengespräch

Eintritt frei!

Foto auf biegen und brechen

 

 

 

Ort: Sächsisches Industriemuseum Tuchfabrik Gebr. Pfau, Leipziger Straße 125, 08451 Crimmitschau

Veranstalter: Alter Gasometer e.V., Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Sächsisches Industriemuseum Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage vom Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Zwickauer Region.

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