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... auf der Homepage des "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" und des gleichnamigen Koordinierungsbüros.
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„Herzlich willkommen
- wer immer Du bist.“ Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2012.
Willkommen zu sein, wer immer man ist: diese Erfahrung hat wenig mit der
Realität vieler Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu tun. Wie oft sind
sie alles andere als willkommen? Ablehnung und Diskriminierung bis hin zu
offenem Rassismus - das prägt stattdessen die Alltagserfahrungen vieler
Menschen. Rassismus ist stark verbreitet und in allen Schichten und Milieus
vorhanden. Dagegen gilt es Position zu beziehen und Konzepte zu entwickeln.
Der empfohlene Termin für die Interkulturelle Woche 2012 lautet: Sonntag, 23. September - Samstag, 29. September 2012. Der Tag des Flüchtlings findet als Bestandteil der IKW am Freitag, den 28. September 2012 statt.
Ein Gottesdienst anlässlich dieser Woche wird voraussichtlich am
23.09.2012 stattfinden. Eine Radiorevue zum Thema „Kann denn Jubeln Sünde
sein“, die KinderKulturKarawane und die Filmpremiere von „SWAN“, einem Film
über eine Vietnamesin in Zwickau sind bereits in Planung. Wir möchten Sie hiermit
einladen und ermuntern, die Interkulturelle Woche mit Veranstaltungen, Tagen
der offenen Tür und anderen Aktionen mit zu gestalten. Auch kleine Hilfen sind
gefragt, z.B. bei der Ausgestaltung des Gottesdienstes, beim Aufbau einer
Ausstellung aber auch das Mitfahrangebot für Leute aus den Asylheimen des
Landkreises. Viele Hände werden gebraucht.
Wenn Sie also vorhaben, die Interkulturelle
Woche in diesem Jahr mit zu gestalten oder vielleicht schon etwas geplant
haben, können sie die Abfrage in der Anlage ausfüllen und bis zum 29. Juni 2012
wieder zurücksenden an: Birgit Riedel, Ausländerbeauftragte Landkreis Zwickau
birgit.riedel@landkreis-zwickau.de oder Fax: 0375 4402 21009
Spätere Einsendungen werden für den Flyer nicht berücksichtigt.
Die Abfrage zum Ausfüllen finden Sie hier.
Infos über die Inhalte der Interkulturellen Woche bundesweit erhalten Sie auf der Internetseite www.interkulturellewoche.de.
Die Zahl der Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt ist nach Recherchen von Journalisten fast dreimal so hoch wie in der Statistik des Bundesinnenministeriums und der Polizeibehörden verzeichnet. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass 150 Menschen Opfer von rassistischen und rechtsextremen Angriffen in Deutschland geworden sind.
Unter den Opfern befinden sich 10 Menschen, die von der braunen Terrorzelle umgebracht wurden, weil sie nicht dem menschenverachtenden Weltbild entsprachen. Die Tatsache, dass die Mörder in unserer Stadt gelebt haben, schockiert und macht betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehöriger.
In einem breiten gesellschaftlichen Aufruf gedenken Persönlichkeiten aus allen Teilen der Gesellschaft der Opfer und werben für „ein Land, in dem Freiheit und Respekt, Vielfalt und Weltoffenheit lebendig sind“. Der Apell erschien im „Tagesspiegel“ und in der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“. Den genauen Wortlaut finden Sie hier.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz, seine Partner und die Bürger der Stadt Zwickau riefen am 25. November zu einer Veranstaltung auf dem Georgenplatz Zwickau auf, um der Opfer des rechten Terrors in Deutschland zu gedenken und zu zeigen, dass Zwickau keine Heimstätte rechtsextremen Terrors ist. Dem Aufruf folgten 3000 BürgerInnen, die so ein Zeichen setzten.
Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Frau Dr. Findeiß:
„Als sich am 4. November im Stadtteil Weißenborn die Explosion ereignete, konnte niemand ahnen, was sich daraus entwickeln sollte. Landauf landab berichten Medien über die Ereignisse, die uns zutiefst betroffen machen. Und es bleiben - auch für mich - viele Fragen offen! Angesichts der Ausmaße beschleicht uns ein ungutes Gefühl. Bedauerlich ist, dass inzwischen Formulierungen wie „Zwickauer Terrorzelle" oder „Das Geld für den braunen Terror im Westen beschafften sich die Nazis aus Zwickau offenbar im Osten" Verwendung finden.
Die Geschehnisse bestärken mich in meiner Überzeugung, dass das gemeinsame und konsequente Engagement gegen politischen Radikalismus eine Aufgabe ist, der wir uns dauerhaft widmen müssen. Weder Stadt noch Stadtverwaltung sind Polizei oder Verfassungsschutz. Aber unseren Kindern und Jugendliche Werte zu vermitteln, Aufklärungsarbeit zu betreiben und insgesamt für Demokratie und Toleranz einzustehen, ist angesichts der Verbrechen, die nach und nach aufgedeckt werden, wichtiger denn je. Aus diesem Grund kommt nicht zuletzt unserem Bündnis für Demokratie und Toleranz, das in der letzten Woche mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet wurde, eine besondere Bedeutung zu. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Hinterbliebenen. Ich erwarte, wie alle Bürger, dass die Verbrechen schnell und umfassend aufgeklärt werden."

Zwickau ist NICHT auf dem rechten Auge blind – Zwickau hat Nazis satt!
Zwickau, die Zelle des braunen Terrors? Zwickau, eine Stadt mit braunem Image? NEIN! Zwickau ist eine Stadt mit Geschichte, Kultur und Tradition. Zwickau ist Kulturstadt – in Zwickau lebten und wirkten Persönlichkeiten wie Schumann, Müntzer, Römer sowie Pechstein und Bleyl. Zwickau ist Automobilstadt - Horch, Audi, Trabant Sachsenring und Volkswagen stehen für über 100 Jahre Automobilgeschichte. Zwickau ist Tourismusstadt – und lädt mit einem der schönsten Weihnachtsmärkte Sachsens nun zum Besuch. Zwickau ist Erlebnisstadt mit unverwechselbarem Flair – friedlich, weltoffen und tolerant.
Deutschland hat offensichtlich ein Problem mit Rechtsterrorismus und Rechtsextremismus – nicht eine Stadt oder ein Bundesland und erst recht nicht nur der „Osten“. Politik und Behörden haben die Gefahr von rechts über Jahrzehnte verharmlost und ignoriert – nicht die Bürger, Vereine, Gewerkschaften und Initiativen, welche sich seit Jahren aktiv für Demokratie und Weltoffenheit und gegen Rechtsextremismus engagierten.
Übergriffe auf Andersdenkende wurden zu oft als Gewalt unter Jugendlichen abgetan. Warnungen von Engagierten im Kampf gegen Rechtsradikalismus wurden zu oft nicht gehört oder als Panikmache abgestempelt. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse blieben zumeist ungehört.
Es ist an der Zeit sich der rechten Gefahr und deren Angriffe auf unsere Verfassung und Demokratie umfangreich zu stellen. Dazu bedarf es in erster Linie einer umfänglichen öffentlichen Aufklärung der schändlichen Taten. Weder blinder Aktionismus noch zögerliches Handel sind nun dem aktiven Handeln gegen Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus dienlich.
Alle demokratischen Parteien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und eine konsequente Demokratieoffensive betreiben, Behörden müssen ihre Arbeit verantwortungsbewusst erledigen, bürgerschaftliches Engagement muss gestärkt werden.
Auch die Prüfung von Verboten von verfassungsfeindlichen Organisationen und Parteien darf kein Tabu sein. Solang Nazis „legal“ in deutschen Parlamenten ihre Hass-Tiraden posaunen dürfen, so lang mit staatlichen Geldern verfassungsfeindliche Strukturen unterstützt werden, so lang kann rechtes Gedankengut und faschistische Propaganda ungehindert auch in die Köpfe unserer Kinder.
Dafür engagieren sich seit Anfang der neunziger Jahre Vereine, Parteien, Gewerkschaften, Kirchgemeinden, Sport- und Jugendorganisationen, die Verwaltungsspitze und viele engagierte Bürger im Bündnis für Demokratie und Toleranz (vormals Bündnis gegen Rechts). Projekte mit Schulklassen, Veranstaltungen wie die „Interkulturelle Woche“, die „Tage der Demokratie und Toleranz“, das „Gewalt ohne Mich“ Festival, regelmäßige Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalfaschismus oder die Novemberpogrome, Aktions- und Protestveranstaltungen gegen Rechtsextremismus, Veranstaltungen zur Stärkung von Bürgerschaftlichen Engagement oder Multiplikatorenschulungen sind nur eine Auswahl der vielfältigsten Angebote des Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region.
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"Ich glaube, das Wichtige ist, dass wir nicht nur die Erinnerung an das Erlittene weitergeben,
sondern auch die Erinnerung an die empfangene Hilfe.
Und dass wir die jungen Menschen dazu ermutigen, nie wegzusehen,sondern immer hinzusehen, wenn Unrecht geschieht, und die Welt zum Menschlicheren hin zu verändern." Hilde Domin